Ein christlicher Staat, mit Gottes Moral und Gesetzen, durchgesetzt per staatlicher Verfügung. Der “feuchte Traum” von Evangelikalen, bzw. “Nationale Christen”, auch “Christliche Rechte” genannt. Ein Modell, das einer Theokratie gleichkommt. Gemäß biblischer Prophetie wird dies auch gelingen. Allerdings zeigt diese auch auf, ebenso wie die Historie des alten Israels, dass derlei Begehren der “christlichen Macht” nicht den Segen Gottes mit sich zieht, sondern Seine wegfegende Hand.
Inhalt / Content
- 1 Ein “Christlicher Staat” soll es sein
- 2 Das Pendel schwingt gen Rechts
- 3 Global geplant
- 4 Das Gros ist begeistert
- 5 Es funktioniert immer – Hegel
- 6 Gibt es biblische Beispiele für einen “Gottesstaat”?
- 7 Es kam, wie es kommen musste
- 8 Falsche Erwartungen – Bis heute
- 9 Den wahren Jesus wollten sie nicht
- 10 Daniel beschrieb die “Erfolgsaussichten”
- 11 Klare Kante, klare Darsteller
- 12 Die endgültige Entscheidung
Ein “Christlicher Staat” soll es sein
In der Tat wird die sogenannte “Christliche Rechte” bzw. das “Nationale Christentum” immer ungehemmter. Was in den deutschen Medien eher nebensächlich behandelt wird, ist in den USA ein großes Thema. Zwar legen die doch sichtbar “linkslastigen” sog. Leitmedien gerne einen Schwerpunkt auf die unorthodoxen Aussagen und Handlungen des US-Präsidenten Donald Trump, dies sogar stimmig, solange der Kontext beachtet wird, aber die angestrebten Ziele, eine Art Theokratie zu errichten, sind dagegen vernachlässigte Themen.
Allerdings hat Donald Trump schon bei seiner Wahlkampfphase den religiösen Aspekt seiner kommenden Regierungsphase ausdrücklich in den Mittelpunkt gestellt. Und ja, bis jetzt hat er Wort gehalten, was die sukzessive Umsetzung des Regierungsplanes “Project 2025” betrifft. Der Teil über die Behandlung des Sonntages in diesem Regierungsprogramm hat es immerhin schon bis zum Senat geschafft (Info).
Das Pendel schwingt gen Rechts

Man glaubt erkennen zu können, dass sogar die gewohnt “links-woke” Medienlandschaft in Deutschland ihre durchaus radikale Linksposition verlassen und um ein Stück weit gen, sagen wir mal, Mitte gerückt ist. Ob es sich innerhalb des “Hegel-Spiels” tatsächlich um das Folgen des umschwenkenden Pendels gen Rechts handelt, wird sich wohl schon in Kürze herausstellen. Ist dies der Fall, dann ist aber kaum zu erwarten, dass die Medien in der Mitte hängen bleiben werden, denn wie ein schwingendes Pendel nicht mittig stehen bleibt, sondern von einem Extrem ins andere schwingt, so kann es auch von den “offiziellen” Medien erwartet werden. Diese haben ohnehin schon seit Jahren den Ruf, falls jemals vorhandenen, als neutrale Instanz ins Nirwana verbannt.
Man darf nur nicht vergessen, dass ein solches “Phänomen” nicht in den USA begrenzt bleiben wird. Die Instrumente wie UN, WHO (-Verträge), Weltbank, IWF, NATO, weltweite US-Stützpunkte etc. allesamt von den USA dominiert, sind schon bereit, um derlei Bestreben mit “freundlichem Nachdruck” global zu realisieren. Spätestens wenn derlei Bestreben am Laufen sind, werden auch die hiesigen Medien mit Begeisterung dafür sein.
Global geplant
Es ist daher fast schon zu erwarten, dass die Redaktionsstuben entsprechende “Leitthesen” veröffentlichen, wenn es das diktierte Narrativ erfordert. Und diese sind nun mal gen, so wild wie es sich auch anhören mag, stark angehaucht von einer handfesten Theokratie. Eine Tendenz, die bereits vor 2 Jahren deutlich ausgesprochen wurde (Info).
