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Christenverfolgungen nehmen erschreckende Ausmaße an

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Über Diskriminierungen, Verfolgungen und Misshandlungen ethnischer oder religiöser Gruppen kann fast täglich in den Medien gehört bzw. gelesen werden. Auffällig ist jedoch die Zurückhaltung bei der Berichterstattung über die weltweite Christenverfolgung. Diese nimmt inzwischen erschreckende Ausmaße an.

Mehr als 5.000 Christen wurden ermordet

Schuhabdruck
Christenverfolgung weitet sich aus

Die weltweite Verfolgung von Christen nimmt weiter zu. Das Ausmaß der Misshandlungen, Einsperrungen und auch Ermordung von Menschen christlichen Glaubens ist inzwischen erschreckende Größe angenommen. Ständig „am Puls des Geschehens“ ist z.B. opendoors.de (Open Doors). Ein Verein, der es sich zur Aufgabe machte, die globale Christenverfolgung genau im Auge zu behalten.

Inzwischen seien mehr als 360 Millionen Menschen christlichen Glaubens einer teilweisen extrem Verfolgung ausgesetzt. Diskriminierungen der Christen gehörten zur Tagesordnung. In den Monaten Oktober 2021 bis September 2022 fielen demnach mindestens 5.621 Christen zum Opfer. Sie wurden ermordet. Die meisten getöteten Christen zählten Open Doors in Nigeria. Im genannten Zeitraum wurden in diesem afrikanischen Land 5.014 Menschen wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Als Täter stehen im Vordergrund die extremistische islamische Miliz „Boko Haram“, der IS in der Provinz Westafrika und die militärisch organisierten Fulanis.

Afghanistan weiterhin brandgefährlich

Die Christen in Afghanistan erlebten im vergangenen Jahr eine noch weitaus extremere Verfolgung als aktuell. Zwar ist das ohnehin äußerst unruhige Land von vormals Platz 1 auf Platz 9 gerutscht, aber von einer entspannten Lage für die Christen kann noch längst nicht die Rede sein. Die nach dem Abzug der Fremdstreitkräfte wieder an die Macht gerückten Taliban haben bereits zahlreiche Christen ermordet und vertrieben. Viele Christen sind daher nicht mehr vor Ort oder haben sich versteckt. Open Door konnte die Christenverfolgung in Afghanistan noch nicht richtig einordnen, ob es sich um religiöse Verfolgungen handelt oder ob andere Gründe vorliegen.

20 Länder mit meister Christenverfolgung

1. Nord Korea
2. Somalia
3. Jemen
4. Eritrea
5. Libyen
6. Nigeria
7. Pakistan
8. Iran
9. Afghanistan
10. Sudan
11. Indien
12. Syrien
13. Saudi-Arabien
14. Myanmar
15. Malediven
16. China
17. Mali
18. Irak
19. Algerien
20. Mauretanien

Politisch motivierte Christenverfolgung

In Nord Korea ist die Zahl der ermordeten Christen weitaus niedriger als in Nigeria. Allerdings liegt in diesem Land eine massiv politisch motivierte Christenverfolgung vor. Eine unmittelbare politische Weisung zur Christenverfolgung liege zwar nicht vor, aber das „Gesetz gegen reaktionäres Gedankengut“ reicht allemal aus, um auch den Gläubigen des Evangeliums mit aller Macht nachzustellen. Es braucht nicht viel, um als „Abweichler“ angeprangert und als politischer Verbrecher angeklagt zu werden. In der Regel sind die Prozesse sehr kurz mit dem Resultat der Deportation in ein Arbeitslager oder Exekution.

Kontrolle in China betrifft vor allem Religionen

„Im Geiste“ von Nord Korea nicht weit entfernt ist die Regierung in China. In diesem Land wurden im Erfassungszeitraum wiederholt die meisten Kirchen bzw. deren Einrichtungen geschlossen oder zerstört. Was für jeden einzelnen Menschen gilt, gilt insbesondere für die Christen. Die vollständige Kontrolle des alltäglichen Lebens und ganz besonders der Umgang mit christlichen Gemeinden. Zensur ist Normalität. Seit Frühjahr 2022 ist die Verbreitung von religiösen Inhalten im Internet nur noch den Kirchen und Nichtregierungsorganisationen erlaubt, die sich an die Leitlinien der Regierung halten und auch über entsprechende Lizenzen verfügen.

Indien weitet Christenverfolgung aus

Im nach Einwohnerzahl zweitgrößtem Land der Erde spitzt sich die Lage für Christen ebenfalls weiter zu. In Indien sind insbesondere Christen in zahlreichen Bundesstaaten dem neuen „Anti-Bekehrungsgesetz“ unterworfen. Es droht eine Inhaftierung von bis zu 10 Jahren. Eine Umsetzung dieses Gesetzes auf gesamt Indien ist bereits auf den Weg gebracht. Open Door berichtet von über 1.700 inhaftierten Christen innerhalb des Erfassungszeitraumes, ohne jegliches Gerichtsverfahren.

Ansteigende Verfolgung in Lateinamerika

Auch in Ländern, wo man es eigentlich nicht vermutet hätte, steigt die Bedrohung für Christen. In den katholisch geprägten lateinamerikanischen Ländern Kolumbien, Nicaragua und Mexiko sind vor allem offizielle Kirchenvertreter einem ansteigenden Druck ausgesetzt. Überwachung ist latent und Gebäude wurde bereits beschlagnahmt.

Christenverfolgung weitgehend verschwiegen

Die großen Medien schweigen sich über diese ansteigende Bedrohung gegenüber den Christen weitgehend aus. Zwischendrin mal eine kleine Randnotiz, aber mehr auch nicht. Wenn die Berichterstattung über die täglich vorkommende Christenverfolgung auch nur 1 % des Volumens wie bei der deklarierten Corona-Pandemie einnähme, würde dies die Aufmerksamkeit der Menschen bereits in die richtige Richtung lenken. Eine Lösung wäre auch die parallele Darstellung der vorherrschenden Christenverfolgung bei Berichterstattung über die Verfolgung von Moslems. So u.a. bei den Fällen in Myanmar und dessen Verfolgungen der Rohingyas. Ein weitgehend muslimisches Volk im Grenzbereich zu Bangladesh.

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