Olli Dürr Gesell. Entwicklungen EKD rechtfertigt Lieferung Leopard-Panzer mit „Herzbluten“

EKD rechtfertigt Lieferung Leopard-Panzer mit „Herzbluten“

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Die von der Bundesregierung genehmigten Lieferungen von Leopard-Panzern an die Ukraine treffen nicht gerade auf einheitliche Zustimmung. Angriffswaffen sind bereits eine ganz andere „Qualität“ wie Verteidigungswaffen. Die EKD hat für die Rechtfertigung dieser Waffenlieferungen ihren ganz eigenen Stil entwickelt.

EKD befürwortet Panzerlieferung mit „Herzbluten“

Leopard Ukraine

Panzerlieferung an Ukraine mit Rückendeckung der EKD

Die von der Bundesregierung angekündigte Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine für den Einsatz gegen die russischen Einheiten erweckt bei der evangelischen Kirche seltsam anmutende Reaktionen.

Annette Kurschus, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), erklärte, dass ihr angesichts der geplanten Lieferung von Leopard-Panzern „zunehmend unheimlich“ werde. Die EKD-Ratsvorsitzende Kurschus betonte, dass Waffenlieferung die Verteidigung zum Ziel haben müsse und Angriffswaffen dies infrage stellten. Dennoch stelle sich Kurschus als „oberste Repräsentantin der deutschen Protestanten“ hinter die Unterstützung der Ukraine durch Waffenlieferungen. „Die evangelische Kirche unterstützt alles, was dem Frieden dient und Leben schützt. Wir stehen an der Seite der Angegriffenen“, so Kurschus.

Jesus hätte „vielleicht“ zugestimmt

„Waffen bringen Frieden und schützen Leben“, so die Logik der EKD-Ratsvorsitzenden. Das gilt offenbar auch dann, wenn es sich um Angriffswaffen wie der Leopard-Panzer handelt und dies sogar auch „zunehmend unheimlich“ wirke. Um sich aus diesem offenkundigen Widerspruch herauszuwursteln, setzt Kurschus auf eine eigenwillige Interpretation der Lehren Jesu Christi. Zwar setze Jesus „eindeutig auf den Verzicht von Gewalt“, aber Jesus würde wohl auch sagen: „Ihr müsst euch an die Seite derer stellen, deren Leben bedroht ist“. Kurzerhand setzt Kurschus eine sehr kreative eigene Vermutung der christlichen Lehre gleich.

Es gebe zwar differenzierte Stimmen innerhalb der EKD, auch ablehnende, aber die meisten „in unserer Kirche tragen die Lieferung von Waffen notgedrungen mit, wenn auch mit blutendem Herzen und starken Skrupeln.“

Ja, dann ist ja alles gut. Lieferung von Angriffswaffen, die Frieden schaffen und Leben retten, befürworten, dies unter Herzbluten und Skrupeln, aber dennoch mit voller Rückendeckung. Schließlich hätte Jesus Christus „vermutlich“ seinen Segen gegeben. Damit hat sich Kurschus die „Infragestellung“ von Angriffswaffen in einem Zuge gleich selbst beantwortet.

Mit der Bibel lässt sich dies nicht begründen

Die EKD-Ratsvorsitzende und „oberste Repräsentantin der deutschen Protestanten“ hätte eigentlich nur in die Bibel blicken zu brauchen, um die Lehren Jesu Christ ohne „eigene Vermutungen“ wiederbringen zu können. So heißt es in Matthäus 5,39:
„Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;“

Jesus Christus gab auch klare „Handlungsanweisungen“ gegenüber den (erklärten) Feind, wie in Matthäus 5,43-44:
„Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen“

Für die Art von Waffen für Christen und deren Anwendung hat Paulus passende Antworten. So wie in Römer 13,12:
„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So laßt uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts!“

2. Korinther 6,7:
„im Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und Linken;“

2. Korinther 10,4:
„denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen,“

Die EKD „hat fertig“. Allerdings ist diese inzwischen enorm große Entfernung vom Wort Gottes nicht überraschend. Ich bin zwar Protestant, aber mich repräsentiert die EKD-Ratsvorsitzende ganz gewiss nicht!

Bibelverse aus Schlachter 2000

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