Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Israel: Zeugnis Jesu Vertreten künftig kriminelle Handlung?

Israel: Zeugnis Jesu Vertreten künftig kriminelle Handlung?

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Ginge es um die ultra-orthodoxe jüdische Partei Israels, wird künftig ein jeglicher Versuch der Evangelisation unter Strafe gestellt werden. Bereits das geistliche Gespräch ist strafbewehrt. Wer das Zeugnis Jesu vertritt, wird künftig als Krimineller behandelt. Ein solcher Gesetzesentwurf liegt dem Parlament nun zur Abstimmung vor.

Gesetzesentwurf kurz vor Palmsonntag

Das Parlament Israels, die Knesset, wird demnächst über ein Gesetzesentwurf abstimmen, welches die Verbreitung des Evangeliums unter Strafe stellt. Die zwei Abgeordneten Yaakov Asher und Moshe Gaffni aus der Regierungskoalition des Premierministers Netanjahu planen die Eindämmung des Christentums in Israel. Dieser Entwurf wurde kurz vor Palmsonntag bzw. dem Pessach-Fest zur Abstimmung im Parlament eingereicht, wie u.a. Jordan News berichtete. Ein wohl nicht ganz zufälliger Zeitpunkt.

Bis zu 2 Jahre Haft

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Sollte das Gesetz durchgehen, wird künftig ein jeder, der von Jesus Christus und das Evangelium Zeugnis ablegt, indem davon gesprochen oder gelehrt wird, zu einem Kriminellen. Das gilt für das Mündliche ebenso wie für Papiermedien, Online-Seiten und Podcasts. Bei Verstößen drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Zwar zielt das Gesetz auf eine beabsichtigte Evangelisation des Anderen ab, allerdings könnte bereits die Nennung Jesus Christus als eine solche Absicht angesehen werden. Das dies nicht allzu weit hergeholt scheint, ist bereits daran zu erkennen, dass bereits ein spirituelles Gespräch mit einem Israeli jeglicher Religion zu einer Haftstrafe von 1 Jahr führen kann. Ist das Gespräch mit einem Minderjährigen geführt worden, drohen 2 Jahre Haft.

Yaakov Asher und Moshe Gaffni sind Mitglieder der ultra-orthodoxen jüdischen „Torah Judaism Party“. Derzeit ist diese Partei mit 120 Abgeordneten im Knesset vertreten. Die Partei des regierenden Benjamin Netanjahu ist mit lediglich 64 Sitzen vertreten.

Regierungschef beschwichtigt

Benjamin Netanjahu hat lt. CBN News bereits reagiert und beschwichtigt. Es werde mit ihm kein Gesetz gegen die christliche Gemeinschaft geben, so seine Aussage über den Nachrichtendienst twitter.

Gegenüber CBN News erklärte der israelische Rechtsexperte David Benjamin, dass dieses Unterfangen zu extrem breit aufgestellt sei. Darüber hinaus habe es derlei Vorschläge schon seit Jahrzehnten gegeben.

Ein derartiges gegen die Christen aufgestelltes Gesetz würde auch in den USA nicht einfach zur Kenntnis genommen werden. Das (noch) überwiegend protestantische Land ist eines der größten Unterstützer Israels. Sich einen derartigen politischen Schiefer einzuziehen, wird nicht im Interesse der israelischen Regierung stehen. Darüber hinaus würde ein solcher Vorstoß gegen international geltendes UN-Recht verstoßen, die freie Meinungsäußerung sowie die freie Religionsausübung, so der ehemalige US-Botschafter für internationale Religionsfreiheit, Sam Brownback.

Die Qualität spricht für sich

Ob nur mit heißer Nadel gestrickt, oder ob es sich um einen neuen Meilenstein in der Geschichte handeln wird, bereits die laut geführten Diskussionen darüber und der durchaus ernst gemeinte Gesetzesentwurf deuten auf eine besondere Qualität hin. Markant ist dazu die Hervorhebung des Christentums, während der auch in Israel, speziell in Jerusalem existierende Islam unerwähnt blieb.

Doch auch derlei Entwicklungen, sei es in Israel, China oder auch in Russland, wo Evangelisationen und das Zeugnis Christi längst eingeschränkt und unter Strafe gestellt wurden, kommen nicht überraschend. Denn in Offenbarung 12,12 steht: „Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, daß er nur wenig Zeit hat.“

Bibelverse aus Schlachter 2000

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