Und sie rühren immer mehr und immer kräftiger im Sonntags-Einheitstopf. Wie ein gemeinsames Gespann ziehen katholische Kleriker und VIP’s den Streitwagen des großen Widersachers. Hierfür ist man sich sogar für die wildesten Auswüchse des menschlichen Verstandes nicht zu schade.
Inhalt / Content
- 1 Immer mehr mischen im Sonntags-Eintopf
- 2 Rückgriff auf Macht Dritter
- 3 Vorübergehende Entspannung
- 4 Warum “Kyros” wenn “Chlodwig” besser passte?
- 5 Freidenker oder frei drehende Denker?
- 6 Das Megafon auf volle Lautstärke
- 7 Sonntag – Zeichen der Solidarität (?)
- 8 Sonntag – Klebstoff für Gemeinschaft
- 9 Komme was will, 7ter-Tag-Sabbat bleibt!
Der Papst trällert es herab von seinem Balkon über dem Petersplatz, US-Präsident Donald Trump setzt das um, was Leo auf direktem Wege nicht zu tun wagt und katholische Kleriker sparen nicht damit, ihre wildesten Fantasien ein wissenschaftliches Aussehen zu verleihen, um ihren Forderungen eine offizielle Note zu erteilen.
Man merkt es nicht nur, sondern kann es bereits über das unmittelbare Betrachten hinaus schon beinahe anfassen. Der “Sonntag, Sonntag und nochmals der Sonntag” muss in den Mittelpunkt gerückt werden. Als ein Tag der gesonderten Anbetung, ein Tag der Besinnung, der Selbstfindung, der inneren Ruhe, für die Familie und auch zum Wohle der Natur und Umwelt. Also, alles richtig an einer gesetzlich vorgeschriebenen Sonntagsruhe, oder?
Papst Leo XIV wiederholt in immer kürzeren Abständen die brisante Wichtigkeit, den Sonntag als einen allgemeinen Tag der Ruhe einzuhalten. Eben so, wie es in der ersten Hälfte des 4ten Jahrhunderts unter Kaiser Konstantin umgesetzt worden ist. Im Jahr 321 erließ Konstantin unter Beifall des Bischofs von Rom ein Sonntagsgesetz. Nein, nicht zur Erinnerung an die Auferstehung Jesu Christi, sondern zum Gedenken an den “ehrenwerten Tag der Sonne.” Das erste derartige Gesetz, aber nicht das letzte dieser Art.
Rückgriff auf Macht Dritter

Da der Vatikan selbst nur über die “gigantisch Armee” einer Schweizer Garde verfügt, und militärische Interventionen für die Zentrale der römisch-katholischen Kirche, der “mystische Körper Christi”, ganz und gar nicht schick aussähe, greift das Papsttum wie gewohnt auf die Mächte Dritter zurück. Ebenso, wie es bereits im Mittelalter geschah. Damals der Merowinger bzw. Frankenkönig Chlodwig, heute die US-Administration und die dahinter liegenden Weltmonopole in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Militär.
Wie zu Tode verwundet, so über die Verletzung eines der Köpfe des Tieres aus dem Meer (Offenbarung 13 – Info). Im Jahr 1798 erhielt das (symbolische) Ungeheuer diese Wunde durch General Berthier, der den damaligen Papst kurzerhand aus dem Vatikan holte, den Pontifex Maximus absetzte und ins Exil verschleppte.
Vorübergehende Entspannung

Die politische Macht des Papsttums war beendet und damit auch seine bis dahin beispiellose Tyrannei und unsäglichen Grausamkeiten. Der aus dem Vatikan entsprungene Blut-Strom versickerte (Info).
Diese zugefügte Wunde heilt aber wieder und das Biest wird zu seiner bisherigen Macht zurückkehren. Zwar wurde das Papsttum politisch entmachtet, aber das tat dem genetisch festgelegten Größenwahn keinen Abbruch. Schließlich ist die treibende Kraft hinter der scheinheiligen Fassade der römischen Kirche Satan selbst.
Die Heilung begann nach gründlicher Vorbereitung im Jahr 1929 bei der Gründung des Staates Vatikan Stadt. “Ausgerechnet” unter der Federführung des Erz-Faschisten Benito Mussolini. Na, es kommt eben zusammen, was zusammen gehört.
Warum “Kyros” wenn “Chlodwig” besser passte?

