Der Erlösungsplan Gottes – Grober Umriss der einzelnen Eckpunkte

Erde Gaia

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Der von Gott für die Menschheit bereitgestellte Erlösungsplan enthält eine klare Struktur und eine durch die Historie gezogene Schnur. Einzelne Eckpfeile im Zuge des Planes stechen besonders hervor.

Das einstige “Geheimnis Gottes”

Der Erlösungsplan, das Evangelium im Gesamten, steht bereits vor der Schöpfung unserer Welt fest. Einst das Geheimnis Gottes (Offenbarung 10,7) und nach dem Fall der Menschen die Beschreibung für den rettenden Ausweg. Verkündigt durch die Propheten an die Menschheit. Der Erlösungsplan weist einige markante Eckpfeiler auf und die unsrige Zeit hat es nur noch mit zwei weiteren Meilensteinen zu tun. Der letzte markiert die Rückkehr Jesu Christi.

Stationen des Erlösungsplanes

  1. Adam und Eva erhalten den Plan Gottes für die Erlösung. Der kommende Messias wird ihnen bereits mitgeteilt.
  2. Gott schließt nach der Sintflut mit Noah und seinen Söhnen erneut einen Bund und bekräftigt die Ankunft des Erlösers
  3. Gott beruft Abram (Abraham) und sendet ihn aus dem Land der Chaldäer (Stadt Ur) ins verheißende Land
  4. Das Volk Israel, Jakob und seine Nachkommen, werden von Gott ausgewählt, um als Sein erwähltes Volk das Licht in diese Welt zu bringen
  5. Jesus Christus kommt als Mensch auf diese Erde und verrichtet nach Seiner Taufe Seinen Dienst, wird gekreuzigt und steht am dritten Tag wieder auf. Der Preis für die Sünde ist beglichen.
  6. Jesus Christus beginnt als unser Hohepriester (gemäß Melchisedek) Seinen Dienst im Himmlischen Heiligtum
  7. Der angekündigte Abfall mit der anhaltenden, antichristlichen Macht für 1260 Jahre (1260 prophetische Tage) entfaltet sich
  8. Die Reformation stellt die Wahrheit wieder ins Licht, dies unter größter Bedrängnis. Dennoch war das Werk nicht vollkommen.
  9. Verfolgung der Reformatoren und sich nicht mehr der katholischen Kirche unterwerfenden Menschen und die Flucht in abgelegene Regionen der Welt (Offb.12, Frau floh in die Wüste)
  10. Zeitpunkt der Prophetie über die 2300 Abende und Morgende (Daniel 8,14) tritt ein. Jesus Christus geht ins Allerheiligste, um dieses zu bereinigen (Beginn des Gerichts – 1844)
  11. Das Aufstellen des letzten “Gräuelbildes der Verwüstung”, in Form des Bild des Tieres. Das Malzeichen wird installiert und soll den Verweigerern aufgezwungen werden. Es kommt zu einer Trübsal, wie es seit Bestehen der Menschheit noch nie gegeben hatte
  12. Rückkehr Jesu Christi und die Rettung des Überrestes Seines treuen Volkes

Wo steht das?

Es könnte der Einwand kommen, dass zum ersten Punkt nirgends in der Bibel beschrieben steht, dass der Erlösungsplan bereits Adam und Eva gegeben wurde, samt Ankündigung eines künftigen Messias. Stimmt, direkt ist es nicht beschrieben, aber der Rückschluss darauf ist einfach zu finden.

Erstens erhielten Adam und Eva nach ihrem Sündenfall eine Schürze aus Fell (1. Moses 3,21) und zweitens galt für beide der exakt gleiche Erlösungsplan aufgrund ihrer begangenen Sünde. Spätestens bei Kain und Abel ist klar von einem Lammopfer die Rede, welches Gott forderte, aber Kain nicht beachtete. Nur das Blut des Lammes konnte das spätere Blutopfer Jesu Christi symbolisieren und nicht die von Kain dargebotenen Felderträge. Daher konnte Gott Sein Opfer nicht annehmen.

Jesus am Kreuz – Essenziell aber nicht der Abschluss

Jesu-Kreuz
Das Kreuz war nicht das Ende der 10 Gebote!

