Die Wissenschaft schließt das Evangelium aus, obwohl das Evangelium die Wissenschaft nicht per se verteufelt. Einst wurde die gegenseitige Verträglichkeit durchaus anerkannt. Im Laufe der Zeit hat sich dies aber grundlegend geändert und dazu auch gleich so manche Lehren der Kirchen.
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Bibel war einst die Referenz
Evangelium und Wissenschaft waren einst im Einklang. Zumindest galt dies bis zum Zeitpunkt, in der das Gebiet der Wissenschaft noch nicht vom Geist des “Zeitalters der Vernunft” vereinnahmt worden ist. Das änderte sich beinahe schlagartig im Laufe des 18ten Jahrhunderts, als die zahlreichen “Denker, Dichter und sonstige Schlaufköpfe” ihr Bestes gaben, um den Menschen die Welt zu erklären.
Geprägt vom Hellenismus, der Philosophie des alten griechischen Reiches gemäß Plato, Aristoteles und Co., gründete de facto Napoleon Bonaparte noch während des Blutbades der Französischen Revolution die Archäologie, indem er eine Forschungstruppe gezielt gen dem von ihm überfallenen und annektiertem Ägypten schickte, um dort umfangreiche Ausgrabungs- und Entdeckungsarbeiten durchzuführen.
Bis dahin galt für Geschichtsforscher die Bibel nicht nur als ein Nachschlagewerk, um für die laufende Forschungsarbeit irgendwelche Hinweise zu finden, sondern sogar als ein Referenzwerk. Widersprachen biblische Berichte der vermeintlichen Erkenntnis historischer Begebenheiten, so wurde die “Erkenntnis” verworfen. Längst ist es der umgekehrte Fall. Glaubt die Wissenschaft durch einen Fund in einer bestimmten Erdschicht die Erkenntnis schlechthin erlangt zu haben, spielt die Bibel heute keinerlei Rolle mehr. Abgetan als ein Sammelsurium von Erzählungen und Erdichtungen abergläubischer, patriarchischer Männer.
Was nicht passend ist, wird weggeräumt
Jene Wissenschaft ist es aber auch, die archäologische Entdeckungen, welche überhaupt nicht ins bisherige Konzept passen, als ein “Out Of Place Artefact (OOPA)” kategorisieren, und dieses in irgendeinem Archiv auf ein gewünschtes Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Hinzu kommt die doch sehr seltsam anmutende Neigung dazu, dass Dinge, die bisher noch nicht entdeckt wurden, grundsätzlich als nie existent betrachtet werden.
So ist es bis heute der Fall, dass archäologische Entdeckungen, welche hätten längst anhand der Bibel “entdeckt” werden können, stets eine Bestätigung des geschriebenen Wortes waren. Bis in die jüngste Zeit hinein geraten den Wissenschaftlern gefundene Dinge in deren Hände, welche durch die Bibel durchaus gedeckt sind. Aber wie es die “Vernunft” eben so handhabt, wird vom Wort Gottes alles als Humbug und Mär erklärt, was die Archäologie bisher noch nicht finden konnte.
Systematische Bekämpfung

Es kam, so wollte man beinahe sagen, wie es kommen musste. Mitte des 19ten Jahrhunderts kam eine bis heute favorisierte Hypothese auf, welche das Evangelium als Gesamtes auf den Abstellplatz der bildhaften Geschichte verbannen sollte. Die sog. Evolutionstheorie (Info). Eine These, welche das Wort Gottes bereits an seinem Anfang, dem Schöpfungsbericht im 1. Buch Mose, neutralisieren sollte. Ist einmal der Ursprung und der Grund für alles beseitigt, erübrige sich damit auch der Rest.
Da aber der vom “Zeitalter der Vernunft” beseelte Mensch hergestellte fiktive Zustand der Unvereinbarkeit zwischen allgemein anerkannter Realität und dem biblischen Wort künstlich geschaffen wurde, sind im 20ten Jahrhundert Maßnahmen ergriffen worden, diese trennende Lücke schleunigst zu schließen. Denn man wolle schließlich die Menschheit zu einer brüderlichen Familie vereinigen und nicht weiter auseinander treiben.
Römische Kirche maßgeblich beteiligt
“Spezialisten” der römischen Kirche fanden für das Auffüllen des trennenden Grabens eine geistliche Lösung. Georges Lemaître, ein Jesuit, erfand die Urknalltheorie als Ursprung alles materiellen Seins. Damit bediente dieser das Feld der Wissenschaft, welche ihre modellhaften Theorien ohnehin danach ausrichten, um die These der Nicht-Existenz Gottes aufrechtzuerhalten.
