Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Für Ökumene – Vatikan verbiegt die Bünde zwischen Gott und den Menschen

Für Ökumene – Vatikan verbiegt die Bünde zwischen Gott und den Menschen

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Die Ökumene muss vorangetrieben werden, koste es was es wolle. Da bereitet es auch der römisch-katholischen Kirche schon längst keine Schmerzen mehr, die Aussagen der Bibel über die geschlossenen Bünde mit den Menschen zu biegen und zu brechen.

Alles muss für Ökumene passend gemacht werden

Die Aussagen der Bibel und die Erzählungen der römisch-katholischen Kirche darüber generieren bei den geistigen Vordenkern dieser Institution schon teils richtig herausfordernde Denksportaufgaben. Das „Gewurstel“ rund um die Verbiegungen und Brechungen des Evangeliums müssen ja irgendwie an Mann und Frau als christlich herübergebracht werden. Kommt dann noch ein Paradigmenwechsel oder der passende Zeitpunkt für eine verstärkt forcierte Ökumene, dann muss das nicht Passende wieder passend gemacht werden.

So sagt auch Vatikan News direkt, dass die von Gott gegenüber dem Menschen eingegangenen Bünde eines der „kniffligsten Fragen für Bibelwissenschaftler überhaupt“ darstellten. Klar. Wenn eindeutige Aussagen der Bibel an die Ökumene und dem katholischen Katechismus hingebogen werden müssen, dann kann dies schon zu Kopfzerbrechen führen.

Die große Frage lautet: „Inwieweit gilt angesichts des Neuen Bundes der frühere Bund Gottes mit seinem auserwählten Volk weiter?“

Es fehlt bereits an den Grundlagen

Sonne Basilika Vatikan

Die ‚Sonnenanbeter‘ in der Basilica

Ohne auf die ermüdenden Details einzugehen, welche Päpste und welche Gelehrte sich zu diesem Problemfall bereits auseinandersetzten und auch ihre Ergebnisse absonderten, ist schon am Ansatz erkennbar, dass zu dieser Frage bereits am Grundsätzlichen etwas richtig falsch läuft.
Es geht einfach darum, dass gemäß dem Narrativ das damalige buchstäbliche Volk Israel bzw. das Volk Judas, ein paar vom Stamm Benjamin sowie einige übriggebliebene Priester vom Stamm Levi nicht aus dem von Gott mit Moses geschlossenen Bund „gekündigt“ werden durfte. Dies entspräche ja einer „Spaltung“ zwischen Judentum und Christentum und dies darf im Zuge der Ökumene niemals der Fall sein. So kann man die Begrifflichkeiten und Definitionen „Judentum“ und „Israel“ auch gerne einfach zusammenwerfen.

Es wird auch ausgeblendet

Natürlich wird bei „wissenschaftlicher“ Betrachtung der Aussagen über den Bund Gottes im Alten Testament die Prophetie in Daniel Kapitel 9 nicht in Betracht gezogen, ebenso wenig wie die klare Aussage Jesu Christi über die Zukunft des „Hauses Rest-Israels“ in Matthäus 23,37-39:
„Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: »Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!«“

Vatikan News berichtet, dass einst Papst Johannes Paul II. zum Ergebnis kam, dass „der Bund Gottes mit den Juden ’nie gekündigt‘ worden sei“. Doch Jesus Christus hat dennoch eindeutig, wie in Daniel 9 bereits vorhergesagt, eindeutig die „Kündigung“ ausgesprochen. Das im Alten Testament zig-mal nachvollziehbare Abdriften des Volkes Israels und zuletzt auch Judäas, und die Verweigerung zur Rückkehr zu Gott, mit der finalen Ablehnung Jesu Christi als den angekündigten Messias sowie Sohn Gottes, hatte eben seine Konsequenzen. Aber wie bereits festgehalten, das darf wegen der Ökumene natürlich nicht sein.
Das einstige buchstäbliche Volk Israel ist heute das geistliche Israel, also die Menschen, die die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu tragen.

