Gleichnisse sind als solche zu behandeln – Nicht buchstäblich

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Gleichnisse in der Bibel, von Jesus Christus vorgetragen, haben durchwegs symbolischen Gehalt, mit einer oder mehreren Aussagen zur wahren Lehre. Häufig missbraucht, um diese Gleichnisse im Einzelnen als wahrhaftig zu interpretieren, für die Untermauerung der eigenen Irrlehre. Wehe, man weist auf das wahre Evangelium hin.

Gleichnisse als das nehmen, was sie sind

Die von Jesus Christus dargebrachten Gleichnisse sind eben das, was sie sind. Keine wahren Tatsachenberichte, aber eine allgemein verständliche Veranschaulichung eines Sachverhalts, um diesen nicht durch Worte, sondern durch eine bildhafte Darstellung zu erklären. So ist es müßig, wenn man ein Gleichnis als eine Tatsache behandelt, nur um das eigene Narrativ bzw. die Doktrin zu untermauern. Ein vor allem von der römisch-katholischen Kirche beliebtes Verfahren, wie z.B. der wahre Leib Jesu beim Abendmahl (Info).

Beispiel: Lazarus und der reiche Mann

Eine weitere Parabel, welche die Kirche Roms gerne wortwörtlich auslegt, um so eine unsterbliche Seele (Info) und eine ewig brennende Hölle (Info) zu rechtfertigen, handelt von Lazarus und der reiche Mann (Lukas 16,19-31). In diesem Gleichnis schildert Jesu, wie der arme und mit Geschwüren überzogenen Lazarus vergeblich vor dem Haus des reichen Mannes um etwas Essen bettelt. Lazarus starb und wurde von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen. Auch der reiche Mann starb und fand sich im mit Feuer lodernden Totenreich landete.

Der reiche Mann winselte und bettelte Lazarus an, damit dieser in aus seiner Not helfe. Abraham erteilte dem reichen Mann jedoch eine Abfuhr. “Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt.” (Lukas 16,29)

Der reiche Mann bat Abraham, wenigstens seine noch lebenden 5 Brüder zu warnen. Auch hier wiegelte Abraham ab.
Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände!” (Lukas 16,29-31)

Es ist einfach ein Gleichnis

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Einfach nur helfen

Die Essenz des Gleichnisses: Kümmere dich hier und jetzt um dein Heil, indem du das Wort Gottes studierte, den Willen Gottes erkennst und diesen auch tust!

Jesus Christus verwendete diese Erzählung nicht ganz ohne Berechnung, denn die Pharisäer verbreiteten derartiges, dass die ungerechten Toten ins Totenreich kämen und die Gerechten im Schoß Abrahams landeten. Ein Teil des Totenreiches bestand aus dem Ort des Peins, der andere Ort war die Herberge Abrahams. Davon berichtet der Historiker und damalige Zeitzeuge Josephus Flavius in seinem Werk “Der Jüdische Krieg”, Band 2. Damit vertraten die Pharisäer auch eine Hades-Vorstellung gemäß hellenistischer Philosophie. Welches aber mit dem Evangelium rein gar nichts gemeinsam hat.

Jesus Christus sprach (natürlich) in der Sprache der damaligen Zeit in dieser Region. Somit konnte er Seine Lehren besser verständlich schildern, ohne dass sich die Menschen den Kopf darüber zerbrechen müssten, was nun wirklich gemeint sei.

Die damaligen Zeitgenossen, die Sadduzäer, glaubten dagegen überhaupt nicht an eine Seele, ein Totenreich oder gar eine Auferstehung. Für sie war es nach dem irdischen Tod aus und vorbei.

Totale Ablehnung Jesu Heilswerk

Pharisee pointing
Die Pharisäer ein Typus

Wie die Pharisäer tatsächlich gestrickt waren, zeigt sich an deren Reaktion, nachdem der wahre Lazarus von Jesus Christus nach 4 Tagen im Grab wieder auferweckt wurde (Johannes 11,1-46). Sie bildeten zusammen mit den obersten Priestern den Hohen Rat und berieten darüber, wie sie damit umgehen sollen. Der Hohepriester Kajaphas sprach dort einen Satz, der wegweisend war und bis heute blieb:

und ihr bedenkt nicht, daß es für uns besser ist, daß ein Mensch für das Volk stirbt, als daß das ganze Volk zugrundegeht!” (Johannes 11,50)

Mit dieser Grundlage brachten die Pharisäer und Hohen Priester Jesus Christus ans Kreuz und wollten Ihn auch nach Seiner Auferweckung Lazarus’ töten!

Jesus Christus wusste dies zu beantworten und ließ danach auch Taten folgen.
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.” (Matthäus 21,43) Zudem ein wichtiger Hinweis, wie es heute um das buchstäbliche, geografische Israel steht.

Gesonderte Behandlung in Aussicht

Parusie
Jesus in Seiner Herrlichkeit

Kajaphas und der Hohe Rat waren es auch, die bei Jesu Wiederkunft eine gesonderte Behandlung erfahren hatten:
Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels!” (Matthäus 26,64)
Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.” (Offenbarung 1,7)

Sie erhalten neben den Gerechten ebenfalls eine Auferstehung, jedoch nur um mit eigenen Augen zu sehen, dass Jesus Christus wirklich der ist, für den Er sich erklärte. Sie werden wieder schlafen gelegt werden. Doch sie verurteilten Ihn, quasi als Ketzer. Jesus widersprach die Doktrin der Pharisäer gänzlich und rüttelte zudem in deren Autorität.

Parallelen bis heute

Nüchtern betrachtet, gibt es auch bis heute eine Institution, die ebenso eigenwilligen Unsinn als Lehre verbreitet und jeglichen Widerspruch mit Verfolgung, Haft, Folter und Tod beantwortet. Die Kirche Roms (Info).

Gleichnisse sind eben wie Gleichnisse zu behandeln, und nicht willkürlich jene als wortwörtlich ausgelegt, welche den eigenen Doktrinen entsprechen.

Nur kleine Minderheit folgt Jesus wirklich nach

Bibel Staffelei
Evangelium – Kein Geheimnis

Zudem ist immer wieder verdeutlicht, dass nur eine Minderheit der Menschen dem wahren Evangelium folgt und keiner allgemein anerkannten Irrlehre. Entsprechend werden die Wenigen von der Mehrheit bitter verfolgt werden, im Irrglauben, das Gute und Richtige zu tun. Wer sich also fragt, ob er mit der Allgemeinheit des Christentums (Ökumene) den richtigen Glauben angenommen hat, könnte auch ohne Verständnis der wahren Heilslehre erkennen, dass es mit der vorgegebenen Mehrheitsmeinung nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Dann folgte das eigene Studium der Bibel!

In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen! Täglich bin ich bei euch im Tempel gesessen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen.
Matthäus 26,55

Bibelverse aus Schlachter 2000

Gleichnisse sind als solche zu behandeln – Nicht buchstäblich
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