Bibel ist kein “Buch mit sieben Siegel” – Einfaches Evangelium

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So dick wie die Bibel ist, so einfach ist das Prinzip des Evangeliums. Der von Gott lange vor Erschaffung dieser Welt bereitgestellte Erlösungsplan ist ewig, unveränderlich, und wäre eigentlich leicht zu verstehen, wenn es nicht diese unzähligen Verkomplizierungen gäbe. Das “Rezept”: Auf Jesus Christus blicken und nachmachen.

Kein “Buch mit sieben Siegel”

Das Evangelium ist alles andere als ein “Buch mit sieben Siegel”. Ja, nicht einmal das tatsächlich in der Schrift beschriebene “Buch mit sieben Siegel”, welches in der Offenbarung in den Kapiteln 5, 6 und auch die ersten zwei Versen in Kapitel 8 beschrieben wird, ist nicht wirklich ein “großes Geheimnis”. Denn dieses 7-fach versiegelte Buch bringt weder irgendwelche Geheimnisse hervor, noch erklärt es irgendwelche bisher verdeckte Wege für die eigene Erlösung. Tatsächlich handelt es sich mit diesem Buch, welches innen und außen beschriftet ist (Offenbarung 5,1), um einen Beweis.

Das “Geheimnis” hinter diesem Buch

Nicht wirklich unverständliches Buch

Tatsächlich stand das Evangelium, der “große Plan Gottes” für die Errettung der in Sünde gefallenen Menschen, schon längst fest, bevor diese Welt samt den Menschen geschaffen wurde. Bis zum ersten Sündenfall durch Adam und Eva blieb es das “Geheimnis Gottes” (Offenbarung 10,7). Mit dem Fall der Menschheit wurde das Evangelium quasi aktiviert. Diese Rettungsbotschaft ist unveränderlich (das ewige Evangelium, Offenbarung 14,6). Das bedeutet, der Erlösungsplan heute entspricht auch dem Plan wie zu seiner Niederschrift, unverändert.

Um vorweg anklagenden Worten, Gott habe das Evangelium während der Jahrtausende laufend angepasst, den Wind aus den Segeln zu nehmen, gibt es deshalb eine buchstaben- und zeichengetreue zweite Ausführung. Eine Methode, die auch im Altertum so gehandhabt wurde und auch heute üblich ist, wenn es um schwerwiegende Rechtsgeschäfte geht. Zwei Vertragspartner haben jeweils ein Originalvertrag, identisch. Es kommt noch eine dritte Originalschrift hinzu, die aber einer (amtlichen) Vertrauensperson übergeben wird.

Diese dritte Schrift wurde in der Regel versiegelt. Kommt es selbst nach Jahrzehnten zwischen den beiden Vertragspartnern zu einem Streit, z.B. wegen Grundstücksangelegenheiten, und ein Vertragspartner hat mit Veränderungen im Vertrag geschummelt, dann stünde Aussage gegen Aussage. So kommt das versiegelte dritte Exemplar hinzu. Dieses wird geöffnet und mit den Verträgen beider Streiter verglichen. Damit wäre jeglicher Streit sogleich beendet.

Das “Buch mit sieben Siegel” ist eine solche Abschrift des Originals. Nur das Lamm (Jesus Christus) ist würdig, dieses Buch zu öffnen, und alle Zeugen erhalten Einblick und damit auch den Beweis, dass das Evangelium von Anfang an fest stand und auch nicht ein Strichlein vom Erlösungsplan geändert, bzw. dem Lauf der Dinge angepasst wurde.

Evangelium im Prinzip simpel

In dieser Welt schwirren dermaßen viele und unterschiedliche Lehren bzw. Religionen umher, ja sogar völlig unterschiedliche Varianten des (vermeintlichen) Evangeliums. Obwohl es nur ein einziges Evangelium gibt (Galater 1,6-7). So verschieden die “Heilsbotschaften” auch sein mögen, allesamt haben sie gemeinsam, dass sie in ihrer Struktur, dem “Verfahren”, um Strecken komplizierter gestaltet sind als das einzig wahre Evangelium. Von der Erklärung über den Ursprung, warum die Welt so ist, wie sie ist, wie das ganze enden wird, und wie man daraus heil hervorkommen kann, ganz zu schweigen.

Das “große Kunststück” des Widersachers war es, nachdem das Evangelium im Zeitalter nach Jesus Christus als Mensch dem gemeinen Volk mithilfe der römischen Kirche zuerst entzogen war, das Wort Gottes völlig durcheinander zu werfen. Die Methoden sind Irrlehren, falsche Prophetie-Auslegungen, Zweifel säen, die menschliche Vernunft über Gottes Wort erheben und sogar anhand korrupter Bibelversionen tatsächlich das Wort Gottes verfälschen (Info).

