Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Abfall innerhalb des Volkes Gottes – Eine Parallele zu Jesaja 30

Abfall innerhalb des Volkes Gottes – Eine Parallele zu Jesaja 30

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Es gibt nichst Neues unter der Sonne. Eine bis heute gültige Feststellung des König Salomons. Die Geschichte wiederholt sich. So auch der einstige wiederholte Abfall des Volkes Gottes in Israel des Alten Testamentes. Der Prophet Jesaja kündigte somit eine sehr sichtbare Parallele zum Abfall innerhalb des Volkes Gottes in der heutigen Zeit an.

Vom einstigen Glauben zum Abfall

Der wahre Glaube an Gott und Seinen Worten ist automatisch mit bedingungslosem Vertrauen verbunden. Jeglicher Zweifel an den Verheißungen und Versprechungen Gottes ist ein Zeichen für mangelnden Glauben. Das Volk Gottes im Alten Testament ist wiederholt vom richtigen Weg abgekommen, hat offensichtlich den Glauben und damit auch das Vertrauen in Gott verloren. Zu den zentralen von Gott gegebenen Aufgaben des Volkes gehörte die Absonderung von den übrigen Heidenvölkern, um durch den gottgefälligen Lebenswandel ein großes, leuchtendes Beispiel geben zu können.

Abfall

Der Glaubensabfall im Volk Gottes

Mit dem Gehorsam hätte das Volk einerseits Gott verherrlicht und andererseits den Heiden den einzig wahren und lebendigen Gott beweisen können. In jeder Phase, in der Gottes Volk nach Seinen Satzungen wandelte, blühte Israel wirtschaftlich und in Frieden auf. Feindliche Staaten scheiterten an jeglichen Eroberungsversuchen oder hegten erst gar keine Pläne für einen Überfall. Doch nur zu oft fiel Gottes Volk von Seinen Satzungen ab, ließ im Glauben nach und brachte auch noch Teile der heidnischen Religionen in die eigenen Reihen mit ein.

Jesaja 30 – Ein Beispiel des Abfalls

Zur Zeit des Propheten Jesajas war das Volk Israel wieder einmal von Gott abgefallen. Dieser Prophet erlebte noch den Nordstaat Israel mit der Hauptstadt Samaria und auch deren Untergang in 721 v. Chr. durch Sanherib, der König der Assyrer. Das Land (Nord-) Israel unter dem letzten König Hosea war bereits so weit abgefallen, dass Gott dem Land und der Stadt Samaria nach wiederholten Züchtigungen ein Ende bereitete. Es blieb noch das südliche Juda mit der Hauptstadt Jerusalem und dort war es mit der Treue zu Gott auch nicht mehr zum Besten bestellt.

Doch zuvor gab Gott noch eine letzte Warnung und der Verheißung, Israel retten zu wollen, sollte es wieder auf den rechten Weg zurückfinden. Durch den Propheten Jesaja zählte Gott die Missstände im Volk Israel auf.

Buch Jesaja 30,1-7:

1 Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der Herr, welche Pläne ausführen, die nicht von mir stammen, und Bündnisse abschliessen ohne meinen Geist, und so Sünde auf Sünde häufen,
2 die sich aufmachen, um nach Ägypten zu ziehen – aber mich fragen sie nicht um Rat –, um sich unter den Schutz des Pharao zu flüchten und Zuflucht zu suchen im Schatten Ägyptens!
3 Aber der Schutz des Pharao wird euch zur Schande werden und die Zuflucht unter dem Schatten Ägyptens zur Schmach.
4 Denn ihre Fürsten sind in Zoan gewesen und ihre Boten bis nach Hanes gekommen.
5 Aber sie müssen doch alle zuschanden werden wegen eines Volkes, das ihnen nichts nützt, das ihnen weder Hilfe noch Vorteil bringt, sondern Schande und Spott!
6 Die Last über die Tiere des Südens: Durch ein bedrängtes und geängstigtes Land, woher die Löwin kommt und der Löwe, die Otter und der fliegende Drache, schleppen sie auf dem Rücken der Esel ihren Reichtum und auf dem Höcker der Kamele ihre Schätze zu einem Volk, das nichts nützt!
7 Denn Ägypten ist nichtig und hilft gar nichts. Darum habe ich es genannt: Das stillsitzende Ungetüm.

