Der Apostel Johannes ist der einzige in der gesamten Bibel, der konkret über einen Antichristen schreibt und diesen auch so benennt. Anderen Wortlauten zum Widersacher zur Ergänzung. So verdeckt dieser Antichrist auch zu handeln vermag, die Gegenüberstellung des Evangeliums gegenüber die Lehren des Widersachers identifizieren den wirklichen Antichristen eindeutig.
Inhalt / Content
- 1 Prominent, aber dennoch kaum erkannt
- 2 Mensch der Sünde – Judas-Charakter
- 3 Widersacher längst akut
- 4 Johannes beschrieb diesen “Antichristen”
- 5 Anti auch im Sinne “anstelle von”
- 6 Antichrist als solcher nicht prominent offenkundig
- 7 1. Johannes 4,3 & 2. Johannes 1,7
- 8 1. Johannes 2,18
- 9 1. Johannes 2,22
- 10 Bibel übertreibt hier gewiss nicht
Prominent, aber dennoch kaum erkannt
Der “Antichrist” ist eines der großen Themen des Christentums. Mit dem Fortschreiten der weltweiten Unruhen, den zunehmenden extremen Naturereignissen und dem Blick in die biblischen Prophetien, werden die warnenden Rufe nach einem “bald kommenden Antichristen” immer lauter. Das Wort “Antichrist” ist zu einem Schlagwort geworden, dass die Ohren garantiert aufhorchen lässt.
Weniger bekannt bzw. im Umlauf sind weitere Titel des einen, vermeintlich erst noch kommenden irdischen Widersachers Jesu Christi. Die Schrift beschreibt zudem den “Mensch der Sünde” (2. Thessalonicher 2,3), den “Sohn des Verderbens” (2. Thessalonicher 2,3), die “Mutter der Huren” (Offenbarung 17,5) und das “Gräuel der Erde” (Offenbarung 17,5). Jedoch in Regelmäßigkeit werden diese Erscheinungen mit dem “einen großen Antichristen” gar nicht in Verbindung gebracht.
Mensch der Sünde – Judas-Charakter
Der “Mensch der Sünde” kommt zweimal vor und die jeweiligen Zuordnungen geben durchaus einen Hinweis auf dessen Natur bzw. Charakter.
Jesus Christus selbst nutzte diese Bezeichnung bei Seinem anhaltenden Gebet zum Vater, Johannes 17,12:
“Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde.”
Ohne Zweifel spricht Jesus von Judas, der Sohn des Iskariots. Dieser Jünger war derjenige, der Jesus mit einem Kuss, eigentlich ein Zeichen der Liebe, zum Verrat den Tempelwächtern anzeigte.
Die zweite Stelle findet sich in 2. Thessalonicher 2,3. Paulus beschreibt der in Thessaloniki ansässigen jungen Gemeinde den schon bald(!) aktiv werdenden Widersacher,
“Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens,”
und auch Vers 4:
“der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.“
Der erste erwähnte Mensch der Sünde war Judas, ein vorgeblicher Nachfolger Jesu Christi. Judas folgte die ganzen 3,5 Jahre Jesus Christus und den anderen Jüngern nach und hatte doch Böses im Sinn. Er führte die Kasse, unterschlug laufend Gelder und verriet letztendlich Jesus Christus für 30 Silberstücke. Scheinheiligkeit, Geldgier, Lüge, Untreue und auch Zynismus sind somit die Eigenschaften Judas. Ein wichtiger Hinweis für den zweiten genannten Mensch der Sünde, der zur Zeit der von den Aposteln geführten Briefwechsel mit den Gemeinden bereits am Wirken gewesen ist.
Widersacher längst akut

Nur wenige Verse vorher verdeutlicht Paulus, dass es sich nicht um einen “irgendwann in ferner Zukunft” aktiv werdenden Widersacher handelt, sondern dieser bereits zur damaligen Zeit gegenwärtig gewesen ist. 2. Thessalonicher 2,5-7:
“Denkt ihr nicht mehr daran, daß ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? Und ihr wißt ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muß der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;“
Paulus hatte es ihnen bereits gesagt, aber eben nur mündlich. Im Brief hält sich Paulus aber sichtlich zurück, konkrete Namen zu nennen. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass, wenn der Brief auf dem Weg zur Gemeinde abgefangen und von den römischen Besatzungsmächten gelesen würde, es zu erheblichen Problemen kommen könnte. Die Historie zeigt, dass es eben die Macht Roms war, die den Widersacher in seinem Tun noch zurückhielt.
