Die ewig brennende Hölle samt den darin für immer gepeinigten Seelen der Verdammten will die Kirche Roms mit allen Mitteln verteidigen. Dieses historisch-traditionelle Flagschiff der Angsteintreibung darf nicht aus ihren Händen gleiten. Daher scheut man sich nicht, die umfängliche Barmherzigkeit Gottes abzustreiten.
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Nur “begrenzte Barmherzigkeit Gottes”
Die Barmherzigkeit Gottes sei kein überzeugender Beleg, der die Existenz der Hölle ausschließe. Das römisch-katholische Sprachrohr “catholic.com” versucht zu belegen, dass das Argument der Barmherzigkeit Gottes gar nicht greifen könne, um die Nicht-Existenz einer Hölle zu bekräftigen (Quelle).
Die Hölle, das ewig brennende Feuer, welches die verdammten Seelen auf immer und ewig peinigt und verbrennt, in der die verurteilten Seelen niemals verenden, sondern unermessliche Qualen erleiden müssen. Eines der Lieblings-Visionen der römisch-katholischen Kirche, welche allerdings nicht aus dem Evangelium entnommen wurde, sondern den Vorstellungen der alt-griechischen “Geistesköpfe” wie Plato und Co. entsprang. Wie ohnehin das Fundament der Kirche Roms nicht aus dem Evangelium besteht, sondern aus dem hellenistischen Naturrecht. Daraus macht das Papsttum nicht einmal ein Geheimnis, sondern steht “offen und ehrlich” dazu, ihre Lehren auf das Naturrecht zu stützen (Info).
These der “ewigen Hölle” soll beibehalten werden

Die Hölle als ein Favoriten-Dogma dieser Kirche, da es die erhoffte Angst der Menschen erzeugte und den eigenen Anspruch, der “mystische Körper Christi” auf Erden, dessen Vertreter, ja der Papst selbst als Göttlichkeit, zu sein, kräftig unterstützte. “Außerhalb der Kirche gibt es keine Erlösung”, so das Selbstverständnis. Ein Leichtes, dem gemeinen Volk und den selbst ausgesuchten und eingesetzten Königen und Fürsten den eigenen Willen aufzuzwingen, wenn ansonsten die Exkommunikation droht und damit natürlich verbunden die nie mehr endende Qual im Inferno der Hölle. “Angst ist Trumpf”.
Dass es keine ewig brennende Hölle gibt, wie diese leider auch von vielen protestantischen Kirchen behauptet wird, da sie diese traditionelle Sicht der römischen Kirche einfach übernahmen, zeigt die Bibel selbst auf. Hierzu muss “einfach nur” der geschriebene Grundtext in seinem Kontext berücksichtigt werden (Info). Auch das Argument, dass Jesus Christus nach Seinem Tod in die Hölle herabgefahren sei, basiert lediglich auf ein Biegen und Brechen der biblischen Aussage hin zu einer Untermauerung der eigenen Wunsch-Version (Info).
Gefallener Mensch barmherziger als Gott?
Wohl die meisten Menschen können es nicht ertragen, wenn Tiere gepeinigt werden, geschweige nicht dabei zusehen. Auch wird die Mehrheit nicht einfach zusehen können, wenn ein Tier versehentlich ins Lagerfeuer springt und sich darin krümmt und schreit vor Schmerzen. Sie werden sogleich aufspringen, um das Tier von seiner Qual zu befreien. Das ist auch sehr gut so. Damit hätten diese Menschen aber mehr Barmherzigkeit als Gott. Und dies sogar als Mensch in seiner gefallenen Natur.
Zudem macht jeder, der eine ewig brennende, die Seelen der Verdammten für immer quälende Hölle behauptet, Gott zu einem Lügner. Denn in Offenbarung 21,4 heißt es einfach verständlich:
“Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Die Version der katholischen Kirche bescheinigt dem sündigen Menschen eine größere Barmherzigkeit als die Barmherzigkeit Gottes. Eine logische Schlussfolgerung. Dazu stempelt diese Kirche die Verheißungen Gottes als unverbindliche Ankündigungen ab. Denn wenn Gott sagt, “es gibt kein Leid mehr”, dann sollte man dies beim Wort nehmen.
Weitere Einsichten in Ideologie

