Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Hesekiel 37 zeigt passendes „Halloween“-Bild für lauen Glauben

Hesekiel 37 zeigt passendes „Halloween“-Bild für lauen Glauben

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Zugunsten des inzwischen „kultivierten“ Totenkults Halloween springen so manche evangelische Pfarrer in die Bresche und halten das Geistertreiben nicht nur für harmlos, sondern sehen auch eine Verbindung zum Christentum. Hesekiel Kapitel 37 bietet eine passende Illustration, wie das geistliche Bild derlei Apologeten aussehen könnte.

Halloween habe auch christlichen Hintergrund

So weit wie Reformationstag und Halloween auseinander stehen, so wenig kann dieses Totenfest mit dem Christentum verbunden werden. „Aber Halloween hat doch auch einen christlichen Ursprung, und zwar im darauffolgenden Allerheiligen“, so eine oft gelesene These. Nein, denn was hat der Katholizismus mit Christentum zu tun? Mit der Übernahme des Totenkultes handelt es sich um eine rein römisch-katholische Tradition und steht damit ebenso weit entfernt vom Christentum wie der Hinduismus oder Schamanismus. Der Unterschied liegt nur darin, dass weder Hindus noch Schamanen das Christentum gemäß dem Evangelium für ihren Toten- und Geisterkult missbrauchen. Die großen (ehemaligen) protestantischen Kirchen sehen ebenfalls keine Probleme darin, das „Gruselfest“ mit dem Reformationstag zu begleiten (die Reihenfolge ist bewusst gewählt).

Alles nur harmloser Spaß

Halloween-Kult

Alles nur ein harmloser Spaß und auch ‚christlich‘!?

Wenn der Glaube nur fest genug sei, könne man diesen meist „harmlosen Spaß“ auch locker mitmachen. Es gebe ja schließlich auch einen christlichen Aspekt, so die Ansicht des „Citykirchen-Pfarrers“ von Schweinfurt (Quelle).
Hier darf man nicht vergessen, dass selbst in den „besten Zeiten“ der einst protestantischen Kirchen der Ursprung aus der römisch-katholischen Kirche nicht zu übersehen war. Eben eine nur der Mutter abspenstig gewordene Tochter. Nach ihrer missglückten Pubertät ist diese „Göre“ inzwischen in den Schoß der Mutter zurückgekehrt (Info).

Hesekiel 37 – Szene für „Halloween-Fans“

Wenn ein biblisches Thema zum immer beliebter gewordenen Totenkult-Umtrieb Halloween passt, dann ist es in Hesekiel 37 zu finden. Der Prophet erhält von Gott ein derart „schön schauriges“ Bild einer Vision, das bestens zu den Vorstellungen so mancher Halloween-Fans passen könnte. Doch der Hintergrund dieser Weissagung in Kapitel 37 dürfte den Apologeten eines „All-Versöhnlichen Kuschel-Liebe-Gott“ nicht gefallen.

Ein Tal voll mit den Knochen Toter, so der erste Blick in den Versen 1 und 2:
Die Hand des Herrn kam über mich, und der Herr führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten auf der Ebene [Talebene], und diese war voller Totengebeine. Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Ebene; und siehe, sie waren sehr dürr.

Heilige Schrift

Die Bibel berichtet über Hesekiels Grusel-Vision

Hesekiel sollte nicht nur einen schnellen Blick erhaschen, um seinen Blick im Anschluss wieder abzuwenden, sondern Gott führte den Propheten umher. Hesekiel sollte sich dieses Ausmaß der Szene somit ganz genau betrachten.
Gott fragte Hesekiel, ob diese Gebeine wieder lebendig werden könnten, aber der Prophet wagte keine Antwort und sagte: „O Herr, Herr, du weißt es!
Nicht Hesekiel wollte die Antwort geben, obwohl er wusste, dass es für Gott keinerlei Schwierigkeiten bereitete, das von Ihm Gefragte auszuführen. Hesekiel überlässt es Gott, Sein Wort, Seine Entscheidung und Seine Taten.