Mit Punkt 5, dem Wirken, dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi ist auf dem Weg des Erlösungsplanes der wichtigste Eckpunkt gesetzt worden. Das Erlösungsprinzip für jeden einzelnen Menschen hat sich jedoch nicht geändert. Vor Jesus Christus, also im Alten Testament, blickten die Menschen in ihrem Glauben auf den ankündigten, zukünftigen Messias. Nach Seinem irdischen Wirken, das Neue Testament, sehen die Menschen in ihrem Glauben zurück auf einen bereits dagewesenen Messias. Rechtfertigung durch die Gnade Jesu Christi aufgrund des Glaubens blieb stets unverändert.

Jesus Christus bezahlte den absoluten Preis für die Sünde, mit dem Tod. Dank der Barmherzigkeit und des Langmutes Gottes konnten die Menschen zu jederzeit dennoch ein irdisches Leben weiter fristen, obwohl diese bereits gesündigt hatten. Das erklärt zudem eindeutig Römer 3,23-26:

denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.

Pauschal-Errettung gibt es nicht

Das fundamentale Problem, welches im alten Israel und auch heute in weiten Teilen des Christentums vorliegt, ist das Missverständnis, dass mit dem angekündigten bzw. aus heutiger Sicht zurückliegenden stellvertretenden Tod Jesu Christi auch alle Sünden einfach per Gießkannenprinzip vergeben wurden und eine jegliche weitere Sünde quasi automatisch bereits vergeben sei.

Man brauche lediglich nur ein Opfer verbrennen (heute um Vergebung beten) und schon sei wieder alles in Ordnung, also warum das Leben ändern, geschweige Anstalten bereiten, die Sünde wenigstens unterlassen zu wollen? Genau dieses Ärgernis drückt Gott in Jesaja, Kapitel 1, aus, in der Er diese ganzen Schlacht- und Opferrituale als ein Gräuel bezeichnet. Weil die Menschen dieses Jesu Christus symbolisierende Opfersystem nur als eine rein formale Sache degenerierten.

Als ausgewähltes Volk sei man schließlich auch privilegiert und errettet. Nur ein paar formelle Opfergaben, wie gefordert, und schon sei man auf der sicheren Seite. Diese Fehleinschätzung nährte auch den Boden, im Messias den Erlöser auf nationaler Ebene zu erwarten. Welcher zu dieser Zeit die Römer davonjagt und das Messianische Reich errichten werde, damit man über alle Heidenvölker herrschen könne.

Eben dies tat Jesus Christus nicht, da es auch nie ein Teil des Erlösungsplanes gewesen ist. Aber derlei Visionen haben sich bis zum heutigen Tage festgebrannt. Denn auch heute geht sogar ein Gros der Evangelikalen davon aus, dass Jesus Christus auf der Erde Sein 1000-jähriges Friedensreich errichten werde. Exakt der gleiche Irrtum (Info).

Nach dem Kreuz Jesus’ Weg nachfolgen

Bibel-Weg
Ewiges Evangelium ist einziger Maßstab

Ein weiteres Missverständnis ist, dass mit der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu Christi schon alles gelaufen sei. “Es ist vollbracht”, so Jesus Christus am Kreuz, und dies sei der Beleg, dass alles “erledigt wurde”. Ja, es war auf dem Weg des Erlösungsplanes der wichtigste Meilenstein, aber noch lange nicht das Ende des Erlösungsplanes.

Es geht vor allem darum, Jesus Christus nachzufolgen, wohin auch immer Er gehen möge. Konkret ging Jesus Christus ins Heiligtum, als unser Hohepriester und damit auch Vermittler zwischen dem Menschen und Gott. Er bringt Sein eigenes Blut als Sühneblut hinein, war selbst ohne Sünde und ist daher “das perfekte Opfer”.

Während des irdischen Vermittlerdienstes durch die levitischen Priester gab es einmal pro Jahr einen großen Versöhnungstag (Jom Kippur, 10. Tischri). An diesem Tag ging der Hohepriester in das Allerheiligste hinein, um dieses von den über das vergangene Jahr hinweg angesammelte Blut der Sühneopfer zu bereinigen. Diesen Vorgang wird auch Jesus Christus vornehmen, und wie es Punkt 10 verdeutlicht, hat diese Bereinigung bereits begonnen. Er befindet sich schon im Allerheiligsten.

