Der Regenbogen, ein Zeichen für Gottes Bund mit den Menschen und auch ein verbindlicher Hinweis auf Sein Gesetz. Heute als Deko der Vielfalt genutzt und mit der “ausschließlichen Liebe” gerechtfertigt.
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Der Regenbogen kommt nicht oft vor
Der Regenbogen taucht in der Bibel nicht sehr oft auf, aber wenn dieser genannt wird, dann in Verbindung mit dem zwischen Gott und dem Menschen geschlossenen Bund, und die klare Beschreibung, mit wem oder was der in einer Bibelpassage genannte Regenbogen in Verbindung steht.
Der erste Regenbogen erschien nur wenigen Menschen. Es waren Noah, seine Frau und seine Söhne sowie deren Ehefrauen. Nach der Sintflut blieben von der gesamten Menschheit nur diese Acht übrig. Gott schloss mit Noah einen (ewigen) Bund und besiegelte diesen mit dem bis dahin noch nie gesehenen Regenbogen. 1. Moses 9,11-13:
“Und ich will meinen Bund mit euch aufrichten, daß künftig nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird, und daß auch keine Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben. Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich festsetze auf ewige Geschlechter hin zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind: Meinen Bogen setze ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.“
Eine “modifizierte” Welt

Vor der Sintflut gab es sichtlich völlig andere klimatische Verhältnisse, denn darauf weisen zwei Aussagen hin. Nach der Sintflut kündigte Gott auch an, dass sich im Vergleich zu zuvor einiges ändern wird, 1. Moses 8,22:
“Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!“
Zur Schöpfungsphase ist in der Schrift erwähnt, wie das Land und Pflanzen an Wasser kamen, 1. Moses 2,5-6:
“Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgend ein Kraut auf dem Feld; denn Gott der Herr hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen. Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdbodens.“
Beleg für Noahs eisernen Glauben
Das Fehlen des für uns völlig alltäglichen Regens verdeutlicht zudem, dass Noahs Glauben an Gott und sein Vertrauen in Ihm unerschütterlich war. Ein riesiges Schiff (Arche) bauen, auf trockenem Land, Regen bis dato unbekannt, woher sollte das viele angekündigte Wasser überhaupt kommen? Die Lästerungen der anderen Menschen während der 120-jährigen Bauphase haben sehr wahrscheinlich auch diese Frage gestellt. Nun, auch hierzu gibt die Bibel eine Antwort, 1. Moses 7,11-12:
“Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. Und es regnete auf der Erde 40 Tage und 40 Nächte lang.“
Aufbrechende Quellen der großen Tiefe. Es müssen somit immense Wasserfontänen in die Höhe geschossen sein. Unter enormen Druck stehend, entsprechend heiß und in der Atmosphäre explosionsartig ausgebreitet. Dazu auch Erdmaterial, Dreck und Geröll. Heißes Wasser, rasch abgekühlt vor allem auch durch die Wegnahme des Drucks, sorgt für im wahrsten Sinne des Wortes sintflutartige Niederschläge. Dass es im Tiefen der Erde riesige Wasservorräte geben muss, steht inzwischen außer Zweifel. Den Anstoß dafür gaben entdeckte Diamanten, welche nur in einer Tiefe ab rund 120 km entstehen können, und diese Diamanten hatten Wassereinschlüsse.
Nach der Sintflut waren die Verhältnisse extrem anders. Dazu gehören aufgrund der massiven Wasserausbrüche auch kontinentale Verschiebungen. Wenn Gott betont, dass es “ab jetzt” Frost und Hitze, Sommer und Winter geben wird, dann sah es vor der Sintflut entsprechend anders aus. Möglich wäre auch wegen massiver Plattenverschiebungen, die neue Verteilung der Landmassen, zu einem neuen Schwerpunkt und daraufhin zu einem Kippen der Erdachse. Gut, spekulativ, aber denkbar.
Der erste Bund nach Sintflut

Der Bund Gottes mit Noah war der erste Bund nach der Sintflut. Niemals aufgehoben, auch nicht durch den Bund mit Abraham, durch den Bund mit Moses und auch nicht aufgehoben durch den von Jesus Christus eingeführten “Neuen Bund” (Info). Der Regenbogen, ab dem Zeitpunkt der möglichen Regenfälle, ist das bis heute gültige Zeichen für diesen Bund.
Wenn jemand den Bund Gottes gebrochen hat, dann war es stets das Volk Gottes. Wären diese nicht der Reihe nach gebrochen worden, hätte es für den immer treu gebliebenen Herrn auch nie einen Grund gegeben, diesen Bund zu erneuern, schließlich waren die Menschen die “Vertragsbrecher” und Gott war zu nichts verpflichtet. Stets waren Gottes Liebe und Barmherzigkeit die antreibenden Motive, einen neuen Bund zu schließen.
Regenbogen über Thron Gottes
Die nächste Stelle in der Bibel, in denen der Regenbogen genannt wird, findet sich erst “sehr spät”, in Offenbarung 4,3:
“Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis- und einem Sardisstein gleich; und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.”
In dieser Szene ist Johannes im Geiste (Vision) in den Himmlischen Königssaal geführt und erhält Einblicke. Um diesen Thron befinden sich weitere 24 Throne, auf denen die 24 Ältesten sitzen, jeweils mit weißen Kleidern bekleidet und einer goldenen Krone auf ihren Häuptern. Vers 5 verrät klar, um wessen Thron, über dem der Regenbogen scheint, tatsächlich ist:
“Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind“
Es ist Gottes Thron. Und wenn Gott spricht, dann “rumpelt” es gewaltig, wie Blitze und Donner. Eine Analogie, die in der Bibel immer wieder erscheint. Moses hatte es auf dem Berg Sinai erlebt (2. Mose 19,16) und Elihus, ein Freund Hiobs, wusste ebenfalls davon zu berichten (Hiob 37,4). Stimmen und Blitze und Donner sind auch das, was die verurteilten Menschen zur letzten der sieben Plagen zu hören bekommen, Offenbarung 16,18:
“Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze, und ein großes Erdbeben geschah, wie es dergleichen noch nie gegeben hat, seit es Menschen gab auf Erden, ein solch gewaltiges und großes Erdbeben.“
Der Regenbogen über dem Thron Gottes ist daher ein sicheres Zeichen, dass Gott nach wie vor an Seinem Bund festhalten wird.
Regenbogen über Jesus Christus

