Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Die Leugnung Jesu notwendiges Opfer wieder aufgewärmt

Die Leugnung Jesu notwendiges Opfer wieder aufgewärmt

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Passend zur Osterzeit sind Vertreter der römisch-katholischen Kirche wieder daran, die absolute Notwendigkeit Jesu Blut-Opfer zu leugnen. Verpackt in christlich klingendem Gestammel will man dem Leser erklären, dass die Willkür Gottes ein Zeichen Seiner Liebe sei.

Eine alte Leugnung wieder aufgewärmt

„Musste Jesus für uns sterben?“, so die Frage des katholischen Magazins „catholic.com“ und beweist auch gleich mit der präsentierten Antwort, dass die römisch-katholische Kirche, entgegen der Behauptung so mancher protestantischer Verteidiger der Ökumene, sich um keinen Strich breit jemals geändert hat. Der Tod und die Auferstehung Jesu Christi ist nicht nur eine „Anekdote“ des Evangeliums, sondern das zentrale Ereignis dessen, worum sich nicht nur das Neue Testament, sondern auch das Alte Testament dreht. Eigentlich erwartete man, dass die Antwort auf die Frage, ob der Tod Jesu überhaupt notwendig gewesen sei, mit einem klaren „Ja“ beantwortet wird. Nicht aber von Seiten der katholischen Lehre.

Tod Jesu sei nicht notwendig gewesen

Der Meinung, dass der Tod von Jesus Christus eine Art von nicht notwendiger und dramatisch inszenierter Liturgie gewesen sei, war bereits der „Heilige“ und zum Kirchenlehrer erhobene Alphonsus Liguori. Gemäß seinen Vorstellungen hätten „ein Tropfen Blut, eine Träne oder ein Gebet“ ausgereicht, um das Heil für alle Menschen zu erwirken (Info). Darum wäre es, ehrlich gesagt, eigentlich erstaunlich gewesen, würde die Kirche heute etwas anderes behaupten, geschweige das Evangelium lehren.

Das katholische Magazin erkennt die Ansichten derer, die eine absolute Notwendigkeit in Jesu Opfertod sehen, als eine Meinung an, stellt dem aber entgegen, dass die reine Bestätigung für die Genugtuung durch den Tod Jesu für unsere Sünden „logischerweise nicht“ bedeute, dass dies der einzige mögliche Weg gewesen sein müsse (Quelle). Und so kommt der katholische Autor zur Frage über den exklusiven Weg zur kurzen Antwort „Nein“. Denn eine Begründung, dass unsere Sünden „nicht befriedigt“ wären, wenn Jesus nicht gestorben wäre, komme dem Trugschluss gleich, das Vorhergehende zu negieren.

Ein Aquin anstatt das Evangelium

Thomas v. Aquin

Thomas v. Aquin will es besser wissen als Gott

Es gebe „positive Gründe“, weshalb der Tod Jesu nicht unbedingt für die Erlösung der Menschen notwendig gewesen sei und diese Gründe biete – nein, nicht die Bibel – der „heilige“ Thomas von Aquin.

Der erste Grund sei die Allmacht Gottes und das habe Maria bereits betont in Lukas 1,37, „denn bei Gott ist kein Ding unmöglich„. Daher müsse es für Gott möglich gewesen sein, die Menschheit auf einem anderen Weg zu erlösen.

Der zweite Grund liege darin, dass die Sünde nur gegen Gott und nicht gegen jemand anderen gerichtet sei. So argumentiert Thomas von Aquin, dass es sich mit der Sünde um eine „persönliche Übertretung Gottes“ handelte. Daher sei die Vergebung einer Sünde genauso wenig ungerecht, als wenn jemand die Beleidigung eines anderen verzeihen würde.

Der dritte Grund ist sei die unendliche Würde der „Person Christi“. In „Quodlibet II“ berufe sich Thomas von Aquin auf diese unendliche Würde Christi, die dazu führe, dass der Tod Jesu nicht unbedingt notwendig gewesen sei. Jesus ist das Wort Gottes und damit göttlich und daher habe ein jegliche von ihm ausgeführte Tat eine unendliche Macht. Zwar konzentriere sich Aquin auf die Leidenshandlungen Jesu, aber dieses Prinzip gelte für jegliche Taten Jesu. Daher hätte Jesus die Erlösung der Menschen anordnen und dadurch vollbringen können.

Ablehnung Evangelium offensichtlich

Man ist dazu geneigt zu fragen, „wer ist dieser Thomas von Aquin, damit man seine persönliche Weltanschauung über die Aussagen der Bibel stellen sollte?“ Weil die Kirche Roms sich einen ihrer dem Hellenismus verfallenen „Väter“ heraussucht, diesen hochstilisiert und als „heilig“ tituliert, soll dessen „Theologie“ nicht nur eine adäquate Ergänzung, sondern sogar ein Ersatz für die Heilige Schrift darstellen? Thomas von Aquin und ähnliche Gestalten als Referenz zu verwenden, ist ein gutes Beispiel für die grundsätzliche Ablehnung des Evangeliums durch die römisch-katholische Kirche. Da kann es auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass gewisse Verse, Personen und Handlungen der Bibel immer wieder mal zitiert werden.