Bünde Gottes werden einfach verbogen

Pinocchio

Der Vatikan gestaltet sich die Dogmen, wie sie gerade passend sind

Schon beinahe peinlich wirkt der Erklärungsansatz des Vatikans, die drei Bünde Gottes im Alten Testament zu erklären.
Den ersten Bund schloss Gott mit Noah und bezog sich dabei auf die Menschheit und die Schöpfung, so Vatikan News. Das stimmt nur teilweise. Einmal gibt es eigentlich gar keinen Unterschied zwischen dem Menschen und der Schöpfung und bräuchten gar nicht separat aufgezeigt zu werden. Dann kommt hinzu, dass Gott einen Bund mit der Menschheit und allen anderen lebendigen Wesen, also Tiere schloss. Der Oberbegriff „Schöpfung“ beinhaltete aber die gesamte für den Menschen relevante sichtbare Welt. Das hat Gott aber nicht gesagt. Doch der Begriff „Schöpfung“ muss schließlich mundgerecht aufbereitet werden für das Narrativ „Bewahrung der Schöpfung“.

Den zweiten Bund schloss Gott mit Abraham. Gemäß dem Vatikan zielte dieser Bund auf die „drei großen monotheistischen Religionen“! Damit will die Kirche Roms den Menschen erzählen, dass Gott einen Bund mit dem Volk Israel, dem später aufgekommenen Christentum und den noch später aufgekommenen Islam geschlossen haben wolle. Der Vatikan erklärt dies anhand einer „gemeinsamen Matrix: dem Glauben an Gott als Voraussetzung für Einheit und Fruchtbarkeit.“ Diese „geistliche Akrobatik“ ist wiederum der Ökumene geschuldet, denn einen Sinn ergibt das nicht.

Der dritte Bund Gottes galt Moses bzw. dem Volk Israel. Das Volk sollte allen anderen Völkern ein leuchtendes Beispiel sein. In diesem Zuge sind auch die Gesetze Gottes ausgehändigt worden.

Den Judäer gab es erst viel später

Sanduhr

Vatikan verortet die Judäer bis zur Sintflut

An der Darstellung des dritten Bundes mit Moses ließe sich nichts rütteln, wenn dies nicht unter der Überschrift „Drei Bünde Gottes mit dem jüdischen Volk“ stehen würde. Eigentlich sollten sich die katholischen Schäfchen an die Stirn fassen und mal kritisch hinterfragen, wie dies eigentlich möglich sein könne.

Man stelle sich Noah, seine Frau, seine drei Söhne und deren Ehefrauen nach der Sintflut vor. Also 8 Menschen. Kann dies bereits das „jüdische Volk“ sein? Nein. Im Prinzip das Gleiche beim Bund mit Abraham. War Abraham ein Teil des Volkes Israels und womöglich auch im Stamm Juda und damit auch ein Teil des jüdischen Volkes? Nein. Nicht anders als bei Moses. Zu seiner Zeit gab es bereits das Volk Israel, abstammend vom Jakob, der Enkel von Abraham. Einer der 12 Söhne Jakobs war Juda und dieser ist der Stammvater des Volksstammes Juda. Somit hat Gott den Bund nicht alleine mit dem Stamm Juda, sondern mit gesamt Israel geschlossen.

Erst als sich das einstige staatliche Gebilde (Gesamt-Israel) nach dem Tod des Königs Salomon trennte, gab es einen Nordstaat Israel mit der Hauptstadt Samaria (König Jerobeam I.) und den Südstaat Juda (König Rehabeam) mit der Hauptstadt Jerusalem. Ab diesem Zeitpunkt gab es erstmals einen Bewohner des staatlichen Juda, also einen Judäer. Hieraus bildet sich die Bezeichnung „jüdisches Volk“.
Der Auszug Israels aus Ägypten fand um 1450 v. Chr. statt. Die Spaltung des Landes Israels passierte im Jahr 931 v.Chr. Also liegen zwischen dem Bund mit Moses und dem Auftauchen des ersten Judäers über 500 Jahre dazwischen.

Die Bibel selbst gibt die Auskunft

Heilige Bibel

Wer die Wahrheit wissen will, muss einfach nur die Bibel lesen

Das ganze wissenschaftlich aufgeschichtete Gebilde des Vatikans bricht wie ein Kartenhaus zusammen, wenn man nur selbst die Bibel in die Hand nimmt und die Aussagen aus eigenem Antrieb und mit eingeschaltetem Verstand liest.

Weitere Details zu den ewig(!) gültigen Bünden Gottes im Alten Testament und deren logische Gültigkeit auch nach dem Neuen Bund durch Jesu Christi gibt es hier.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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