Aufschlussreich ist die Argumentation des katholischen Magazins dennoch. Korrekt weist der Artikel darauf hin, dass Barmherzigkeit ein Akt des Gebens ist und keinerlei Verpflichtung unterliegt. Eine Schuld muss nicht erlassen werden, sie kann aber erlassen werden und im letzteren Fall ist es ein Ausdruck der Barmherzigkeit. Aber schon im nächsten Schritt leugnet der Artikel die Barmherzigkeit Gottes, die bei der gefallenen Natur des Menschen erforderlich ist, um diesen überhaupt zur Erlösung führen zu können. Barmherzigkeit sei überhaupt keine Voraussetzung, damit der Mensch Reue haben könne.
“Ohne mich könnt ihr nichts tun”, so Jesus Christus in Johannes 15,5:
“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“
Barmherzigkeit Gottes über das ganze Spektrum
Es wäre nun kindisch einzuwenden, man könne durchaus ohne Jesus Christus seine Ravioli-Dose öffnen, die Socken anziehen und das Kopfkissen ausklopfen. Obwohl dieses mögliche Argument sogar falsch wäre. Denn dass der Sünder nach seiner begangenen Sünde noch lebendig ist, auch wenn der Sünde Sold der Tod ist (Römer 6,23), belegt bereits die Barmherzigkeit Gottes, ohne es pragmatisch betrachtet gar keine Menschen mehr geben würde. Denn alle haben gesündigt. “Ohne Jesus nichts tun können” bezieht sich auf die Fähigkeit, die Kraft, durch Charakteränderung und Änderung des Lebenswandels die Sünde überwinden zu können.
Der Verzicht auf den sofortigen Tod des Sünders beschreibt Römer 3,25-26:
“Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“
Eine treffende Beschreibung und auch Warnung vor derlei Apologeten, wie diese die Kirche Roms und ihre Vertreter immer wieder unter Beweis stellen, bietet 2. Timotheus 3,5:
“dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!“
und Titus 1,16:
“Sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn, da sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werk untüchtig sind.“
Die Zunge der Schlange

Der Artikel des katholischen Magazins konstruiert sogar einen Widerspruch, welcher die Aussage, “Gott muss die Gnade der Reue gewähren”, beinhaltet. Gott muss gar nichts und Er schuldet uns auch überhaupt nichts. Aber von der Kraft Gottes schöpfen zu können, um überhaupt Reue zeigen zu können, setzt zwingend diese von Gott gegebene Fähigkeit voraus und somit auch die Barmherzigkeit Gottes. Der vermeintliche Widerspruch bildet sich in einer konstruierten Konstellation, welche an die Aussage in 1. Moses 3,1 erinnert:
“Sollte Gott wirklich gesagt haben, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
Diese Vorgehensweise ist nicht wirklich überraschend, denn der Katechismus der römisch-katholischen Kirche enthält, so “wild” es auch erscheinen mag, tatsächlich die drei Lügen der Schlange im Garten Eden als ihre offizielle Lehre. Das betrifft die Lügen über die Unsterblichkeit der Seele, die im Menschen innewohnende eigene Göttlichkeit und die Fähigkeit zu einer eigenen “guten Moral” (Info).
Gerechtigkeit völlig ignoriert
Nein. Die buchstäbliche, ewig brennende Hölle gibt es nicht. Es brennt das “ewige Feuer”, welches unauslöschlich ist, bis das Werk der endgültigen Vernichtung (“Verzehren”) vollendet ist. Die Toten (der zweite Tod) existieren nicht mehr und werden sein, als wenn es sie niemals gegeben hätte. Sie erleiden keine ewige Qual für alle Zeiten. Dies, und so möchte es die Kirche Roms seit ihren Anfängen gerne darstellen, würde Gott zu einem Monster machen, der einerseits der gütige Vater der Erretteten sei, aber mit seinem “zweiten Gesicht” dafür sorge, dass die Höllenqual für die verlorenen Seelen kein Ende finde.

Zudem fällt auf, dass der Beitrag gänzlich auf das Wort “Gerechtigkeit” verzichtet. Die Gerechtigkeit hängt untrennbar mit Gottes Liebe und Barmherzigkeit zusammen. Doch das Gesetz obliegt im Selbstverständnis des Papsttums den Händen der Kirche Roms, ebenso die “liebende Barmherzigkeit” in den Fingern des Pontifex. Dieser sei es, der Barmherzigkeit übe und hier und dort einen Generalablass erteilt, nach dem Griff in die “Schatzkiste der guten Werke”.
Die katholische Maria ist es, die von dieser Kirche den blauen Mantel der einst levitischen Priester umgehängt bekam. Das Blau des Gesetzes Gottes getragen von der katholischen Maria (Info), während das Priestertum (Bischöfe und Kardinäle) das Purpur und Scharlachrote auftragen, wie eben die Hure in Offenbarung 17 exakt beschrieben ist.
Die Kirche Roms weiß genau, wer sie selbst ist, wen sie tatsächlich anbetet und wo sie in der Bibel zu finden ist (Info).
Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. 15 Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
Offenbarung 22,14-15
Bibelverse aus Schlachter 2000
