Beispiele im Alten Testament widerlegen Vorentrückungs-Story

Fester Glauben

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Die Vorentrückungs-Geschichte hat mit dem Evangelium nichts am Hut. Eine Fantasy-Story. Doch eine evangelikale Mehrheit glaubt daran. Dabei gibt das Alte Testament gute Beispiele dafür, wie und warum das finale Ende für das Volk Gottes tatsächlich verlaufen wird.

Erwartungen steigen an

Die evangelikalen Kirchen und deren Angehörige, überwiegend in den USA, bereiten sich “mental” auf die von ihnen erwartete “Vorentrückung” vor. Die christlichen Gemeinden werden vor dem Erscheinen des Antichristen von dieser Welt genommen werden, so die vorherrschende Meinung. Der verbleibende “Rest” müsse in der damit verbundenen Zeit der Trübsal bzw. Drangsal durchstehen. Immerhin für 7 Jahre, so eine weitere Festlegung des “neu-protestantischen” Glaubens.

Eine Story, die jedoch mit nichts in der Bibel wirklich gestützt werden kann. Das ist auch kein Wunder, denn die geistlichen Urheber dieser “Vorentrückungs-Variante” mit einem künftigen Antichristen sind mit Ribera, Bellarmine und Lacunza allesamt drei vom Jesuitenorden, dem Papsttum und dem Wohle der Kirche verpflichtet (Info).

Nichts passt zusammen

Diese Variante, eine Kombination aus Futurismus und Dispensationalismus, ist allenfalls kompatibel mit der Vorstellungen der jüdischen Gemeinden. In Bezug zur angestrebten Ökumene ohnehin erwünscht, nicht aber mit den Ankündigungen der Bibel, und schon gar nicht mit wesentlichen Prinzipien des Evangeliums. Grundsätzlich hat Jesus Christus, der “Bräutigam”, nur eine Braut, und zwar Sein Volk. Eine Vorentrückung würde glatt zwei Bräute konstruieren. Eine geistliche Bigamie. Das passt überhaupt nicht zusammen. Die erste Braut bereits ins Himmelreich entrückt und die zweite Braut müsse noch geläutert werden, während Heiden noch die Möglichkeit erhielten, sich ebenfalls zu einer Braut Jesu zu verwandeln.

Da passt rein überhaupt nichts zusammen. Schon alleine der Gedanke, dass die Menschen, welche eben das Glück hatten, zur richtigen Zeit zu leben, noch eine weitere Chance erhielten, sich Jesus Christus zuzuwenden. Dies aber nicht aus reinem Glauben, sondern durch sichtbare “Belege”. Das hätte mit der Gerechtigkeit Gottes nichts zu tun. Denn alle anderen Menschen in der Vergangenheit erhielten keine derartige Chance. Interessant ist, dass sogar die Gruppe der Zeugen Jehovas auf den Zug einer Trübsalzeit mit anschließendem 1000-jährigen Friedensreich auf Erden aufgesprungen sind. Doch auch was das Thema 1000-jährige Zeit des Friedens betrifft, ist die Bibel klar (Info).

Beispiel Arche Noah

Arch of Noah
Wie zur Zeit Noahs

Es gibt im Alten Testament, wie eigentlich üblich, ein Beispiel dafür, dass die geretteten Menschen, da sie trotz Widerstand, Druck und Repressalien an Gott festhielten, diese Zeit der Trübsal beiwohnen werden. Auch wenn diese Zeit alles andere als entspannt, da vermeintliche Erlösungssicherheit, durchlebt wird. Das ist Noah, seine Familie und die rettende Arche. Noah erhielt von Gott den Auftrag, ein Schiff zu bauen, da eine globale, alles vernichtende Flut auf Erde und Menschen niederkommen wird.

Gott hätte diese Arche mit einem “Fingerschnippen” einfach in die Landschaft hinstellen können. Aber das tat Er nicht. Auch wie das Volk Israel am Ende seiner Wüstenwanderung am Fluss Jordan stand, erwartete der Herr von Seinem Volk eine entsprechende Vorbereitung und auch ein auf glaubensbasiertes Mitwirken. Israel konnte nicht einfach so den Jordan durchqueren. In diesem Fall hatte es das Volk sehr leicht. Erst wenn sie von sich aus ihre Füße in den Fluss stellten, sorgte Gott für ein Zurückweichen des Wassers, sodass ein trockenes Flussbett entstand. Ohne Mitwirken, würde das Volk mit seinen Nachfolge-Generationen wohl noch heute am Ufer siedeln.

