Olli Dürr Gesell. Entwicklungen An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen – Roms faules Obst

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen – Roms faules Obst

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Die tatsächliche Zahl der von der römisch-katholischen Kirche verursachten Opfer wird voraussichtlich bis zum „Jüngsten Tag“ ein Geheimnis bleiben. Aber der Blick in alte historische Aufzeichnungen und augenscheinlich noch nicht „korrigierten“ Angaben lässt das Ausmaß der Grausamkeit dieser institutionellen „Scheinheiligkeit“ bereits erahnen.

Dargestellte Frömmigkeit

Die römisch-katholische Kirche behauptet, der Leib Christi auf Erden zu sein. Rein, gerecht, liebend, ohne Flecken und Runzeln, stets um das Wohl einer jeden einzelnen Seele umsorgt. Eben genau so, wie Jesus Christus in den vier Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, sowie den Briefen von Paulus und Petrus beschrieben ist. Die Kleriker zeigen sich stets fromm und stets von einer besonderen Erleuchtung befallen. Bei der Durchführung ihrer liturgischen Rituale scheinen die Priester in einer tief versunkenen Inbrunst und Heiligkeit verharrt zu sein.

Theorie und Praxis sind nicht das Gleiche und die römisch-katholische Kirche ist ein historischer Beleg dafür, wie dargestellte Lammhaftigkeit und praktizierte Diabolik ein Paralleldasein führen können. Heute nicht mehr so offenkundig dargelegt wie noch vor wenigen Hundert Jahren, aber noch immer in ihrer gesamten Wucht und Grausamkeit existent. Nicht die Worte zählen, sondern die Taten, so in Matthäus 7,15-16:
Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?

Die Erinnerungen an die unzähligen Gräueltaten dieser Kirche sind zum großen Teil ausradiert worden. Was noch hervorleuchtet, wird relativiert und übertüncht. Wer in aktuellen Angaben über die von der römischen Kirche sucht, wird nur noch in Teilen fündig und die dargestellten Zahlen erscheinen, als wäre die eine und andere nachstehende Null von der Ziffer abhandengekommen. Es bleibt nur das Wühlen in ins Alter gekommene Literatur, in den Archiven von Zeitzeugen bzw. Autoren, die den Geschehnissen in der Vergangenheit noch viel näher standen als wir heute.

Alte Quellen zeigen deutlich mehr

Schon vor über 100 Jahren fehlte es an einst angefertigten historischen Aufzeichnungen, von den Beständen in den Archiven des Vatikans selbst ganz zu schweigen.

Dass die Kirche von Rom mehr unschuldiges Blut vergossen hat als jede andere Institution, die jemals unter der Menschheit existiert hat, wird von keinem Protestanten infrage gestellt, der über kompetente Kenntnisse der Geschichte verfügt. Tatsächlich sind die Denkmäler vieler ihrer Verfolgungen jetzt so dürftig, dass es unmöglich ist, sich ein vollständiges Bild von der Vielzahl ihrer Opfer zu machen, und es ist ganz sicher, dass keine Vorstellungskraft ihre Leiden angemessen erfassen kann.
(„History of the Rise and Influence of the Spirit of Rationalism in Europe,“ Vol. II, p. 32. London: Longmans, Green, and Co., 1910.)

Doch neben der quantitativen Betrachtung der von der Kirche Roms hinterlassenen Blutspur spielen vor allem die Qualität, die Motive und Vorgehensweise eine entscheidende Rolle. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, denn bekanntlich existiert die römisch-katholische Kirche auch heute noch und erscheint hierbei alles andere als eine vor sich dahin dümpelte, altbackene Institution.

Wichtiger Hinweis!

Zur Verdeutlichung: Es ist die Institution römisch-katholische Kirche beschrieben, nicht der einzelne, freiwillig oder auch unfreiwillig getaufte Katholik. Auch in der Kirche Roms befinden sich sehr viele gemäß dem Evangelium gläubige Christen. Auch so manche „einfache“ ordinierte Priester mögen im „guten Glauben“ und mit gezeigtem „guten Willen“ ihren Dienst verrichten, wenn auch im völligen Irrtum. Die Zeit ist nahe, in der die Entscheidung jedoch gefällt werden muss. Entweder verharren in „Babylon“ (Info) mit allen Konsequenzen, oder schnellst möglich diesem offenkundigen irdischen Widersacher den Rücken kehren und das Heil im Evangelium suchen (siehe Offenbarung 18,1-8).

Opfer der Kreuzzüge

Ritterrüstung

Ritter und Orden – Soldaten und Heere des Mittelalters

Wie schwierig bis unmöglich es ist, die tatsächliche Zahl der Opfer aus den blutigen Händen Roms zu erfassen, zeigt allein das Beispiel vom sog. Ersten Kreuzzug, propagiert vom Papst Urban II im Jahr 1095 und gestartet in 1096. Jerusalem sollte von den Moslems befreit und wieder vom Christentum eingenommen werden. Über die Jahrhunderte hinweg berichtete die muslimische Welt von rund 70.000 Opfern, die katholische Kirche von „nur“ 10.000 Opfern. Heute, also mit einer zeitlichen Distanz von mehr als 1.100 Jahren, will die moderne Wissenschaft herausgefunden haben, dass es sich in Jerusalem „lediglich“ um rund 3.000 Opfern gehandelt habe. Man scheint sich auch in anderen Bereichen „anders“ an die Geschichte zu erinnern, als es noch vor wenigen Jahren der Fall gewesen ist.

