Olli Dürr Gesell. Entwicklungen EV-Kirche nicht geschlossen hinter Waffenlieferungen an Ukraine

EV-Kirche nicht geschlossen hinter Waffenlieferungen an Ukraine

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Die Befürwortung der Waffenlieferungen an die Ukraine durch die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus blieb nicht ohne Kritik. Widerspruch kommt von ihrer Vorgängerin Margot Käßmann. Die EV-Kirche steht somit nicht geschlossen hinter der Aussage „Waffen bringen Frieden und schützen Leben“.

Kurschus bleibt nicht unwidersprochen

Waffen

Für Kurschus sind Waffen Friedensstifter und Lebensretter

Die eigenwillige Feststellung der Vorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, dass Waffen Frieden brächten und Leben schützten, kam nicht überall gut an. Innerhalb der evangelischen Kirche ist durchaus Widerspruch zu vernehmen. Kurschus beließ es jedoch nicht bei einer vollständig eigenen Einstellung zu den Lieferungen von Leopard 2 Panzern an die Ukraine, sondern rechtfertigte dies mit der Hinzunahme von Jesus, der nach Einschätzung der EKD-Vorsitzenden womöglich den Waffenlieferungen zugestimmt hätte.

Margot Käßmann hält dagegen

Andere Töne lässt dagegen die ehemalige EKD-Vorsitzende Margot Käßmann verlauten. Sie sehe große Vorbehalte evangelischer Christen in Bezug auf Lieferungen von Waffen an die Ukraine. Sie werde nach jedem Gottesdienst diesbezüglich von Menschen angesprochen. Diese haben Angst, dass Deutschland Kriegspartei werden könnte, so Käßmann lt. evangelisch.de Diese Menschen fragten sich auch, warum die Kirche derlei Waffenlieferungen zustimme. Käßmann sehe in der Gesellschaft eine große Gruppe, die Waffenlieferungen ablehne.

Käßmann kritisierte die Aussage, dass Waffen Leben retten könnten. Gemäß ihrer Einstellung werden Waffen in erster Linie produziert, um zu töten. Pazifisten waren stets in der Minderheit, so Käßmann, und der Protestantismus neige seit Luther auch zu einer gewissen Obrigkeitshörigkeit.

Jesus hatte dagegen eine klare und „absolut radikale“ Einstellung, so die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende. „Steck das Schwert an seinen Ort! Liebet Eure Feinde“, so im Neuen Testament zu finden.

Käßmann bezog sich womöglich auf die zwei folgenden Bibelverse:
Matthäus 26,52: „Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Platz! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen!“

Lukas 6,27: „Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen;“

Käßmann ist auch abgedriftet

Mit dieser Aussage kommt Margot Käßmann dem Evangelium ausnahmsweise um ein Stück näher. Doch auch sie kann sich nicht damit rühmen, das Evangelium uneingeschränkt zu vertreten. Andernfalls wäre sie auch nie in die Position der EKD-Ratsvorsitzenden gekommen, denn Bibel und Ökumene stehen sich gegenüber. Alleine das Gespräch im „NDRkulturradar – Kaum zu glauben – Die Bibel | Mensch Margot“ mit dem Inhalt ihrer Einstellung zur Bibel und den darin enthaltenen Aussagen zeugen von ihrem immens großen Abstand zum Wort Gottes.

Allgemeinhin gilt jedoch auch zum Thema Waffenlieferungen folgende Warnung:
Jesaja 5,20: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“

Bibelverse aus Schlachter 2000

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