Es dauerte aber noch rund 300 Jahre, bis die widerstrebende, vom Evangelium abgefallene Macht mit größeren Schritten aufwärts strebte. Kaiser Konstantin erließ 321 ein Sonntagsgesetz, berief in 325 das Konzil in Nicäa (gewichtiger Meilenstein) ein und verlegte seinen Regierungssitz nach Konstantinopel. Der Bischof von Rom machte sich sogleich daran, das hinterlassene Vakuum in Windeseile wieder auszufüllen.
Johannes beschrieb diesen “Antichristen”
Die Bezeichnung “Antichrist” kommt in der Bibel nur an sehr wenigen Stellen vor. Konkret findet sich dieses Attribut nur im Neuen Testament und dort auch nur in den zwei Briefen des Johannes.
1. Johannes 4,3:
“und jeder Geist, der nicht bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.“
2. Johannes 1,7:
“Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist – das ist der Verführer und der Antichrist.“
1. Johannes 2,18:
“Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.“
1. Johannes 2,22:
“Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“
Anti auch im Sinne “anstelle von”
Im Prinzip kann der “Antichrist” ein jeder sein, der sich gegen Jesus Christus stellt. Davon gäbe es zur jeder Epoche “mehr als genug”. Entsprechend wird auch die griechische Vorsilbe “anti” aufgefasst”. Jemand, der eine entgegengesetzte Macht darstellt. Konkreter wird es jedoch, wenn berücksichtigt wird, dass die Silbe “anti” eine zweite Bedeutung hat, je nach dem Zusammenhang. Es kann nämlich auch “anstelle von” bedeuten. Also nicht zwangsläufig nur “Gegen-Christ”, sondern auch “anstelle Christi”.
Im Gegensatz zu den sehr zahlreichen “Gegen-Christen” gibt es nur eine sehr geringe Anzahl derjenige, die sich selbst als “anstelle Christi” ausgeben. In anderen Worten, als “Vertreter Christi” bezeichnen. Der Lateiner würde hier “Vicarius Christi” (“Stellvertreter Christi”) sagen. Andere würden hieraus sogar ein “Vicarius filii Dei” (“Stellvertreter des Sohnes Gottes”) formulieren (Info). Da noch steigerungsfähig, bediente sich Papst Innocent III (1198-1216) folgender Ausführung:
“Der Papst nimmt die Stelle des wahrhaftigen Gottes auf dieser Welt ein.“
Damals nur im Mittelalter? Nein, auch in der Neuzeit, wie Papst Leo XIII (1878 bis 1903), das erklärte Vorbild für den gegenwärtigen Papst Leo XIV, in seinem Schreiben “Praeclara Gratulationis Puplicae” (1894) verdeutlichte:
“Da Wir aber auf dieser Erde den Platz des allmächtigen Gottes einnehmen…”
…sowie weitere “erleuchtende” Aussagen seitens der Kirche Roms – hier.
Antichrist als solcher nicht prominent offenkundig

Plump wäre es, wenn der insgeheime, längst seit rund 1.700 Jahren aktive Widersacher Gottes, plakativ offenbaren würde, dass er in Wirklichkeit der Diener des in Offenbarung 13 bezeichneten Drachens ist (speziell Offenbarung 13,2). Hat etwa Judas Iskariot seinen wahren Charakter, seine Intentionen, offen zu Schau gestellt? “Ich bestehle euch und scheue mich auch nicht, den Messias für 30 Silberstücke seinen Henkern auszuliefern”, wäre wohl etwas “zu sehr offen” gewesen und hätte sein verderbliches Tun schnell beendet.
