Es gibt gemäß Evangelium etwas zu erben. Zumindest ein echtes Privileg der erlösten Menschen. Einst war die Menschheit bereits Erbe, hat es aber billigst verkauft. Das Heilwerk Jesu Christi besteht auch darin, das Erbe als König der Könige wieder zu erstehen und es erneut an die treu gebliebenen Menschen als deren Erbe zu verteilen.
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Es gibt ein Erbe zu erben
“Du aber geh hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage!“, so der Herr zum hochbetagten Prophet Daniel im letzten Satz im Buch Daniel, Kapitel 12. Daniel blieb in seinem Alter von gut 85 Jahren zurück in Babylon. Er trat nach 70-jährigem Exil die Rückreise nach Juda und Jerusalem nicht mehr an. Für Daniel war die Arbeit getan und ihm wurde noch in seinen letzten Tagen die Gerechtigkeit Jesu zugesprochen und verheißen, dass er Erbe sein wird.
Das Wort “Erbe” soll hier besonders betont werden. Denn Erbschaft, bzw. das Erbe taucht in der Bibel mehrmals auf. Auch Paulus verwendete diese Bezeichnung, als er die Gemeinde in Galatien aufklärte, dass nicht die (biologische) Herkunft des Menschen ausschlaggebend ist, ob man zum (geistlichen) Volk Israel zählt, oder eben nicht, Galater 3,29:
“Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.“
Davon sprach auch Johannes, gleich im ersten Kapitel seines Evangeliums:
“Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“
Nicht aus dem Blut – also unabhängig von der Abstammung
Noch aus dem Willen des Fleisches – also nicht aus den eigenen (gefallenen) Antrieben heraus
Noch aus dem Willen des Mannes – also egal, was andere Menschen sagen oder lehren
“sondern aus Gott geboren sind” und damit Anrecht zu haben ein Kind Gottes zu werden. Damit ist auch schon die Verbindung zum Begriff “Erbe bzw. Erbschaft” hergestellt.
Das Beispiel Volk Israel

Das Volk Israel und deren Schicksale, Auf- und Abstiege, sind ein typisches Beispiel auch für die Entwicklungen des letzten Volkes Gottes, wie sie in Offenbarung 3 mit der Gemeinde Laodizäa dargestellt ist (Info). Das alte Israel erhielt das verheißene Land Kanaan, nachdem sie das Land von den götzendienerischen und auch Menschen opfernden Heidenvölkern befreit hatten. Es entschied das Los, welche Anteile die 12 Stämme Jakobs als Erbe erhalten werden, 4. Moses 34,29:
“Das sind die, denen der Herr gebot, den Kindern Israels das Erbe im Land Kanaan auszuteilen.“
So wird nach einer 1000-jährigen Zeit des Friedens (Sabbat-Ruhe) ein neuer Himmel und eine neue Erde geschaffen werden (Offenbarung 21), das Neue Jerusalem als Stätte auf der Erde sein, und das wiederhergestellte Land als Erbe verteilt werden. Wie es auch für das alte Volk Israel angedacht war, 5. Moses 26,1:
“Wenn du nun in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt, und es in Besitz nimmst und darin wohnst,“
Selbst die von Jesus Christus verheißene Stätte, die Er für die erlösten Menschen vorbereitete, damit Er diese dorthin holen kann, wo auch Er ist, das Neue Jerusalem, gilt bereits als ein Teil des Erbes, 1. Petrus 1,4:
“zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns,“
Rechtfertigung – Vermittlung – Erbe
Das Erlösungswerk Jesu Christi für die in Sünde gefallenen Menschen geht somit über die Begnadigung hinaus. Er ist nicht nur unser Erlöser durch Sein Blut, sondern auch unser Mittler für die Verbindung zum Vater in der Rolle des Himmlischen Hohepriesters. Dazu besteht Jesu Werk auch darin, die Gerechtigkeit des vom Widersachers (fälschlich) angeklagten Vaters zu beweisen. Jesus Christus rechtfertigt den Vater durch die Darlegung von Beweisen und dem offenkundigen treuen Handeln der trotz größter Widerstände gläubig gebliebenen Menschen.
Widersacher kassierte das Erbe ein
Satan hinter der Schlange im Garten Eden versteckt, brachte die ersten beiden Menschen dazu, vom Gehorsam Gott gegenüber abzulassen und stattdessen seinen falschen Versprechungen Glauben zu schenken. Da Adam und Eva zugleich zu den Herrschern der restlichen irdischen Schöpfung gemacht wurden (Psalm 8), hat sich Satan damit (rechtlich) auch die Schöpfung unter den Nagel gerissen. Denn, wer die Herrscher einkassiert hat, hat sich damit automatisch das von ihnen beherrschte Gebiet einverleibt.
Man kann auch so argumentieren, dass Adam und Eva ihr Erbe verschachert hatten.
Nur noch Pseudo-Ansprüche
Das ist auch die Wurzel der Ansprüche Satans, Herrschaft über Erde und Menschen mit Recht ausüben zu können. Jesus Christus hat uns teuer erkauft, so in 1. Korinther 7,23. Sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn das “einfache” Entreißen des Menschen aus den Fuchteln des Satans und womöglich auch noch seine Vernichtung würde zwar ein selbstverständlicher Beleg von Gottes Macht sein, aber alles andere als Seine Liebe und Gerechtigkeit beweisen. Und genau um das dreht es sich, denn Gott will Seine Liebe und Seine Gerechtigkeit erweisen.
Bis kurz vor dem Kreuzestod Jesu dürfte Satan noch davon ausgegangen sein, dies tatsächlich erreichen zu können. Der Tod am Kreuz Jesu bedeutete aber der ultimative Sieg über den Widersacher. Die Konsequenz folgte prompt, Offenbarung 12,9:
“Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
Doch der Widersacher blieb nicht ohne Taten, sondern setzte sein zerstörerisches Werk mit noch größerer Wut fort. Er machte sich sogleich daran, die noch junge Christengemeinde zu verfolgen, Offenbarung 12,13:
“Und als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte.“
Das Ende ist auch Satan bekannt

