Buddhistische Mönche & Sex-Skandal – Mediales Erdbeben

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In Thailand herrscht seit Tagen großes Aufsehen und eine erhebliche Sorge über das zölibatäre Leben der buddhistischen Mönche vor. Ein Skandal löste ein mediales Erdbeben aus. Zahlreiche, teils hoch angesehene Mönche zahlten Schweigegelder in Millionenhöhe an eine Frau für “unangemessene Schäferstündchen”.

Man ist überall “nur Mensch”

“Man(n) ist auch nur ein Mensch”, selbst wenn die eigene Position diese “profane” Eigenschaft eigentlich in den Hintergrund rücken sollte, so eine vermeintliche Rechtfertigung. Während die immer wieder neu aufflammenden Skandale aufgrund weiterer Aufdeckungen rund um die Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche bereits traditionelle Form angenommen hat, die (einst) protestantischen Kirchen der EKD nicht ausgenommen, hat nun auch das fernöstliche, vom Buddhismus durchdrungene Thailand seinen handfesten Skandal.

Mit dem Buddhismus verbunden ist unweigerlich das Mönchstum und das klösterliche Leben, quasi im Zölibat. Ja selbst die einfache Berührung einer Frau will vermieden werden. Wenn es hier oder dort “Ausreißer” in der Disziplin einzelner Mönche gibt, dann kräht kein Hahn danach, aber die Schlagzeilen über den Umfang des aufgedeckten sog. Sex-Skandals reißen nicht ab. Bangkok Post weiß von immer mehr Einzelheiten und größerem Umfang als “bisher angenommen” zu berichten.

Im Mittelpunkt steht eine 35-jährige Frau, die mit hochrangigen Mönchen diverse Schäferstündchen verbracht haben soll, dies dabei heimlich “dokumentierte”, um im Anschluss Schweigegeld zu erpressen. Die Zahl der bisher ermittelten Beweisfotos und -filme liegt immerhin bei rund 85.000. Der Zeitraum umfasst rund drei Jahre und die bis dato bekannte Summe der von der Frau abgepressten Gelder liege bei gut 385 Millionen Baht, rund 10 Millionen Euro. Der größte Teil soll jeweils aus den Kassen der Tempel entnommen worden sein. Was ja auf der Hand liege, da der beispielgebende Mönch selbst “eigentlich” die Askese vorlebte.

Auswirkungen auf Zuwendungen

Da Tempel und Struktur nicht wie bei den Kirchen in Deutschland am Steuersäckel angeschlossen sind, sondern fast ausschließlich von Spenden und anderweitigen Zuwendungen finanziert werden, hinterlässt dieser Vorfall auch deutliche Spuren bei der allgemeinen Bevölkerung. Das gilt insbesondere für die bekannt gewordenen Namen hochrangiger Mönche, welche durchaus aus öffentlichen Geldern alimentiert werden.

Diese Vorzeige-Mönche haben mit ihrem Verhalten jedoch alles andere als ein gutes Beispiel für eine hohe Moral abgegeben. So wie viele devote Katholiken ein Bild vom derzeitigen Pontifex an der Wand hängen haben, sind auch in thailändischen Haushalten oft die Abbilder sehr populärer Mönche zu sehen.

Ermittlungen und Vorbeugung

Mönch
Nicht immer diese Stille

Die Regierung Thailands hat eine landesweite Untersuchung angekündigt, mit dem Ziel, weitere “schwere Verstöße gegen klösterliche Disziplin” aufzudecken, bzw. Maßnahmen für deren Unterbindung einzuleiten. Im konkreten (Massen-) Fall gab es bereits einzelne Verhaftungen und Anklagen. 13 Mönche wurden gefeuert. Andere Mönche haben von sich aus ihre Roben abgelegt, weitere machten sich auf und davon. Der prominenteste Einzelfall betrifft einen Mönchs-Abt. Dieser habe der ebenfalls angeklagten Frau einmal 380.000 Baht (ca. 10.200 Euro) aus der Kasse des Tempels überwiesen und weitere gut 12 Millionen Baht (ca. 324.000 Euro) aus eigenen Ersparnissen.

Nun sei auch die Bevölkerung angewiesen, aufmerksam zu sein und in Tempelanlagen verdächtige Vorgänge zu melden. Dies führte inzwischen zu einer Drogenrazzia in einem Tempel in der Provinz Sisaket. In diesem Zuge wurden vier Mönche nach einem positiven Methamphetamin-Test verhaftet.