Alternativ-Evangelien im Umlauf

Truth-Fake-Labyrinth
Verwirrung durch Verkomplizierung

Sogar die ehemals protestantischen Kirchen, mischen bei der Verfälschung der Heilsbotschaft kräftig mit, indem sie kurzerhand die Sünde einfach neu definieren und die Taufe alleine als “Allheils-Mittel” zur Aushändigung der Fahrkarte in den Himmel erklären (Info). Diese begnügen sich allerdings mit einer gefährlichen Vereinfachung des Evangeliums, welches fast schon eine Rettung verspricht, wenn man in seinem unverändertem “Lotterleben” nur ab und zu das Wort “Jesus” murmelt.

Andere Kirchen wiederum erklären einfach mal so die Gesetze Gottes (10 Gebote) als aufgehoben und irrelevant. Man “lebt jetzt nur noch unter der Gnade”, so das täglich wiederholte Motto innerhalb der geglaubten eigenen Selbstgerechtigkeit. Welch ein Irrtum! (Info).

Irrlehrer gab es auch vor Christi erste Ankunft zur Genüge. Die Bücher der großen Propheten wissen darüber ausführlich zu berichten. Auch hatte Jesus Christus die Pharisäer im Visier, die nach der Entlassung aus dem babylonischen Exil, also lange vor Christi Geburt, die geistliche Führung übernahmen und den Menschen ihre selbst ausgedachten Gesetze und Traditionen aufzwangen. Gleichzeitig leugneten sie das damals schon vorhandene Evangelium (Altes Testament) und hielten diese Wahrheiten unter Verschluss. Wie damals, so gibt es jene auch heute.

Jesus Christus – Das ultimative Beispiel

Jesus Christus, das in Fleisch gekommene Wort Gottes (Johannes 1,1-4; 14), wandelte nicht nur für 3,5 Jahre in dieser Welt, um zu heilen, zu sterben, aufzuerstehen und wieder in den Himmel zum Vater zu gehen, sondern um auch das Vorbild schlechthin zu geben, welche Ziele der tatsächlich Gläubige anstreben sollte. Eigentlich besser gesagt, woran der wahrhaftig Gläubige erkannt werden kann (an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!)

Einmal taufen, die Hände zum Himmel strecken, um im Anschluss so weiterzumachen wie im bisherigen Leben, ist und kann nicht der richtige Weg sein. Die Handlungen Jesu Christi zeigen wichtige Eckpunkte auf, die ein wahrhaftiger Gläubiger nicht einfach “tun muss”, sondern sie aus eigenem Antrieb und Willen, dank der Kraft Gottes durch den Heiligen Geist, selbst tun WILL.

Das tat Jesus Christus

  • Er ließ sich taufen und empfing im Wasser auch die Taufe mit dem Heiligen Geist
    Matthäus 3,16-17
  • Er lebte ein Leben des beständigen Betens
    Matthäus 4,2; Johannes 17
  • Er hatte das Evangelium in Seinem Herzen
    Matthäus 4,4
  • Er kannte nicht nur das geschriebene Wort, sondern lebte dieses auch vor
    Matthäus 4,4
  • Er diente und betete Gott alleine an (keinerlei Götzen)
    Matthäus 4,10
  • Er ließ sich nicht mit Satans Machenschaften ein und hielt sich fern davon
    Matthäus 4,11-12
  • Er verkündete das Evangelium
    Matthäus 4,17; Lukas 4,14-15

An dieser Stelle erwähne ich Matthäus 4,4 separat, da dieser Vers zu den Aussagen gehört, die in den modernen Bibeln gefälscht, bzw. gekürzt dargestellt sind.
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«

Matthäus 4,17 verdeutlicht zusätzlich, dass es sich mit dem Verkündigen des Evangeliums nicht um das einfache “Vorlesen von Geschichten” handelt, sondern um ganz konkrete Anweisungen, bzw. eine Anleitung. Dazu gehört auch die Änderung des Lebenswandels.
Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!
“Buße” ist nicht einfach ein “tut mir leid” zu beteuern, sondern die Umkehr vom sündigen Leben, hin zu einem Gott-gefälligen Wandel. Dazu gehört selbstverständlich auch das Einhalten der Gebote, denn Johannes 14,15:
Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!

Weg mit der Sündhaftigkeit

Bibel-Evangelium
Da steht’s drin

Die Sünde muss überwunden werden. Aber das schafft nicht der Mensch alleine, sondern das tut Gott in Seiner Kraft. Der Mensch muss dies “nur” wollen und im Gebet darum bitten (Info). Dies in aller Aufrichtigkeit, denn die heute überall abzufindende Scheinheiligkeit war bereits dem Apostel Paulus bekannt, 2. Timotheus 3,5:
dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!

Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.
Kolosser 1,15-17

Bibelverse aus Schlachter 2000

Bibel ist kein “Buch mit sieben Siegel” – Einfaches Evangelium
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