Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Geistliche Begleitung Tierbestattungen basiert auf Spiritismus

Geistliche Begleitung Tierbestattungen basiert auf Spiritismus

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Die aufgrund der von den großen Kirchen verbreiteten irrigen Lehren resultierende Inhaltslosigkeit muss mit immer mehr fantasiereichen Ritualen aufgefüllt werden. So zeigt sich bereits ein Trend für die geistliche begleitete Bestattung von Tieren. Würde man nur vom Spiritismus der „unsterblichen Seele“ ablassen, würde das ganze Konstrukt wie ein Kartenhaus zusammenfallen.

Kirchen werden immer fantasievoller

Die Kirchen aus der katholischen wie auch evangelischen Zunft haben für die Menschen inzwischen schon allerlei Abstrusitäten im Angebot parat. Während die römisch-katholische Kirche inzwischen auf eine rund 1.700-jährige Tradition absonderlicher Rituale, Zeremonien und Glaubenslehren zurückblicken kann, scheint die evangelische Kirche etwas Nachholbedarf zu haben.

In der Tat zeigen sich die einst protestantischen Institutionen bei ihrer Ausgestaltung fantastischer Glaubensaspekte viel flexibler als ihre wiedergefundene Mutter in Rom, denn die Unfehlbarkeit jeglicher als Dogmen erhobener Lehren war bisher noch kein Bestandteil des protestantischen Selbstverständnisses. Daher können neu „Glaubensausrichtungen“ auch gerne mit dem bisherigen kollidieren, ohne dass dies den Klerikern irgendwelche Bauchschmerzen bereitete.

Geistlich begleitete Tierbestattungen

Haustiere

Neuer Trend – Geistlich begleitete Haustierbestattungen

Zu den neuesten Errungenschaften gehört auch die geistliche Beisetzung von Haustieren. Liebgewonnene Hunde, Katzen, Kanarienvögel, Hamster, Meerschweinchen und welche Tiere sonst noch als Haustiere gehalten werden können, sollen mit geistlichem Beistand beigesetzt werden können. Kommerzielle Tierbestattungen kooperieren inzwischen mit der Kirche vor Ort. Ein Vorgang, der durchaus im „Zeichen der Zeit“ steht. Argumentiert wird u.a. mit festgestellten Tierbestattungen bereits vor rund 12.000 Jahren. Tiere als Grabbeilage Verstorbener als deren Begleiter im Jenseits.

Katholische Autorin zeigt sich brüskiert

So kann man auch durchaus verstehen, dass sich gegen diese weiteren Absonderlichkeiten im kirchlichen Bereich Unverständnis breit macht. Doch wer gegen diese Praktiken vorgeht und dabei das Christentum auf die Fahne schreibt, sollte auch gemäß dem Evangelium argumentieren und nicht mit alternativen Fantasiegeschichten dagegenhalten. So beschwert sich die Theologin, Pädagogin und ehemalige Lehrerin Magdalene Gmehlin im katholischen Magazin „Die Tagespost“ über die Beerdigung von Haustieren seitens Geistlicher.

Sie beschreibt sich selbst als ein „vielfach erprobter Tierfreund“ und lehne ein „derartiges Fehlverhalten schärfstens ab“. Die Autorin hebt in Form einer Randbemerkung hervor, dass diese Beerdigungen selbstverständlich „gegen gutes Geld“ vorgenommen werden.
Ihr Hauptargument gegen die geistlich begleitete Tierbestattung sei die Bagatellisierung, Verwischung, ja Leugnung des signifikanten Unterschiedes zwischen Menschen- und Tierseele.