Für die Bearbeitung des geistlichen Aspekts machte sich Pierre Teilhard de Chardin, ein Jesuit, an die Arbeit. Er schlug eine Brücke zwischen dem “Urknall-Materiellem” der Wissenschaft und der Unvereinbarkeit der geistlichen, auf dem Evangelium basierenden geistlichen Aspekten. Das Resultat ist bekannt unter der Bezeichnung “New Age”. Das eigentliche Kunststück bestand darin, diese auch von der Theosophistin Helena Petrovna Blavatsky (Satanistin) getragene Philosophie in den Einklang mit der Doktrin der römisch-katholischen Kirche zu bringen.
Der vorangegangene Papst Franziskus, ein Jesuit, bestätigte die Sicht der römischen Kirche, dass Bibel und Evolutionstheorie vereinbar seien, in Gänze. Der Urknall sei, so der Papst in 2014, kein Widerspruch, sondern eine Voraussetzung für den Beleg der “kreativen Intervention Gottes”.
Diese Botschaft wurde sogar getragen und verbreitet von einem Medium, das “links-woke-säkularer” nicht sein kann (Quelle). Die gemäß katholischer Version bestehende Vereinbarkeit zwischen Evolutionstheorie und biblischem Schöpfungsbericht kann auch im Katechismus nachgelesen werden.
Wissenschaft anzweifeln ist Häresie

So heißt es im Kompendium des römisch-katholischen Katechismus, Kanon 29:
“Auch wenn der Glaube über der Vernunft steht, so kann es doch niemals einen Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft geben, denn beide haben ihren Ursprung in Gott. Es ist derselbe Gott, der dem Menschen sowohl das Licht der Vernunft als auch den Glauben schenkt.”
Für diese These bedient sich die Kirche nicht einer Aussage der Bibel, sondern eines “Heiligen”:
“Ich glaube, um zu verstehen, und ich verstehe, um zu glauben (hl. Augustinus).“
Was geglaubt werden muss, gibt die Kirche vor. Die Kirche und ihre Glaubensentscheidungen seien unfehlbar. Und diese “unfehlbare” Kirche gibt vor, dass es zwischen (ihrem) Glauben und der Wissenschaft keine Widersprüche geben könne. Eins und eins macht zwei, einfache Logik. Das bedeutet, die Wissenschaft stehe im Einklang mit der römischen Doktrin, sei daher ebenso unfehlbar und müsse ebenso, ohne Hinterfragung und Zweifel, geglaubt werden. Somit, per definitionem, sind Abweichungen vom “wissenschaftlichen Glauben” ebenso als Häresie zu verurteilen wie Lehren, die nicht den Vorgaben des Dikasteriums für die Glaubenslehre (Inquisition) entsprechen.
Evolution indirekt im Katechismus verankert
Auch die Evolutionstheorie ist kompatibel mit dem römischen Katechismus, so im Kompendium, Kanon 54:
“Gott hat die Welt mit Weisheit und Liebe aus freiem Willen erschaffen. Die Welt ist nicht das Ergebnis einer Notwendigkeit, eines blinden Schicksals oder des Zufalls. Gott hat „aus dem Nichts“ („ex nihilo“) (2 Makk 7, 28) eine geordnete und gute Welt erschaffen, über die er unendlich erhaben ist. Durch seinen Sohn und den Heiligen Geist erhält er seine Schöpfung im Sein und trägt sie, gibt ihr die Möglichkeit zu wirken und führt sie zur Vollendung.“
Was steht in 2 Makkabäer 7,28?
“Ich bitte dich, mein Kind, sieh Himmel und Erde an und betrachte alles, was darin ist, und erkenne: Dies hat Gott alles aus nichts gemacht, und wir Menschen sind auch so gemacht.“
Dass es sich mit den 2 Büchern Makkabäer um eine zweifelhafte Spätschrift handelt, in der im 1. Buch viel Lob für die römischen Besatzer und im 2. Buch Anweisungen zu Gebete für Tote und auch Opfer für die Sündenvergebung bereits Verstorbener zu finden sind, ist eine Eigenheit des Bibel-Kanons der Kirche Roms (Info). Die besondere Würze ist aber, dass der obige Vers aus der Bibel-Version “Luther 2017” entnommen ist. Allerdings nicht ganz überraschend (Info).