Tatsächlich kündigte Donald Trump in seiner Wahlkampfphase zum US-Präsidenten in seiner zweiten Runde eine “noch nie dagewesene Macht” für die Kirche an. Das ist direkt, offen und aufschlussreich. Denn genau darum geht es. Die Schaffung einer von “christlichen Werten” dominierten Regierung und Gesetzgebung. Das “Glaubensbüro” im Weißen Haus gehört zu den am schnellsten von Trump installierten neuen Einrichtungen. Was sollte ein Staat anderes sein, der Gesetze nach religiösen Maßstäben einführt, als eine Theokratie?
Das Gros ist begeistert

Die Evangelikalen in den USA, vor allem jene, die ganze “Mega-Churches” vor sich hertreiben, sind begeistert. “Endlich kehrt wieder das Christentum” zurück”, und es werden christliche Werte und Moral herrschen. Die Gesetze der Bibel umgesetzt in staatliche Gesetze, damit ja keiner auf “dumme Gedanken” kommt, und wieder “nach links” ausschert. Dabei reichte es ja schon, dass alle vereint und gemeinsam, ob Single oder ganze Familien, den kirchlichen Sonntag einhalten. Egal, ob die Menschen nun daran glauben, oder nicht. Gottesdienst für die einen und Klimaschutz-Sonntag sowie Familien-Zeit für die anderen. Hauptsache, alle machen mit, ausnahmslos, “gefälligst”.
Manche Befürworter sehen die USA auf einer Rückkehr zum Christentum, so wie es zu ihrer Gründerzeit einst gewesen sei. Hier liegt entweder ein Missverständnis oder bewusste Irreführung vor. Denn die USA als Staat (Bundesstaat) waren zu keinem Zeitpunkt christlich. Ja, es lebten überwiegend christliche Menschen in den Staaten, vor allem die wegen der römisch-katholischen Tyrannei in Europa geflohenen Protestanten. Doch der Staat selbst bzw. die Verfassung schlossen jegliche Verbindung mit einer Religion rigoros aus. Das war kein “Versehen”, das hatte höchste Priorität. Eben die römisch-katholische Tyrannen-Herrschaft war das hierfür dienende Beispiel als Abschreckung (Info).
Es funktioniert immer – Hegel
Das Umschwenken zu einem Staatswesen mit “Moral und Anstand” ist das Ergebnis des immer wieder funktionierenden Hegel-Spiels (Info). Es wird eine extreme Ideologie gezüchtet und dieser ein anderes, gegenteiliges Extrem gegenübergestellt. Erst überwiegt das eine Extrem, die Leute reiben sich gegenseitig auf, und irgendwann dominiert das andere Extrem. Ein weiteres Reiben.
Bis die Menschen die Nase gestrichen voll haben und beide Seiten zu Kompromissen bereit sind. Die von Anfang an tatsächlich geplante Synthese kann nun vollendet werden. Und dieses Treffen in der Mitte, zwischen “National Rechts” und “Links-Woke” wird schon bald stattfinden. Hierzu böte sich das Sonntags-Gesetz geradezu als ein Ideal an. Wie gehabt, Sonntagsgottesdienst für die “Christen”, für alle anderen der Sonntag als “Klimaschutz- und Familientag”.
Gibt es biblische Beispiele für einen “Gottesstaat”?

Ein solcher von christlichen Gesetzen diktierter Staat müsse doch auch Gott gefallen, so die einhellige Ansicht der “Nationalen Christen”. Jetzt stellte sich aber an diesem Punkt die Kardinalfrage, ob es denn biblische Beispiele gäbe, für einen solchen “christlichen Gottesstaat”.
Ja und nein. Die Bestrebungen des Volkes Israels, bzw. der späteren Bewohner des übriggebliebenen Judäas gab es durchaus, aber existiert hat ein solcher Staat nie, der “Gottes Begeisterung” entlocken konnte. Die Bildung eines Königtums des alten Israels missfiel Gott sogar, denn es gab schließlich nur einen wahren König, Jesus Christus. Aber das “störrische Volk” wollte unbedingt ein Königreich mit einem prachtvollen Hof vorweisen können, wie es auch die benachbarten Heidenvölker hatten. Das exakte Gegenteil dessen, was dem Volk Israel beauftragt war. Sie sollen der Welt die Wahrheit erklären, das Licht in der Dunkelheit sein. Stattdessen schleppten sie pausenlos das Heidentum ins eigene Land hinein, sogar bis in das Heiligtum Gottes (Tempel bzw. Stiftshütte), samt Götzen, Heidensymbole und Tempelprostituierte.
