Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Exzessive Liberalisierung – Abtreibungsrecht in Verfassung

Exzessive Liberalisierung – Abtreibungsrecht in Verfassung

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In Frankreich, einem EU-Mitgliedsland, ist Geschichte geschrieben worden. Das Recht auf „Abtreibung“ kommt die Verfassung. Exzessive „Liberalisierung“ und der Vatikan spielt einen auf „entsetzt“.

„Recht auf Abtreibung“ in der Verfassung

Frankreich ist nun das weltweit erste Land, das das Recht auf eine Abtreibung, also die Tötung ungeborener Kinder, in die Verfassung (Änderung Artikel 34) aufnimmt. Am 05. März 24 wurde dieser Schritt in einer Sondersitzung beider Parlamentskammern mit einer deutlichen Mehrheit von 780 zu 72 Stimmen beschlossen. Die Befürworter dieser Regelung, oft auch auf den Straßen mit Schildern wie „Mon corps, mon choix“ oder „My body, my choice“ unterwegs gewesen, dürften diesen jüngsten Beschluss bejubeln.

Jubel und Heiterkeit

Franzoesische Revolution

Das ist das Ergebnis der menschlichen ‚Vernunft‘

Frankreichs Premierminister Gabriel Attal begrüßte diesen Entschluss der Abgeordneten und Senatoren und bekräftigte, dass dies eine klare Botschaft an alle Frauen sei. Ihr Körper gehöre ihnen und niemand könne für sie entscheiden, wie Deutschlandfunk berichtete (Quelle).

Bei der Bekanntgabe der Abstimmung im Schloss Versailles sei ein lauter Jubel mit einem anhaltenden Applaus losgebrochen, wie New York Times berichtete (Quelle). Schon im Vorfeld war diese Abstimmung begleitet von einer am Eiffelturm Paris angebrachten Aufschrift „Mein Körper, meine Wahl“.

Senatorin Mélanie Vogel erklärte, dass die Französische Republik jetzt feierlich anerkenne, dass das Abtreibungsrecht nun nicht länger nur eine Option ist. Dieses Recht sei eine Voraussetzung für „unsere Demokratie“.

Rund 630 „Abtreibungen“ jeden Tag

Abtreibungs-Demonstranten

My body – My Choice – Gilt das auch für Männer?

In Frankreich werden bereits jetzt schon pro Jahr im Schnitt 230.000 Tötungen von ungeborenen Kindern vorgenommen. Das sind rund ein Viertel aller Schwangerschaften und entspricht ca. 630 sog. Abtreibungen täglich. In Frankreich ist eine vorgeburtliche Kindstötung bis zur 14. Schwangerschaftswoche legal. Bis zur 7. Woche darf dies auch mit der Einnahme von sog Abtreibungspillen vorgenommen werden.

Gesetze seien noch unzureichend

Für Frauenrechtlerinnen hat diese nun beschlossene Aufnahme der sog. Abtreibung in die Verfassung lediglich einen symbolischen Wert. Die Situation für die „Betroffenen“ werde hierdurch nicht „verbessert“. Lediglich rund drei Prozent der Gynäkologen und Hebammen in Frankreich führten eine solche „Abtreibung“ durch und diese seien jetzt schon überlastet. Weiterhin bestehe das Problem, dass noch immer ins Ausland gefahren müsse, wie z.B. nach Spanien, Großbritannien oder Niederlande, um noch einen Eingriff bis zur 22. Schwangerschaftswoche legal durchführen zu können.

Staatspräsident Emmanuel Macron hatte bereits im Jahr 2022 auf die in den USA vorgenommenen Beschränkungen im Recht für die vorgeburtliche Kindstötung reagiert und entsprechende Lockerungen in Frankreich angekündigt. Vorgenommene Umfragen in Frankreich haben demnach ergeben, dass 86 Prozent der Befragten eine volle Liberalisierung von „Abtreibungen“ befürworteten.

Nur selektive Gültigkeit

Die Durchsetzung des Narratives, „mein Körper, meine Entscheidung“, gilt in diesem Fall ohnehin ausschließlich für Frauen. Männer stehen außen vor, um von dieser Forderung in den Genuss kommen zu können (woke hin, woke her, ändert daran nichts). Handelt es sich jedoch um eine kaum bis gar nicht erprobte, auf Genmaterial basierende Injektion, dann gelten ganz andere „liberale Werte“. Von der unbehelligten Überlassung einer freien Wahl kann diesem Fall überhaupt nicht mehr die Rede sein. Dies zeigten sich insbesondere im Jahr 2021. Premierminister Gabriel Attal müsste sich eigentlich noch daran erinnern können, als er noch als Regierungssprecher die verpflichtende Injektion für bestimmte Berufsgruppen in Frankreich hinaus posaunte.

Nicht übersehbare Scheinheiligkeit

Vatikan Petersdom

Vatikan – Das Zentrum der Allerscheinheiligkeit

Der Vatikan zeigte sich zu dieser Entscheidung in Frankreich bestürzt. „Ein schwarzer Tag für den Lebensschutz“. Dieser Vorgang sei ein „Akt von beispielloser rechtlicher und politischer Tragweite“ (Quelle). Weitere kritische Töne, geschweige ein Verweis auf das Evangelium oder irgendwas von dieser Kirche als gleichwertig Erklärtes, ist nicht zu vernehmen. Wie wär*s mit Moral predigen, gemäß dem Evangelium? Schließlich sei die Kirche Roms, so wie sie selbst behauptet, der „Leib Christi“ auf Erden.

Wie wäre es mit dem Hinterfragen des von der Kirche Roms an Frankreich vergebenen Titels, „älteste Tochter der Kirche“? Ein Erbe aus dem Anfang des 6ten Jahrhunderts, als der Merowinger und Franken-König Chlodwig der Kirche Roms vollumfänglich zur politischen Macht verhalf. Chlodwig wurde zum „ältesten Sohn der Kirche“ ernannt.

Der Lebensschutz gehörte noch nie zu den Kompetenzen und vor allem Kern-Anliegen der römisch-katholischen Kirche. Der Schutz des Lebens spräche vollständig gegen ihre Natur (Info). Das künstliche Getue des blanken Entsetzens ist lediglich ein Ausdruck ihrer genetisch festgelegten Scheinheiligkeit, bei beständiger Waschung ihrer Hände in der reinsten Unschuld. Offenbarung 13,2 (das Tier aus dem Meer) beschreibt es bereits:
Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.

Kurzfassung:
Panther, Symbol für Griechenland (Daniel 7), Kirche Roms hellenistische Philosophie (Naturrecht).
Bär, Symbol für Medo-Persien (Daniel 7), Kirchen-Kurie gemäß persischem Vorbild
Löwe, Symbol für Babylon (Daniel 7), babylonische Lehren (= alt-ägyptisch, = Mithraismus)
(Babylon – Info)

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein.
Matthäus 5,21

Bibelverse aus Schlachter 2000

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