Gott zum Evolutionisten erklärt
In Kanon 54 des Kompendiums Katechismus ist die erklärte Vereinbarkeit mit der Evolutionstheorie im letzten Satzteil zu erkennen. Die Schöpfung “zur Vollendung” bringen. Also ein anhaltender Prozess und kein Abschluss nach dem 6ten Tag und dem darauf folgenden 7ten geheiligten Tag (Sabbat). Das widerspricht, bzw. ignoriert die Aussage Gottes in 1. Moses 1,31:
“Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.“
Am Ende des sechsten Tages Seiner Schöpfung bewertete Gott das Ergebnis mit “sehr gut”. Was folgte, ist (eigentlich) bekannt. Der Sündenfall Evas und Adams. Ab diesem Zeitpunkt setzte eine Degeneration der ursprünglich perfekt geschaffenen Welt ein. Tod und Leid, zur Sünde überaus geneigte und diese auch vollziehende Menschen kamen in die Welt.
Ein Prozess, der bis heute anhält und auch ausufert. Ist es das, was die Kirche Roms als “zur Vollendung” bringen versteht? Die Neuschaffung der Welt gemäß Offenbarung 21 scheidet hier als mögliches Argument völlig aus. Denn zuvor erfolgt die totale Vernichtung des Alten. Tatsächlich erkennt man auch hier klar und deutlich, von welchem Geist die Kirche Roms tatsächlich besessen ist (Offenbarung 13,2).
Unglaubliche Feinabstimmung der Schöpfung

Auf Modelle angewiesen, da nicht gemäß wirklicher Wissenschaft im Labor nachvollziehbar, formulierten die Forscher die “fundamentale Wechselwirkungen”. Diese beschreiben Elektromagnetismus, Gravitation, schwache Wechselwirkung (schwache Kernkraft) und starke Wechselwirkung (starke Kernkraft). Die sogenannten vier Naturkräfte bzw. Grundkräfte der Physik. Eines der “heiligen Grale” der Modell-Wissenschaftler ist die Vereinheitlichung aller Kräfte zu einer gesamten Kraft. Also die Erklärung bzw. das Verständnis des Gesamten. Daher sind weitere Begriffe wie Stringtheorien, Superstringtheorien und Quantentheorien der Gravitation im Umlauf.
Die Stringtheorie böte sogar eine Schnittmenge mit der New Age Philosophie. Wie auch die “New-Ager” Dinge wie Liebe, Verstand, Moral, das Sein an sich, als eine kosmische, universelle Energie mit jeweils unterschiedlicher Schwingung (Frequenz) betrachten, versucht auch die Stringtheorie die Materie als eine Erscheinungsform von Schwingungen mit unterschiedlicher Wellenlänge zu erklären. Interessant.
Max Planck gab ein paar Steilvorlagen
Zur Verdeutlichung der tatsächlichen Feinabstimmung der Naturgesetze, folgende Gegenüberstellung:
Mit der Kraft der “starken Wechselwirkung” als Referenzwert “1” der relativen Stärke, ist die Stärke des Elektromagnetismus um 10-2 geringer, also um ein Hundertstel. Die schwache Wechselwirkung hat eine relative Stärke von 10-15. Die Gravitation dagegen schert besonders aus mit einer relativen Stärke von 10-41. Eine Zahl, bzw. Winzigkeit, weit jenseits unseres Vorstellungsvermögens.
Der weltbekannte Wissenschaftler Max Planck gab für eine Reihe von physikalischen Einheiten die absoluten Grenzwerte des Erfassbaren bzw. des Möglichen vor, z.B.:
Für die Zeit: 5,391247(60) e10-44 Sekunden
Für die Länge: 1.616255(18) e10-35 Meter
Für die Ladung: 1.875545956(41) e10-18 Coulomb
Für die Masse: 2,176434(24) e10-8 Kilogramm
Für die Temperatur: 1,416784(16) e1032 Kelvin
Das verdeutlicht, die Dimension der Feinabstimmung auch für die Wirkung der Gravitation. Eine jegliche Abweichung der Gravitationskraft, egal um welchen Umfang, ob nach oben oder nach unten, führte zu einer vollständigen Veränderung der bekannten Welt. Je nach verändertem Wert, langsamer oder schneller. Die geschaffene Welt sähe, wie sie auch immer aussehen möge, völlig anders aus, als die unsere bekannte Welt. Der Wissenschaft ist dies natürlich bekannt und steht daher auch in Erklärungsnot, wie eine solche Feinabstimmung überhaupt möglich ist, wenn doch gar kein Gott existiere. Schließlich unterlag auch der postulierte Urknall einer physikalischen Gesetzgebung, welche irgendwie aus dem Nichts entstanden sein muss.
