Ein nie abgenutztes Thema ist der beständige Hinweis auf den unverändert gültigen 7ten-Tag-Sabbat, also der Samstag, als der einzige von Gott selig gesprochene und geheiligte Tag. NICHT der 1te Tag, also der Sonntag. Die Verbissenheit aber, am Sonntag mit allen Mitteln festhalten zu wollen, ist beeindrucken und ebenfalls keinem Verschleiß ausgesetzt.
Niemals ausgelutschtes Thema
Ein Thema, welches nicht oft genug angesprochen und auch von unterschiedlichen Blickpunkten beleuchtet werden kann, ist alles, was rund den Sabbat, den 7ten-Tag der Woche, und den Sonntag, der 1te Tag der Woche, betrifft.
Ein “uraltes”, von den “Kirchenvätern” der römisch-katholischen Kirche eingeführtes Narrativ, ist die Bezeichnung “Tag des Herrn” in Bezug auf den 1ten Tag. Der 7te-Tag-Sabbat wurde kurzerhand als ein “jüdischer Sabbat” deklariert, der das Christentum überhaupt nichts anginge. “Wir” feierten dagegen den Tag Jesu Auferstehung, und das ist nun mal der Sonntag, der “Tag des Herrn”. Ein Beleg sei u.a. die Aussage von Johannes auf der Insel Patmos in Offenbarung 1,10:
“Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, wie von einer Posaune,“
Belege nur Interpretationen

Mit derlei Aussagen sei belegt, dass Johannes vom Sonntag sprach. Doch eigentlich ein argumentativer Rohrkrepierer, denn “Tag des Herrn” hat in dieser Aussage überhaupt keinen Bezug auf irgendeinen Tag. Das ist angewandtes Wunschdenken, mehr aber auch nicht. Dass mit “Tag des Herrn” ganz klar nicht der 1te Tag gemeint ist, sondern an einigen Stellen definitiv auf den 7ten Tag, also Sabbat, hinweist und an ungleich mehr Stellen auf ein Ereignis ganz anderer Natur, wird hier natürlich “übersehen”. Details dazu, hier.
Ebenso sind die vermeintlichen Begründungen anhand der Apostelgeschichte, den Sonntag als “christlichen Gottesdiensttag” zu belegen, nicht mehr als reine Luftschlösser. Schließlich haben sich die Jünger am 1ten Tag versammelt, um u.a. die Abgaben und Spenden zu sammeln. Damit sei dann belegt, dass am Sonntag der Gottesdienst stattgefunden haben solle. Allerdings fehlen über das gesamte Neue Testament hinweg jegliche, explizite Aussagen, dass der Sabbat definitiv aufgehoben wurde, und stattdessen der Sonntag galt.
Bibel ist klar und eindeutig
Auch diesbezüglich weisen zahlreiche Stellen der Bibel darauf hin, dass der Sabbat von den Jüngern auch nach der Himmelfahrt Jesu Christi unverändert eingehalten wurde. Solche Aussagen sind zu finden z.B. in:
– Apostelgeschichte 13,14;44 (2 Hinweise in Verbindung mit Antiochien)
– Apostelgeschichte 16,13 (1 Hinweis in Verbindung mit Philippi)
– Apostelgeschichte 18,4;11 (in Bezug zu Korinth insg. 78 Hinweise auf Sabbat)
– Apostelgeschichte 17,1-2 (3 Hinweise in Bezug zu Thessaloniki)
Unterm Strich 84 Aufzeichnungen, welche allesamt auf den unverändert gültigen Sabbat hinweisen, gegenüber insg. 0 (null) Hinweise auf den “Ersatz-” Sonntag.
“Geständnis” ändert nichts an Überzeugung

Klartext spricht dagegen die römisch-katholische Kirche. Diese Institution selbst behauptet nicht nur, sondern verteidigt es, den Sabbat selbst aufgrund ihrer “göttlichen Autorität und Macht” vom Samstag auf den Sonntag verlegt zu haben (Info).
Besonders eindrucksvoll auch der von der römischen Kirche geführte Krieg gegen den Sabbat bereits zur Zeit ihrer Anfänge. Ein Feldzug, der bis zum “jüngsten Tag” anhalten wird (Info).
Blindheit ist Unfähigkeit
Dennoch wird eisern am Sonntag festgehalten und sich ebenso an den eigenen, substanzlosen Begründungen festgebissen, als hingen Leib und Leben daran (was im Prinzip stimmte), aber viel schlimmer noch, man nehme ihnen auch nur eine einzige Wurstscheibe vom Brot weg. Geistliche Blindheit ist eben exakt das, was es ausdrückt. Nicht der Unwille, sehen zu wollen, sondern bereits nicht mehr fähig sein, die Wahrheit überhaupt erkennen zu können. Blinde können das Licht nicht sehen, sie sind nicht in der Lage, auch wenn sie ihre Augen noch so weit aufrissen und die Nase direkt in die Leuchte steckten.
Das Rezept für Heilung

Was hilft dann noch? Jesus Christus drückte dies gegenüber der Gemeinde Laodizäa aus, Offenbarung 3,18:
“Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!“
In einfachen Worten, Gott um den Heiligen Geist bitten, damit dieser die Sehkraft wieder zurückbringt. Gold, das reine, unverfälschte Evangelium. Weiße Kleider, im Geist (nicht im Fleisch) leben und somit auch die Gebote Gottes halten (können), nicht mehr in Sünde leben (Galater 3). Augensalbe steht für die heilende Wirkung. In diesem Fall ebenfalls nicht buchstäblich, sondern die geistliche Heilung durch den Heiligen Geist. Musterbeispiel sind die von Jesus Christus vielfach primär durchgeführten Heilungen der Menschen von ihrer Krankheit. Noch bevor Er damit begann, ihnen das Evangelium, die Heilsbotschaft zu verkündigen.
“Nur” der Wille ist notwendig
Für das Erkennen der Wahrheit bedarf es “nur” den Willen, den Wunsch des Menschen, denn Gott nötigt nicht und schon gar nicht irgendeinen Zwang. Eine freiwillige Entscheidung. Ein Punkt, an dem das Volk Gottes “traditionell” scheiterte. “Denn ihr habt nicht gewollt” (Jeremia 6,16; Matthäus 23,37).
Und ich habe Wächter über euch bestellt: Achtet doch auf den Schall des Schopharhorns! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf achten!«
Jeremia 6,17
Bibelverse aus Schlachter 2000
