Maria ist ohne Zweifel im Mittelpunkt der katholischen Kirche. Das gilt für die römische Variante ebenso wie für die Ostkirche. Es scheint nun die Zeit reif dafür zu sein, der Mutter Jesu nun “endlich” ihre “Göttlichkeit” und Eigenschaft als Miterlöserin offizielle zuzuschreiben.
Inhalt / Content
Maria stets im Mittelpunkt
Eine seit vielen Jahrhunderten anhaltender, schleichender Prozess. Dort etwas mehr und dann noch einen obendrauf, bis das gewünschte Ziel erreicht ist. Eine derartige Strategie scheint auch bei der beständigen Erhebung der römisch-katholischen Variante der Maria stattzufinden. Sie ist ja nicht nur “einfache Mutter” des Jesus Christus, sondern immerhin damit automatisch auch die “Mutter Gottes”. Die Kirche Roms hat Maria in den Himmel auffahren lassen. Vorerst als eine erzählte Legende, gemäß Tradition, und schließlich (erst) in 1950 von Papst Pius XII zum Dogma erklärt.
Inzwischen hat die römisch-katholische Kirche über die vergangenen Jahrhunderte für Maria vier Dogmen entwickelt.
- Maria, die Mutter Gottes
- Maria, die immerwährende Jungfrau
- Die unbefleckte Empfängnis Mariens
- Marias leibliche Aufnahme in den Himmel
Was die Kirche als Dogma erklärt, hat gefälligst als Tatsache angenommen und auch geglaubt zu werden.
Gottesmutterschaft
So auch im Jahr 431, als beim Konzil zu Ephesus die Gottesmutterschaft “festgestellt” wurde und zwanzig Jahre später, beim Konzil zu Chalcedon, die offizielle Bestätigung folgte. So heißt es u.a., dass Maria Gottes Gebärerin sei, weil sie dem “göttlichen Logos”, die zweite Person Gottes, das Leben schenkte. Wer dies nicht bekenne, dass Maria die Gottesgebärerin (Theotokos) sei, werde ausgeschlossen, sprich exkommuniziert.
Für immer Jungfrau
Dass Maria Jungfrau war, als der Heilige Geist über sie kam (Lukas 1), ist biblisch gesichert. Aber dies war der Kirche Roms nicht genug. Kurzerhand erklärte die Kirch, dass Maria ihr ganzes Leben lang Jungfrau blieb, obwohl die biblischen Aussagen das exakte Gegenteil vermitteln. Es kamen noch weitere Kinder und Joseph war der jeweilige Vater. Beim 2. Konzil von Konstantinopel (553) war diese “ewige Jungfräulichkeit Marien” bereits selbstverständlicher Konsens.
Ohne Erbsünde

Die Unbeflecktheit Marias war der römisch-katholischen Kirche sichtlich sehr wichtig. Deshalb formulierte sie diesen Umstand schon in ihren Anfängen. Aber erst im Jahr 1854 erhob Papst Pius IX die Befreiung Marias von der “Erbschuld” als ein verbindliches Dogma. Damit sei Maria auf “mystische Weise” bei ihrer Geburt von der Erbsünde befreit worden. Sie war daher ohne Schuld, ohne Sünde, hatte den nicht-gefallenen Zustand wie Eva zu Beginn, und blieb dies auch ihr ganzes Leben lang.
Damit sei sie auch nicht im “Fleisch der Sünde” gewesen. Soweit die Kirche Roms dazu. Hierzu hat die Bibel allerdings auch etwas zu sagen. Denn Jesus Christus ist gemäß Paulus im “Fleisch der Sünde” geboren, also ein “völlig normaler” Mensch. Römer 8,3:
“ …das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte“
Gemäß dem Dogma der römischen Kirche konnte Jesus nicht im “Fleisch der Sünde” geboren worden sein, denn Seine Mutter hatte diesen Zustand als “Unbefleckte” nicht. Die Konsequenz daraus hat es in sich, denn 2. Johannes 1,7:
“Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist – das ist der Verführer und der Antichrist.“
Aufnahme in Himmel mit Leib und Seele
“Munificentissimus Deus”, so die Bezeichnung des Schreibens von Papst Pius XII, in das die Aufnahme Mariens in den Himmel mit “Leib und Seele” festgelegt wurde.
“Es ist eine von Gott geoffenbarte Glaubenswahrheit, dass die unbefleckte, immer jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen ist“, so der Glaubens-Befehl für alle devoten Katholiken. Wer nach derlei Aussagen in der Bibel nachsehen will, wird diese nicht finden können.
Es wird Zeit für Marien-Erweiterung