Kurz vor dem Ende des ersten Jahrhunderts schrieb Johannes die Offenbarung Jesu Christi. Darin ist nicht nur alles vorhergesagt, wie die Zeit ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende dieser Welt und darüber hinaus verlaufen wird, sondern auch explizit das Ende Satans und seinen Helfern geschildert. Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss auch Satan gewusst haben, wie es um ihn bestellt sein wird, denn wenn jemand das Evangelium rauf und runter auswendig kennt, dann er ganz bestimmt.
Dass der Widersacher “mit Sicherheit” den Sieg erringen und damit auch das Recht der Herrschaft über die Erde samt Menschen erlangen wird, vermittelt dieser zumindest seinen willfährigen Anhängern, damit sie ihm auch fleißig zur Hand gehen. Ob er selbst daran glaubt, wider besseren Wissen der mit Sicherheit eintretenden Verheißungen Gottes in der Offenbarung, oder ob er lediglich soviel Menschen wie möglich mit in sein Verderben hineinreißen will, ist derzeit noch Spekulation.
Zumindest ist Satans bevorzugte und auch heute allgegenwärtige, sehr sichtbare Taktik die Täuschung (Info).
Jesus Christus IST Sieger und verteilt das Erbe
Jesus Christus wird die Königsherrschaft über Seine Schöpfung antreten und damit auch wieder das in Seinen Händen halten, was Er Seinen treu gebliebenen Menschen als Erbe verteilen wird.
Jesus hat mit seinem blutigen Opfer, der stellvertretende Tod für die sündigen Menschen, nicht nur das Recht erkauft, uns begnadigen zu können, sondern auch das damit verbundene Erbe. Hebräer 9,15:
“Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit – da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen – die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.“
Das ist von Ihm verheißen und so wird es auch eintreten, Offenbarung 21,7:
“Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.“
Nur eigene Kinder sind Erben
Unweigerlich verbunden mit dem Thema Erbe ist auch die irrige Lehre (Täuschung), dass alle Menschen “Kinder Gottes” seien. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. Ja, alle Menschen sind die Schöpfung Gottes und ein jeder Mensch wird von Gott geliebt, aber nicht alle Menschen sind damit Seine Kinder. Sondern nur die, welche Seinen Willen tun. Wie es in einer Familie “so üblich” ist, sind die Kinder die Erben der Eltern. Aber nicht alle Kinder im Umkreis des Vorstadtgebietes sind Angehörige dieser einen Familie.
Wer zu den Kindern Gottes zählt, beschreibt das Evangelium klar – Info
Alle sind Erbe? Das wäre Allerlösung

Wären alle Menschen “irgendwie” Kinder Gottes, wären diese damit allesamt Erben und dies hätte eine weitere Irrlehre zur Folge, und zwar jene über die “Erlösung für alle”. Eine irrige Lehre (Täuschung), welche sogar von den einstigen lutherisch-evangelischen Kirchen vertreten wird (Info).
Erbschleicher? Nein, das mag auf menschlicher, bzw. irdischer Ebene funktionieren. Aber nicht auf der Bühne des seit rund 6000 Jahre anhaltenden Dramas. Neben Gott selbst sieht auch der “Rest des Universums”, mit weit offenen Augen, mit allerhöchstem Interesse zu (1. Korinther 4,9). Ein jegliches vermeintliches Geheimnis eines jeden Einzelnen wird in- und auswendig gekannt. Hesekiel 8,5-18 ist ein solches Beispiel.
Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, daß sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?
Jakobus 2,5
Bibelverse aus Schlachter 2000








