Das “Böse” muss mit dem “Guten” bekämpft werden. Auch für die Politik ein durchaus probates Mittel. Schwierig wird es nur, wenn das “Gute” mit den “wahren Werten des Christentums” in Verbindung gebracht wird, dieses “Christentum” aber mit dem Evangelium überhaupt nichts gemein hat. Die Menschen geraten dadurch vom Regen in die Traufe, ohne dass sie überhaupt bemerken, an der Nase durch die Manege gezogen worden zu sein.
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Politisches Christentum
Ein “Glanzstück” des Verwässerns des Evangeliums mit anschließendem Verrühren in einen ökumenischen Einheitsbrei, samt Politik und Parteiungen. Dies auch noch verpackt als “frommes Christentum”. Ganz nach den Vorstellungen der römisch-katholischen Kirche. Dass dieses Bekenntnis der römischen Vorgaben auch noch vom Sprachrohr der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) unkommentiert verbreitet wird, rundet die Sache auch noch ab (Quelle).
Es geht mal wieder um die AfD, eine innerhalb der politischen Landschaft zum äußersten rechten Flügel zugerechnete Partei. Diese politische Vereinigung sei mit der “christlichen Werteorientierung überhaupt nicht vereinbar”, so der Sozialminister Nordrhein-Westfalens, Karl-Josef Laumann, von der Partei der Christlichen Deutschen Union (CDU), gegenüber dem römisch-katholischen Sprachrohr “domradio.de”. Ob dies so sei, oder nicht, möge jeder selbst beurteilen. Interessant ist jedoch, was der Vertreter einer “christlichen Partei” eigentlich als “christliche Werteorientierung” bezeichnet.
Man müsse mit “Christentum” antworten”

Laumann hält entgegen, dass jenen “Demagogen” mit “unseren Überzeugungen” begegnet werden müsse, welche unsere Vorstellungen einer Gesellschaft widerspiegele. “Wir müssen mehr Fackel für diese Welt sein”, so Laumann. Es müsse nur richtig erklärt werden, damit eine christlich geprägte Gesellschaft attraktiv werde. Daher müsse eine “solidarische Gesellschaft” gefördert werden, in der ein jeder auf den anderen Rücksicht nehme und dass “Stärkere mehr schultern als die Schwachen”.
Der CDU-Politiker selbst ist Katholik, wie es dieser klar durchschimmern lässt. Er wollte, so wie Laumann es schildert, einst Priester werden. Sein Alltag sei heute vom täglichen Beten und das Nachdenken über Gott geprägt, ebenso vom Gottesdienst an einem jeden Sonntag. Sein “christlicher Kompass” sei vor allem von der katholischen Soziallehre ausgerichtet worden. “Wenn man dann aus der christlichen Soziallehre heraus Politik macht, gibt es ein paar Grundsätze, wovon der bedeutsamste ist, dass der Mensch immer wichtiger ist als die Sache”, so der CDU-Politiker.
Definition “christliche Werteorientierung”?
Sehr interessante Einsichten in das, was der CDU-Politiker als “christliche Werteorientierung” bezeichnet. Hierzu ist es dienlich, die Verlautbarungen der AfD und der CDU zum Thema Christentum in ihren offiziellen Grundsatzprogrammen zu durchleuchten. Etwas, worin wohl nur ein Bruchteil derjeniger hineinblickt, welche in das Wahllokal gehen, um dort ihre Stimme abzugeben.
Die Auszüge zum Thema “Christ, Christentum”:
Aus dem Grundsatzprogramm der AfD
(Quelle)
“Wir wollen die Würde des Menschen, die Familie mit Kindern, unsere abendländische christliche Kultur, unsere Sprache und Tradition in einem friedlichen, demokratischen und souveränen Nationalstaat des deutschen Volkes dauerhaft erhalten.“
“Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze sowie gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, tritt die AfD aber klar entgegen.“
Aus dem Grundsatzprogramm der CDU
(Quelle)
“Grundsätzliche Entscheidungen (wie die Westbindung), also Pragmatik und Programmatik verknüpfen sich zu einem Seil und ergeben ein Ganzes auf der Basis des christlichen Menschenbildes, das wiederum den Ausgangspunkt aller Grundsatzerwägungen der Partei bildet.“
“Weiterführend an diesem Programm ist allerdings bis heute die ausgestreckte Hand zu den Nichtchristen.“
“Die CDU ist eine Partei politischer Häutungen – von Adenauer über Kohl bis Merkel. Ihre Fundamente, das christliche Menschenbild und das Ja zu Europa, bieten viel Raum dafür, alten Gewissheiten zu entsagen.“
Immerhin “nur” Parteien, nicht Kirchen
Es handelt sich lediglich um die Auszüge zum Stichwort “Christentum”. Wie auch im Evangelium, ist es immer angeraten, auch den Kontext zu erfassen, indem man das Umfeld dieser Auszüge ebenfalls herausliest. Dazu gehört nun etwas Eigeninitiative und Selbstverantwortung.
