Olli Dürr Gesell. Entwicklungen „Fest der Kreuzerhöhung“ – Katholischer Tag mit heidnischem Hintergrund

„Fest der Kreuzerhöhung“ – Katholischer Tag mit heidnischem Hintergrund

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Die katholische Welt feiert am 14. September eines jeden Jahres das „Fest der Kreuzerhöhung“. Eine Tradition mit Bestand seit dem 4. Jahrhundert. Der Vergleich zwischen katholischen Überlieferungen und dem Evangelium gibt wieder einen heidnischen Hintergrund preis.

Das Kreuz wird erhöht – Liturgisches Ritual

Die römisch-katholische Kirche wie auch die (einst) protestantischen Kirchen haben über viele Jahrhunderte hinweg einen ganzen Katalog an eigenen Feiertagen erstellt. So enthält das liturgische Kirchenjahr der römischen Kirche das „Fest der Kreuzerhöhung“ am 14. September. Der Ursprung dieses Anlasses soll bereits im Jahr 335n.Chr. liegen. Gemäß Erzählungen der katholischen Kirche habe man das Kreuz Jesu Christi im Besitz gehabt. Die Mutter von Kaiser Konstantin, die „heilige“ Helena“ soll demnach im Jahr 320 das Kreuz Jesu auf dem Hügel Golgotha gefunden haben. Dieses Kreuz wurde ausgegraben und Kaiser Konstantin ließ an dieser Stelle die „Auferstehungskirche“ errichten.

Unterschiedliche Erzählungen im Detail

3 Kreuze

Katholische Kirche hat ihre eigene Geschichte zum Kreuz

Wie es aber bei Überlieferung oft der Fall ist, lassen sich die Details zur Herkunft dieses Festes nicht eindeutig feststellten. Denn wer nach genauere Informationen sucht, erhält verschiedene Antworten. So gibt es auch beim katholischen Magazin „Die Tagespost“ zweierlei Angaben.

Anlässlich zum Festtag im Jahr 2023 kann man folgende Variante nachlesen (Quelle): Am 14. September 335 trugen Priester ein Kreuz auf eine Anhöhe, nachdem die von Kaiser Konstantin beauftragte „Auferstehungskirche“ einen Tag vorher eingeweiht wurde. Die „Erhebung“ des Kreuzes wurde künftig beibehalten und daraus entwickelte sich innerhalb der katholischen Kirche die Tradition des am 14. September zelebrierten Feiertages.

Anlässlich zum Festtag im Jahr 2022 gilt folgende Version (Quelle): Am 14. September 335 wurde zur Verehrung das Kreuz Jesu an der „Grabeskirche“ aufgestellt.

Ob es sich nun um die „Auferstehungskirche“ oder um die „Grabeskirche“ handelt, dürfte ohnehin irrelevant sein. Es handelt sich um Erzählungen der Kirche Roms, welche mitunter Kaiser Konstantin als einen bekehrten Christen tituliert und sich einst von ihm „beschenken“ ließ (aufgeflogene Lüge der „Konstantinischen Schenkung“).

Mit Bibelversen begründet

Himmlisches Heiligtum

Bibelverse sollten wahrheitsgetreu wiedergegeben werden

Für das „Fest der Kreuzerhöhung“ diene auch das Evangelium als eine Vorlage. Gemäß dem biblischen Bericht schickte Gott dem mürrischen Volk Israel unzählige Seraph-Schlangen. Deren Biss war tödlich. Gott beauftragte Moses, eine eherne Schlange zu fertigen. Diese Schlange sollte Moses an einer Feldstange befestigen. 4. Moses 21,9:
„Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an dem Feldzeichen; und es geschah, wenn eine Schlange jemand biß und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.“

Diese Schlange, so kontrovers sich das auf den ersten Blick auch anhören mag, symbolisierte Jesus Christus. Die „erhöhte Schlange“ symbolisierte die Erhöhung Jesu Christi am Kreuz. Da nun Jesus Christus alle unsere Sünden auf sich lud, wurde Er selbst zur Sünde und damit auch zum Symbol des Bösen, also Satan die Schlange.

Jesus Christus erklärte es selbst in Johannes 3,14-15:
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Das Kreuz wird zum Symbol

Die Aufforderung, dass das Kreuz als „offizielles Symbol“ des Christentums geführt werden solle, ist in der Bibel nirgends zu finden. Eine Anbetung des Kreuzes verbietet sich schon alleine durch das Zweite Gebot, welches von der römisch-katholischen Kirche aus ihrer offiziellen Lehre gestrichen und als unwichtiges Bestandteil dem Ersten Gebot angehängt wurde (gefälschte Gebote – Infos).

Doch mit der Aufstellung durch die (katholischen) Priester zur Verehrung und der Nachahmung auch in anderen Einzugsgebieten der Kirche Roms, erhielt das Kreuz den Status eines offiziellen Symbols. Erst Jahrhunderte später folgte die Ergänzung des Kreuzes mit der Figur des sterbenden bzw. bereits verstorbenen Christus.

Bibel muss verdreht werden

Wirre Pfeile

Für eigene Thesen müssen Verse verdreht werden

Der Autor von Tagesspiegel (Bericht 2023) hat recht damit, wenn er das Kreuz auch als eine mögliche Provokation für die Muslime darstellt. Diese sähen im Kreuz das Siegeszeichen des Christentums. Dies dürfte aber viel mehr als ein Resultat der von Päpsten angezettelten Kreuzzüge geschuldet sein als der Sieg Jesu Christi über den Tod und Seinen Widersacher. So startete Papst Urban II den ersten Kreuzzug im Jahr 1095 mit dem Motto „Deus lo vult!“ (Gott will es!). Dieses Motto ist auch der Wahlspruch des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und diesen Orden gibt es noch heute.