Daher wird auch der “zweite Mensch der Sünde”, der von Paulus beschrieben wurde, ebenso verdeckt handeln und sich als ein wahrer Nachfolger Jesu ausgeben, sich besonders fromm darstellen, ja sich sogar als die Verkörperung des Reiches Gottes auf Erden ausgeben. Eben als der irdische Stellvertreter und die einzige Anlaufstelle für die Erlösung der Menschen. Niemals wird dieser mit offenen Karten spielen, sondern seine tatsächliche Abgrundtiefe in christliche Gewänder hüllen. Er täuscht die Menschen, wie dies auch Judas Iskariot tat. Eben nur Gott bzw. Jesus Christus kann er nicht in die Irre führen.
Dieses Selbstverständnis der römischen Kirche, dass es außerhalb ihrer Körperschaft kein Heil für die Menschen geben könne, entwickelte sich sehr früh. Dies belegt auch die Aussage des “Heiligen” Cyprian von Karthago (ca. 200 bis 258):
“Niemand kann Gott zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat.”
Daher sei die Kirche Roms auch “Mutter und Lehrmeisterin” (Quelle)
“Lehrmeisterin”. Hierzu Matthäus 23,10:
“Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus.“
1. Johannes 4,3 & 2. Johannes 1,7
Johannes identifiziert den Antichristen mit demjenigen, der leugnet, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Wie auch Paulus, betont Johannes, dass dieser “jetzt schon in der Welt ist”, und damit nicht erst in ferner Zukunft, sprich heute und “kurz davor” (Info).
“Aber die römisch-katholische Kirche leugnet doch gar nicht, dass Jesus im Fleisch gekommen ist”, mag ein Argument lauten. Doch! Das tut sie, aber eben nicht geradeaus und damit leicht erkennbar. Sondern indirekt, aber dafür sehr konkret.
Was bedeutet “im Fleisch”? Ist es schlicht die Materie des Menschen, oder steckt da mehr dahinter? Wenn in der Schrift in Bezug zum Menschen von “Fleisch” die Rede ist, dann immer in Verbindung mit seiner Sündhaftigkeit, bzw. die Neigung zur Sünde aufgrund seines gefallenen Wesens. Das Folgende gilt auch ganz besonders für die Christen, welche meinen, einzig der Glaube AN Jesus reiche aus, ohne selbst darin bestrebt zu sein, das Wesen wie Jesus annehmen zu wollen.
Paulus hat es erklärt, was es auf sich hat mit der Bezeichnung “im Fleisch”, Römer 8,1-2:
“So gibt es jetzt keine Verdammnis[1] mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“
Da es in der Gemeinde in Galatien offenbar Verständnisprobleme gab, klärte Paulus auch hier auf, Galater 5,16-18:
“Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“
Eindeutig. “Im Fleisch” gekommen bezieht sich auf die gefallene, zur Sünde geneigte Natur des Menschen.
Katholische Maria-Mär kommt ins Spiel

Die römisch-katholische Kirche lehrt durchaus, dass Jesus Christus vom Heiligen Geist gezeugt und von der jungfräulichen Maria geboren wurde. Dass Maria gemäß der Doktrin Roms für immer eine Jungfrau geblieben sei, ist schon die erste Diskrepanz zum geschriebenen Wort. Wichtiger ist aber der von der römisch-katholischen Kirche gelehrte Zustand Marias. Stichwort “Unbeflecktheit”.
Demnach war Maria, die “besondere Gnade erfuhr”, von jeglicher Erbsünde befreit. Sie war quasi die zweite Eva vor dem ersten Sündenfall. Ohne Sünde, ohne Makel und auch immer geblieben. Die “Mutter Gottes” hatte den Zustand des ungefallenen Menschen. Sie war damit nicht das sündige Fleisch.
Kirche Roms leugnet indirekt
Daraus folgt nur logisch, dass Jesus Christus gemäß der Lehre der katholischen Kirche nicht “im Fleisch” (der Sünde) geboren worden sein könne. Das war aber unbedingte Voraussetzung, damit die Erlösung durch Jesus Christus wirksam sein konnte. Hierzu Paulus in Römer 8,3-4:
“Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war –, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“
Wenn Maria ohne Sünde (ohne “Erbsünde”) war, konnte auch Jesus Christus nicht in der “gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde” hervorkommen. Es wird somit von der Kirche Roms eindeutig geleugnet, und daher trifft 1. Johannes 4,3 eindeutig auf die römisch-katholische Kirche zu.