Die Begründung lässt auch sich warten

Ponyhof

Geschichten über Ponyhof und Streichelzoo

Doch anstatt diese Begründung anhand der Schrift zu untermauern, setzt die Autorin fort mit „köstlichen Erzählungen über die Freundschaft zwischen den Heiligen und ihren Tieren“.
Als Belege zieht die Lyrikerin die Ausführungen über den angelsächsischen „Heiligen“ Cuthbert v. Melrose (687n.Chr. gestorben) heran, gefolgt von einer „seligen“ Brigid, die Wildenten vom Himmel hinunterrief und diese nach dem Streicheln wieder in die Lüfte freigab. Als Beispiel dient auch eine Erzählung von J.G. Lemoyne, in der Don Bosco von einem rieisgen Hund „geheimnisvoll“ beschützt wurde. St. Gallus befehligte einen Bären und der Abt Gerasimus verhalf einem Löwen wieder zur Gesundheit. Ein dankbare Hyäne schenkte dem St. Makarius von Alexandrien ein Schaffell.

Selbst der armseligste Straßenköter erhalte bei verständnisvoller Behandlung in einem gewissen Rahmen Anteil an der „psychischen und seelischen Verfasstheit seines Herrn“, so die Autorin.

Die Begründung bleibt gänzlich aus

Es mag sein, dass viele dieser Erzählungen den Leser zu Tränen rühren können, aber ein Zusammenhang zwischen den geistlichen Begleitungen einer Tierbestattung, geschweige eine Untermauerung für ihre ablehnende Begründung ist darin nicht zu erkennen. Die Autorin lehnt diese Art der Bestattungen aus theologischen Gründen vehement ab, und beginnt darauf hin, irgendwelche rührende Fabel, Legenden und Märchen zu erzählen. Man könnte es natürlich so handhaben, z.B. die Eucharistie gänzlich als Blasphemie (mehr Infos) abzulehnen, nur um in Anschluss über den Inhalt einer Gebrüder-Grimm-Sammlung zu erzählen.

Katholische Theologie spricht dafür

Weihrauch-Kübel

Katholische Gerätschaften für Tierbestattungen zugelassen

Doch der Verdacht, die geistlich begleiteten Tierbestattungen handelten sich ausschließlich um protestantische Irrwege, muss sich um eines Besseren belehren lassen. Ein katholischer sogenannter Moraltheologe, Michael Rosenberger, geht sogar einen Schritt weiter und nennt es auch gleich beim Namen. Er könne sich durchaus auch „christliche Tierbestattungen“ vorstellen. Hierbei dürfen auch zentrale Elemente wie bei einem traditionellen Begräbnis zum Einsatz kommen, wie katholisch.de (2017) berichtete. Bis auf die Aufbahrung im Rahmen einer Totenmesse können daher das Kreuz, Weihwasser und auch die Osterkerze verwendet werden.

Da erst kürzlich für einen „seelenlosen“ Gebirgs-Gletscher ein ökumenisches Requiem zelebriert wurde (Infos), erscheint eine kirchliche Tierbestattung dagegen geradezu als „logisch“.

Ein einziger Bibelvers räumt damit auf

Was nun die Begründung für die doch sehr brüskiert klingende Ablehnung der Autorin betrifft, ist dieser ganze Filz anhand der Schrift mit einem einzigen Vers widerlegt. Und zwar mit Prediger 3,19:
„Denn das Geschick der Menschenkinder und das Geschick des Viehs ist ein und dasselbe: Die einen sterben so gut wie die anderen, und sie haben alle denselben Odem, und der Mensch hat dem Vieh nichts voraus; denn es ist alles nichtig“

Der Spiritismus ist die Basis

Würden die Kleriker das Evangelium vermitteln, so wie es geschrieben steht, wäre auch dem „ordinären Volk“ klar, dass es keine unsterbliche Seele geben kann. Die Fürbitte für Tote, sei es Mensch oder Tier, würde als purer Spiritismus erkannt werden. Der lebendige Mensch wie auch das lebendige Tier sind die Seelen. Nach geht der Lebensodem wieder zu Gott zurück und der Leib zerfällt zu Staub und Erde. Nicht mehr und nicht weniger. Genau das ist auch die Darlegung in der Bibel. Es bräuchte lediglich die von der römisch-katholischen Kirche gepflegte und weitergereichte Irrlehre einer unsterblichen Seele (mehr Infos) ad acta gelegt zu werden, um einem derartigen Spiritismus nicht auf den Leim zu gehen.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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