Olli Dürr Gesell. Entwicklungen EV-Kirche Berlin: Queer-feministisches Krippenspiel

EV-Kirche Berlin: Queer-feministisches Krippenspiel

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In der deutschen Woken-Hauptstadt Berlin hat die evangelische Kirche ihre ganz eigenen Vorstellungen über das Evangelium und dem Ereignis von Jesu Christi Geburt. Ein queer-feministisches Paar ist gemeinsam schwanger.

Eine neue Sicht auf die Geburt Jesu Christi

So zweifelhaft das Weihnachtsritual rund um den 25. Dezember auch ist, da die Geburt Jesu Christi keinesfalls während dieser Jahreszeit gewesen sein kann (Info), so „extravagant“ werden inzwischen zu diesem Anlass die Zeremonien begangen. Insbesondere in der „woken“ Hauptstadt des Bundesgebietes Berlin geht die evangelische Kirche nun ganz eigene Wege.

Queer-feministisches Krippenspiel

Krippenspiel

Das traditionelle Krippenspiel

Das vielerorts traditionelle Krippenspiel stellt die Geburt Jesu Christi dar. Anwesend sind Joseph, Maria, drei als Könige bezeichnete Weisen aus dem Morgenland und wohl als Dekoration auch eine Auswahl unterschiedlicher Tiere. Der Evangelische Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte möchte zu diesem Anlass im Jahr 2023 besondere Zeichen setzen und veranstaltet zum Heiligabend ein Krippenspiel mit einem „queer-feministischen“ Hintergrund. Diese „Performance“ findet in der Galiläa-Kirche in Berlin-Friedrichshain statt, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) berichtete.

„Die Vielfalt der Lebensformen“

Ausgetragen wird dieses Krippenspiel vom „feministischen Berliner Chor“ und „Performance Kollektiv Heart Chor“. Mit dieser Eigenkreation der traditionellen Spiele wolle man insbesondere Menschen ansprechen, „die vom herkömmlichen Bild der weihnachtlichen Kernfamilie ausgeschlossen sind und diesen Abend deshalb oft alleine verbringen“. Dies wolle man mit der Präsentation von Vielfalt und vielfältigen Lebensformen begegnen. „Ein queeres Krippenspiel passt genau in unsere Zeit und unsere Stadt“, so die Superintendentin dieses Krippenspiels. Um den Inhalt „unseres Glaubens deutlich zu machen“, müssen daher immer wieder neue und zeitgemäße Formen entwickelt werden.

Ein mit Jesus „schwangeres Paar“

Schwulen-Kuss

Ein feministisches Paar ist gemeinsam schwanger

In diesem Krippenspiel kommen nicht Maria und Joseph zum Zuge, sondern „Marie“ und „Josy“. Beide seien ein „weiblich gelesenes“ Liebespaar aus ländlicher Region. Dieses Liebespaar werde „unerwartet schwanger“. Die Betonung liegt hier bei „ein schwangeres Paar“, also beide. Eine kollektive Schwangerschaft sozusagen. Das „gemeinschaftlich schwangere Paar“ habe Angst vor Ablehnung und die Hilfe anderer bleibe aus. Deshalb machte sich das „schwangere Paar“ auf die Suche nach Gemeinschaft und einem neuen Zuhause in die große Stadt. Doch auch dort seien viele Türen verschlossen. Final findet das „schwangere Paar“ doch noch eine Bleibe und bringt das Kind zur Welt. Wie auch immer dies aussehen möge.

Nach dem Ende dieses Krippenspiels können die Besucher ein gemeinsames Essen und eine vorgetragene Drag-Show genießen. Die Pfarrerin Jasmin El-Manhy steht für die Austeilung eines Weihnachtssegens bereit.

Diese Vorstellung wird aus dem kirchlichen Innovationsfonds finanziert. Womöglich gefüllt anhand von Geldern der Kirchensteuer iher Mitglieder.

Eigenwilliges Verständnis vom Evangelium

El-Manhy kommt aus einer Familie mit einer katholischen Mutter und einem muslimischen Vater. Sie studierte evangelische Theologie und ließ sich im Alter von 19 Jahren taufen (Quelle). Sie betreut das selbst ins Leben gerufene Projekt „Startbahn“ der Genezarethkirche in Berlin-Neukölln. Ziel sei es, „den Glauben in noch nicht erprobten Formen zu leben“ (Quelle). Dies solle vor allem den hohen Austrittszahlen aus der Kirche entgegenwirken (Info).

Der Pfarrerin gehe es darum, „den Raum zwischen den Religionen, zwischen den Spiritualitäten zu finden“. Das Projekt „Startbahn“ ist daher offen für Menschen, „die eine transzendente Beziehung suchen, die sie vielleicht nicht einmal Gott nennen“. Die Strukturen müssten viel flexibler werden, so die Pfarrerin. „Der Glauben ist nicht dafür da, Sicherheit zu geben“. Es müsse vielmehr das Vertrauen gefunden werden, um Neues zu bewege.

Der Glaube oder irgendein Glaube?

Heilige Schriften

‚Den Glauben‘ haben und nicht ‚Irgendwas-Glauben‘

Der Apostel Johannes beschrieb das Ziel seines Evangeliums in Johannes 20,31:
Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Die Betonung liegt hier auf „den Glauben“ und damit den einzig wahren Glauben, so wie er vom 1. Moses 1 bis Offenbarung 22 geschrieben steht. Nicht irgendein Glauben an Irgendwas.

Diverse „moderne“ Bibelausgaben haben diese essenzielle Aussage „den Glauben“ bereits entfernt, so wie z.B. die „Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ)“. Dort heißt es nun „ihr als Glaubende“.

Jesus Christus selbst fragte, ob Er bei Seiner Wiederkunft noch „den Glauben“ finden werde, Lukas 18,8:
Ich sage euch: Er wird ihnen schnell Recht schaffen! Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?

Auch diese Aussage ist von „modernen“ Bibeln inzwischen verstümmelt worden. Die „Luther 2017“ schreibt hier einfach nur „Glauben“ und die „Gute Nachrichten Bibel“ wandelt „den Glauben“ um in „in Treue“ (Info).

Jesus Christus wird bei Seiner Wiederkunft gewiss einen großen Glauben bei der Menschheit vorfinden. Ob es sich aber um „den Glauben“ handelt, darf begründet bezweifelt werden. Die Aktionsfülle dieser evangelischen Kirche und ihre Vertreter sind der Beleg.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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