Bei seiner Generalaudienz demonstrierte Papst Leo XIV erneut, wie babylonischer Wein tatsächlich aussehen und schmecken kann. Die letzten Handlungen am Kreuz, vor dem Tod Jesu, etwas umgedeutet, und so die Kernaussage des Heilwerks Jesu völlig verschwiegen, bzw. traditionell geleugnet.
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Eine Geschichte anders erzählt
Die Kleinigkeiten machen es aus, oder besser gesagt, wenn man eine andere Geschichte erzählen will, dann müssen eben auch die Details verändert werden. Papst Leo XIV erzählte bei seiner Generalaudienz am 10.09.25 etwas über das Antlitz Gottes, welches im leidenden Jesus Christus am Kreuz vollumfänglich erkennbar sei (Quelle).
Die letzten Wege Jesu vor Seiner Kreuzigung, und was danach geschah, können z.B. im Buch Matthäus, Kapitel 27, nachgelesen werden. Schon diese wenigen Zeilen reichen aus, um den Aussagen des Pontifex mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Papst Leo legte bei seiner Rede sichtlich einen Schwerpunkt auf den letzten Aufschrei Jesu am Kreuz, bevor Er verstarb. Die vom Pontifex gefundenen Zusammenhänge beschreiben einen Schrei der Hoffnung, des Gebens, der spirituellen Geste, des Glaubens an einen Zuhörer, der Herzen ergreife und nie sinnlos sei.
Babylonischer Wein
Jesus schrie, so der Pontifex, um alles zu geben, was ihm noch blieb, “all seine Liebe, all seine Hoffnung”. Nun, es liegt auf der Hand, dass Hoffnung notwendig ist, wenn man etwas ersehnt, aber dessen Erlangen nicht gesichert ist. Jesus Christus, der Mensch gewordene Gott, hatte Seinen Jünger (mindestens) dreimal erklärt, dass Er sterben und am dritten Tag wieder auferstehen wird. Daher stellte sich die Frage, “hoffen auf oder wofür?”. Der sündige Mensch hat aufgrund der Heilstat Jesu allen Grund zur Hoffnung. Aber worauf “hofft” Gott?
“Unseren Schmerz getragen”
Seine ganz eigene Sicht auf die letzten Szenen am Kreuz schildert Leo folgend:
“In diesem Augenblick verfinstert sich der Himmel, und der Vorhang im Tempel zerreißt (vgl. Mk 15,33.38). Es ist, als ob die Schöpfung selbst an diesem Schmerz teilnimmt und zugleich etwas Neues offenbart. Gott verbirgt sich nicht mehr hinter einem Schleier – sein Antlitz ist nun im Gekreuzigten vollständig sichtbar. Dort, in diesem gebrochenen Menschen, offenbart sich die größte Liebe. Dort können wir einen Gott erkennen, der nicht fern bleibt, sondern unseren Schmerz bis zum Ende durchdringt. “
Was das Evangelium sagt
Der Vorhang im Tempel zerriss von oben nach unten durch, nachdem Jesus Seinen Geist aufgegeben hatte. In diesem Fall braucht es etwas Hintergrundwissen, welcher Vorhang gemeint ist, und wo dieser sich befand. Was noch im frühen Volk Israel die Stiftshütte war, mündete schließlich im Tempel Jerusalems. Die heilige Stätte Gottes, in der die Opferrituale durchgeführt wurden. Dieser Vorhang trennte die inneren Bereiche “Heiliges” und “Allerheiliges”.
Welcher Vorhang, für was?

Im Allerheiligsten der Stiftshütte befand sich die Bundeslade mit dem Gnadenstuhl (Deckel) und symbolisierte den Sitz Gottes und Sein Gesetz. Denn in der Bundeslade befanden sich die zwei Steintafeln der 10 Gebote (Details Stiftshütte).
Das Allerheiligste wurde nur ein Mal pro Jahr betreten, und dies ausschließlich vom Hohepriester, am Versöhnungstag (Jom Kippur, 10. Tischri). Hierzu war der Hohepriester dazu angehalten, sich gründlich (geistlich) zu reinigen. Selbst Buße tun, Opfer darbringen, damit dieser ohne anhaftende Sünde und makellos ins Allerheiligste eintreten konnte. Andernfalls hätte der Hohepriester die Anwesenheit Gottes nicht überlebt. Die Herrlichkeit Gottes kann kein sündiges, unreines Wesen überleben. Daher auch der Vorhang.
