Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Der Glaube an das Wort Gottes ist massiv untergraben

Der Glaube an das Wort Gottes ist massiv untergraben

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Der wahre Glaube basiert untrennbar mit dem Wort Gottes, die Bibel. Der Vernichtungsfeldzug der Kirche Roms gegen die Schrift ist gescheitert. Erfolgreich war dagegen die Strategie, den Glauben der Menschen an das Wort Gottes neu zu gestalten. Der Abfall und damit der Unglaube sind selbst unter „Christen“ heute sehr weit verbreitet.

Die Bibel – Wort Gottes oder nur Fabeln?

Wer die Wahrheit mit der Lüge austauschen will, muss die uns Menschen verfügbare Quelle der Wahrheit vernichten, mindestens aber unterdrücken. Die Bibel beschreibt die Wahrheit mit drei Aspekten. Das Wort Gottes ist die Wahrheit (Johannes 17,17), Jesus Christus ist die Wahrheit (Johannes 14,6) und die Gesetze Gottes sind die Wahrheit (Psalm 119,142). Ein jegliches Wort in der Bibel ist von Gott inspiriert, so die Feststellung in 2. Timotheus 3,16:
Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit„.

Bibel markieren

Der Glaube an die Worte der Bibel ist geschrumpft

Somit liegt auf der Hand, dass die Bibel, also das Wort Gottes, mit den enthaltenen Gesetzen Gottes und den Lehren Jesu Christi die Wahrheit ist. Die Vernichtung der Heiligen Schrift ist auch der römisch-katholischen Kirche über die vielen Jahrhunderte hinweg nicht gelungen. Diese Kirche verbot zwar jeden „Laien“ den Besitz, geschweige das Lesen und die Auslegung der Bibel unter Androhung bis hin zur Todesstrafe, aber damit war die Existenz des Wortes Gottes nicht beseitigt. Ein Aufleben der Schrift und auch die Zugänglichkeit für das allgemeine Volk gelang mit der Erfindung des Buchdruckes und die nur wenige Jahrzehnte darauf folgende Reformation.

Die Gegenreformation begann das Werk

Damit war aber der Kampf gegen die Wahrheit noch nicht beendet, sondern flammte mit der vom Jesuiten-Orden geführten Gegenreformation erst richtig auf. Da als Ziel dieses Ordens die vollständige Rückabwicklung der Reformation abgesteckt war, betraf dies automatisch auch die dem Volk zugängliche Bibel. Die Menschen sollten wieder dem Katholizismus zugeführt werden. Ein Ausrotten der inzwischen weit verbreiteten Bibel erschien jedoch aussichtslos. Wenn dieses Vorhaben über die Jahrhunderte zuvor nicht gelang, dann zu diesem Zeitpunkt noch weitaus weniger. Es kam daher zu einem Strategiewechsel.

Bibel muss unglaubwürdig gemacht werden

Falschnachrichten

Viele sehen in Bibel lediglich eine Fabel-Sammlung

Wenn schon das Wort Gottes nicht beseitigt werden kann, dann muss eben die Glaubwürdigkeit an die Bibel untergraben werden. Das Konzept nahm daher die Bildung und auch die Wissenschaft in den Mittelpunkt. Neue aufgekommene Theorien, deklariert als die Vernunft des Menschen, sollten den Wahrheitsgehalt der Bibel infrage stellen. Dies muss jedoch in den Köpfen der Menschen geschehen und der beste Ansatzpunkt hierfür sind die Bildungsstätten.

Ein Beleg für den Erfolg dieser Strategie sind die heute zahlreichen „liberalen Theologen“ (Info), die mit dem Wort Gottes überhaupt nichts mehr anfangen können, sondern sich lediglich selbst darin erbauen, die biblischen Aussagen mit scholastischen Maßstäben auf einen Untergrund aus Treibsand zu bauen.

Abfall wäre nie mit Glauben passiert

Inzwischen kann der Protestantismus als abgewickelt betrachtet werden (Info). Von den einstigen Kirchen, die aus den großen Reformatoren des 16ten Jahrhunderts gewachsen sind, ist nicht mehr als ein hohles, totes Gerippe übrig geblieben, aufgefüllt mit den heidnischen Dogmen der Kirche Roms. Dies wäre kaum möglich gewesen, wenn am Glauben an die Wahrheit der Worte Gottes festgehalten worden wäre.

Unglaube überwiegt bereits unter „Christen“

Zweifel

Die Mehrheit zweifelt an die Wahrheit der Bibel

Die einstigen protestantischen Kirchen aus unzähligen Splitter-Gemeinden dienen naturgemäß als Vorbilder für ihre Gemeindeangehörigen und ebenso als Orientierungspunkt für Menschen außerhalb der Kirchen. So wundert auch nicht, dass der Glaube an den Wahrheitsgehalt der Bibel, geschweige an das vorliegende Wort Gottes, inzwischen einen Tiefstand erreicht hat. Nur noch 20 Prozent der US-Amerikaner ist mit dem Stand 2022 davon überzeugt, dass es sich mit der Bibel um das wörtliche Wort Gottes handelt. Fünf Jahre vorher lag der Anteil noch bei 24 Prozent. In den Jahren 1980 und 1984 war es noch knapp die Hälfte aller Amerikaner, so das Beratungsunternehmen „Gallup“ (Quelle).

Weniger Menschen nehmen Bibel wörtlich

Der Anteil der Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Bibel aus einer Sammlung aus „von Menschen aufgezeichneten Fabeln, Legenden, Geschichten und moralischen Grundsätzen“ sei, lag in 2022 bei 29 Prozent. Ein neuer Höchstwert. Im Jahr 2022 hat sich das Mehrheits-Verhältnis zwischen dem Anteil der Bibel-Gläubigen und dem Anteil der Fabel-Gläubigen erstmals umgekehrt. Knapp die Hälfte (49 %) der US-Amerikaner hält den Inhalt der Bibel für teilweise von Gott eingegeben und in Teilen für menschlich inspiriert.