Viel haben beide politischen Parteien zum Stichwort Christentum nicht zu sagen. Nun, es handelt sich immerhin um politische Parteien, wenn auch eine davon den Buchstaben “C” vom Christentum ableitet. Es sind eben keine Kirchen.
Der “Gute” und der “Böse”

Die Äußerungen des CDU-Politiker Laumann gegen die AfD, dass deren Politik nicht mit den “Wertevorstellungen des Christentums” unvereinbar seien, hätten durchaus konkrete Angaben oder Beispiele vertragen. Auf den ersten Blick gibt das Grundsatzprogramm der AfD diesen Vorwurf nicht her. Aber wie gehabt, es handelt sich um das gewöhnliche Spiel. Es muss “Gute” geben und diesem stellt man einen “Bösen” gegenüber. Der mit dem “weißen Hut” dämonisiert den mit dem “schwarzen Hut”. Der “Gute” argumentiert damit, sich auf dem Fundament des Christentums zu befinden, während der “Böse” mit der Dunkelheit im Bunde sei. Die Teilnehmer müssen schließlich klar identifiziert werden können. Nun sind deren Namen eben CDU und AfD.
Aus diesem Grund rentiert es sich meist ganz besonders, die Grundlagen derjenigen zu durchleuchten, welche sich selbst und auch von den Medien getragen als das “Gute” positionieren.
Katholische Soziallehre
Der einfache Trick. Die (scheinbare) Mehrheit steht hinter dem, der als der “Gute” positioniert ist. Dieser argumentiert mit den hochgehaltenen Werten des Christentums. Wen wundert’s, dass die staunenden Menschen sich naturgemäß auf die Seite des “Guten” wiederfinden wollen. Dieser ist assoziiert mit dem “Christentum”, daher wird dieser auch als ein Bestandteil viel leichter, wenn nicht sogar automatisch angenommen werden.
Die Gretchenfrage ist aber, ob es sich mit dem als “Christentum” verkauften Philosophien des CDU-Politikers überhaupt um das tatsächliche Christentum gemäß Evangelium handelt. Die Antwort ist klar, NEIN!
Wie es der Sozialminister selbst offen erklärt, ist sein “christlicher Kompass” ausgerichtet von der katholischen Soziallehre. Vom Evangelium, bzw. der Bibel, verlor der CDU-Politiker nicht ein einziges Wort. Fakt ist, die Soziallehre der römisch-katholischen Kirche basiert definitiv NICHT auf dem Evangelium, sondern auf dem Naturrecht. Das ist keine Meinung, keine Interpretation, auch kein Bauchgefühl, sondern von der römisch-katholischen Kirche in offizieller Schriftform vielfach selbst betont. Und zwar in ihrem eigenen Werk “Kompendium der Soziallehre der römisch-katholischen Kirche” (Info).
Humanismus bezeugt
Der katholische CDU-Politiker überzeugte sogar von seiner eigenen Position dadurch, dass er den “Menschen wichtiger als die Sache” bezeichnete. Nur was ist die “Sache”? Das Evangelium? Denn im Naturrecht steht der Mensch im absoluten Mittelpunkt (Humanismus), nicht aber Jesus Christus. Dieser ist im hellenistischen Naturrecht entweder an den äußersten Rand gedrängt, oder wurde sogar darüber hinaus kurzerhand entfernt.
