Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Glaubenstrends aus den USA fassen international schnell Fuß

Glaubenstrends aus den USA fassen international schnell Fuß

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In den USA neu entstandene Trends benötigen in der Regel nur wenig Zeit, um auch in der „Alten Welt“ für Veränderungen zu sorgen. Zwar kann nicht eine jegliche Philosophie Fuß fassen, aber im Glauben zeigt man sich sehr offen.

Trendwellen aus den USA

Wenn etwas in den USA zum großen Trend geworden ist, dauert es nicht lange, bis derartige Phänomene, so schräg sie auch immer sein mögen, auch aus Übersee hinüberschwappen. Nur mit wenig Verzögerung liefen auch in Europa ab Ende der 1960er Jahre die Menschen in Trompetenhosen, T-Shirts mit Batik-Farben und Aladinhosen aus Patchwork-Stoff herum, nachdem das bunte Treiben in San Francisco längst Alltag war. Zum gleichen Zeitpunkt, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wurde in den USA die sog. „Charismatische Bewegung“ losgetreten. Die ersten Mega-Churches waren und schon kurz darauf prall gefüllt und auch in Deutschland ließen die ersten Prediger mit ihren verheißungsvollen Rufen zahlreiche „Feuer vom Himmel“ herabkommen. Zu den größten deutschen „Exportschlagern“ der Zunft der Pfingstler gehörte Reinhard Bonnke.

Nicht alles findet Anklang

Walmart-Shopping

Walmart hat Schiffbruch erlitten

Was auch immer in den USA losgetreten wird, fasst meist auch Fuß in der sog. alten Welt. Es gibt auch Ausnahmen und zu diesen wenigen gehört die Shopping-Philosophie der US-Supermarktkette Walmart. Dieser US-Riese überlebte in Deutschland gerade mal für rund 9 Jahre. Da hat das Management die Philosophie des deutschen Konsumenten im Supermarkt völlig falsch eingeschätzt. Dieser deklariert das frisch aus dem Regal genommene und in den Einkaufwagen gelegte Produkt bereits als sein Eigentum. Da lässt sich der Konsument erst recht nicht seinen inzwischen bezahlten Einkauf am Kassenende von einem „Fremden“ in braune Tüten packen. Beim Einkauf angesprochen werden ist bereits grenzwertig, aber die Waren anderen zum Einpacken zu überlassen, überschreitet „Anstand und Sitte“ bei weitem. Dieses durchaus klischeehafte Bild hat einen wahren Kern.

Glaubensbotschaften aus den USA

Während der Einkauf etwas Handfestes hervorbringt, sieht es mit dem Glauben schon wieder ganz anders aus. Wer nichts weiß, kann alles glauben. Daher erscheint auf diesem Gebiet der Erfolg für neue Lehren, und sind diese noch so abwegig, viel erfolgversprechender zu sein. Dies belegt bereits die Welle der „Charismatisch Erweckten“ ebenso wie die große Anhängerschaft der New-Age Philosophie. Diese kann man nicht anfassen, empirische Beweise liegen nicht vor, aber es „fühlt sich so gut an“. Kräftige Unterstützung für eine Verbreitung dieser Lehren an Mann und Frau kommen seitens der Prominenz, allen voran die sog. „Super-Stars“. So wie die Sterne im Evangelium die Botschafter (Engel) symbolisieren, transportieren die Vertreter der Hitparaden mit ihren Songs und Liedtexten die zu verbreitende Botschaft an Jung und Alt.

Regenbogen-Agenda der Kirchen

Pride Pronouns

Vielfalt, bunt und viel Liebe

Zu solchen Transportern der widersinnigen Lehren haben sich längst auch die deutschen evangelischen Landeskirchen gemausert. Unter dem Dach der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) verbreiten Pastoren und Magazine eine kunterbunte Regenbogenwelt und ein „Gott der grenzenlose Liebe“. Über die Gerechtigkeit Gottes schweigt man sich aus, denn das „kuschelt“ nicht (Info).

Gott sei queer, so eine Parole auf dem Kirchentag 2023 (Info). Gebetsvorschläge der evangelischen Magazine bezeichnen Gott als weiblich (Info) und eine „Bibel in gerechter Sprache“ kann sich nicht auf weiblich oder männlich einigen (Info).