Der gruseligste Part in Hesekiel 37

Im Anschluss kündigte Gott an, was einen „eingefleischten Halloween-Fan“ entzücken könnte, Verse 5 und 6:
So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Seht, ich will Odem in euch kommen lassen, daß ihr lebendig werdet! Ich will euch Sehnen geben und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und Odem in euch geben, daß ihr lebendig werdet; und ihr werdet erkennen, daß ich der Herr bin!

Geht’s noch gruseliger?
Für „Odem“ steht im Hebräischen das Wort „ruach“ und unterscheidet sich somit bedeutend vom Wort „neshamah“ 1. Moses 2,7, welches meist ebenfalls als „Odem“ übersetzt wurde. Während Gott dem gerade frisch gestaltetem Adam den Odem „neshamah“ einhauchte und damit ihn zu einer lebendigen Seele machte, beschreibt dagegen „ruach“ den Heiligen Geist.

Damit ist auch geklärt, dass es sich mit den massenweise herumliegenden Gerippe nicht um buchstäblich tote Menschen handelt, sondern um geistlich tote Menschen. Wer den Heiligen Geist nicht in sich hat, der kann auch als ein Toter bezeichnet werden. So wie es auch Jesus Christus zum Ausdruck gab, in Matthäus 8,22:
Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben!

Ein jeglicher Mensch, der nicht den Heiligen Geist in sich trägt, kann nicht gerettet werden und ist daher ein noch (weltlich) lebendiger, zum Tode Verurteilter. „Halloween-Begeistere“ könnten hier an Zombies erinnert sein.

Zwischenzeitlich glücklicher Ausgang

Kürbis-Sammlung

Kürbisse sind für den Verzehr durchaus geeignet

Diese an Hesekiel gegebene Grusel-Vision hat einen zwischenzeitlich guten Ausgang, Verse 9 und 10:
So spricht Gott, der Herr: Odem, komme von den vier Windrichtungen und hauche diese Getöteten an, daß sie lebendig werden! So weissagte ich, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Füße – ein sehr, sehr großes Heer.

Im Kontext handelt es sich mit dem mageren Gerippe um das geistlich tote Volk Israel. Durch die Gabe des Heiligen Geistes wird es wieder zum Leben erweckt werden. Doch wie das Alte Testament zeigt, ist dies nur auf der schier unendlich anmutenden Liebe und Geduld Gottes begründet. Die der vorherige geistliche Abfall war bereits verziehen und weitere folgten noch.

Hesekiel 37 und die Gemeinde Laodizea

In der heutigen Zeit kann Hesekiel 37 daher mit dem in Offenbarung 3 beschriebenen Sendbrief an Laodizea verglichen werden. Die letzte damals angeschriebene Gemeinde und in prophetischer Sicht die letzte Gemeinde des Weltzeitalters (Info). Nicht als geistlich totes Gerippe beschrieben, sondern als „lauwarm“. Lauwarm im Glauben. Jesus Christus ist sogar ein „Kalter“ lieber als ein Lauwarmer, obwohl der „Heiße“ den einzig erwünschten und rettenden Zustand mitbringt.

Lauwarme Pfarrer in den Kirchen

Laue Glühbirnen

Laue Glühbirnen auf der Kanzel

Es liegt auf der Hand, dass ein Großteil der sich als „Christen“ bezeichnenden Menschen mit dem geistlich toten Gerippe gleichgestellt werden kann. „Lauwarme“ sind daher viel schädlicher als „Kalte“, da sie mit ihrem halbgaren Glauben, ihren Irreführungen und unverbindlichen Positionen mehr Schaden anrichten können, als der „Eiskalte“, den das ganze Thema überhaupt nicht interessiert. Wer als evangelischer Pfarrer in Halloween eine Verbindung mit dem Christentum erkennen will, dies auch vollkommen indifferenziert mit dem Katholizismus gleichsetzt, und diesen Totenkult als nur einen harmlosen Spaß bezeichnet, ist lauwarm.

Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert!
2. Petrus 3,17

Bibelverse aus Schlachter 2000

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