Idee eines “Multiversums”

Einer der gedanklichen Kunstgriffe der wissenschaftlichen Modellierer ist die Hypothese von “Multiversen”. Es entstanden demnach eine Vielzahl von rein zufälligen Universen, mit jeweils zufällig entstandenen physikalischen Gesetzen. Und eines davon ist unseres. Um der Wahrscheinlichkeit einen Ausdruck zu geben, müssten mindestens 10100 verschiedene Universen entstanden sein. Aber auch hier wieder “rein zufällig”, ein jedes Universum mit anderen Eigenschaften, keines ist identisch mit einem anderen.
Was behauptet die “unfehlbare” Kirche Roms? “so kann es doch niemals einen Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft geben.“. In der Tat, die Doktrin der römischen Kirche und die Geistesblitze der Wissenschaft sind nicht nur verwandt, sondern Zwillingsgeschwister.
Gut, ein jeder Mensch kann das glauben, was dieser möchte. Hier gilt die Religionsfreiheit im buchstäblichen Sinne. Und nicht im Sinne der römisch-katholischen Kirche, welche die Religionsfreiheit darin definiert, dass diese nur im (von der Kirche Roms) abgesteckten Rahmen zulässig sei, solange sie das (von der Kirche Roms) definierte Allgemeinwohl nicht gefährde.
Schnittmenge Bibel & Wissenschaft – Die Sünde
Wenn es Berührungspunkte zwischen dem geistlichen Aspekt des Evangeliums und der Wissenschaft gibt, dann ist es die Sünde und deren Konsequenzen. Gott schuf die Welt perfekt. Derart perfekt, dass die unglaublich feine Abstimmung der physikalischen Naturgesetze der Wissenschaft den Atem, geschweige jegliche Erklärung beraubt.
Eine jede Abweichung von der Feinabstimmung der einzelnen Naturkräfte würde zu einer Zerstörung unserer Welt führen. Der große Unterschied, leicht nachvollziehbar, zwischen den physikalischen Gesetzen und dem Menschen liegt im freien Willen. Naturgesetze sind auf Gedeih und Verderb ihrer Bestimmung ausgeliefert. Sie haben kein Leben, haben kein Bewusstsein, schlicht ein konstanter Zustand innerhalb der Schöpfung. Beim Menschen, wie auch bei den himmlischen Wesen, ist dies grundlegend anders. Diese können frei entscheiden.
Wie anhand der Schöpfung die absolute Liebe Gottes sichtbar wird, so ist diese Eigenschaft Gottes auch in Seinen Gesetzen verankert. Die 10 Gebote Gottes spiegeln den Charakter Gottes wider. Eine Vorgabe für das absolut harmonische Zusammenleben von Wesen mit einem freien Willen. Auch ausgedrückt in Römer 13,10:
“Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“
“Natürliche Folge” der Sünde

Welche Wahl hätte Gott, wenn eines der konstanten Naturgesetze plötzlich ausscherte und sich dafür entschiede, anders zu tun als es ihm vorgegeben wurde? Nur machen lassen und dabei zusehen, wie die perfekte Schöpfung langsam, aber sicher aus den Fugen gerät, und alle anderen, unschuldigen Mitgeschöpfe mitreißt? Oder schlicht eingreifen, um den Gesetzesübertreter in seinem Tun zu stoppen? Nichts anderes ist die Sünde, die Übertretung des Gesetzes Gottes (1. Johannes 3,4).
Gottes Liebe ist es aber auch, den von Ihm geschaffenen Menschen nicht mit einem einzigen Hauch wegzufegen, wenn dieser das Gesetz übertritt. Sondern genau für diesen Fall, welchen Er ohnehin voraussah (Evangelium, das einstige “Geheimnis Gottes”, Offenbarung 10,7), gab Er Seinen Sohn, damit dieser die Konsequenz für unsere Übertretungen auf sich nahm und stellvertretend den “Hauch des Wegfegens” über sich ergehen ließ.
