Und immer wieder fallen viele Menschen darauf rein. Falsche Propheten gab es zur jeder Ära. Heute tummeln sie sich eben auch in den Weiten der sozialen Medien umher. Globale Reichweite und entsprechend große Zuhörerschaft. Jesus Christus hätte demnach “termingerecht” wiederkommen und die christliche Gemeinde vorab entrückt worden sein. Das trat aber nicht ein. Welch Überraschung!
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Gehör für falsche Propheten
Wenn man sich Blindlinks auf jemanden verlässt und die Aussage nicht überprüft, kann es zu einer herben Enttäuschung kommen. Das ist besonders dann der Fall, wenn es sich dann auch noch als ein echter Reinfall herausstellt. Popularität, hohe Follower-Zahlen in “X”, Instagram, Facebook und Co, und ein selbstbewusstes Auftreten waren noch nie ein Garant für die vermittelte Wahrheit. Oft trifft sogar das Gegenteil zu, je überzeugender vorgetragen, desto falscher die Sache.

Doch es verleitet die Menschen immer wieder, derartigen Stimmen nicht nur zuzuhören, sondern deren Empfehlungen sogar auch noch Folge zu leisten. Ein probates Mittel für jegliche Themen, da sich die Medien immer wieder der Prominenz bedienen, um den Menschen deren Meinung zu einer Sache nahezulegen. Wenn Schauspieler “A” das so sagt, und die Sängerin “B”, dann müsse dies schließlich so stimmen. Warum? Eine rationale Antwort kann es hier nicht geben.
Falsche Propheten mit langem, grauen Bart, in Leinen-Roben gekleidet und Turban auf dem Kopf, gehören der Vergangenheit hat. Heute tragen sie auch Anzug, Krawatte und glänzende Lederschuhe. Dabei könnten derlei “Propheten” durchaus leicht erkannt werden (Info).
Das ging in die Hose
Ein derartiges Beispiel, eine laute Verkündung mit abschließendem Sturz ins Nichts, gab es jüngst auf der Social-Media-Plattform TikTok. Ginge es um die Verlautbarung einer “geleakten Information”, dass Smartphone-Hersteller “XYZ” zu einem bestimmten Termin das “schon mit brennender Ungeduld erwartete, ja sogar lebensnotwendige” neueste Modell auf den Markt wirft, und es stellt sich heraus, dass die Auslieferung um 1 Monat verzögert werde, dann einfach Schwamm drüber. Es wäre allerdings mal Zeit, im eigenen Leben die Prioritäten zu überprüfen. Aber es ging in diesem Fall um die angekündigte Rückkehr Jesu Christi.
Damit stand in Verbindung, wie eine große Zahl der evangelikalen Christen diesen (Irr-)Glauben tatsächlich hat, die (geheime) Vorentrückung der Qualifizierten innerhalb der Christen-Gemeinden. Vorhergesagter Termin war 23. oder 24. September. Weder an jenem Mittwoch noch am darauffolgenden Donnerstag trat diese Vorhersage ein. Eigentlich sollte das Ausbleiben der Erfüllung der Vorhersage auch zu erwarten gewesen sein, denn ersten gibt es klare biblische Aussagen, dass weder Stunde noch Tag der Rückkehr Jesu Christi bekannt sind, und zweitens, dass auch das anderweitige prophetische Umfeld noch nicht erfüllt wurde.
Die Bibel hätte die Antwort parat

“Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater“, so in Markus 13,32. Aber auch mit einer Ermahnung in den unmittelbar folgenden Versen 33 bis 35. “Habt acht, wacht und betet! Denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk, und dem Türhüter befahl, daß er wachen solle. So wacht nun! Denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen;“
Wer die Bibel selbst in die Hand nimmt und darin völlig unvoreingenommen forscht, wird auch auf die Hinweise stoßen, wie die Umstände kurz und unmittelbar vor Jesu Wiederkunft gestaltet sein werden und darüber hinaus auch, wie das Ereignis der Rückkehr Jesu Christi aussehen wird (Info). Schon das Vorfeld, überhaupt an eine sog. Vorentrückung zu glauben, würde mit dem Bibelstudium ganz schnell aus dem Sinn verschwinden, denn es handelt sich um eine seit Ende des 16ten Jahrhunderts entwickelte Fantasiegeschichte (Info).
Eigentlich ein Trauerspiel
Es ist ein wahres Dilemma, dass Menschen sich derart einfach an der Nase herumführen lassen. Das ganze Paket Jesu Wiederkunft samt sogenannter Vorentrückung, dies auch noch zu einem vorhersagbaren Termin, ist mit keiner Silbe im Evangelium zu finden. Das offenbart die völlige Unbekümmertheit und einen deutlichen Mangel am Interesse, die Wahrheit zu erkunden, geschweige diese eigentliche Pflicht im eigenen Antrieb anzugehen. Dies gilt umso mehr, wenn man sich selbst als Christ bezeichnet.

Selbst für dieses Phänomen in unserer heutigen Zeit hat die Bibel eine “exakte Andeutung” parat, 2. Timotheus 4,3-4:
“Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.“
Die Wahrheit, sprich das echte, unverfälschte, reine Evangelium ist heute so dünn gesät wie der weitaus bekanntere sehr schmale Pfad zum wahrhaftig anzustrebenden Ziel. Verführung und Täuschung bilden die deutlich größere Zahl an noch mehr, deutlich breiteren Pfaden. Einige Beispiele der populärsten Fantasiegeschichten rund um das Evangelium sind hier aufgelistet.
Und die größte Gefahr, vor der uns Jesus Christus eindringlich warnte (Matthäus 24) ist die allumfassende Täuschung, die Verführung durch Lüge und Betrug (Info).
Einfach so aufnehmen wie es geschrieben steht
Gott ist beim Wort zu nehmen. Wenn Er durch Paulus ankündigt, dass eine Verführung in die Welt kommen wird, über “nur” die stolpern werden, sprich darauf Pfeilgrad hereinfallen werden, welche sich nicht um die Wahrheit gekümmert hatten, sondern schlafwandlerisch nur die eine und andere Idee aufgriffen, dann wird das auch so eintreffen (2. Thessalonicher 2,8-12).
Bedient man sich dem anderweitig populären Begriff “Kippmoment”, dann ist zu befürchten, dass dies auch auf das (Irr-)Glaubensleben zutrifft. Irgendwann ist die Schwelle überschritten, an der es kein zurück mehr gibt. Auf der Basis einer Irrlehre torkelt dieser unweigerlich in die nächste Täuschung, und dies in der festen Überzeugung, felsenfest auf dem Pfad der Wahrheit unterwegs zu sein.
Ist es bereits zu spät, dann wird das Erwachen aus diesem “geistlichen Koma”, die Erkenntnis der Wahrheit, nicht einmal mehr zu Reue und Buße führen, sondern zu Entsetzen, Trauer über das, wovon man ausgeschlossen wird und hierzu die nackte Wut, Matthäus 25,30:
“Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“
Warum unbedingt blanke Wut anstatt Erlösung?

Zähneknirschen ist nicht zu verwechseln mit Zähneklappern (Furcht, Kälte). Es handelt sich um Rage, wie es die Hohepriester und der Hohe Rat gegenüber dem Apostel Stephanus demonstrierten, Apostelgeschichte 7,54;57-58:
“Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz, und sie knirschten mit den Zähnen über ihn.
Sie aber schrieen mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los; und als sie ihn zur Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn.“
Solls das wirklich gewesen sein? Daher, Bibel selbst in die Hand nehmen, aufklappen, und darin forschen! Vorschlag: Die Evangelien im Neuen Testament, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zu Beginn. Dann “zurück” zum Buch Daniel, insbesondere Daniel 7 und 8, was die Symbolik der Prophetie betrifft, welche eine Voraussetzung ist, auch das Buch der Offenbarung zu verstehen (Info).
Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.
Römer 10,17
Bibelverse aus Schlachter 2000