So wurde auch Moses, als er Gott darum bat, Sein Angesicht zu zeigen, zuerst in eine schützende Felsspalte geführt und auch durch die schützende Hand Gottes bedeckt. Moses durfte auch derart geschirmt erst auf den vorbeiziehenden Herrn blicken, als dieser nur noch von hinten zu sehen war (2. Moses 33,21-23). Allerdings bekam Moses eine “gute Portion” von der Herrlichkeit Gottes ab, denn sein Angesicht erstrahlte, als dieser wieder vom Berg herunterkam (2. Moses 34,29).
Gott hat sich nicht “versteckt”
Gott bzw. Sein Sitz im Tempel befand sich nicht hinter dem Vorhang, um sich wie hinter einem Schleier zu verstecken, wie es Papst Leo darstellt, sondern weil der sündige Mensch vor Seiner Herrlichkeit geschützt werden muss. Gott ist kein “Geheimniskrämer”. Alles, was für den Menschen und seine Erlösung relevant ist, gibt der Herr offen und geradlinig bekannt, durch Seine Propheten. Alles, was Er uns nicht verkündigt, geht uns auch nichts an (z.B. Johannes 21,22).
Mit dem Zerreißen des Tempelvorhanges wurden die Opferrituale beendet. Jesus Christus, das perfekte Lamm, hatte sich mit Seinem Blut(!) selbst geopfert. Damit waren die (symbolischen) Opfer im Tempel nicht mehr notwendig.
Sünde total “vergessen”

Ja, Jesus hat Unsägliches erlitten. Spott und Hohn vom Hohen Rat, den Ältesten und Pharisäern, Jesus wurde geschlagen und bespuckt. Es folgte Seine Verwerfung durch das “Barabbas” rufende Volk, letztendlich die Geißelung, erneute Erniedrigung und die Kreuzigung bis zum Tode. In der Tat durchlitt Jesus Schmerz bis zum Ende. Aber es war eben nicht eine stellvertretende Übernahme “unserer Schmerzen”, sondern die Folge durch die Übernahme unserer Sünden! Ein Umstand, den die römisch-katholische Kirche beharrlich leugnet.
Gemäß der Lehre der katholischen Kirche sei Jesu Tod für die Vergebung der Sünden unnötig gewesen. “Blutvergießen zur Sündenvergebung? Nope!”. Hierzu der “Heilige” und “Kirchenlehrer” Alphonsus Liguori:
“Es war nicht notwendig, dass der Erlöser starb, um die Welt zu retten, ein Tropfen seines Blutes, eine einzige Träne oder ein Gebet genügten, um das Heil für alle zu erwirken, denn ein solches Gebet, das von unendlichem Wert ist, sollte ausreichen, um nicht nur eine, sondern tausend Welten zu retten. Aber um das Priestertum einzuführen, war der Tod Jesu Christi notwendig.” (weitere Aussagen der Kirche)
Jesus starb somit, so die Kirche Roms, um das (katholische) Priestertum einzuführen, nicht aber um die Welt von der Sünde zu retten. Und die Hauptaufgabe dieser Priester sei es, Jesus Christus immer und immer wieder erneut zu opfern, sprich den am Kreuz Verstorbenen auch möglichst im Tod zu halten.
Leo hatte in einer Sache recht
Eine “Schmacht-Rede” des Papstes, der die Herzen der Menschen bewegen soll. In der Tat, das tut sie auch, jedoch in die entgegengesetzt falsche Richtung. Von Sünde und Vergebung, von Buße und Reue, und ganz besonders den wahren Grund für Jesu Selbstopferung keinerlei Wort. Viele Worte und fast ebenso viel Lüge verpackt als Evangelium.
Genau so schmeckt babylonischer Wein, so sieht dieser aus.
Papst Leo hatte mit einer Aussage in seiner Rede sogar recht:
“Es ist ein Weg, dem Zynismus nicht nachzugeben und weiterhin daran zu glauben, dass eine andere Welt möglich ist.“
Hier ist es lediglich nur eine Frage der Position. Und ja, die andere Welt ist nicht nur möglich, sondern diese wird auch kommen. Allerdings “etwas anders” als von der Kirche Roms gelehrt. Mit dem Verschwinden des Drachens, des Tieres und des falschen Propheten wird auch der vom Pontifex in den Mund genommene Zynismus der Vergangenheit angehören. Und niemand, keiner, wird mehr an sie gedenken. Ausgelöscht.
Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
Offenbarung 19,20
Bibelverse aus Schlachter 2000