Erster Kreuzzug

Der Erste Kreuzzug begann nicht erst mit dem Abschlachten der in Jerusalem wohnenden Muslime, sondern startete bereits auf den ersten Kilometern auf den Weg gen Nahen Osten. Die vom Pontifex aufgehetzte Horde, mit dem Versprechen eines „absoluten Ablasses“ motiviert, zog raubend und brandschatzend durch die Länder und streckte alles nieder, was nicht den katholischen Glauben innehatte. Wohl nur sehr vorsichtig geschätzt, forderte der von der römisch-katholischen Kirche veranlasste Erste Kreuzzug rund 120.000 Todesopfer.

Zweiter Kreuzzug

Mit dem ersten Kreuzzug hat das Papsttum den Geist aus der Flasche gelassen. Es bildeten sich bereits Kreuzfahrerschaften, Brüderschaften und Orden. Insbesondere der Templerorden hat an Bekanntheit und vor allem Macht gewonnen. Nicht nur dem „Heldentum“ dem Glauben gegenüber verschrieben, sondern auch der Mehrung des eigenen Vermögens anhand von – so würde man heute sagen – lukrativen Banker-Geschäften.

Papst Eugen III rief am 01. Dezember 1145 mithilfe seiner „Kreuzfahrtbulle“ Quantum praedecessores zu einem offiziellen zweiten Kreuzzug auf. Der Aufruf war gerichtet an Frankreichs König Ludwig VII, seinem Volk und auch dem Volk im Norden Italiens. Die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen. Erst nachdem weitere Verbündete zur Teilnahme am Kreuzzug überredet wurden, erfolgte der Aufbruch zum Zweiten Kreuzzug Mitte Mai 1147. Gewütet hatten die „tapferen“ Ritter im Nahen Osten, u.a. in Damaskus, dem heutigen Syrien. Der Zweite Kreuzzug endete in einem Fehlschlag.

Dritter Kreuzzug

Der Dritte Kreuzzug startete im Jahr 1189 und zielte wieder unmittelbar auf Jerusalem ab. Es galt Sultan Saladin aus den Stadtmauern zu vertreiben. Friedrich Barbarossa führte den Kreuzzug mit an. Er starb aber, bevor das „Heilige Land“ erreicht wurde. Es blieben noch Frankreichs König Philipp II und Richard Löwenherz von England. Diese Expedition endete jedoch im Jahr 1192 vor Jerusalem unblutig. Es kam zu einem Friedensvertrag. Der Weg bis dahin war allerdings mit unzähligen weiteren Opfern begleitet.

Weitere der vom Papsttum veranlassten Kreuzzüge betrafen nicht die Menschen in fern liegenden Ländern, sondern viel Volksgruppen im eigenen Einzugs- bzw. unmittelbaren Machtbereich. Hier handelte es sich auch nicht um reine „Strafexkursionen“, sondern um die Ausrottung ganzer Volksgruppen (Genozide). Die Schätzungen zu den während den in den Jahren 1095 und 1270 vorgenommenen Kreuzzügen zum Opfer gefallenen Menschen tendieren zwischen 1 und 3 Millionen.

Allgemeine Verfolgungen und Völkermorde

Die Umtriebe der römisch-katholischen Kirche lassen sich nur schwer in einzelne Kategorien fassen. Es gibt zahlreiche Überschneidungen zwischen dem Ausradieren ganzer Landstriche, den Motiven der Inquisition und ab dem 16ten Jahrhundert auch mit der Zielsetzung, den allgemeinen Protestantismus zu vernichten.

Zusammenfassung von John Dowling

„History of Romanism“, John Dowling, 1871, Seite 541 und 542:

John-Dowling-History-of-Romanism-p541-542

Sorgfältige und glaubwürdige Historiker schätzen, dass seit der Geburt des Papsttums im Jahr 606 bis heute mehr als fünfzig Millionen Menschen aus der Menschheitsfamilie von päpstlichen Verfolgern wegen des Verbrechens der Häresie abgeschlachtet wurden, im Durchschnitt mehr als vierzig Tausend religiöse Morde für jedes Jahr der Existenz des Papsttums. Natürlich war die durchschnittliche Zahl der jährlichen Opfer in jenen düsteren Zeiten, als das Papsttum in seinem Glanz war und der Despot der Welt regierte, weitaus höher; und es ist viel weniger geworden, seit die Macht der Päpste, die Nationen zu tyrannisieren und die Fürsten der Erde durch die Schrecken der Exkommunikation, des Verbots und der Absetzung zu zwingen, ihre ketzerischen Untertanen abzuschlachten, abgenommen hat.

Die zugehörige Fußnote lautet:

History of Romanism - Page 542

Keine Berechnung kann die tatsächliche Zahl derjenigen reflektieren, die auf unterschiedliche Weise zu Tode gebracht wurden, weil sie das Evangelium aufrechterhalten und dem Verderben der Kirche von Rom entgegenstehen. Eine Million arme Waldenser starben in Frankreich; Neunhunderttausend orthodoxe Christen wurden in weniger als dreißig Jahren nach der Einführung des Jesuitenordens getötet. Der Herzog von Alva prahlte, er habe in den Niederlanden innerhalb von wenigen Jahren durch die Hand des gewöhnlichen Henkers Dreiundsechzigtausend Gläubige töten lassen. Die Inquisition zerstörte durch verschiedene Folterungen innerhalb von dreißig Jahren hundertfünfzigtausend Seelen. Dies sind einige wenige Beispiele von denen, die die Geschichte aufgezeichnet hat; aber die Gesamtmenge wird niemals bekannt sein, bis die Erde ihr Blut offenbaren und nicht mehr ihre Leichen decken wird.