Heute im Prinzip das gleiche Schauspiel wie im Mittelalter. Der Sonntag wird nicht nur hochgehalten, sondern über das Himmelsfirmament hinaus geradezu vergöttlicht. Dafür ist man sich keiner noch so abstrusen Begründung zu schade. Donald Trump, aus welchen Gründen auch immer als “König Kyros” aus Persien bezeichnet, ist allerdings viel eher ein Frankenkönig Chlodwig.
Die USA, das zweite Biest gemäß Offenbarung 13 (Info), stellt seine militärische, finanzielle und wirtschaftliche Macht dem Papst zur Verfügung und rührt hierfür auch selbst mit aller Kraft in der Werbetrommel.
Der gegenwärtige US-Präsident rief inzwischen den 17. Mai als einen “Tag der Anbetung” in Washington DC aus. Natürlich ist das an einem Sonntag.
Freidenker oder frei drehende Denker?
Katholische “frei drehende” Denker wollen einen Zusammenhang zwischen dem “Verlust des Sonntag” und dem Rückgang der Geschlechtergleichstellung, den familiären Zusammenhalt und einen Verlust für das Gemeinwohl festgestellt haben. Daher werde es (endlich) Zeit, den Sonntag als einen freien Tag zu deklarieren, als Gesetz.
Auf diese “wissenschaftliche Ideologie” kommt nichts Geringeres als die Bischofskonferenz Italiens (CEI). Diese Institution hat immerhin die Leitungsfunktion der katholischen Kirche in Italien inne.
Das Megafon auf volle Lautstärke

Mit Medien erreicht man die Menschen. So auch CEI, denn diese unterhält das Magazin “Avvenire”, das wichtigste Megafon der Kirche innerhalb der Landesgrenzen. Regelmäßig erklären die römisch-katholischen Kleriker den Italienern, wie Moral auszusehen habe. Jetzt steht natürlich die Sonntags-Frage im Zentrum des ermahnenden Zeigefingers. 1
Zu den “wissenschaftlichen Erkenntnissen” über den Sonntag schreibt Avvenire:
“Der Verlust des Sonntags schafft neue zeitliche Ungleichheiten und macht Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sichtbar, wodurch die Gesellschaft vor die Herausforderung gestellt wird, darüber nachzudenken, wie die gemeinsame Zeit geschützt und gerechter gestaltet werden kann.“
Sonntag – Zeichen der Solidarität (?)
Ein weiterer klerikaler Geistesblitz in Avvenire lautet:
“Und genau in diesem Übergang verliert der Sonntag allmählich seinen Wert als gemeinsamer Zeitraum. Der Sonntag ist nicht einfach ein Ruhetag, der durch jeden anderen Wochentag ersetzt werden kann, oder eine kulturelle Gewohnheit, sondern stellt einen der wenigen Momente dar, in denen sich die individuelle Zeit synchronisieren und die Familie als konkrete Beziehungseinheit existieren kann und nicht nur als Summe persönlicher Termine.
In diesem Sinne stellt der Sonntag ein öffentliches Beziehungsgut dar: eine soziale Ressource, die Elternschaft, Solidarität zwischen den Generationen sowie den Zusammenhalt von Familie und Gemeinschaft fördert.“
Sonntag – Klebstoff für Gemeinschaft
Subtil arbeiten die Bischöfe auch am Zusammenhalt, an der Gemeinschaft der Gesellschaft, mit dem Ziel, das gleiche Ziel im Fokus zu haben:
“Den Sonntag zu verteidigen bedeutet also nicht nur die Möglichkeit des Zusammenseins zu verteidigen, sondern auch die Möglichkeit eines weniger ungleichen, weniger zersplitterten und reicheren Familienlebens mit bedeutungsvollen Beziehungen.”
Höchst fragwürdige Zusammenhänge, aber allesamt höchst manipulativ. Aus den Fingern gesogen, aber als Wissenschaft deklariert. Damit läge CEI immerhin im anhaltenden Trend. Aber auf diese Weise, ganz besonders als römisch-katholische Kirche in der eigenen Heimat-Umgebung, inmitten devoter Katholiken, schafft man sich die gewollte Mehrheits-Überzeugung, zwar auf Sand gegründet, aber dennoch temporär sehr effektiv, um auch enormen Druck auf die Menschen auszuüben, welche sich von dem Schauspiel der kostümierten Darsteller nicht beeindrucken lassen. Sie halten am Evangelium, am wahren Wort Gottes fest.
Komme was will, 7ter-Tag-Sabbat bleibt!

Nicht der traditionelle Sonntag, trotz der Praxis seit vielen Jahrhunderten, ist Gottes Wille und vor allem ein Gebot, sondern der 7te-Tag-Sabbat (4. Gebot, 2. Moses 20,8-11). Es war die Kirche Roms, die ihre ganze Macht und Einfluss darauf setzte, den Sabbat auszumerzen (Info). Aber das wird ihr nicht bis zur vollständigen Erfüllung gelingen!
Es war, ist und bleibt der 7te-Tag-Sabbat der vom Herrn selig gesprochene und geheiligte Tag. Unveränderlich, nie abgeschafft und auch in der Zukunft unverändert beibehalten. Nicht nur für die jüdischen Gemeinden, sondern für die gesamte Menschheit (Info)!
damit nicht gottlose Menschen regieren, daß sie nicht Fallstricke für das Volk werden.
Hiob 34,30
Bibelverse aus Schlachter 2000
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