Alternativ möglich wäre (rein theoretisch) noch die Unterstellung eines “sündhaften Heiligen Geistes”. Aber das hat nicht einmal die Kirche Roms gewagt, denn das wäre wiederum zu plakativ, um die tatsächlich eigenen Judas-Eigenschaften noch verdecken zu können.
“Das ist der Verführer und Antichrist”, so in 2. Johannes 1,7. Genau so funktioniert Verführung, durch Täuschung, Lüge und Betrug. Vor derartiger Verführung warnte Jesus Christus in Matthäus 24 mehrfach!
1. Johannes 2,18
Diese Aussage von Johannes weist darauf hin, dass eine Zeit kommen wird, in der viele Menschen vermehrt von einem “kommenden Antichristen” sprechen. Ist das nicht längst der Fall? In der Tat, die Rufe nach einem bevorstehenden “erstmalig kommenden Antichristen” mehren sich zusehends. Johannes beschreibt auch, dass bei den verlautbarten Warnungen vor einem Antichristen längst schon zahlreiche Antichristen erschienen sein werden.
Anti im Sinne Gegen-Jesu gab es im Laufe der Epochen tatsächlich zahlreiche. Nicht zu vergessen, dass der “Mensch der Sünde” sein Wirken bereits im 4ten Jahrhundert das Entfalten begann. Dieser handelt aber gemäß “Anti” im Sinne des Stellvertreter Jesu.
Werden die Rufe nach einem “Antichristen” lauter und zahlreicher, dann ist die letzte Stunde gekommen!
1. Johannes 2,22
“Jesus der Christus”. Vorab die Klarstellung, dass “Christus” nicht ein Familienname Jesu ist, sondern ein Titel. Christus kommt aus dem Griechischen “Christos”, und dies bedeutet nichts anderes als “der Gesalbte”. Der Hebräer sagt hierzu “Maschiach” (“Messias”). Damit ist die Bezeichnung Christus nichts anderes als Messias. Jesus der Christus bedeutet “Jesus der Gesalbte bzw. Jesus der Messias”, je nach angewandter Sprache.
Im Prinzip braucht man einfach nur blind in die Vielzahl der weltweiten Religionen hineinzugreifen, um mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Verleugnung Jesu Christi und Seinen Vater zu erwischen. Da hat das Evangelium die (logisch) Monopolstellung inne. Auch der Islam, wo Jesus (Isa) sogar eine gewichtige Rolle einnimmt, leugnet die Sohnschaft Jesu. Das Attribut “der Gesalbte” fehlt ohnehin. Das steht gemäß dem Islam dem darin viel bekannteren “letzten Propheten” zu.
Die Kirche Roms lehrt die Beziehung zwischen Vater und Sohn, scheut sich aber nicht, die Betitelung des in dieser Institution gestellten “höchsten irdischen Vertreter” kurzerhand “Heiliger Vater” nennen zu lassen. Der wichtige Hinweis Jesu in Matthäus 23,9,
“Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.”
wird einfach übergangen mit Rechtfertigungen wie, “man bezeichnet schließlich auch seine Eltern als Mutter und Vater.”