Es sind inzwischen rund 75 Jahre vergangen seit der letzten Festlegung eines weiteren Dogmas zur Maria. Mindestens ebenso lange befindet sich schon eine weitere Definition in der Schwebe. Wenn Maria doch schon Platz genommen habe im Himmlischen Thronsaal, die Mutter Gottes sei und somit “eigentlich” selbst göttlich sein müsste, und längst in ihrer “alles liebend-zärtlichen Natur” einen wesentlichen Einfluss auf die Erlösung der Menschen einnehme, dann müsste Maria schließlich auch als offizielle Miterlöserin endlich Anerkennung finden.
Maria “die Quelle der Gnaden”, da Mutter Jesu, und als seine Mutter auch besänftigend, wenn dem “wütenden Jesus” mal Kraft oder Lust für Gnade abhandenkommen sollte. An “Maria die Miterlöserin” strickt nicht nur die Kirche Roms unablässig, sondern auch die in 1054 abgetrennte Ost-Kirche. Das zeigt sich eindrücklich an deren “Marienhmynus” mit folgenden Beispielen (Auszüge):
- “Sei gegrüßt, allem menschlichen Überlegen hoch überlegen bist du”
Maria war ein normaler, sündiger Mensch - “sei gegrüßt, aus Dir wird die Schöpfung neu geboren”
Jesus Christus ist der Schöpfer - “sei gegrüßt, zertreten hast du den betrogenen Betrüger;”
Abwandlung 1. Moses 3,15, tatsächlich zertritt Jesus den Kopf der Schlange - “sei gegrüßt, du Fels, daran getrunken, die nach Leben dürsten.”
Der Fels ist Jesus Christus - “sei gegrüßt, du Meer, das verschlungen die Welt der Pharaonen; ”
das war Jesus Christus durch Moses - “sei gegrüßt, du Nahrung, die das Manna abgelöst;”
Maria hat Jesus, Brot des Lebens, nie abgelöst
Alleine die wenigen Beispiele aus der ersten und sechsten Strophe strotzen nur so von göttlichen Attributen Marias, welche eigentlich Jesus Christus beschreiben.
Miterlöserin Maria nun heiß diskutiert

Die Zeit scheint nun für die Kirche Roms als gekommen zu sein, ihrer Maria endlich das Attribut ihrer Göttlichkeit und auch ihre Stellung als Miterlöserin (Maria coredemptrix) zuzuschreiben. Längst Konsens, aber angesichts der hochpriorisierten Ökumene hatte die Kirche vorerst davon abgesehen. Der Protestantismus hätte wohl noch protestiert. Heute dagegen, als eine mit katholischer Philosophie vollgestopfte Puppe, ist von den großen lutherisch-evangelikalen Kirchen keinerlei Gegenwind mehr zu erwarten (Info).
Das römisch-katholische Glaubensdikasterium (Inquisition) steht kurz davor, ein entsprechendes Dokument zu veröffentlichen. Ein Aufgreifen der erstmals im 15ten Jahrhundert in einer Salzburger Schrift erschienenen Miterlöserin Marias (Quelle). Innerhalb der Kirche Roms finden sich brennende Fürsprecher, aber auch kritische Stimmen. Primär werden jedoch die Themen “Marienerscheinungen” und weitere “übernatürliche Phänomene” behandelt und in diesem Zusammenhang stünde selbstverständlich auch die “Göttlichkeit” Marias.
Phänomene-Manual
Ein “Handbuch” für den heutigen Umgang mit derlei Phänomene hat das Glaubensdikasterium unter dem Präfekt Kardinal Fernández am 17. Mai 2024 herausgegeben (Quelle). Interessant ist allenfalls, dass bisherige “Wunder-Erscheinungen”, wie insbesondere in Fatima, nach gegenwärtiger Handhabe von der Kirche gar nicht mehr anerkannt würden.
Doppelzüngiges Spiel

Wie auch immer die Entscheidung der römischen Inquisition der Moderne ausfallen wird, immerhin hat wohl der noch relativ neue Papst Leo XIV auch ein Wörtchen mitzureden, schon die ersten Attribute Marias widersprechen dem Evangelium völlig. Ihre Eigenschaft als Miterlöserin wäre lediglich die Krone auf die gesamte Rhetorik rund um die katholisierte Isis des alten Ägyptens (Info), deren mythologischer Ursprung mit Nimrod und Semiramis in Babylon zu finden ist.
Das doppelzüngige Spiel der Kirche Roms ist auch hier klar erkennbar. Mit dem Aufkommen der “Regenbogen-Kultur” Ende des ersten Jahrzehntes nach 2000, hat sich die Kirche Roms in ihrer Scheinheiligkeit stets in bescheidener und ermahnender Zurückhaltung geübt. Eine Passage im Zuge der 6. Posaune in Offenbarung 9 beschreibt dieses im Prinzip scheinheilige Verhalten sehr gut.
“Und so sah ich in dem Gesicht die Pferde und die darauf saßen: sie hatten feurige und violette und schwefelgelbe Panzer, und die Köpfe der Pferde waren wie Löwenköpfe; und aus ihren Mäulern ging Feuer und Rauch und Schwefel hervor. Durch diese drei wurde der dritte Teil der Menschen getötet:” (Offenbarung 9,17-18)
Das sichtbare moderne Babylon
Feurige, violette und schwefelgelbe Panzer und Löwenköpfe. Feuer, Rauch und Schwefel tötete ein Drittel der Menschen. Die Attribute des Drachens, des Tieres und des falschen Propheten, sowie deren verderbliche Lehren. Zusammen bilden diese das Babylon der Endzeit. Diese Lehre bzw. Ideologie brachte ein Drittel der Menschen den (geistlichen) Tod ein.
“Regenbogen-Kultur, Wokeismus” abgelehnt, aber dennoch an den alten Traditionen festgehalten:
“Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, so daß sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen aus Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen, noch hören, noch gehen können.” (Offenbarung 9,20)
Bibelverse aus Schlachter 2000







