Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Entgleisungen einer „künstlichen Intelligenz“ – Moral?

Entgleisungen einer „künstlichen Intelligenz“ – Moral?

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Wem es sogar zu anstrengend ist, den eigenen Denk-Apparat selbst für die einfachsten alltäglichen Dinge zu benutzen, der greift lieber zu einer „künstlichen Intelligenz“. Moral und Vernunft spielen hier eine untergeordnete Rolle. Nach deutlichen Entgleisungen einer solchen KI sorgten empörte Stimmen für Konsequenzen. Noch.

Ein gehyptes Phänomen

Die Künstliche Intelligenz (KI) soll den Menschen, wie auch die bisher „großen Errungenschaften“ der Technik, das Leben erleichtern. Mit der geschaffenen Hype rund um KI soll den Menschen offenbar das eigenständige Denken nun vollständig abtrainiert werden. Ohne Smartphone traut sich nur noch eine Minderheit aus den eigenen vier Wänden heraus und solle es mit dem Auto nur zum Nachbarort gehen, übernimmt auch hier das Navi-Gerät nicht selten die Regie.

KI-Traum

Eine virtuelle Welt oder eine fiktive Realität – Egal

Um diese „Intelligenz“ hat sich bereits eine große Schar an Unternehmen versammelt, die ihre hierfür entwickelten Programme in bare Münze verwandeln wollen.

Nutzern stehen zahlreiche Apps zur Verfügung, in der sie ihre nicht anderweitig und vor allem sinnvoll genutzte Zeit mit „intelligenten Bots“ verbringen können. Rollenspiele mit virtuellen Gesprächspartner scheinen der Hit zu sein.

Chai Ai mit merkwürdigen „Ansichten“

Ein derartiges Rollenspiel bietet auch die App Chai Ai. Diese App wurde im Jahr 2021 zum Download bereitgestellt. Bis vor wenigen Tagen gab es diese App noch in den Playstores von Apple und Google. Zwischenzeitlich wurden sie entfernt und der Grund dafür ist nachvollziehbar. Dabei geschah diese (vorübergehende) Rücknahme des Chatbots nicht unmittelbar, sondern erforderte erst weitere Auffälligkeiten. Rund fünf Millionen Menschen nutzen diese App.
Die Londoner Zeitung Times versuchte sich an dieser „intelligenten“ Chat AI und stieß hierbei auf sehr merkwürdige Dinge.

Aufforderung zu Diebstahl und Mord

Bereits im vergangenen März nahm sich ein Belgier das Leben, nachdem seine Pläne von Chai AI eine Unterstützung erhalten hatten. In einer jüngeren Untersuchung forderte die „künstliche Intelligenz“ den Nutzer dazu auf, andere zu bestehlen und sogar zu töten. In einem Fall hielt dieser Chatbot den Sex mit 15-Jährigen für völlig in Ordnung und einem Nutzer drohte Chai AI in einem Rollenspiel die Vergewaltigung.

Die fünf Autoren dieser App Chai AI sind allesamt Absolventen der Cambridge Universität. Eine sogenannte Bildungsschmiede mit höherem Ansehen.

Das eigene Hirn ist unbedeutend geworden

Mechanik-Gehirn

Das eigene Gehirn verkümmern lassen, für virtuelle Welten

Sei es die schlichte vermeintliche Unterhaltung mit Menschen, die mit ihrer wertvollen Zeit sonst nichts anzufangen wissen, oder im Auftrag des Pastors, der sich zu seinem Desinteresse am Evangelium nicht auch noch mit „erleuchtenden Reden“ abplagen möchte (Info). Die Menschheit verlässt sich auf ihrem Weg der „Lebenserleichterung“ zu sehr auf neu geschaffene Fiktionen. Eine „künstliche Intelligenz“ kennt weder Moral noch Skrupel und ist nur so schlau, wie sie Zugriff auf Datenbanken hat.

Eine vermeintliche Vernunft erhalten solche Bots nur über ihren Programmiere, deren Niveau es erstmal zu hinterfragen gilt. Unterm Strich ist es aber jedem (noch) individuell überlassen, ob er seinen eigenen Denk-Apparat auf Stand-by schalten, oder gleich endgültig entsorgen möchte.

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