Beschreibung von William C. Brownlee

„The Roman Catholic Religion Viewed In The Light Of Prophecy And History“, 1848, William Craig Brownlee (1784-1860), Seite 96:

Roman-Catholic-Church-Prophecy-p97

Die besten Schriftsteller zählen fünfzig Millionen Christen auf, die durch Feuer, Schwert und Inquisition zerstört wurden; und fünfzehn Millionen Eingeborene des amerikanischen Kontinents und der amerikanischen Inseln; und drei Millionen Mauren in Europa und eineinhalb Millionen Juden. Nun, hier sind neunundsechzig Millionen und fünfhunderttausend Menschen, ermordet von ‚der Frau aus den römischen Hügeln, die vom Blut der Heiligen betrunken war‘. Und diese schreckliche Liste umfasst nicht diejenigen ihrer eigenen Untertanen, die bei den Kreuzzügen in Asien und in ihren Kriegen gegen europäische Christen und in Südamerika gefallen sind! Wann und wo, ich bitte Sie, hat Mohammed jemals ein solches Heer ermordet, so eine Welt der Menschen!

Waldenser

Über viele Jahre hinweg verfolgten die Häscher im Auftrag der römisch-katholischen Kirche die in den Jahren 1160 bis 1560 in den Alpenraum im Grenzgebiet Italien-Frankreich versteckten Waldenser. Insgesamt 36 Verfolgungswellen löschten das Volk der Waldenser fast vollständig aus. Ihr „Vergehen“: Sie lehrten das Evangelium so, wie es geschrieben steht. Auch deren Aufzeichnungen fielen zum größten Teil den „Säuberungsaktionen“ der römischen Kirche zum Opfer.

Samuel Clarke (1599-1682), geboren im englischen Warwickshire, Sohn eines Pfarrers einer besonders puritanischen Gemeinde und Autor des Buches „Martyrology“, 1652, beziffert die Zahl der allein in der ersten Hälfte des 13ten Jahrhunderts und auf dem Gebiet von Frankreich ermordeten Waldenser auf rund 2 Millionen Menschen.

Katharer – Albigenser

Verfolgung - Folter

Die Häscher Roms kannten keine Grenzen

Innozenz III, einer der mächtigsten bzw. einflussreichsten Päpste in der Kirchengeschichte und „Einverleiber“ der Englischen Krone, hatte es unverkennbar auf die Katharer, auch Albigenser genannt, abgesehen. Die Aktionen gegen die Katharer waren durchgeführt als handfeste Kreuzzüge. Der päpstliche Vernichtungsfeldzug gegen die Volksgruppe der Katharer sollte absolut ausfallen. Papst Innozent III schickte die Häscher los mit dem Befehl, „Tötet sie alle, Gott wird die seinen schon erkennen“.

Die ausgezogenen katholischen Kreuzritter nahmen ihn beim Wort. In Béziers fielen im Juli 1209 dem Gemetzel alle(!) rund 22.000 dort lebenden Menschen zum Opfer. Man war nicht wählerisch, denn zu den Opfern zählten auch Katholiken. Diese wollten die dort versteckten Katharer nicht ausliefern. Deshalb wurden die meisten niedergemetzelten Katharer aus den Kirchgebäuden gezogen, wo sie sich Schutz erhofft hatten.

Im August 1209 wüteten die päpstlichen Ritter in der Stadt Carcassonne, überfüllt von Flüchtlingen. Den meisten Menschen gelang die Flucht. Rund 500 Einwohner blieben, vor allem Kinder, Alte und Kranke. 100 wurden unbekleidet aus der Stadt verjagt, die restlichen 400 wurden gehängt oder verbrannt. Im Anschluss wurden rund 400 Katharer der Stadt Minerve ebenfalls verbrannt. Der Albigenserkreuzzug endete erst im Jahr 1229.

Hinzu kommen zahlreiche Mordfälle an Katharer, die nicht in den überfallenen bzw. belagerten Städten vollzogen wurden, sondern nach Verschleppung und Aburteilung durch die Inquisition. So fand in 1278 in Verona eine öffentliche Hinrichtung von rund 200 Katharern statt. Sie wurden allesamt verbrannt.

Hugenotten

In Frankreich gerieten ab dem Jahr 1560 die Protestanten gemäß Johannes Calvin ins Visier der römischen Verfolger. Immerhin bildete die Gruppe der Hugenotten im Jahr 1560 einen Anteil von gut 12 Prozent der gesamten Bevölkerung Frankreichs. Es handelte sich um rund 2 Millionen Menschen.

In Verbindung mit der Volksgruppe der Hugenotten sind insbesondere die „Hugenottenkriege“ und die sog. „Bartholomäusnacht“ sehr bekannt. Am 24. August 1572 begann in Paris ein Pogrom gegen die Hugenotten. Dieses Niederschlachten der Protestanten breitete sich in fast ganz Frankreich aus. Heute zählt man rund 3.000 ermordete Hugenotten in Paris und rund 10.000 verteilt über das Land.

Papst Gregor XIII war von der Nachricht über das Gemetzel gegen die Hugenotten derart berührt, dass er eine Gedenkmünze prägen ließ. Auf der Vorderseite sein Konterfei und auf der Rückseite ein kämpfender Engel, der mit einem Schwert die Hugenotten niedermacht. „Ugonottorum Strages 1572“ („Die Niederlage der Hugenotten 1572“), so die Aufschrift. Der Papst beauftragte den Künstler Giorgi Vasari für die Anfertigung von drei Wandmalereien zur Würdigung des Ereignisses. Ein Fest wurde veranstaltet.