Eine in Thailand durchgeführte Umfrage ergab, dass ein nicht unerheblicher Teil der Befragten davon ausgeht, dass viele Mönche dieses Dasein wählten, um so eine gesicherte Existenz zu erhalten. Also das Geistliche als Fassade, aber in eigener Natur noch sehr eng mit der Welt verbunden. In diesem Sinne kann man durchaus sagen, auch fernöstliche Mönche sind “auch nur Menschen”.

Alle Wege führen nach… Babylon

Der Buddhismus hat seine Wurzeln im Hinduismus des nördlichen Indiens. Beide Religionen weisen sehr viele Parallelen auf, was auch die Bezeichnung und Eigenschaften von “Gottheiten” betrifft. Während der Hinduismus diese “Gottheiten” durchaus personifiziert, haben diese im Buddhismus eher einen allegorischen Charakter. Dennoch gebe es schützende bzw. auch schädigende Geister (“Engel”).

Mönch am Strand
Ursprünge in Babylon zu finden

Ein derartiges Beispiel sind die Bezeichnungen der thailändischen Wochentage. Hervorstechend ist der Sonntag. Im hinduistischen Sanskrit gilt dieser Tag dem “Ādityá”, der “Sonnengott”. Im Buddhismus erhielt er den Namen “Phra Athit”. So heißt der Sonntag in Thai “Wan Athit”. Das Prinzip gilt auch für alle anderen Wochentage, wie auch der Samstag (Thai, “Wan Sao”), basierend auf den “Hindu-Gott Śani”, dem der Himmelskörper Saturn zugewiesen ist. Auch sind den einzelnen Wochentagen bestimmte Farben zugewiesen. Rot für Sonntag und Violett für Samstag.

Auffällig sind die zahlreichen Übereinstimmungen mit den Mythologien, Riten und Dogmen des antiken Babylons, welche sich auch in den Religionen anderer Regionen, bis hin zur “modernen” Astrologie widerspiegeln. Der Planet Saturn als der Planet für den 7ten Tag der Woche und die Sonne für den 1ten Tag der Woche finden sich auch im Mithraismus, sowie in der Mythologie der alten Ägypter.

Dies wirft die Frage auf, ob man nicht Ursache und Wirkung miteinander vertauscht, wenn man einfach behauptet, die Religionen basieren auf der jeweiligen Kultur? Ist es nicht eher der umgekehrte Fall? Führt nicht vielmehr diese Art der praktizierten Religion, welche sich eindeutig auf den “einen großen Widersacher” rückführen lässt, eher zur Bildung der Kulturen?

Sexualität ein zentrales Thema

Vatikan
Der Obelisk – Das ‘Teil’ von Osiris

Der Faktor Sexualität spielte in der Religion des antiken Babylons eine wesentliche Rolle. Auch das alte Rom, das im Jahr 79 n.Chr. untergegangene Pompeii sowieso, waren durchzogen von Gelage und dergleichen (angesprochen in Römer 1). In der Mythologie der alten Ägypter galt der Obelisk als ein Symbol des Phallus (von Osiris). Eben ein solcher, wie dieser im Zentrum des Petersplatzes im Vatikan, in der Mitte des auf den Boden aufgetragenen Sonnenrades, und auch vor der Laterankirche in Rom steht. Das Sonnenrad-Symbol findet sich, wen überrascht dies noch, auch im Hinduismus und im Buddhismus.

Es ist eigentlich nicht schwierig zu erkennen, dass die Lehren der Kirche Roms auf dem babylonischen Ursprung basieren. Bis zum antiken Rom wandelte sich dieses babylonische Heidentum zum Mithras-Kult, eben das Element des mit dem Untergang des römischen Westreiches aufkommenden Papsttums (Info).

Daher sollte es auch nicht verwundern, wenn auch auffällige Parallelen in den vermeintlich unterschiedlichen Religionen zu beobachten sind, wenn es um gemäß sogar eigenen Doktrin zu “unangemessenen Beziehungen” oder sogar Missbrauch kommt.

Ein “Phänomen”, welches sich mit dem Decknamen “Liebe” längst auch in säkularen Kreisen weit verbreitet hat. Das Evangelium setzt das Thema “Unzucht” nicht umsonst regelmäßig auf die Top-Positionen, wenn es um die Warnung vor derartigen, folgenreichen Verfehlungen geht.
1. Korinther 5,9; 1. Timotheus 1,10; Hebräer 13,4; Offenbarung 21,8; Offenbarung 22,15.

Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!
Römer 1,24-25

Bibelverse aus Schlachter 2000

Buddhistische Mönche & Sex-Skandal – Mediales Erdbeben
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