Ägypten – Das Symbol der Gottlosigkeit

Ägyptische Sonnenverehrung

Ägypten wollte vom Herrn nichts wissen

Gottes Volk hat sich wieder mit anderen Heidenvölkern eingelassen. Statt diesen Völkern gottgefälligen Wandel vorzuleben, gingen die Auserwählten Gottes Bündnisse mit ihnen ein. Diese Übereinkunft getroffen „ausgerechnet“ mit Ägypten, der „Urquelle“ der Gottlosigkeit und Rebellion gegen Gott. Mit der Aussage des Pharaos gegenüber Moses, „wer ist der Herr, daß ich auf seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den Herrn nicht“ (2. Moses 5,2), haben Ägypten und seine Pharaonen sich das Attribut der Gottlosigkeit selbst aufgedrückt. Und dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Prophetien der gesamten Bibel.

In Zoan wurde Ägypten bereits geschlagen

Der Ort Zoan (Vers 4) war eine Stadt im Norden Ägyptens und wird in der Bibel erstmals in 4. Moses 13,22 erwähnt, mit der Feststellung, dass Zoan 7 Jahre nach der Errichtung der Stadt Hebron erbaut wurde. Bedeutung hat die Stadt Zoan vor deswegen erhalten, weil dort Mose und sein Bruder Aaron mit dem Pharao zusammentrafen. Hier geschahen die Wunder (Stab wurde zur Schlange) und von dort aus wurden auch die über Ägypten kommenden 10 Plagen verkündet. Zoan ist auch der Ort der ägyptischen Gelehrten, bzw. Weisen. Diese dienten dem Pharao als Ratgeber. Gott hat diese Berater als Tore und töricht bezeichnet (Jesaja 19,11). Sie haben ihre Ratsuchenden getäuscht und zum Narren gemacht (Jesaja 19,13).
In Zoan glaubte Ägypten das Zentrum ihrer Weisheit zu haben. Gott zog ihnen schon in den Anfängen „der Geschichte“ einen dicken Strich durch die Rechnung.

Ägypten und Babylon heute

Im Buch Daniel, Kapitel 11, ist eine Prophetie für die Zeit des Endes, also der heutigen Zeit enthalten. In dieser Vorhersage taucht Ägypten in Form des Südkönigs erneut auf (Info). Dieser steht dem in der Prophetie genannten Nordkönig gegenüber.

Im Typus steht der Nordkönig für das damalige Babylon. Das Volk Gottes stand schon geografisch in der Mitte zwischen Babylon (im Norden) und Ägypten (im Süden) und wurde auch immer wieder von beiden Seiten aufgerieben. In der Antike überrannte Babylon das einst so stolze Ägypten und hinterließ damit auch deutliche Spuren im heiligen Land. Eine derartige Konstellation wird gemäß Daniel 11 auch im Antitypus in der Endzeit passieren. Nur, dass hier der Südkönig (Ägypten) für die Gottlosigkeit (Atheismus) steht und der Nordkönig (Babylon) für die heidnische Religion.

Es ist ein geistlicher (End-) Kampf

Das heutige Volk Gottes hat es nicht mit militärischen Auseinandersetzungen zu tun, sondern mit einem geistlichen Krieg, so in Epheser 6,12:
denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].

Die zwei Fronten im symbolischen Süden und im Norden bestehen somit nicht aus militärischen Einheiten, sondern aus Atheismus (Gottlosigkeit) und Heidentum (Irrlehren). Es handelt sich um zwei Fronten der Ideologien. Beide stehen dem Evangelium, also dem Wort Gottes und damit auch der Wahrheit gegenüber. Auch eine Vermischung beider Ideologien aus Nord- und Südkönig kann nicht den Willen Gottes ergeben, das ist unmöglich.

