Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Halloween vs. Reformationstag – Totenkult vs. Evangelium

Halloween vs. Reformationstag – Totenkult vs. Evangelium

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Der Tag der Toten oder der Tag der Reformation? Am 31. Oktober ist Halloween und Reformationstag zugleich. Zwei Anlässe, wie sie gegensätzlicher nicht sein können. Der dargestellte Umgang mit Toten ist das Kerngebiet der römisch-katholischen Kirche.

Halloween oder Reformationstag?

Martin Luther

Martin Luther löste die Reformation aus und erkannte den Antichrist

An einem jeden 31. Oktober des Jahres stehen sich zwei Anlässe gegenüber. Der Reformationstag und die Tradition des Halloween. Die jeweiligen Hintergründe können gegensätzlicher nicht sein. Während der Reformationstag an den von Martin Luther vorgenommenen Anschlag der 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche Wittenberg erinnert, basiert das Fest um Halloween auf heidnischen Totenkult.

Die Reformation vor inzwischen vor 506 Jahren erschütterte die damalige Kirche Roms in ihren Festungen. Die „Revolte“ hätte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt einsetzen können. Die Osmanen standen an der Grenze des „Heiligen Römischen Reiches“ und Papst Leo X. hatte sich für seine ambitionierten Träume von einem Petersdom über alle Verhältnisse verschuldet. Johann Tetzel, der „oberste Ablasshändler“ des Pontifex, zog in deutschen Landen umher, um die beweihräucherten Ablassbriefe gegen bare Münze einzutauschen. In Wittenberg brachte Tetzel das Fass zum Überlaufen und Luther beantwortete diese unbiblische Geschäftspraxis der Kirche mit seinen 95 Thesen.

Halloween löst Reformationstag ab

Halloween-Kürbis

Halloween – Praktizierter Totenkult

Heute ist die Reformation inzwischen längst zum Stillstand gekommen. Der offizielle Protestantismus existiert nicht mehr (Info). Weder protestiert jemand gegen das Heidentum der römischen Kirche, noch trägt jemand Zeugnis für Jesus Christus und Sein Wort.

Man könnte fast behaupten, Halloween stand unlängst als installiertes Gegengewicht zum Reformationstag. Der gleiche Tag und der extreme Kontrast zwischen Evangelium und Totenkult. Bei Betrachtung der Historie rund um Halloween, kann dieses Fest auch als eine vorzügliche katholische Tradition angesehen werden.

Der Begriff Halloween kommt ursprünglich von „All Hallows‘ Eve“ und markiert den Abend vor Allerheiligen am 01. November. Also schonmal Stock-katholisch. Denn Allerheiligen rückt die längst verstorbenen „Heiligen“ in den Mittelpunkt. Die katholische Kirche gedenkt an diese Toten, huldigt diese und richtet an ihnen auch Gebete. Totenanbetung, also reiner Spiritismus des Heidentums.

Halloween passend zur katholischen Tradition

Skelett - Totenkult

Totenkult ist das Markenzeichen der Kirche Roms

So ist es auch nicht überraschend, dass Halloween vor allem ein Brauchtum des katholischen Irlands gewesen ist. Ursprünglich praktiziert von den Ureinwohnern der Kelten (Samheim-Fest). Die irländischen Auswanderer brachten den Vorabend-Totenkult mit in die USA. Erst seit den 1990ern hat dieser katholische Heidenbrauch wieder einen Weg zurück gen Europa gefunden. Die Ausgestaltung des heute praktizierten Halloween fand in den USA statt und dazu gehört der obligatorische Kürbis mit einem eingeschnitzten Gruselgesicht und einer Leuchte darin.

Sir James Frazer, Religionsethnologe, beschrieb diesen Brauch in seinem Buch „The Golden Bough“ (1922) als ein „altes heidnisches Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle“.

Dass die römisch-katholische Kirche „Feuer und Flamme“ für das Trio Halloween-Allerheiligen-Allerseelen ist, versteht sich von selbst. Für diese Kirche, die als ihre Amtssprache die Sprache der Toten führt, die Toten verehrt, Rückstände von Toten aufbewahrt und das ganze Toten-Paket anhimmelt und anbetet, ist das Verdrängen des Reformationstages durch das vorabendliche Totentreiben die reinste Wonne. Einer dieser jährlichen Höhepunkte ist das „Tot-Halten“ des Jesus Christus anhand Fronleichnams (Info).

EV-Kirchen tanzen den Tanz der Toten

Die Früchte ihres notorischen Totentanzes rund um das Reich des Osiris sind längst sichtbar. Die protestantischen Kirchen sind nicht nur in den Schoß der Mutter zurückgekehrt, sondern tragen auch mit allem Fleiß ihre Botschaften hinaus. Dies gilt auch für den Totenkult Halloween. Das evangelische Magazin „Sonntagsblatt“ stellt eine Religionslehrerin vor, die für die Kontroverse Reformationstag-Halloween anscheinend eine „salomonische Antwort“ parat hat.

Man dürfe Halloween am Reformationstag nicht abstrafen, sondern müsse dies mit aufnehmen. „Halloween gehört zur Lebenswelt unserer Schüler und Schülerinnen. Und wir als Religionslehrkräfte haben eigentlich das Ziel einen Religionsunterricht zu gestalten, der nah an unseren Kindern und Jugendlichen dran ist und ihre Lebenswelt mit aufnimmt„, so die Problemlösung der Religionslehrerin.

Sie spricht dabei eigentlich eines der Kernprobleme an. Die Kirche bzw. deren Sprachrohre passen sich der Gesellschaft an, anstatt dass die Kirche die Gesellschaft auf das geschriebene Wort Gottes und dessen Botschaft verkündet. Nicht die Abwehr der massiven Einflüsse seitens der römisch-katholischen Kirche und deren sehr aktiven „noblen“ Orden steht im Fokus, sondern deren freimütigen und eifrigen Unterstützung.

Dazu bräuchte es aber auch kirchliche Kräfte mit einem Glauben an das Evangelium und nicht an hohle Kürbisköpfe.

Der ausgetriebene Geist ist längst zurück

Vatikan-Petersplatz

EV-Kirchen sind im Schoß der Mutter

Die einst protestantischen Kirchen erhielten durch die Reformation einst das Licht der Wahrheit geschenkt. Die heidnische Philosophie der „Mutterkirche“ war entblößt und ausgetrieben. Doch diese Kirche versäumte es, den dadurch entstandenen Hohlraum mit dem Heiligen Geist aufzufüllen und auch besetzt zu halten. Stattdessen machte sich die Kirche Roms unmittelbar daran, die „widerspenstigen Töchter“ wieder auf Spur zu bringen. Und es ist ihr auch gelungen. Die Lehren der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und ihren Vertretern sind die Frucht des einst ausgetriebenen und wieder zurückgekehrten Geistes.

Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er; und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht!
Matthäus 12,45

Bibelverse aus Schlachter 2000

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