Unter den Menschen, die sich als Christen nennen, liegt der Anteil bei 58 Prozent, die die Bibel als von Gott inspiriertes Wort ansehen, aber nicht alles wörtlich zu nehmen sei. Ein Viertel (25 %) nimmt die Bibel wörtlich und 16 Prozent bezeichnen die Bibel als eine Ansammlung von alten Fabeln.

Hier ist leider nicht unterschieden, ob es sich mit der „wörtlichen“ Auslegung um das Anzweifeln einzelner Aussagen handelt, oder mit dem Unterschied zwischen geschichtlichen Berichten und Prophetien. So können die Darstellungen von prophetischen Aussagen tatsächlich nicht als wortwörtlich verstanden werden, sondern sind als Symbole zu begreifen. Doch auch bei der Symbol-Deutung bedarf es keine außerbiblischen Quellen, da die Bibel selbst hierfür an anderen Stellen die jeweilige Erklärung liefert. Die Bibel legt sich selbst aus (Info).

Nur Wenige nehmen Christentum ernst

Bibel selbst lesen

Bibel selbst lesen und die Aussagen der Kirchen prüfen

Nur 9 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner sehen sich in der Bibel so verwurzelt, dass sie ihr Leben auch außerhalb der christlichen Traditionen nach dem Wort Gottes ausrichten.
Bei den Protestanten liegt der Anteil, die die Bibel als buchstäblich wahr ansehen, liegt der Anteil bei 30 Prozent. Bei den Katholiken lag der Anteil bei nur 15 Prozent. Fast zwei Drittel der Katholiken sehen die Bibel als das inspirierte Wort Gottes, aber nicht alles sei wörtlich zu nehmen.

Selbst unter den US-Amerikanern, die sich selbst als Wiedergeboren bezeichnen, liegt der Anteil derer, die die Bibel wörtlich glauben, bei weniger als 50 Prozent. Innerhalb der gesamten US-Bevölkerung sehen nur noch 20 Prozent die Bibel als die wörtliche Wahrheit, und zwar Wort für Wort.

Als einen wichtigen Aspekt bezeichnet Gallup die Bibel als eine für US-Amerikaner wichtige Grundlage für moralische Entscheidungen und Werte. Die letzte Umfrage zeige jedoch, dass die wörtliche Interpretation der Bibel als Grundlage oder Rechtfertigung für sozialpolitische Positionen lediglich bei einer schrumpfenden Minderheit der gesamten US-Bevölkerung einen Anklang findet.

Gegenreformation hat ihr Ziel erreicht

Der Trend ist klar zu erkennen. Die Glaubwürdigkeit der Bibel als das wahre Wort Gottes hat in den vergangenen Jahrzehnten massiv abgenommen. Ein großer Teil will in der Schrift lediglich alte Fabeln erkennen, und ein anderer großer Teil betreibt für die Findung der (eigenen) Wahrheit lediglich „Rosinenpickerei“. Im Gesamten sei die Bibel überholt und stehe dem Zeitgeist entgegen (Info).

In der Tat dient die Bibel in sehr vielen Fällen nur noch mit dem zeitgemäßen Zitieren von isolierten Versen, die die eigenen Thesen zu untermauern scheinen. Der Kontext wird hier völlig außer Acht gelassen. Mit einer solchen Einstellung sind den „falschen Propheten“ Tür und Tor geöffnet, den Menschen anhand von Fantasielehren im Gefühl einer falschen Sicherheit in die Irre zu führen.

An diesem Punkt hat die seit 1540 anhaltende Gegenreformation bereits das Ziel erreicht.

Wichtige wortwörtliche Wahrheiten

Die Prophetien der Bibel können nicht wortwörtlich genommen, so wie sie dastehen. Wenn in Daniel 7 von Tieren die Sprache ist, die aus dem Meer hinausgekommen sind, und in der Offenbarung 13 von einem Tier mit Leoparden-Körper, Bärenbeinen und Löwenrachen die Sprache ist, dann existieren diese Tiere nicht wirklich. Sie stellen Symbole dar. Es gibt aber durchaus Passagen, die sich „abenteuerlich“ anhören und für unsere Alltagsvorstellung als unglaublich erscheinen, die aber durchaus wörtlich genommen werden sollten. Dies betrifft ganz besonders ein noch bevorstehendes großes Ereignis.

Es handelt sich um das Ereignis der Wiederkunft Jesu Christi. So sicher wie der Heiland wiederkommen wird, so sicher steht der Menschheit auch eine vorangehende Täuschung bevor. Das Geschehen rund um das Ereignis Jesu Wiederkunft ist in der Bibel mit einigen Punkten beschrieben (Info). Sollte auch nur eines dieser Beschreibungen nicht zutreffen, dann kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der „Erschienene“ nicht Jesus Christus sein kann.

Das vorgetäuschte Ereignis wird keine Nebensächlichkeit sein, sondern voraussichtlich mit viel Aufwand und „Effekten“ erfolgen. Doch die Beschreibungen der Bibel über die wahre Wiederkunft Jesu Christi wird dieses Schauspiel nicht erfüllen können. An dieser Stelle ist es sehr angeraten, der Bibel Wort für Wort Glauben zu schenken. Denn dieser Pseudo-Christ wird voraussichtlich neue „Regeln“ einführen, die aber allesamt gegen die in der Bibel vorzufindenden Satzungen und Gebote gerichtet sein werden.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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