Gemeinsamer Religionsunterricht evangelisch & katholisch – Super-GAU

Mutter-Tochter-Sonne

English


Evangelische und katholische Schüler werden im Bundesland Niedersachsen ab dem Schuljahr 2026/27 einen gemeinsamen Religionsunterricht erhalten. “Christliche Religion”, so das neue obligatorische Unterrichtsfach. Vertreter der Kirchen und Politik geben sich hellauf begeistert. Für den Nachwuchs allerdings der Super-GAU.

Reformation passé

Fortschreitender Rückwärtsgang zur Aufhebung der im Jahr 1517 begonnenen Reformation und Protestantismus. Im Bundesland Niedersachsen gibt es ab dem 01. August im kommenden Jahr 2026 für die Schüler das Lernfach “Christliche Religion nach evangelischen und katholischen Grundsätzen”. Ein Zusammenschluss der “Grundsätze” der römisch-katholischen Kirche und den evangelischen Kirchen. Offenbar wollen die Verantwortlichen sicher gehen, dass ein jeder Schüler in den Genuss dieses Ökumene-Lernfaches kommt, da die Teilnahme keine Option, sondern verbindlich ist.

Nach derzeitiger Gesetzgebung gemäß Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) heißt es in § 124 NSchG – Religionsunterricht, Absatz 2 (Quelle):
Über die Teilnahme am Religionsunterricht bestimmen die Erziehungsberechtigten. Nach der Vollendung des 14. Lebensjahres steht dieses Recht den Schülerinnen und Schülern zu. Die Nichtteilnahme am Religionsunterricht ist der Schulleitung schriftlich zu erklären.

Über viele Jahrzehnte waren die Lernfächer je nach Konfession getrennt in evangelischen Religionsunterricht und den katholischen Religionsunterricht. Einige Bundesländer boten als Alternative auch das Fach “Ethik” an, wenn die Schüler weder das katholische noch das evangelische Religionsfach besuchen wollten. Mit dem neuen Fach “Christliche Religion” entfällt diese bisherige Unterscheidung, zwischen Christentum gemäß Evangelium oder Tradition gemäß katholischem Katechismus.

“Weihräucherische” Stimmen

Weihrauch
Weihrauch – Ein Utensil des Mithras-Kultes

Die Kultusministerin Niedersachsens, Julia Willie (Bündnis 90/Die Grünen), unterschrieb diese Vereinbarung zwischen den evangelischen Kirchen und katholischen Bistümern in Niedersachsen und erklärte, dass dieses neue Lernfach ein wichtiger Beitrag zur religiösen Bildung von Kindern und Niedersachsens leiste. Zugleich werden dadurch das Zusammenleben und demokratische Werte gestärkt (Quelle).

Politisches Wahlprogramm

Politik Bündnis 90 / Grüne und Thema Religion. Im Wahlprogramm 2022 bei den Grünen in Niedersachsen ist Folgendes zu lesen (Quelle):
Den interreligiösen Dialog wollen wir weiter fördern. Wir streben einen Vertrag mit den islamischen Glaubensgemeinschaften an, um beispielsweise Religionsunterricht, Imamausbildung und Seelsorge auf eine neue Grundlage zu stellen.“/p>

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen dafür ein, dass niemand aufgrund seiner Religion oder Weltanschauung benachteiligt wird. Getreu den Prinzipien der Religionsfreiheit, der Trennung von Kirche und Staat sowie der Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften treten wir dafür ein, die vielfältigen Beziehungen von Staat und Religionsgemeinschaften zu klären.

Wir setzen uns für ein konfessionsneutrales, religionswissenschaftlich fundiertes Pflichtfach ‘Religionen und Weltanschauungen’ an niedersächsischen Schulen ein.