Jesus Christus kam, um die Sünde von dieser Welt hinwegzunehmen. Die Betonung liegt auf “Sünde wegnehmen” und nicht die “Konsequenz der Sünde wegnehmen”. In anderen Worten, durch Seine Kraft (durch den Heiligen Geist) den Menschen dazu zu verhelfen, die Sünde zu überwinden, also das Gesetz nicht mehr übertreten zu wollen! Die Wegnahme der Sünde ist zudem Voraussetzung für die Schaffung bzw. Wiederherstellung der eins “sehr guten” Schöpfung. Es wird nach Vollendung keine Sünde mehr geben, also keine Übertretung des Gesetzes Gottes.
Daher ist die logische Konsequenz der Sünde auch der Tod, unweigerlich. Römer 6,23 erklärt aber noch mehr als nur das logische Ausscheiden aus der Existenz aufgrund der die gesamte Schöpfung zerstörenden Gesetzesübertretung:
“Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“. Das ist der Ausblick, das ist die Hoffnung des wahren Glaubens.
Gott bremst Konsequenz der Sünde aus
“Der Lohn der Sünde” steht an dieser Stelle, und nicht “die Strafe für die Sünde”. Das zeigt, dass es sich mit der Konsequenz der Sünde, der Tod, nicht unmittelbar mit einer exekutierten Ausführung in Form einer Strafe handelt, sondern um eine “(natur-)gesetzmäßige” Konsequenz. Wer sündigt und damit der von Gott geschaffenen (natur-)gesetzmäßigen Ordnung verstößt, wird von derselben eingeholt werden und die ebenso gesetzmäßig definierten Folgen erleiden.
Im wissenschaftlichen Sinne handelt es sich um eine selbstregulierende Gesetzmäßigkeit, welche eine jegliche Abweichung selbstständig korrigiert. Die Sünde tötet, im schlimmsten Fall andere, aber in jedem Fall einen selbst.
Mit diesem Blickwinkel ist es viel einfacher zu verstehen, dass Gott kein um sich wütender, zorniger Herrscher ist, der alles vernichtet, was nicht nach Seiner Pfeife tanzt, sondern um einen Gott, der nicht nur Schöpfer, sondern auch Erhalter der Schöpfung ist, welcher aufgrund Seiner Liebe zu Seiner Schöpfung unmittelbar eingreift, um den Gesetzesübertretern eine Möglichkeit zur Umkehr zu bieten. Alles, was Gott am Ende tun wird, ist Seine Hand zurückzuziehen, und den “natürlichen Dingen” ihren freien Lauf zu lassen.
“Warum wollt ihr sterben?“, so die eindringliche Frage Gottes durch Seine Propheten an das Volk Israel, in Jeremia 27,13, Hesekiel 18,31 und Hesekiel 33,11. Auch Jesus Christus bedauerte diesen notorischen Unwillen des Volkes und die logische Konsequenz, sogar unter Tränen, Matthäus 23,37:
“Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!“
Warum nur immer das Evangelium?

Hand auf’s Herz und einmal nüchtern betrachtet. Wie oft, umfangreich, tiefgreifend und universal, werden durch neue “Erkenntnisse” der Philosophien, Ideologien und Wissenschaften die Aussagen der Bibel in Zweifel gezogen, und wie sieht dieses Ergebnis im Verhältnis gegenüber den Schriften anderer Religionen aus? Wie oft kommt es vor, dass jubelnd präsentiert wird, man habe Aussagen z.B. des Korans, des Tantras, Vedens, Itihasas, Puranas, Upanishaden, Tripitakas, des Pali-Kanons, Talmuds, Bhagavadgitas, des Buches der Mormonen, Kojikis und des Nihongis widerlegen können?
Wenn es darum geht, eine Religion zu diskreditieren, ist das Evangelium an zentraler Stelle. Zu beobachten ist zudem ein weiteres längst alltägliches Phänomen. Während biblische Themen auf der einen Seite ins Lächerliche gezogen werden, sind auf der anderen Seite biblische Aussagen über das Heidentum und ihre Praktiken sowie Traditionen erste Wahl bei deren Zurschaustellung auf Veranstaltungen und Demonstrationen, insbesondere in der Film- und Musikindustrie. Und immer deutlicher ist ihre bewusst präsentierte dämonische Natur. Inzwischen zu einer “Norm” geworden.
Warum ist das (fast) ausschließlich beim Evangelium der Fall und auch derart intensiv? Womöglich, weil es sich um die Wahrheit handelt? (Info)
Und das Heer wurde dahingegeben samt dem beständigen [Opfer] wegen des Frevels, und [das Horn] warf die Wahrheit zu Boden, und sein Unternehmen gelang ihm.
Daniel 8,12
Bibelverse aus Schlachter 2000