Auch für die Juden sei das Kreuz provokativ gewesen, so der Autor. Er bedient sich für diese Aussage dem 1. Korinther 1,23, „das Kreuz war ‚für die Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit'“, so seine Darstellung.

Woher er die Aussage bezieht, dass das Kreuz das Objekt des Anstoßes sein sollte, bleibt ein Rätsel. Die Bibel sagt etwas anderes, selbst die erzkatholische Variante „Vulgata“.

Einheitsübersetzung: „Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit,“
Schlachter 2000: „verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit;“
Gute Nachrichten: „Wir aber verkünden den gekreuzigten Christus als den von Gott versprochenen Retter. Für Juden ist das eine Gotteslästerung, für die anderen barer Unsinn.“
Vulgata: „Wir aber verkünden den Menschen, dass Christus, der von Gott erwählte Retter, am Kreuz sterben musste. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die Griechen blanker Unsinn“.

Die Wahrheit ist ungelegen

Newspaper truth

Nur wer selbst nach Wahrheit sucht, wird diese auch finden

Der Autor erzählt seinen Lesern, das Kreuz sei ein Ärgernis, aber die Bibel in ihren verschiedenen Varianten erklären, dass Jesus Christus und Seine Lehre ein Ärgernis ist.
Hinzu kommt die weitere Behauptung, Paulus habe in seinen zahlreichen Briefen immer wieder „gerühmt“, dass das Kreuz „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ darstelle. Derartiges, was dieser Aussage einigermaßen nahe kommt, ist lediglich in 1. Korinther 1,17 zu finden:
„denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, [und zwar] nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird.“

Von einer vom Kreuz ausgehenden Weisheit Gottes ist dagegen nichts zu finden, obwohl dies doch bei der geschilderten Vielzahl und den zahlreichen Briefen Paulus‘ ein Leichtes sein müsste.

Es liegt auf der Hand, dass das Kreuz derart „glorifiziert“ werden muss, um nach katholischer Tradition ein Niederknien und ein Anbeten zu begründen. Doch auch das Kreuz ist und bleibt ein Symbol aus Holz, Plastik, Metall oder sonst irgendeinem Material. Die Anbetung von Symbolen ist einfach verständlich im Zweiten Gebot Gottes strikt untersagt, 2. Moses 20, 4-5:
„Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“

Eine weitere Vorliebe der Kirche Roms ist die Darstellung des ans Kreuz genagelten Jesu Christi. Möglichst leidend, möglichst tot. So darf es auch ein „gebrochenes Kreuz“ sein, so wie es von Papst Joh. Paul II. favorisiert wurde. Ein Kreuz, bei dem der waagerechte Balken einen Bogen beschreibt. Jesus Christus hängt an diesem „Kreuz“ weit vorgeneigt und Seine gestreckten Arme bilden zusammen mit dem waagerechten, gebogenen Balken ein Dreieck.

Kirche Roms will Jesus Christus tot sehen

Jesus am Kreuz

Für die Kirche Roms muss Jesus Christus ‚gestorben bleiben‘

Der Sieg besteht für die römisch-katholische Kirche nicht in der Auferstehung Jesu Christi, sondern in Seinem Tod (am Kreuz). Mit Seinem Tod hat Jesus Christus den Sündentod erlitten, doch das Erlösungswerk für den Menschen und damit auch der endgültige Sieg erfolgte mit Seiner Auferstehung. Der Tod alleine kann nicht den Sieg über den Tod bedeuten. Die Auferstehung dagegen schon. Allerdings darf gemäß den tatsächlichen Ambitionen der römisch-katholischen Kirche Jesus Christus nicht mehr auferstehen.

Damit Sein Tod auch stets Bestand hat, führte diese Kirche die Eucharistie und damit täglichen tausenden Neuopferungen ein. Mit der Himmelfahrt Jesu Christi und seither zur Rechten Gottes übernahm Jesus Christus die Priesterschaft ein. Eine Position, die die Kirche Roms für sich selbst beansprucht. Diese Frevel und Blasphemien (Infos) finden einen Höhepunkt in Fronleichnam (Infos).

Kreuzerhöhung ist katholisch vereinnahmt

Dass die Kirche Roms ihre falschen Lehren nicht ohne Verdrehungen biblischer Verse vermitteln kann, liegt auf der Hand. Mit dem „Fest der Kreuzerhöhung“ zelebriert die eigentlich den heidnisch römischen Mithraismus praktizierende (Infos) katholische Kirche nichts anderes als den (vermeintlichen) Sieg aufgrund Jesu Christi Tod. Selbst hierfür kommt ihre Überzeugungsarbeit nicht ohne erzählten Unwahrheiten über biblische Aussagen aus. Dieses von der Kirche Roms zelebrierte Fest ist daher nichts anderes als die übliche christliche Verpackung ihres heidnischen Ursprungs bei gleichzeitig ritaulisierter Verhöhnung Jesu Christi.

Doch diese Kirche hat es bis heute nicht verstanden, dass Jesus Christus mit Seiner Auferstehung tatsächlich den Sieg errungen hat und derlei Häresie, wie sie die Kirche Roms anhand ihres Katechismus ausdrückt, nicht unbeantwortet lassen wird.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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