Derlei Abwege vom Evangelium kommen nicht aus dem „heiteren Himmel“. Auch in diesem Fall spielen die Entwicklungen in den USA eine große Vorbildfunktion. So verwundert es auch nicht, dass in der „Freien Welt“ so manche evangelikale Kirchen schon richtig abstruse Formen angenommen haben. Zum heutigen Zeitpunkt würden diese Abwege in Europa noch auf zu großen Widerstand stoßen. Doch auch diese Hürden werden zusehends eingerissen und bis zur vollständigen Adaption ist es nur eine Frage der Zeit.

Absonderlichkeiten des „Sparkle Creed“

Pride Flagge

Die bunte Welt ins Bekenntnis gebastelt

Zu derartigen Auswüchsen „des Glaubens“ zählt z.B. das „Sparkle Creed“. Ein Glaubensbekenntnis in der Edina Community Lutheran Church in Minneapolis, im Bundesstaat Minnesota. Urheber sei Reverent Rachel Small Stokes von der Immanuel United Church of Christ in Louisville, im Bundesstaat Kentucky (Quelle). Einige Aspekte dieses „Bekenntnisses“ haben auch in die evangelischen Landeskirchen Deutschlands Einzug gehalten.

Das „Glaubensbekenntnis“ einer evangelikalen Kirche

Ich glaube an den nicht-binären Gott, dessen Pronomen in der Mehrzahl steht.
Ich glaube an Jesus Christus, ihr Kind, der ein großartiges Gewand trug und zwei Väter hatte und jeden als geschwisterliches Kind Gottes sah.
Ich glaube an den Regenbogengeist, der unser Bild von einem weißen Licht zertrümmert und es in einen Regenbogen von herrlicher Diversität zerfallen lässt.
Ich glaube an die Kirche des Alltagsheiligen, so zahlreich, kreativ und widerstandsfähig wie die Flicken einer AIDS-Decke, deren Füße in Schlamm gegründet sind und deren Augen in Bewunderung zu den Sternen blicken.
Ich glaube an die Berufung für jeden von uns. Liebe ist Liebe, ist Liebe. Also lasst und lieben, Geliebte.
Ich glaube, herrlicher Gott, hilf meinem Unglauben.

„Wer nichts weiß, kann alles glauben“. Wer das Evangelium auch nur in Ansätzen kennt, wird sich die Frage stellen, warum Jesus Christus stets von Seinem Vater (singular, maskulin) spricht.
Der Trend in Deutschland, insbesondere in den evangelischen Kirchen, hat schon klare Züge, die diesem „Glaubensbekenntnis“ aus den Staaten entsprechen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis von diesen Kirchen und ihren Vertretern sämtliche Aspekte übernommen wurden.

Das „Vernunft-Christentum“ wird einkehren

Absturz

Am Ende droht der unbemerkte Absturz

Das zweite Tier in der Offenbarung 13, der abgefallene Protestantismus in den USA, wird dem ersten Tier, der römisch-katholischen Kirche, ein Bild errichten. Noch könnte es sich mit den „theologischen Regenbogen-Auswüchsen“ um das beliebte Spiel gemäß Hegel handeln (Info). Denn eine künftig „christliche Lebensweise und Gesetzgebung“ in den USA sind bereits in Aussicht gestellt (Info).

Die neue Ausrichtung zum „vernünftigen Christentum“ wird voraussichtlich diese derzeit als weit verbreitet dargestellte woke Philosophie überrennen. Die Menschen sind diesen links-grünen Bewegungen bereits in großen Teilen überdrüssig. Doch mit der freudigen Annahme eines „Vernunft-Christentums“, bei der sich alle im Frieden und Einvernehmen auch mit anderen Konfessionen in den Armen liegen werden, gerieten die Menschen vom Regen direkt in die Traufe. Dieses „Christentum“ wird aus einem Teil der woken Philosophie und aus einem Teil der in Rom formulierten Gesetzen bestehen.
Im Zentrum stehen Natur- und Klimaschutz-Regeln, zur Bewahrung der Schöpfung, aber nicht die Satzungen Gottes.

Römer 1,25:

sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!

Bibelverse aus Schlachter 2000

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