Naturrecht entspringt den Philosophien der alten Hellenisten. Jene entstanden aus den “geistlichen Errungenschaften” eines Thales von Milet, und dieser wiederum hat seine Wurzeln entweder in Phönizien oder im Volk der Karer (Info). Beide, ob Phönizier oder Karer, hatten jedenfalls ihren “Sonnengott” innerhalb des Polytheismus (Vielgötterei). Ob dieser nun Baal heißt, oder Osiris, oder Horus (Re), oder Mithras, egal. Die Grundlage dessen, aus der auch der Humanismus entsprang und damit auch die Definition der Menschenrechte im Zuge der Französischen Revolution (Info).
Vom Regen in die Traufe

Der seit Jahren mit fairen, aber auch äußerst unfairen Mitteln geführte Kampf innerhalb politischer Ideologien führt dazu, dass sich die (meisten) Menschen in eines dieser beiden Lager versammeln und auch deren Ideologien zu ihrem Eigen machen. Zwei Extreme. Das Prinzip der Hegel’schen Dialektik (Info). Die “geherdeten Menschen” haben lediglich ihre eingenommene Position im Blickfeld, um diese auch noch mit allen Kräften zu verteidigen. Beide haben aber vollkommen das aus den Augen verloren, was das Christentum tatsächlich repräsentiert, das Evangelium, so wie es niedergeschrieben ist.
Bevor die Köpfe der gegenüberstehenden Lager vollends eingeschlagen werden, kommt es zu einem Kompromiss, die Synthese aus These und Antithese. Und dieser Kompromiss, konkret aus “christlichen Werten” und “liberaler Wokeness”, ist längst vordefiniert. Eine Art Weltethos, eine Mischung aus “humanisiertem Christentum” und New-Ages Philosophie, eine kollektive Theosophie (Info).
Das Fatale ist, weder der “Gute”, noch der “Böse” haben jemals das tatsächliche Evangelium repräsentiert. Ein Kompromiss aus beiden Ideologen kann unmöglich die Wahrheit ergeben. Aber es “sieht gut aus und fühlt sich gut an”, denn es verspricht endlich den lang ersehnten Frieden und die gewünschte Sicherheit. Alle Menschen vereint in einem Kollektiv der Menschheitsfamilie, verbrüdert und voll “gutem Willen” und die Bewahrung der “Mutter Erde” zum Ziel. Dieser “gute Wille” ist jedoch der Wille Roms, das erste Tier in Offenbarung 13 und sein angepeiltes Ziel, die Menschen einen falschen Gott und sich selbst anbeten zu lassen!
1. Thessalonicher 5,3:
“Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.“
Nicht vereinnahmen lassen

Unterm Strich ist es daher egal, ab seine favorisierte Partei mit “C” oder mit “A” beginnt. Beides sind Spielfiguren, Werkzeuge des ersten Tieres in Offenbarung 13, bzw. des Tieres aus dem Abgrund gemäß Offenbarung 17. Dies im Bundesgebiet im lokalen Bereich, so aber auch auf globaler Ebene. Das Aufhalten auf diesem globalen Spielbrett und das aktive Mitmischen führt ins buchstäbliche Nichts. Denn es gibt keinen Menschen, möge dieser auch Trump oder Leo heißen, der auch nur irgendein Heil für die Menschen bewirken kann.
Während die getriebenen Menschen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, sitzen der “Gute” und der “Böse” lachend am gleichen Tisch und amüsieren sich über das grandiose Schauspiel, freudig, dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen. Daniel 11,27:
“Die beiden Könige [Nordkönig & Südkönig] aber haben Böses im Sinn; sie sitzen am gleichen Tisch und reden Lügen; aber es wird nicht gelingen; denn das Ende kommt erst zur bestimmten Zeit.“
Wenn ein CDU-Politiker, oder jemand von einer anderen Partei, sein Bestes geben will über die “Werte des Christentums”, dann darf dieser es ruhig tun. Aber es liegt am Zuhörer selbst, diesen als einen echten, auf dem Evangelium stehenden Menschen, oder als einen auf der katholischen Soziallehre stehenden Gaukler zu identifizieren. Weder Herkunft, noch Funktion, Aufgabe, Anzug, Krawatte, was auch immer, sind Belege, sondern “an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen”, und der Maßstab ist das Evangelium.
Es wird weder “great again”, noch dauerhaft friedlich sein. Daniel hatte vorhergesagt, welches Schicksal den irdischen Weltreichen zuteilwerden wird:
Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen; ganz so wie du gesehen hast, daß sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriß und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung steht fest!
Daniel 2,44-45
Bibelverse aus Schlachter 2000
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