Kirche ist nicht automatisch „Leib Christi“

Petersdom Bescheidenheit

Traditionelle Einbildung bleibt auch nur eine Fiktion

Der Atheismus (Gottlosigkeit) ist im Sozialismus, Kommunismus und auch in den „links-grünen woken“ Bewegungen wiederzufinden. Ein Produkt aus der Zeit der „Aufklärung“ und der Entdeckung der „eigenen Vernunft“. Grundsätzlich ist es sogar schwierig, den Atheismus im eigentlichen Sinne überhaupt zu praktizieren, denn wohl nur die wenigsten Menschen glauben an gar keine Macht, die größer ist als einer selbst.

Das Heidentum ist heute in vielfältiger Weise wiederzufinden. Dabei stellen die anderen großen Religionen gar keine so große Gefahr dar, denn z.B. der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus haben sich jeweils jenes Etikett aufgeklebt, was sie auch repräsentieren. Eine ganz andere Nummer sind jedoch die Religionsgemeinschaften, die einen mit Heidentum durchzogenen Glauben vertreten, sich selbst aber das Prädikat „Christentum“ verleihen. Aus diesem Grund ist die römisch-katholische Kirche schon automatisch als der „Leib Christi“ und auch als das „Volkes Gottes“ disqualifiziert. Auch die einstigen protestantischen Kirchen, sofern sie jemals vollständig zum Evangelium zurückgefunden hätten, haben dem Wort Gottes längst den Rücken zugekehrt. Inzwischen sind diese wieder im Schoß der Mutterkirche Roms.

Der falsche Prophet

Die einstigen evangelikalen Kirchen können wie auch ihre Mutterorganisation nicht (mehr) als christliche Institutionen bezeichnet werden. Sie haben die „woken“ Ideologien des Atheismus übernommen und singen gleichzeitig das Lied der von ihrer Mutterkirche inzwischen eingeführten Ersatzreligion einer „Bewahrung der Schöpfung“ (Info). Mutterkirche und ihre einst evangelikalen Töchter können daher nicht das Volk Gottes sein, sondern verkörpern das, was in der Bibel als das „Tier und der falsche Prophet“ beschrieben ist (Info).

Nordkönig und Südkönig sitzen am gleichen Tisch

So offiziell sich die beiden Ideologien des Nordkönigs (Heidentum) und des Südkönigs (Atheismus) gegenüberstehen mögen, so innig sitzen sie im Geheimen am gemeinsamen Tisch und verbreiten zusammen die gleichen Lügen (Daniel 11,27). Der „geistliche Vater“ der Aufklärung, der Vernunft und der menschlichen Moral und damit des Atheismus ist der gleiche „Geist“ wie die woken, in Regenbogenfarben gepackten Ideologien und es ist der gleiche „Geist“, der die katholische Soziallehre, den Kathechismus und auch „Laudato Si'“ formulierte. Der nach Außen hin ausgetragene Kampf dient lediglich dazu, um das in der Mitte befindliche Volk Gottes von beiden Seiten aufzureiben.

Für die breiten Massen werden mithilfe eines in großer Lautstärke geführten Kampfes lediglich die zwei Alternativen vorgetragen, entweder „woke“ oder „konservativ“. Ganz nach dem Prinzip des „Hegels“ landen am Ende die Menschen entweder im „rechten“ Lager oder im „linken“ Lager (Info). Ein Dazwischen ist nicht vorgesehen, obwohl es diesen gibt. Doch damit handelt es sich um jene Menschen, die aufgrund ihrer Festigkeit zum Evangelium in keines dieser beiden Lager wechseln wollen bzw. können. Diese werden einst im Visier beider großen Grupperierungen als „Störenfriede“ angesehen werden. Das zwischen dem Nord- und Südkönig befindliche Volk wird aufgerieben werden.