Gott ließ es zu, aber ohne Segen
Der Segen Gottes über derlei “königliche Zustände” fiel entsprechend mager aus. Den Grund dafür erklärte Gott Seinem treuen Knechten Samuel:
“Da sprach der Herr zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie sein soll!” (1. Samuel 8,7).
So einfach ist das. Wer einen menschlichen König über sich haben will, als das ausgesuchte Volk Gottes, der verwirft Ihn damit als den einzig wahren König.
Erster König war Saul, der zweite war David und der dritte Salomon. Danach war es auch schon mit der Einheit Israels vorbei. Im Anschluss gab es ein Nord-Israel aus 10 Stämmen und das quasi Süd-Israel, der Stamm Juda und “irgendwo darin” auch das kleine Land vom Stamm Benjamin. Vertreten waren auch noch die Priester aus dem Stamm Levi, welche schließlich den exklusiven Priesterdienst innehatten. Nach Salomon wurde Jerobeam König von Nord-Israel und Rehabeam König von Juda. Und immer wieder schlugen sie sich auch Jahrzehnte danach gegenseitig die Köpfe ein.
Es kam, wie es kommen musste

Gott gewährte nach dem massiven Glaubensabfall Nordisraels den Assyrern die Eroberung des Landes samt der Hauptstadt Samaria. Damit war das Nord-Israel ausgelöscht. Juda, welches es sogar “schlimmer trieb” als Nord-Israel ereilte ein ähnliches Schicksal durch die Babylonier. Es ging für 70 Jahre ins Exil. Danach folgte eine letzte Frist von 490 Jahren und auch diese verstrich ungenutzt. Im Jahr 70 n.Chr. wurde Jerusalem samt dem Tempel der Erdboden gleichgemacht und wenige Jahrzehnte später folgte der Bar-Kochba Aufstand und das bis dato übrig gebliebene, gerade noch überlebte Volk wurde in alle Winde verstreut, bzw. auf die Galeren geschickt.
In Kurzform: Die Bestrebungen des ausgesuchten Volkes Gottes, sich einen menschlichen König über sich zu setzen, um damit, so “gut dies auch gemeint gewesen sein könnte”, die Gesetze Gottes auch in staatliche Gesetze zu meißeln, endeten stets im Desaster, bis hin zum endgültigen hinweggefegt werden durch Gottes Hand.
Falsche Erwartungen – Bis heute
Diese Erwartung, dass der vor allem in Jesaja 53 und Daniel 9 beschriebene Messias kommen werde, um so das Volk Israel (erneut) aus der Knechtschaft (durch Rom) zu befreien, die Nation Israel zu gründen, es emporzuheben, um über alle anderen Völker herrschen zu können und auch die göttlichen Gesetze durchzusetzen, war selbstverständlich.
Sogar die Apostel Jesu gingen davon aus. Denn auch diese verstanden die Aussage Jesu, dass Sein Königreich schon bald kommen, und es diese Generation noch erleben werde, völlig falsch. Sie erwarteten ein irdisches Königreich in Form einer Nation. Jesus Christus aber sprach von einem geistigen Reich, das durch Seine treuen Gläubigen gebildet wird. Das erklärte er “sogar” dem Statthalter Pontius Pilatus:
“Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.” (Johannes 18,36-37)
Auch die Pharisäer hätten “eigentlich” Bescheid wissen können, denn zu jenen sagte Jesus:
“Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, daß man es beobachten könnte.” (Lukas 17,20).
Den wahren Jesus wollten sie nicht

Doch wie gehabt, das eigene Volk, die Seinigen (Johannes 1,11), wollten Jesus nicht:
“Sie aber schrieen: Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser!” (Johannes 19,15)
Ein solcher nationaler Messias wird heute ebenso erwartet wie damals. Einer, der mit einem Handstrich das Gottlose dieser Welt beseitigen werde, für Frieden schaffe und sein Königreich errichte, mit Israel an der Spitze. Es hat sich an diesem Punkt rein gar nichts geändert. Es wird lediglich eine separate Behandlung zwischen Christen und Juden erwartet (Info). Das gilt für die jüdischen Gemeinden ebenso wie für die überwiegend Evangelikalen in den USA, und auch so einigen kirchlichen Gemeinden in Europa.