Noah war herausgefordert

Für Noah war es dagegen ungleich herausfordernder. Er und seine Söhne waren dazu aufgefordert, das rettende Boot selbst zu bauen. Alles aus eigenen Händen, jedes Detail. Also jedes Brett und auch die Nägel und Nieten mussten eigenhändig geschmiedet werden, samt Gewinnung aus dem Erz. Wie lange, wusste Noah nicht. Es kommt eine Sintflut, so die Worte Gottes. Wann? Unbekannt. Eine zusätzliche Herausforderung, dem lachenden und höhnenden Spott der Menschen standzuhalten. Immerhin, am Ende ist man immer schlau, dauerte es 120 Jahre, bis Gott schließlich sagte, Noah und seine Angehörigen sollen sich in die Arche begeben. Auch nach dem Schließen des Tores passierte erstmal gar nichts. 7 Tage keinerlei Anzeichen für eine Katastrophe. Aber dann ging es plötzlich los, und zwar gewaltig.

Noah war also inmitten der Trübsal und nicht irgendwo in Sicherheit gebracht. Der kleine, aber feine Unterschied liegt jedoch darin, dass die bewahrende Hand Gottes dennoch schützend wirkt. Für die finale Zeit hier in der Welt betrifft dies vorwiegend den Charakter des Menschen. Eine finale Läuterung und letzter Schliff, denn im Himmelsreich gibt es keine charakterlichen Anpassungen mehr. Das muss hier und jetzt geschehen. “Die Angst des Jakobs”, so eine Redensart für diese Situation für den Menschen. Was ist das Ziel? Absolute Sündlosigkeit, denn Gott wird keine, absolut null Sünde mehr zulassen. Daher, wer nach wie vor an seiner Sünde festhält, wird die Trübsalzeit (inkl. finale 7 Plagen) nicht überstehen. Dieser geht verloren.

Beispiel Prophet Daniel

Daniel 11
Prophetie bis Endzeit – Daniel 11

Ein weiteres Beispiel im Alten Testament bietet der Prophet Daniel. Nachdem das Großreich Babylon durch die Medo-Perser ausgelöscht war, kam es auch zu einem fliegenden Wechsel des Königtums. Daniel blieb am Hofe. Aber die anderen Minister hatte einen eifersüchtigen Blick auf Daniel geworfen und entwarfen einen teuflischen Plan. Sie verleiteten den König dazu, ein Gesetz zu verabschieden, dass ausschließlich die Verehrung des Königs verlangte. Daniel aber ließ sich nicht beirren und setzte seine täglichen Gebete in seiner Kammer, hinter geöffneten Fenster fort. Damit hat das Gesetz überschritten. Die Strafe hierfür war der Tod durch den Wurf in eine Löwengrube (Daniel 6).

Auch in diesem Fall bewahrte Gott Seinen treuen Diener nicht davor, in die Grube geworfen zu werden, sondern schützte Daniel innerhalb der Löwengrube. Die Löwen zeigten keinerlei Interesse an Daniel. Der Prophet blieb unbehelligt bis zum nächsten Tag. Der König, sich dieser Falle durch seine Minister bereits bewusst geworden, sorgte sich um Daniel und eilte zur Grube. Zum Erstaunen aller, war der Prophet noch quicklebendig und die Löwen ließen es sich durch Zeitverstreichen gutgehen. Damit war die Strafe erfüllt. “Der Wurf in die Löwengrube” wurde schließlich vollzogen. Im Gegenzug befehligte der König, seine verschlagenen Minister nun in die Grube zu werfen, und die Löwen taten genau das, was sie auch bei Daniel erwartet hatten.

Daniel glaubte und blieb treu

Fester Glauben
Fest im Glauben

Daniel zeigte eisernes Festhalten an Gottes Wort und blieb Ihm treu. Seine Rettung innerhalb der Grube, vor den Augen aller Zeugen, war ein Zeugnis Seines Wirkens, das Wirken des einzig wahren, lebendigen Gottes. Mit dem festen Glauben verherrlichte Daniel den Himmlischen Vater. Eminent wichtig, denn Gottes Streben ist vor allem der ultimative Beweis Seiner Gerechtigkeit (Info).

So auch in der finalen Trübsal, worin auch alle bereits Erlösten (Versiegelten, Offenbarung 7) die Verherrlichung Gottes verwirklichen, indem sie treu bleiben und nicht mehr von ihrem Glauben abgerückt werden können. Jene werden inmitten der Katastrophen sein, aber es wird ihnen nichts zustoßen.

Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen;
Psalm 91,7

Bibelverse aus Schlachter 2000

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