Katholische Stimme

Bischof Dr. Heiner Wilmer (Bistum Hildesheim) sieht dieses neue Unterrichtsfach als eine konsequente Weiterentwicklung des “konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts”. Gemeinsamkeiten würden ebenso aufgezeigt werden wie Unterschiede. Religiöse Bildung gehe über die Vermittlung von Wissen über die Religion hinaus. Sie lade zur Auseinandersetzung mit Fragen zur Existenz, Reflexion über Lebensentwürfe und einer gesprächsfähigen Identität ein.

Evangelische Stimme

Für den Landesbischof Thomas Adomeit fördere dieses zusammengelegte Religionsfach die Perspektive auf weitere Konfessionen, wie z.B. das Judentum, den Islam und die orthodoxen Kirchen. In der gegenwärtigen Zeit sei es wichtig, dass die Schüler ihrem Leben Sinn und Orientierung geben können, so Adomeit. Das Ziel dieses neuen Fachs sei eine religiöse Bildung, damit die Schüler für sich klären könnten, woran ihr Herz hänge. Dies stehe auch in Verbindung mit Philosophien und Weltanschauungen.

Die Vorbereitungen für die Schaffung des neuen Unterrichtsfachs “Christliche Religion” dauerten rund 4 Jahre.

Brave Tochter folgt der Mutter

Mutter-Tochter-Sonne
Mutter & Tochter vor der Sonne – Eine sehr kurzlebige Familie

Wie der Lehrplan gestaltet ist, bzw. was als “evangelische und katholische Grundsätze” bezeichnet wird, lässt sich leider nicht evaluieren. Bisher galt für die Reformation bzw. den Protestantismus “sola scriptura” (Info), während es für die Kirche Roms selbsterklärend ist, dass ihre Tradition über der Schrift stehe.

Wie passt das zusammen? Gar nicht! So wie es einst Martin Luther feststellte, und auch viele Dutzende weitere Reformatoren, sind Evangelium und römisch-katholische Lehren völlig inkompatibel. Das sind keine Kompromisse mehr, das ist bereits ein vollständiger Bruch seitens der einst evangelischen Kirchen.

Aber, “was soll’s”, so wohl der Gedanke zum neuen Unterrichtsfach. Die Tochter, längst zur Mutter zurückgekehrt (Info), schert es nicht im Geringsten, ob ihre anvertrauten Schäfchen das Heil erlangen oder nicht. Sie ist bekümmert um die Zufriedenheit ihres künftigen Ehrenoberhauptes in Rom und hält Ausschau nach weiteren Kunden, so eifrig wie das Geschäftstreiben auf der Reeperbahn in Hamburg.

(Satanische) Theosophie an die Kinder gebracht

Helena Petrovna Blavatsky
Theosophie von Blavatsky – Spiritistin – Satanistin

Der Mitte der 1990-er von der UN ausgerollte World Core Curriculum zeigt sich auch an den von den jeweiligen Kirchenvertretern hochgehaltenen Themen zum neuen Unterrichtsfach (Info). Nach den Begriffen “Bibel” oder “das Wort Gottes”, geschweige “Jesus Christus” sucht man in den jeweiligen “Hurra-Berichten” der kirchlichen Medien vergeblich.

Dafür sind es Philosophien, Konfessionsübergreifung und Weltanschauungen, die den Ton angeben. Die Welt steuert sichtbar gen Verschmelzung zwischen (einstiges) Evangelium und dem Humanismus entgegen, welches einen pantheistischen Welt-Ethos hervorbringen wird. Theologie und Philosophie ergeben Theosophie, und damit die totale Katastrophe. Der erdenkliche Super-GAU (Info). Und dies bereits an Kindern und Jugendlichen.

Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, daß ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
Matthäus 18,6

Bibelverse aus Schlachter 2000

Themen rund um das Evangelium - Glaubensalltag - Gesundheit

Topics related to the Gospel - Everyday Faith - Health

Gemeinsamer Religionsunterricht evangelisch & katholisch – Super-GAU
Beitrag teilen

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to top