Ausgelöste Massenflucht aus Europa

Die beständigen Verfolgungen und Mordzüge veranlassten neben den Hugenotten auch weitere Protestanten zur Flucht aus dem von Rom regierten Europa gen „Neue Welt“ und auch Südafrika. Dies auch nur, wenn nicht ohnehin eine Vertreibung stattgefunden hatte. John Lord zeigt dies in „Beacon Lights of History“, Vol. VI, Seite 325, auf:

Beacon Lights of History - p325

Den Jesuiten werden weiterhin politische Intrigen vorgeworfen; Dies ist eine häufige und berüchtigte Anschuldigung. Sie versuchten, die Kabinette Europas zu kontrollieren; Sie hatten ihre Spione in jedem Land. Die Intrigen von Campion und Parsons in England zielten auf die Wiederherstellung der katholischen Monarchen ab. Maria von Schottland war ein Werkzeug in ihren Händen, ebenso wie Madame de Maintenon in Frankreich. La Chaise und Le Tellier waren bloße Politiker. Die Jesuiten waren immer politische Priester; Die Geschichte Europas der letzten dreihundert Jahre ist voller Intrigen. Ihr politischer Einfluss richtete sich auf die Verfolgung von Protestanten und Ungläubigen. Ihnen wird vorgeworfen, die Aufhebung des Edikts von Nantes herbeigeführt zu haben – eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Neuzeit, das zur Vertreibung von vierhunderttausend Protestanten aus Frankreich und zur Hinrichtung weiterer vierhunderttausend führte.

Opfer der Inquisition

Handfessel

In den Fängen der Inquisition

Im Allgemeinen ist die Inquisition eine Einrichtung zur Bewahrung der römisch-katholischen Dogmen und zur Untersuchung der davon abweichenden Lehren. Die erste Inquisition wurde im Jahr 1184 von Papst Lucius III beauftragt. Vorläufig eine interne Untersuchung, denn es betraf die vermutete Häresie in den eigenen Diözesen. Papst Gregor IX installierte im Jahr 1227 erstmals Richter gegen die „ketzerische Verderbtheit“. Die meisten Richter gehörten dem Dominikaner- und Franziskanerorden an.

Im Jahr 1252 erteilte Papst Innozenz IV die Erlaubnis, während einer Inquisition die „hartnäckigen Ketzer“ von Laien „peinlich befragen“ zu lassen. Die Folter war damit zur offiziellen Methode geworden. Ein vor das Tribunal gebrachter Beschuldigter blieb ohne Anwalt, da diese die Anschuldigung der Beihilfe zur Häresie befürchten mussten. Dem Angeklagten blieb noch die unmittelbare Wendung an den Papst, sofern der Beschuldigte über die hierfür notwendigen finanziellen Mittel verfügte. Das Konsultieren eines Papstes ist stets mit einer Kostennote verbunden. Hat der „Ketzer“ seine Schuld eingestanden, aber nicht widerrufen, wurde er den weltlichen Autoritäten übergeben und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Die Inquisition erhielt im 15ten Jahrhundert den Status einer dauerhaften kirchlichen Einrichtung. Es begann mit der Spanischen Inquisition anhand einer päpstlichen Bulle von Papst Sixtus IV am 01. November 1478. Damit kam die Inquisition nicht nur über das spanische Reich, sondern auch in die spanischen Gebiete im „neu entdeckten“ Amerika. Abgeschafft wurde die Inquisition in Spanien erst im Jahr 1834. In Portugal wüteten die institutionellen Inquisitoren zwischen den Jahren 1540 und 1821. Ab 1542 ließ auch Rom seine „Untersucher“ im Gebiet des Kirchenstaates auf die Menschheit los.

Die römische Inquisition fand im Jahr 1965 ein Ende, indem diese Einrichtung schlicht in „Kongregation für Glaubenslehre“ umbenannt wurde. Heute nennt sich diese noch immer existierende Vatikan-Behörde „Dikasterium für die Glaubenslehre“. Der gegenwärtige Präfekt dieser Vatikan-Einrichtung ist Kurienkardinal Victor Fernandez, ein Argentinier, wie sein Chef Papst Franziskus. Fernandez ist gleichzeitig ein Mitglied der vatikanischen Ökumene-Behörde. Als oberster Wächter der kompromisslosen römischen Doktrin eine besonders interessante Verknüpfung. Wer also glaubt, die Inquisition existiert nicht mehr, der irrt. Früher „Raider“, heute „Twix“.

Mit der Inquisition erhielt der Begriff „Häresie“ („Ketzer“) Hochkonjunktur und wird in der Gegenwart von der römisch-katholischen Kirche wieder verstärkt zum Einsatz gebracht. Papst Johannes-Paul II erklärte Menschen, die den Sonntag nicht heiligen, als Häretiker und der damalige Präfekt der Kongregation des Glaubens, Josef Kardinal Ratzinger, forderte für Häretiker eine „angemessene Strafe“. Es war zur Zeit der kirchlichen Herrschaft die „Tradition“, zu Häretiker erklärte Menschen lebendig zu verbrennen, oder bei „Gnade“ die Verurteilten vorher noch zu erdrosseln.

Der erste Großinquisitor

Die Inquisition startete in Frankreich und wütete im Anschluss besonders in Italien, im „Heiligen Römischen Reich“ („Deutschland“), in Spanien, in Portugal, in Polen, in Tschechien und im Balkan. Der erste sog. Großinquisitor Spaniens war Tomas de Torquemada. Er allein hatte, quasi zum Auftakt, rund 2.000 auf dem Scheiterhaufen verbrannte Menschen zu verantworten.