Heilige Schrift

Die Schrift alleine – Was denn sonst?

Die Meinung des in Bezug zum Evangelium vollkommen unbedeutenden Aquin, auf dem grundsätzliche Dogmen der römisch-katholischen Kirche beruhen, leugnet schlicht und einfach den einzig möglichen Erlösungsweg durch das Blut-Opfer Jesu Christi. Gott ist allmächtig, das stimmt. Die Sünde ist eine Übertretung des Gesetzes Gottes. Das stimmt ebenfalls. Zu guter Letzt ist auch Jesus Christus durch Sein Opfer vom Vater über alle Maßen erhoben und verherrlicht worden. Aber dies nicht, weil ein „origineller“, aber völlig unnötiger Weg für die Erlösung beschritten wurde, sondern weil dies eben der einzige mögliche Weg gewesen ist.

Die Bibel sagt das Gegenteil

Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung, so in Hebräer 9,22. Aber Aquin und die römische Kirche behaupten das Gegenteil der Bibel. Die römisch-katholische Kirche sieht in Gott genau das, was Satan gegen Ihn als Vorwurf erhebt, „ein allmächtiger, aber willkürlicher Herrscher“. Die Inanspruchnahme der unbeschränkten Macht durch die Sündenvergebung anhand eines „Fingerschnippens“ bestätigte lediglich nur die Anklage Satans, Gottes Charakter sei voller Willkür. Gott ist gerecht, Satan behauptet das Gegenteil. Deshalb will Gott Seine Gerechtigkeit erweisen so in Römer 3,26:
als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.

Gott wird Seine Gerechtigkeit erweisen

In anderen Worten, Gott will der gesamten von Ihm geschaffenen Welt einen Beweis liefern, dass er tatsächlich gerecht ist und Seine Macht nicht willkürlich einsetzt. Zur Gerechtigkeit gehört dazu, dass einmal formulierte Gesetze bzw. Regeln Bestand haben, egal zu welcher Zeit oder welchen Umständen. Ohne Blutvergießen kann es keine Vergebung geben, so eine Regel. Eine andere lautet „der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Römer 6,23). Den Menschen nun zu erlösen, ohne das stellvertretende Erleiden des Todes und ohne Blutvergießen, wäre ein eklatanter Bruch der Gerechtigkeit Gottes gewesen.

Diese Gerechtigkeit besteht allerdings ewig (Psalm 119,142) und das will und kann Satan nicht wahrhaben. Deshalb kämpft der Widersacher in seinem ansteigenden Zorn gegen das Wort Gottes und dem übriggebliebenen Samen des Volkes Gottes erbittert an (Offb. 12,17). Die römisch-katholische Kirche erfüllt Satans Werk seit ihren Anfängen (Info), und wird auch das Ende finden, wie es in Offenbarung 18 beschrieben ist.

Die römisch-katholische Kirche verleugnet somit auf geschickter Weise die Gerechtigkeit Gottes, die Notwendigkeit des Blut-Opfers Jesu Christi für die Eröffnung eines Erlösungsweges und bedient dazu die gegen Gott erhobenen Vorwürfe Satans. Diese Kirche hat ohnehin die drei Lügen der Schlange im Garten Eden in ihren offiziellen Katechismus übernommen (Info).

Christlich verpackte Willkür

Schlange

Die Leugnung Jesu Christi Erlösungswerk

Gemäß dem katholischen Autor sei es keine Überraschung, dass der Tod Jesu am Kreuz ein Ausdruck der Liebe Gottes gewesen sei. Dies kann durchaus bestätigt werden, denn „so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er Seinen eingeborenen Sohn gab“ (Johannes 3,16). Doch dann gerät der Autor wieder auf das Gebiet dieser absonderlich katholischen „Theologie“. Diese Liebe Gottes, so der Autor, schließe die absolute Notwendigkeit aus und sei ein Ausdruck größter Freiheit. Diese Freiheit Gottes, „etwas anderes getan zu haben“, treffe den Kern der christlichen Botschaft: Gott liebt dich!

Eine solche Begründung ist auch ohne den prüfenden Blick in die Bibel – mit Verlaub – ein an den Haaren herbeigezogener blanker Blödsinn! Hier verbindet der Vertreter der katholischen Kirche tatsächlich die „Freiheit, etwas anderes zu tun“, also reine Willkür, mit einer vermeintlichen christlichen Kernbotschaft. Es fehlte nur noch einen Schritt und man landete bei der Aussage, „tu, was du willst“. Eine These von Okkultisten und bekennende Satanisten wie Aleister Crowley.

Wen wundert’s? Okkultismus, Satanismus, römisch-katholische Kirche. Geistige und geistliche „Seelenverwandtschaft“. Die nehmen sich gegenseitig nichts weg.

Da rief er sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. Und wenn der Satan gegen sich selbst auftritt und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende.
Markus 3,23-26

Bibelverse aus Schlachter 2000

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