Maßlose Arroganz der römisch-katholischen Priesterschaft
Erst einmal relativ unscheinbar, wenn aber nicht das blasphemische Selbstverständnis zur Priesterschaft dieser römischen Kirche wäre. Nicht nur die Leugnung der römisch-katholischen Kirche, dass für die Erlösung der Menschen der Tod in Verbindung mit Blut Jesu nötig gewesen ist (hier), sondern auch noch sich selbst die “Elternschaft” Jesu zuschreibt. So schräg es sich anhört, aber dies betont niemand Geringeres als der “Heilige” und zum “Kirchendoktor” ernannte Alphonsus Liguori in seinem Werk “Dignities and Duties of the Priest”. So heißt es auf Seite 32:

“Der Heilige nennt den Grund für die Überlegenheit des Priestertums gegenüber Maria. Sie empfing Jesus Christus nur einmal; doch durch die Konsekration der Eucharistie empfängt der Priester ihn sozusagen so oft, wie er will. Wäre die Person des Erlösers noch nicht auf der Welt, würde der Priester durch das Aussprechen der Konsekrationsworte diese große Person eines Gottmenschen zeugen. „O wunderbare Würde der Priester“, ruft der heilige Augustinus aus; „in ihren Händen, wie im Schoß der Heiligen Jungfrau, wird der Sohn Gottes Mensch.“
Daher werden Priester die Eltern Jesu Christi genannt. Diesen Titel gibt ihnen der heilige Bernhard, denn sie sind die wirksame Ursache dafür, dass er in der konsekrierten Hostie wirklich existiert. So kann der Priester in gewisser Weise als der Schöpfer seines Schöpfers bezeichnet werden, denn indem er die Wandlungsworte spricht, erschafft er sozusagen Jesus im Sakrament, indem er ihm eine sakramentale Existenz verleiht und ihn als Opfer darbringt, das dem ewigen Vater dargebracht werden soll.“
Vollständige Umkehrung
Der katholische Priester erschaffe Jesus Christus neu, eben diese mystische Verwandlung der Brotscheibe in das “wahrhaftige Fleisch” Jesu Christi (Eucharistie). Damit bringe der Priester das Opferfleisch Jesu dem Vater dar. Eine boshafte Umkehrung der Opferung Jesu Christi, und auch eine Verhöhnung.
Denn der Vater gab Seinen Sohn und dies nicht für sich selbst, sondern für die mögliche Rettung der Menschen. Johannes 3,16:
“Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Dieses Opfer, der blutige Tod Jesu Christi, war einmalig und endgültig. Abraham hat es zu seiner Zeit erfahren dürfen (müssen), welchen Charakter und welchen Zweck die Opferung Jesu erfüllt (1. Mose 22). Abraham wurde dazu aufgerufen, seinen einzigen geliebten Sohn zu opfern, auf dem Berg Moria. Gott ließ es nur bis zum Ansatz der Opferung kommen und hielt Abraham auf. Es kam nicht tatsächlich zur Opferung seines Sohnes. Stattdessen sorgte Gott für ein Opfer, indem er einen Widder als Opfer bereitstellte.
Geht es eigentlich noch anmaßender? Die katholische Priesterschaft als der Schöpfer Jesu, der geopfert werde, um ihn als Opfergabe, ganz nach heidnischer Manier, dem Vater zur Besänftigung vor die Füße zu legen. Und dies auch noch in beständiger Wiederholung.
Bibel übertreibt hier gewiss nicht
Wundert es noch, dass die Schrift diese durch und durch auf dem Heidentum des Baals und Opfer-fordernden Molochs basierenden Kirche Roms auch als “Mutter der Huren” und “Gräuel der Erde” bezeichnet?

Besonders das Buch Daniels und das Buch der Offenbarung belegen mit dem heutigen Blick auf die Historie sowie die Gegenwart eindeutig, dass es das Papsttum ist, welche den großen Widersacher auf dieser Erde repräsentiert und entsprechend handelt (Info). Das erkannten neben Martin Luther auch zahlreiche weitere Protestanten (Info). Das Papsttum IST der längst mit aller Schläue der Schlange handelnde Antichrist (antichristliches System – Info).
Und was macht die große Mehrheit der evangelikalen Welt? Sie schaut gebannt zu den Ereignissen im Nahen Osten, ob sich weitere Anzeichen für die “Erfüllung” der Prophetien ergäben, während die “geheime Vorentrückung” schon kurz bevor stünde und der Bau eines 3. Tempels in Vorbereitung sei. Denn der “Antichrist müsste ja bald eintreffen”. Anstatt, dass sie auf die Achse Rom-Washington blicken, um zu erkennen, was tatsächlich vor ihren inzwischen erblindeten Augen vor sich geht. So funktioniert Ablenkung und Verführung!
Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
Offenbarung 19,20
Bibelverse aus Schlachter 2000