Nach „aktueller Zählweise“ wurden allein in der spanischen Inquisition rund 150.000 Menschen verfolgt und davon bis zu 5.000 Menschen ermordet.

Wenn Vatikan-Archiv als Quelle dient

Wie gehabt ist es heute sehr schwierig bis unmöglich verifizierte Daten über die tatsächliche Zahl der Opfer zu erhalten. Der Vatikan öffnete seine bis dahin unter Verschluss gehaltenen Archive zum Bereich Inquisition erst im Jahr 1998. Zu beobachten ist durchgehend, dass historische Zahlen nach „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ generell teils erheblich nach unten korrigiert werden. Es gibt, bzw. gab nur wenige Quellen und Archive und davon befand sich der mit Abstand größte Teil in den Händen der Kirche Roms.

Die Zahl der allein durch die spanische Inquisition ermordeten Menschen variiert zwischen 30.000 bis 300.000 Opfer. Andere Historiker sprechen von Millionen Menschen. Die „moderne Forschung“ spricht heute von „weitaus weniger Opfer als gedacht“. Die Zahl der von der römisch-katholischen Kirche anhand der Inquisition getöteten Muslime, Juden, „Hexen“ und Nicht-Katholiken (automatisch Ketzer) zwischen dem 13ten und 19ten Jahrhundert sei viel niedriger als bisher angenommen (Quelle).

Quelle dieser wissenschaftlich fundierten Erkenntnis:
Die Archive des Vatikans (!)

Aus diesen Archiv-Funden ginge auch hervor, dass die meisten Hinrichtungen von nicht-kirchlichen Gerichten durchgeführt wurden. Das dürfte durchaus zutreffen, denn der Urteilsspruch der Inquisition wurde in den allermeisten Fälle der Weltlichkeit zur Vollstreckung übergeben. Hinsichtlich dieses Kriteriums fielen in der Geschichte tatsächlich relativ wenige Menschen der Gerichtsbarkeit der Inquisition unmittelbar zum Opfer. Aber in dieser geheuchelten Unschuld wäscht sich auch heute die Kirche Roms ausgiebig, wenn insbesondere das Thema Ökumene auf der Tagesordnung steht. Gerne wird hier vergessen, dass der Papst die Kaiser und Könige krönte, sie einsetzte und entließ, wie es ihm passte. Das Papsttum beanspruchte Zepter und Apfel, es hielt beide Schwerter in den Händen.

Der 30-jährige Krieg

In Bezug zur Verantwortung bildet der 30-jährige Krieg zwischen 1618 und 1648 eine Grauzone. Beteiligt an einem Krieg sind stets mindestens zwei Parteien. In diesem Fall die römisch-katholische Kirche und die protestantischen Institutionen bzw. den konvertierten Landesfürsten. Je nach „Blickrichtung“ auf die Historie können Urheber und Motive dieses Krieges stark variieren. Hinzu kommt, dass einige Kriegsteilnehmer mit dem Kampf zwischen der Kirche Roms und dem Protestantismus nicht viel am Hut hatten, aber die Gelegenheit beim Schopf packten, um die geopolitischen Belange zu ihrem Vorteil zu verändern.

Aber mal angenommen, die römisch-katholische Kirche hätte die (begründete) Abspaltung der nun protestantischen Kirchen als schmerzhaften Verlust einfach hingenommen („Toleranz“). Wäre es dann zu einem über 3 Jahrzehnte hinweg andauernden Abschlachten eigentlichen gekommen?

Römische Provokation

Das ureigenste Ziel des im Jahr 1534 gegründeten und im Jahr 1540 vom Papst zugelassenen Jesuiten-Ordens war die Vernichtung des Protestantismus und die Wiederherstellung der ursprünglichen Monopolmacht Roms. Noch näher am „Zahn der Zeit“ als heute mit den „modifizierten Erinnerungen“ an die Historie war S.S. Schmucker, Professor der Theologie am „Theological Seminary“ in Gettysburg, USA. In seinem im Jahr 1838 veröffentlichtem Buch „The Glorius Reformation“ schrieb Schmucker:

Muss ich mit Ihnen über den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland sprechen, der hauptsächlich von den Jesuiten angezettelt wurde, um den Protestanten das Recht auf freie Religionsausübung zu entziehen, das ihnen durch den Vertrag von Augsburg gesichert war? Oder an den irischen Aufstand, an die unmenschliche Abschlachtung von etwa fünfzehn Millionen Indern in Südamerika, Mexiko und Kuba durch die spanischen Papisten? Kurz gesagt, nach Berechnungen authentischer Historiker hat das päpstliche Rom das Blut von 68 Millionen Menschen vergossen, um seinen unbegründeten Anspruch auf religiöse Herrschaft zu beweisen.
(unter Berufung auf Dr. Brownlees „Popery an Feind to Civil Liberty“, S. 105)

Der vom Autor angesprochene Vertrag von Augsburg betrifft den sog. „Augsburger Religionsfrieden“ im Jahr 1555. Ein zwischen den Kirchen nur oberflächlich ausgewogener Vertrag. Eine Klausel definierte „Cuius regio, eius religio“ („Wessen Gebiet, dessen Religion“). Die Untertanen eines Herzogs, Fürsten oder Königs mussten die gleiche Religion annehmen wie die des Herrschers. Ein protestantischer Sachse musste zu einem Katholiken konvertieren, wenn dieser nach Bayern umsiedeln wollte, und umgekehrt. Hört sich fair an. Dies war es aber nicht. Die meisterhaft intrigierenden Jesuiten mussten somit nicht ganze Völker „missionieren“, sondern brauchten den örtlichen Herrscher nur umzustimmen oder die Dinge so zu gestalten, dass der Herrscher zur seiner Ablösung „freigegeben“ wurde.

