Olli Dürr Gesell. Entwicklungen EKD erklärt Politik als ein Bestandteil des Christentums

EKD erklärt Politik als ein Bestandteil des Christentums

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Die Bestrebungen für eine Wiedervereinigung von Kirche und Staat tritt durch die weiteren von der EKD aufgestellten Thesen immer deutlicher hervor. Nun lautet die Botschaft, dass zum Christentum auch die Politik gehöre.

Kirche und Staat partnerschaftlich getrennt

Die Trennung zwischen Kirche und Staat, aber in einem partnerschaftlichen Nebeneinander, wurde bereits im Jahr 1919 in die Weimarer Verfassung geschrieben und genau dieser Passus ist auch Inhalt des Deutschen Grundgesetzes (GG). Allerdings nicht in Form einer wortwörtlichen Wiederholung, sondern als ein Verweis auf die entsprechende Artikel der Weimarer Verfassung. Diese Verfassung daher als „ungültig“ zu bezeichnen, würde auch die darauf verweisenden Artikel des GG infrage stellen. Doch dieses Thema ist ein „anderer Schuh“.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) folge daher den drei Grundsätzen:

Religionsfreiheit, weltanschauliche Neutralität des Staates, Selbstbestimmung aller Religionsgemeinschaften.

Politiker generell unterstützen?

Vereinigung

Kirche und Staaten sollen innig und einig werden

Mit diesem Regelwerk sollten für alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften die Freiheit und Gleichberechtigung garantiert werden, so der ehemals Bevollmächtigte des Rates der EKD, Martin Dutzmann.
Die Kirche erkenne im Sorgen für Recht und Frieden eine Wohltat und daher werde der Staat bei seiner Aufgabe auch unterstützt. „Menschen, die politische Verantwortung tragen, bedürfen der Solidarität der Bürgerinnen und Bürger und das Gebet der Kirche“, so Dutzmann. Deshalb habe es „schon seinen guten Sinn, dass das Gebet ‚für die Obrigkeit‘ Sonntag für Sonntag Teil des Allgemeinen Kirchengebetes ist“.

Mit dieser allgemeingültigen Aussage differenziert der ehemalige EKD-Bevollmächtigte überhaupt nicht, welche politische Ausrichtung „die Obrigkeit“ überhaupt eingenommen hat. So gab es doch „Obrigkeiten“, welche man doch eher keine Solidarität und Fürbitten zukommen lassen wollte bzw. sollte. Deshalb sieht diese Erklärung direkt nach der opportunistischen Ausrichtung zur „zeitgemäßen Agenda“ aus.

EKD definiert Politik als Teil des Christentums

Nun geht die EKD sogar noch einen Schritt weiter und definiert die Politik als ein Bestandteil des Christentums. „Politisch sein gehört zum Christ sein“, so die These der Vorsitzenden der Synode der EKD, Anna-Nicole Heinrich, gegenüber dem RBB-Inforadio (Quelle) im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Krieg in der Ukraine. Inspiriert fühlte sich Heinrich offenbar von der bei der Podiums-Diskussion anwesenden Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und dem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Kirchentag 2023 in Nürnberg.

EKD spielt der „Mutter Isebel“ zu

Puppenspiel

Roms ‚Spielzeuge‘ sind folgsam bis zur kleinsten Niete

Die Verschmelzung zwischen Kirche und Staat ist ein „angeborener“ Herzenswunsch der römisch katholischen Kirche. Damit handelt es sich um ein sperrangelweit offenes Geheimnis. Die von ihr bezeichnete „Tragödie“ der politischen Absetzung im Jahr 1798 versetzte dieser Kirche eine „tödliche Wunde“. Der darauf eingesetzte Heilungsprozess steht bereits kurz vor dem Abschluss. Die wieder reuig zurückgekehrte und sehr gefügige Tochter, in Deutschland repräsentiert von der EKD, setzt sich hoch motiviert für ihre Mutter ein, um dieses Assimilation zwischen Staat und Kirche wieder erleben zu dürfen. Weitere Unterstützung für das Erreichen dieses Zieles erhält die Kirche Roms auch vom Arbeitskreis der Christlichen Kirchen (ACK) und den daran angeschlossenen Gemeinden.

So verwundert es auch nicht, dass die Vorsitzende des „Gemeinsamen Weges“ der EKD die fantasiereiche These der Zusammengehörigkeit von Politik zum Christentum formuliert. Eine biblische Grundlage dafür gibt es nicht. Aber dies ist völlig egal, denn „Normgeberin“ ist die „Mutter Isebel“. Hier soll lediglich kaschiert werden, dass die Kirchen der EKD den Pfad des Evangeliums schon längst verlassen und den Weg der Politik beschritten haben.

Obrigkeiten sind zu akzeptieren

Paulus ermahnte die Römer dazu, die Regierungen so zu nehmen wie diese sind und auch die im Staat formulierten Gesetze einzuhalten. Regierungen sind von Gott eingesetzt und werden von Ihm auch wieder abgesetzt, oder eben auch weggefegt. Römer 13,1-2:

„Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.“

Paulus wies aber bereits im nächsten Vers auf diverse Details hin, so in Römer 13,3:

„Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!“

Jesus Christus hatte tatsächlich mal auf eine politisch ausgerichtete Frage geantwortet. Diese von den Pharisäern gestellte Frage sollte jedoch eine Falle darstellen, damit Jesus Christus auf Rechtswegen angeklagt werden könnte. Die Pharisäer fragten Jesus, ob man die Steuern zahlen oder verweigern solle. Die Antwort lautete, Markus 12,17:

„Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich über ihn.“

Politisches Engagement im Neuen Testament?

Gaius Julius Caesar

Statue Caesars – Vom letzten Kaiser Roms wird jedoch nichts übrig bleiben

Forderte Jesus Christus Seine Jünger jemals auf, sich politisch zu engagieren? Nein! Gibt es im Neuen Testament irgendwelche Aussagen, politische Entscheidungen zu hinterfragen, zu loben oder anzuprangern? Nein! Forderte Jesus Christus Seine Jünger dazu auf, in die Welt hinauszugehen, um das Evangelium zu verbreiten? Ja!
Die Kirche bzw. die Gemeinde im Sinne des Evangeliums ist kein Gebäude, sondern sind die Menschen, welche Jesus Christus nachfolgen. Und diese haben die Aufgabe ,das Wort Gottes an Mann, Frau und Kinder zu verkünden. Erfüllen diese Aufgabe die Kirchen der EKD? Nein! Die protestantischen Kirchen stehen stramm an der Seite der erhobenen Mutter in Rom und sind mit sehr viel Eifer daran, sie wieder zu dieser Macht zu verhelfen, die sie einst für mehr als 1200 Jahre inne hatte.

Ökumene hat auch Verschmelzung Kirche & Staat zum Ziel

Nichts anderes hat die Ökumene zum Ziel, als dass sich sämtliche Religionen unter den gemeinsamen Dach Roms zusammenfinden. Niemand muss seine Konfession ändern. Es gilt den „modernen Kaiser“ und höchsten Moral-Geber dieser Erde als solchen zu akzeptieren, seine Gesetzgebungen zu befolgen und ihn auch zu huldigen. Die von Rom vorgegebenen Normen lassen sich anhand einer Wiedervereinigung von Kirche und Staat und deren „Gewaltmonopolen“ leicht umsetzen. Wer sich widerstrebt, wird die Konsequenzen zu spüren bekommen. Die evangelischen Kirchen sind auf dem Weg dorthin die eifrigsten aller Handlanger.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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