Das Gericht über die bereits Toten der Vergangenheit begann (Offenbarung 14,7) und wird schon in Kürze auf die Lebenden übergehen. Denn schon eine simple Logik setzt eine abschließende Untersuchung vor Seiner Wiederkunft voraus, und zwar, dass Jesus Christus bei Seiner Wiederkunft für jeden seinen Lohn dabei haben wird, je nach den verrichteten Werken. Zudem ist schließlich auch geklärt, wer bei Seiner Wiederkunft gerettet ist und aufersteht, bzw. wer verloren ist.

Die wirklichen Nachfolger Jesu Christi folgen Ihm nach, wohin Er auch immer gehen möge. So sind die Gläubigen auch dazu angehalten, Ihm ins Heiligtum zu folgen und sich nicht beständig auf dem Vorhof herumzutreiben, um dort immer und immer wieder Sühneopfer für die begangenen Sünden darzubieten. Sprich, sündigen, um Vergebung bitten, einfach weitermachen wie bisher, sondern sich daran machen, die Sünde zu überwinden.

Denn kein Sünder wird jemals ins Allerheiligste hineinkommen können. Darum sind auch die “letzten 144.000” hervorgehoben als jene, die dem Lamm nachfolgten, wohin dieser auch ging, und es ist auch keinerlei Betrug in ihnen gefunden worden, vor Gottes Thron (Offenbarung 14,4-5). Ergo, die Sünde überwunden, dank der Kraft Gottes durch Seinen Heiligen Geist.

Noch ein wenig Zukünftiges

Die Menschheit befindet sich derzeit bei Punkt 10, das laufende Gericht. Hier wird es zu Überschneidungen kommen. Denn das Gericht über die noch Lebenden wird erst beendet, wenn der nächste Schritt bereits seit einer gewissen Zeit präsent sein wird. Punkt 11 und Punkt 12 sind noch zukünftige Ereignisse. Doch das Gräuelbild der Verwüstung, wie es auch in Daniel 12 beschrieben ist, kann am Horizont bereits schemenhaft erkannt werden.

So wie auch die Statue Nebukadnezars (Daniel 3) eine Zeit lang brauchte, um hergestellt zu werden, so ist bereits das letzte Gräuelbild der Verwüstung in der Fertigung. Das Malzeichen des Tieres ist ausformuliert und wartet eigentlich nur noch auf die Verkündigung und auf das Inkrafttreten (Info).

Der Erlösungsplan, einst das “Geheimnis Gottes, welches Er seinen Propheten als Heilbotschaft verkündete” (Offenbarung 10,7), steht kurz vor dem Abschluss, denn die sechste von sieben Posaunen ist bereits zu hören. Jesus Christus wird Seinen Mittlerdienst beenden (Offenbarung 8,3-5) und ab diesem Zeitpunkt wurden alle Urteile für alle bereits gestorbenen und noch lebenden Menschen gesprochen. Ab dann gibt es keinerlei Grund mehr für Gott, noch mehr hinauszuzögern, denn dann steht fest, wer gerettet und wer verloren ist. Es folgen die abschließenden Plagen (Zornschalen Gottes, Offenbarung 16).

Die Schotten werden bald geschlossen

Türenöffner
Durchgehen, solange offen

Jesus Christus kam, um VON der Sünde zu retten und nicht den Menschen IN der Sünde zu erlösen. Es ist daher allerhöchste Zeit, endlich den Vorhof zu verlassen und Jesus Christus ins Heiligtum nachzufolgen. Nicht am Kreuz wurde der Erlösungsplan beendet, sondern ist erst abgeschlossen, wenn Jesus Christus, unser Hohepriester, Seinen Dienst im Heiligtum einstellen wird.

Ab diesem Zeitpunkt gibt es keinerlei Vergebung mehr, die Schotten sind dicht, so wie auch einst das Tor der Arche verschlossen wurde und niemanden mehr hineinkonnte. Wie damals, so auch heute, es wird sich auch keiner finden, der eigentlich noch hätte hineinwollen. Gott schließt die Pforte nicht gemäß “Termin”, sondern erst, wenn sich ein jeder Mensch endgültig für Jesus Christus oder gegen Jesus Christus entschieden hat.

Mache dich auf und miß den Tempel Gottes samt dem Altar, und die, welche darin anbeten! Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, laß aus und miß ihn nicht; denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten 42 Monate lang.
Offenbarung 11,1-2

Bibelverse aus Schlachter 2000

Der Erlösungsplan Gottes – Grober Umriss der einzelnen Eckpunkte
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