Die Kirche „wünschte“ und der Staat führte aus. Wie gehabt.

Verwüstete Landstriche

Sylvester Hussell (1842-1928), Baptist in den USA und Autor des Buches „History of the Church of God“ (1886) hatte ebenfalls den Urheber des 30-jährigen Krieges genannt und auch grobe Umrisse der Folgen beschrieben. Seite 507:

History of the Church of God - p507

Dies war das Jahrhundert der letzten Religionskriege in der „Christenheit“, des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland, der von den Jesuiten angezettelt wurde und das Volk zum Kannibalismus reduzierte, sowie die Bevölkerung Böhmens von 4.000.000 auf 780.000 und Deutschlands von 20.000.000 auf 7.000.000 verminderte. Und Süddeutschland wurde fast zu einer Wüste, die durch den Westfälischen Frieden im Jahr 1648 beendet wurde und eine Rechtsgrundlage für protestantische Rechte auf dem europäischen Kontinent sicherte;

Millionen von Opfern

Der Galgenbaum

Der Galgenbaum – Eine Szene des 30-jährigen Krieges

Es liegt auf der Hand, dass der 30-jährige Krieg nichts anderes bezwecken sollte, als die Hegemonie der Kirche Roms wiederherzustellen. Das Motiv und damit die Verantwortung für das anhaltende Gemetzel weisen klar auf die römisch-katholische Kirche hin.

Die Angaben über die Zahl der vom 30-jährigen Krieg verursachten Opfer schwanken zwischen 3 und 9 Millionen Menschen. Dies bei einer Bevölkerungszahl von 15 bis 20 Millionen Menschen. Konkretere Angaben gehen von rund 6 Millionen Opfern aus, dies bei einer Bevölkerungszahl von rund 18 Millionen Menschen im Jahr 1618 (Quelle). Damit hat der 30-jährige Krieg rund ein Drittel der Leben ausgelöscht. Gestorben durch direkte Gewalteinwirkung, Hunger, Frost und Krankheiten.

Gezielter Krieg gegen Protestanten

Nationale, authentische Zeugnisse beweisen, dass in den Jahren 1540 bis 1570 in den verschiedenen Ländern Europas fast eine halbe Million Protestanten in der Öffentlichkeit hingerichtet wurden. Dies betrifft lediglich die offiziell registrierten Ermordungen, nicht aber die Opfer der außerhalb der kirchlichen Justiz durchgeführten Mord-Umzüge, worüber nie Aufzeichnungen erstellt wurden.

Eine Aufstellung vo J.P. Callender

In „Illustration of Popery“ zeigt J.P. Callender im Jahr 1838 auf, wie es sehr vielen Protestanten unter der Tyrannei der Kirche Roms ergangen ist. Seite 400:

Illustration of Popery - Page 400

Seit dieser apokalyptischen Periode, dem Jahr, das ‚die Zahl des Tieres sechshundertsechsundsechzig‘ einschließt: So unvollkommen die Aufzeichnungen auch sind, haben die tiefgründigsten Historiker die Zahl der Christen geschätzt, die entweder direkt oder indirekt geopfert wurden. Der barbarischen und unersättlichen, blutrünstigen Gefräßigkeit der römischen Päpste und den Anhängern ihrer maßlosen Tyrannei sind während dieser langen, langen Zeitspanne mehr als 50.000.000 Menschen, Familien oder nahezu 45.000 pro Jahr zu verdanken.

Selbst seit der Reformation im 16. Jahrhundert, von 1540 bis 1570, also nur dreißig Jahre, ist durch nationale authentische Zeugnisse belegt, dass in verschiedenen Ländern Europas fast eine Million Protestanten öffentlich hingerichtet wurden, zusätzlich zu all denen, die getötet wurden, privat zerstört wurden und über die keine menschlichen Aufzeichnungen existieren. Vergerius, ein wütender päpstlicher Historiker, bezeugt mit Ausdruck großer Genugtuung, dass während des Pontifikats von Papst Paul IV, der die berühmte Bulle mit dem Titel ‚Verdammung Elisabeths von England‘ herausgab; und der nur vier Jahre auf dem päpstlichen Thron saß, ‚mordete allein die Inquisition durch Folter, Hunger oder Feuer mehr als 150.000 Protestanten‘.

Eine Zahl, die im Kontrast steht zu dem erst seit 1998 öffentlich einsehbaren Archiv „Sant’Ufficio“ des Vatikans. Eine vorgenommene „Bereinigung“ der Archiv-Bestände während der Digitalisierung und Aufbereitung für die Wissenschaft kann nicht ausgeschlossen werden.

Schilderung von Sylvester Hassell

Ein ungefähres Bild der massiven Verfolgung von Protestanten seitens der katholischen und damit Rom hörigen Landesfürsten zeigt Sylvester Hassell in „History of the Church of God“, Seiten 516 und 517:

History of the Church of God - P516-517

Zusätzlich zu den jesuitischen oder katholischen Gräueltaten dieses Jahrhunderts, die bereits mit einigen Einzelheiten aufgezählt wurden, massakrierten sie am 19. Juli 1620 in Grossoto in der Lombardei 400 Protestanten; sollen 1641 in Irland 400.000 Protestanten durch Mord, Kälte, Hunger und Ertrinken getötet haben; 1601 wurden 500 Familien der Waldenser im Piemont auf grausame Weise verbannt; 6.000 dieser armen Menschen wurden im Jahr 1655 auf teuflische Weise gefoltert, empört und massakriert; 12.000 dieser harmlosen Menschen Gottes wurden im Jahr 1686 teilweise abgeschlachtet, teilweise auf schändlichste Weise eingesperrt und auf höchst unmenschliche Weise verbannt, Tausende von ihnen wurden wie Schafe zur Schlachtbank geführt, weil sie sich den verderblichen Götzendiensten Roms nicht beugen wollten.