Der dritte genannte Regenbogen steht im Zusammenhang mit einem “Engel” in Offenbarung 10,1:
“Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und ein Regenbogen war auf seinem Haupt; und sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen.“
Hier sind neben dem Regenbogen zwei weitere Beschreibungen von Bedeutung. Die Wolke und die Füße wie Feuersäulen. Diese waren die Wegweiser des Volkes Israel während ihrer Wüstenwanderung. Die Wolke bei Tage und die Feuersäule bei Nacht, 2. Moses 13,21:
“Und der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie bei Tag und bei Nacht ziehen konnten.“
Wie der Regenbogen ein Zeichen Gottes ist, so sind auch die Wolke und die Feuersäule untrennbar mit dem Herrn verbunden. Mit diesem “Engel” handelt es sich um niemanden anderes als Jesus Christus. So mancher mag an dieser Stelle Schnappatmung bekommen, aber völlig unnötig. Denn “Engel” ist nicht gleich automatisch ein geflügeltes himmlisches Wesen, der Gott dienstbar ist. Sondern in erster Linie, wie es auch das griechische Wort “angelos” darstellt, ein Botschafter.
Erst im Kontext ist ersichtlich, ob es sich um ein himmlisches, geschaffenes Wesen handelt, oder eben um die Darstellung von Botschaftern einer Gemeinde (Offenbarung 2 und 3), oder um Jesus Christus, der schließlich auch als der Botschafter des Buches der Offenbarung beschrieben ist (Offenbarung 1,1-2). Mehr zum Thema “Engel” – hier.
Bund brechen durch Gesetzesbruch
Der Regenbogen, Gottes Bund, Gottes Thron und über dem Haupt Jesu Christi, der König der Könige.
Ein König ohne Gesetz? Gab es nie, gibt es nicht und wird es auch nie geben. Wenn das Volk Israel den Bund mit Gott brach, dann hing daran stets das (dauerhafte) Übertreten des Gesetzes Gottes. Den Bund gebrochen durch die Missachtung des Gebotes Gottes.
Jesaja 24,5:
“Denn das Land liegt entweiht unter ihren Bewohnern; denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzungen abgeändert, den ewigen Bund gebrochen!”
Jeremia 11,10:
“Sie sind zu den Sünden ihrer Vorväter zurückgekehrt, die sich geweigert haben, meinen Worten zu gehorchen; sie selbst sind auch fremden Göttern nachgefolgt und haben ihnen gedient. Das Haus Israel und das Haus Juda haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe!“
Den Bund mit Moses verknüpfte Gott völlig unmissverständlich mit Seinem Gesetz, 5. Mose 4,13:
“Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die zehn Worte; und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.“
Regenbogen – Bund – Gesetz

Somit die logische Schlussfolgerung, dass der Regenbogen das Zeichen des Bundes Gottes ist und damit auch Sein ewiges Gesetz beinhaltet. Und an dieser Stelle kriselt es in der Menschheit gewaltig, und hat es schon immer. So auch heute. Der Regenbogen ist daher kein “Vielfalts-Alles-Liebe-Gott-Vergibt-nur”-Zeichen, sondern Sein Zeichen für die “Vertragsklausel” mit den Menschen, welche die in Stein geschriebenen 10 Gebote enthält.
Galater 6,7:
“Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“
Heute ist allgemeiner Konsens, dass die Gebote Gottes hinfällig seien, nur zum Teil gültig, nur für das alte Israel gegolten haben, man nicht mehr die Gesetze beachten müsse, etc. usw (Info). Das alles wird den unbekümmerten Menschen furchtbar schwer auf die eigenen Füße fallen.
Aus diesem Grund werden die Menschen zum “vorläufigen Abschluss der irdischen Dinge” auch das Gesetz Gottes, welches vom Volk Israel stets in der Bundeslade liegend mitgeführt wurde, direkt vor Augen gehalten werden, Offenbarung 11,19:
“Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.“
Und wieder verdeutlichen Blitze, Stimmen und Donner, wer hier gerade Seine Stimme verlauten lässt.
Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren!
Offenbarung 14,12
Bibelverse aus Schlachter 2000