Jesaja 30 – Ein Beispiel für die Gegenwart

Schriftrolle

Jesaja beschrieb unsere Zeit in Typus

So wie sich gemäß Jesaja 30 das „in der Mitte befindliche“ Volk Gottes mit der Gottlosigkeit (Ägypten) eingelassen hatte, mit ihnen sogar Bündnisse einging, kann dies auch im geistlichen Sinne auf die heutige Zeit übertragen werden.

Das heutige Volk Gottes (das geistliche Israel) besteht aus jenen Menschen, die das Evangelium noch so vertreten und lehren, wie es geschrieben steht. Das sind die Menschen, die das Wort Gottes befolgen, das Zeugnis Jesu Christi tragen und auch Seine Satzungen einhalten. Eben jene Eigenschaften besitzen, welche einst dem Israel des Alten Testaments zuteilgeworden ist, bzw. es hätte sein sollen.

So wie damals der Abfall in das Volk Gottes eingezogen ist, so kann dieser Abfall vom wahren Glauben auch heute beobachtet werden. Dies zeigt sich in der Zusammenarbeit mit dem „woken“ Ideologien (Südkönig) und die Kooperation innerhalb der Ökumene (Nordkönig). Es liegt auf der Hand, dass auch ein Kompromiss beider Ideologien nicht zum Wort Gottes führen kann. Viele Leiter jener Glaubensgemeinschaft sandten schon vor vielen Jahren ihre ersten Boten als „Beobachter“ und „Gastmitlieder“ nach Babylon aus. Heute sitzen jene als „Vollmitglieder“ am gleichen Tisch der Ökumen (z.B. ACK). Jener Tisch, an dem auch der falsche Prophet anhand seiner Vertetung des Tieres und der übernahme der „woken“ Ideologien als Bindemittel zwischen „Süd- und Nord-Ideologien“ fungiert. Sichtlich haben die Leiter auch die Ratschläge der „Weisen in Zoan“ befolgt.

Das Evangelium wird verworfen

Heilige Schriften

Evangelium leugnen bleibt nicht ohne Konsequenzen

Das sind jene Lehrer, die heute verkünden, dass die Prophetien der Bibel bereits überholt seien, die Offenbarung lediglich die Huldigung der Engel enthalte und auch nicht mehr gelesen werden müsse.

Das sind jene Lehrer, die das Wort Gottes über den Haufen werfen, weil diese nicht mehr zeitgemäß erscheinen und nun gemäß dem neuen Zeitgeist interpretiert werden müssten. Jesaja 30,9-11 beschreibt es:
Es ist ein widerspenstiges Volk, lügenhafte Söhne, Söhne, die das Gesetz des Herrn nicht hören wollen; die zu den Sehern sagen: »Ihr sollt nicht sehen!« und zu den Schauenden: »Schaut uns nicht das Richtige, sondern sagt uns angenehme Dinge und schaut uns Täuschungen! Verlaßt den Weg, biegt ab von dem Pfad, laßt uns mit dem Heiligen Israels in Ruhe!«

Jesaja 30 verdeutlicht zudem, dass Babylon und Ägypten den identischen Urheber aufweisen. So wie in Babylon der Drache als die antreibende Kraft beschrieben ist (Offenbarung 13,4), so machte sich der „Drache“ auch nach Ägpyten auf (Jesaja 30,6). Doch beide Ideologien gehen schon bald gänzlich in Babylon auf. Ägypten ist nichtig und Babylon wird kurz darauf sein Ende finden.

Gott hat die Konsquenzen für diese Lehrer, die an ihren eingegangenen Abwegen festhalten, angekündigt:

Und er wird sie zerbrechen, wie man ein Töpfergeschirr zerbricht, das schonungslos in Stücke geschlagen wird, so daß man unter seinen Stücken nicht eine Scherbe findet, mit der man Glut vom Herd holen oder Wasser aus einem Tümpel schöpfen könnte.
Jesaja 30,14

Bibelverse aus Schlachter 2000

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