Eine knappe Zusammenfassung

Eine gute Zusammenfassung von den diabolischen Umtrieben der römisch-katholischen Kirche bietet George Bourne in „The American Textbook of Popery“, 1846, Philadelphia, USA:

The American Textbook of Popery - p410

Verrat. Der folgende Absatz aus der „Überprüfung der Prinzipien und der Geschichte des Papsttums“ enthält eine genaue Zusammenfassung des Romanismus, da er das Interesse und die Sicherheit protestantischer Regierungen und Nationen betrifft. „Widerspenstige Fürsten, die nicht bereit waren, den unstillbaren Durst Roms mit genügend christlichem Blut zu stillen, oder die nicht allen papistischen Usurpationen und arroganten Ansprüchen zugestimmt haben, haben keine Gnade erfahren.“ Das Erbrecht wurde verweigert und unterwandert, sei es wegen der geringsten persönlichen Ansteckung mit dem Antiromanismus oder wegen dessen Duldung bei anderen;

The American Textbook of Popery - p411

Und der Wiedererlangung der Macht standen dem rebellischen Herrscher stets unbeschreibliche Schwierigkeiten entgegen, selbst nachdem er alle nur möglichen Verzichtserklärungen gemacht, sich zu den erniedrigendsten Bußen erniedrigt und die großzügigsten päpstlichen Absolutionen erhalten hatte. Wegen vermuteter und tatsächlicher Ketzerei wurden Gouverneure häufiger als aus anderen Gründen mit Exkommunikation und Absetzung bestraft. Hochverräterische Verschwörungen, Verschwörungen, Aufstände und Rebellionen wurden geplant, gefördert, ausgeführt und durch vorgetäuschte Religionsbekenntnisse gerechtfertigt, erfreut und gepriesen.

Diese höllischen Vorgänge wurden blasphemisch der Inspiration Gottes zugeschrieben, und wenn irgendein Erfolg mit dem Plan einherging, wurde er der göttlichen Zustimmung und dem unbestreitbaren wundersamen Eingreifen zugeschrieben. Diese verräterischen Machenschaften auszuführen oder bei dem Versuch zu sterben, galt als unfehlbarer Beweis höchster Frömmigkeit und des sicheren Weges zur ewigen Glückseligkeit; dem Schauspieler Anspruch auf die Ehre des Heiligtums und die glorreiche Krone des Märtyrertums.

Im Gegenteil: Gehorsam und Loyalität der Papisten gegenüber protestantischen Regierungen werden zu verdammenswerten Sünden erklärt, für die es weder in dieser Welt noch in der Ewigkeit eine Vergebung gibt. Um die bigotten Anhänger des Papsttums davon zu überzeugen, dass all diese verräterischen Werke überragender Frömmigkeit sind, wurden vorgetäuschte Gebete, Reden, Sakramente, kirchliche Tadel, Absolutionen, Eide und Bündnisse sowie alles, was in der Religion scheinbar heilig und imposant ist, eingesetzt wurde prostituiert; und alles, was am Aberglauben aufregend und faszinierend ist, wurde von den Anhängern des römischen Priestertums, die jedes Gefühl von Religion, Tugend oder Menschlichkeit verloren haben, wirkungsvoll eingesetzt.

The American Textbook of Popery - p412

Die absolute Pflicht, protestantische Herrscher zu ermorden, insbesondere nachdem der Papst ein Urteil gegen sie ausgesprochen hat, wird ständig gelehrt und vehement verkündet; mit der bewusstesten Entschlossenheit und nach den feierlichsten Vorbereitungen wurde dieses schändliche Verbrechen häufig begangen; obwohl es öfter erfolglos versucht wurde, aber in allen Fällen wurden die unbarmherzigen Mörder in papistischer Wertschätzung zu den allerhöchsten Ehren erhoben: und einige von ihnen wurden mit der gleichen Anbetung verehrt, die den heiliggesprochenen römischen Heiligen entgegengebracht wird.

Die „Reue“ des Vatikans

Papst Johannes-Paul II versuchte sich im Jahr 2000 in einer gezeigten Reue im Namen der römisch-katholischen Kirche. Im März 2000 bat der Pontifex die Öffentlichkeit um Entschuldigung für die in der Vergangenheit von der Kirche begangenen Fehler (Quelle).
Wir vergeben und bitten um Vergebung. Wir bitten um Verzeihung für die Spaltungen unter Christen, für die Gewaltanwendung, die einige im Dienst der Wahrheit begangen haben, und für die misstrauische und feindselige Haltung gegenüber Anhängern anderer Religionen.

Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Opfers und dessen Angehörige. Eine „Entschuldigung“, die einer Verhöhnung gleich kommt, keinesfalls aber als wirkliche Reue gelten kann. Das Bedauern der „Spaltungen unter Christen“ kann an dieser Stelle noch akzeptiert werden, aber die Aussage, „einige im Dienst der Wahrheit“ begangene Gewaltanwendung, stellt eine versteckte Rechtfertigung dieser zahllosen Gräueltaten dar. Gäbe es nicht die großen Bemühungen einer Ökumene, wäre der letzte Satz über die feindselige Haltung gegenüber Anhänger anderer Religionen mit großer Wahrscheinlichkeit unter den Tisch gefallen.