Das Dilemma ist, der Widersacher wird sich “verkleiden wie ein Engel des Lichts” und aller Voraussicht nach als dieser “große Messias” in Erscheinung treten. Eine Täuschung bis zum bitteren Ende, da die Menschen tatsächlich gegen den wahren Jesus Christus ankämpfen werden, ohne dies zu realisieren (Info).
Daniel beschrieb die “Erfolgsaussichten”
Einen äußerst aufschlussreichen Hinweis darauf, welch “großer Segen” Gottes auf einem derart geplanten “christlichen Staat” liegen wird, gab der Prophet Daniel in Kapitel 2. Also schon viele Jahrhunderte vor der Niederschrift der Offenbarung, die schließlich mit Kapitel 17 bis 20 eine klare Beschreibung liefert, was mit den staatlichen Einrichtungen (als Symbol Tier) passieren wird.
Daniel sah den Traum vom König Babylons, Nebukadnezar. Die Statue mit dem goldenen Kopf, der silbernen Brust, der bronzene Taille, den eisernen Beinen und den Füßen aus einem Gemisch aus Eisen und Ton. Eine jede Stufe bildete ein Weltreich ab, angefangen von Babylon als der goldene Kopf. Nach unten werden die Metalle zwar immer härter, aber auch weniger edel. Die zwei eiserne Beine stellen das Römische Imperium (West- und Ostrom) dar. “Wir leben” heute in den 10 Zehen, aus einem bröckeligem Gemisch aus Eisen und Ton.
Das Ende dieses Gebildes sah Daniel ebenfalls. Daniel 2,44:
“Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Das sieht weder nach Gottes Wohlgefälligkeit aus, noch nach einem nachhaltigen Bestehen eines jeglichen irdischen Herrschertums. Wie wird es dann um ein solchen Christlichen Staat bestellt sein, der zwar deklariert, Gottes Gesetze an Mann und Maus bringen zu wollen, diese aber nicht dem Evangelium entnimmt, sondern aus den in Rom angefertigten Schriften? Das sieht wahrlich nicht sehr gut aus, wie es vor allem die Historie bekräftigt.
Klare Kante, klare Darsteller

Es ist, wie es ist. Die Rollen sind klar verteilt. Die nach “Christentum” brüllenden USA sind das Tier aus der Erde gemäß Offenbarung 13 (Info). Auch der falsche Prophet genannt. Dieses sich bereits im Zerfall befindliche staatliche Gebilde mit den zwei Hörnern eines Lammes brüllt wie ein Drache, denn als devoter Lakai führt dieser exakt die Wünsche des Tieres aus dem Meer aus, welches das Papsttum repräsentiert (Info).
Ein derartiges “Christliches Gebilde” wird Gott aus einem Grund zulassen, wie es auch seit rund 2000 Jahren prophezeit ist, und zwar zwecks der Erweisung Seiner eigenen Gerechtigkeit bezüglich Seiner Handlungen, Entscheidungen und auch Urteile über eines jeden einzelnen Menschen. Es liegt am jeden individuellen Menschen selbst, Gottes Gesetz treu zu bleiben, anstatt den vom Menschen verfälschten Gesetz zu folgen, um Gott damit die Ehre zu erweisen wie auch Seine Gerechtigkeit.
Die Rede ist von allen(!) 10 Geboten, nicht 9 von 10 oder nur 8 von 10, sondern allen 10!
Die endgültige Entscheidung
Genau dies wird die abschließende, ultimative Herausforderung sein für alle, die Gott treu bleiben wollen. Das Malzeichen des Tieres, das letzte der Gräuelbilder der Verwüstung, ist schon über die Produktionsphase hinaus und steht am Platz. Es muss nur noch aufgerichtet werden (Info).
Selbst dies kommende Szenario, die völlige Verwirrung derer, die dem Tier nachfolgen, jene Gesetze befolgen, und die Gott treu gebliebenen Menschen verfolgen werden, sagte Jesus Christus voraus:
Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.
Johannes 16,2
Bibelverse aus Schlachter 2000