Eine „Blanko-Entschuldigung“

Der aufgrund der Vergangenheit „völlig geknickte“ Vatikan verdeutlichte die „inbrünstige Reue“ auch anhand der Erklärung in „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ aus dem Jahr 2017. Ein gemeinsames Schreiben der Kirche Roms und der lutheranischen bzw. protestantischen Kirchen über die „Sünde der Trennung“ und der beabsichtigten Erklärung für die angestrebte Rückkehr zur Vereinigung in den einen „Leib Christi“. In Position 234 heißt es:

Bereits in seiner Botschaft an den Reichstag in Nürnberg am 25. November 1522 beklagte Papst Hadrian VI Missbräuche und Vergehen, Sünden und Fehler, sofern kirchliche Autoritäten sie begangen hatten. Viel später – während des letzten Jahrhunderts – hat Papst Paul VI in seiner Eröffnungsrede zur zweiten Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils Gott und die getrennten Brüder des Ostens um Verzeihung gebeten. Diese Geste des Papstes fand Ausdruck im Konzil 92, Kapitel V selbst, vor allem im Ökumenismusdekret und in der Konzilserklärung über die Haltung der Kirche zu den nicht-christlichen Religionen Nostra Aetate„.

In anderen Worten: In 1522 hatte bereits Papst Hadrian VI Fehler der Kirche eingestanden, falls diese überhaupt von den Verantwortlichen der Kirche begangen wurden. Das müsse ausreichen, auch für die nach 1522 begangenen „Fehler“. Die „eigentliche Sünde“ der Kirche liege in der Trennung und dies müsse beseitigt werden.

Das alles kann man nicht wirklich ernst nehmen!

Nur ein kleiner Auszug

Falls nun der Einwand kommt, „ja, aber die Protestanten haben auch…!“.
Ja, auch die protestantischen Kirchen und deren Vertreter können ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Auch Martin Luther ist kein unbeflecktes Schäfchen, sowie einige weitere Protestanten zu seiner Zeit und auch später. Aber es handelt sich hier nicht um ein gegenseitiges Aufwiegen der verursachten Opfer, auch generell nicht um die (einstigen) protestantischen Kirchen, sondern um die Verbrechen der römisch-katholischen Kirche.

Die Aufstellungen in diesem Beitrag sind nur ein winziger Auszug aus den heute ohnehin schon stark dezimierten Quellen. Mehr als 1.600 Jahre Terror können nicht in wenigen Zeilen wiedergegeben werden. Neben den unzählbaren Opfern und dem unsäglichen Leid der Menschen aufgrund des aufgezwungenen katholischen Heidentums kämen noch die weiteren Auswirkungen der Motive dieser römisch-katholischen Institution hinzu. Die unersättliche Gier nach Reichtum und Macht und dies seit den Anfängen dieser Nachfolge-Organisation des antiken Roms.

Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen

Verrotteter Apfel

Die Früchte der Kirche Roms sind faul, faul

Die hierfür entwickelte kriminelle Energie und der Einfallsreichtum für die Bereicherung der Kurie und auch den einzelnen Mitwirkenden, ist beispiellos. Dieser diabolische Charakter ist mit den Kreuzzügen, den Missionsarbeiten (insbesondere durch Jesuiten ab 16tes Jahrhundert) und schon mit den „Weltentdeckern“ auf hoher See und ihrem päpstlichen Segen in die Welt hinausgetragen worden. Zum Leid der dort aufgefundenen indigenen Völkern. Menschenverachtung, Elend, Raub, Mord, Brandschatzungen, Genozid, alles „im Namen Christi“. Tja, welcher „Christi“ (Info)?

Die Teilnehmer der Ökumene beteuern, die Kirche Roms habe sich doch im positiven Sinne geändert. Wirklich? Was genau? Ist seit dem Mittelalter auch nur eine Doktrin widerrufen worden? Wurde auch nur ein Gesetz entschärft? Die Inquisition ist auch heute die Inquisition, auch wenn diese Einrichtung jetzt einen anderen Namen trägt.

Die Kirche hat ihre Natur nicht im Geringsten geändert. Zahlreiche Traditionen wurden von dieser Kirche erst in der Neuzeit zu einem offiziellen Dogma erhoben. Darunter sind z.B. die „unbefleckte Empfängnis Marias“, die „Himmelfahrt Marias“ und die „Unfehlbarkeit des Papstes“. Die römisch-katholische Kirche hat ihre Ziele, ihre Motive und Methoden, ihren Charakter um keinen Strich zurückgenommen. Das kann sie auch gar nicht, denn damit würde sie sich selbst verleugnen und damit auch ihre Existenzberechtigung.

Mit welcher Beharrlichkeit die Kirche Roms ihr Zerstörungswerk vollrichtet, zeigt allein der immense Aufwand für die gelehrte Ignoranz der Gebote Gottes, insbesondere des Vierten Gebotes (Info).

Die ihr im Jahr 1798 zugefügte „tödliche Wunde“ (gemäß Offenbarung 13) betraf lediglich einen Kopf, aber nicht das gesamte Tier. Diese von der „abgekupferten Opferung“ des Hauptes zugefügte Wunde ist längst wieder verheilt. Die Welt blickt Rom seit geraumer Zeit „mit Verwunderung“ hinterher. Es fehlte nur noch die offizielle Übergabe der Macht der einzelnen „Könige“ dieser Erde an dieses Tier und das Szenario des Mittelalters wäre damit wieder hergestellt.

und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde.
Offenbarung 17,5

Bibelverse aus Schlachter 2000

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