Der siebente Tag der Woche (“Samstag”) ist der von Gott gesegnete und geheiligte Tag, der Sabbat. Sieben Gründe, warum der biblische Sabbat beachtet werden sollte. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen.
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Der Sabbat kam nicht “zwischendrin”
Der Sabbat Gottes, das Vierte Gebot, wurde bereits zum Abschluss der 6-tägigen Schöpfung eingerichtet. Beinahe der Mittelpunkt aller 10 Gebote auf den Steintafeln, die Gott dem Moses auf dem Berg Sinai überreichte. Keine erstmalige Formulierung der Gebote, sondern eine “schriftliche Erinnerung”, denn die Gesetze Gottes haben ewigen Bestand und waren folglich auch vor Sinai voll gültig (Info).
Mit der Einrichtung des Sabbats am 7ten Tag der Schöpfung ist auch schon geklärt, dass der Sabbat keine exklusive Einrichtung für das Volk Israel bzw. das jüdische Volk ist, sondern für die gesamte Menschheit gilt (Info). Daran ändert auch nichts, dass schon um das 3te Jahrhundert nach Christus der Sabbat von einigen “Kirchenvätern” als der “jüdische Sabbat” diskreditiert wurde und stattdessen der 1te Tag (“Sonntag”) zum “Tag des Herrn” erklärt wurde. Eine Tradition bis heute, quasi mit deklariertem Gewohnheitsrecht, aber dennoch ein blanker Verstoß gegen Gottes Gesetz.
Sieben Gründe für die Beachtung des Sabbats

So besitzt auch der Sabbat eine “Ewigkeitsklausel”, welche nicht nur für uns in dieser Welt seit der Schöpfung gilt, sondern auch heute und sogar auch in der Zukunft. So wie Gott Sein Sabbatgebot in den Mittelpunkt stellte, so stellte auch der große Widersacher das Vierte Gebot in den Mittelpunkt seiner Angriffe und dies seit Anbeginn und ganz besonders als dieser sein irdisches Machtgefüge eingerichtet hatte (Info).
- Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn (1. Moses 2,3)
- Der Sabbat wird auch auf der neuen Erde beachtet werden. (Jesaja 66,23)
- Jesus Christus selbst hielt stets den Sabbat (z.B. Lukas 4,16)
- Jesus Christus ist Herr auch über den Sabbat (Matthäus 12,8)
- Die Nachfolger Jesu Christi hielten den Sabbat (Apostelgeschichte 13,42-44)
- Das Sabbatgebot (4. Gebot) wurde nicht mit der Kreuzigung Jesu aufgehoben, im Gegensatz zu den Feiertagen (“Sabbaten”) der Zeremonialgesetze (Kolosser 2,14)
- Wer Gott tatsächlich liebt, der hält auch Seine Gebote, und damit den Sabbat ebenfalls (Johannes 14,15)
1. Moses 2,3:
“Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“
Der Zeitpunkt als Gott den Sabbat für die Menschheit einrichtete, die Vollendung der 6-tägigen Schöpfung. Betont für alle Menschen, der gesegnete und geheiligte Tag. Gott hebt Seine Heiligung nicht einfach so auf und dies gilt ebenso für den Sabbat. Die Missachtung des 7ten Tages ist die Entheiligung des Sabbats durch den Menschen und damit die Entehrung Gottes.
Jesaja 66,23:
“Und es wird geschehen, daß an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“
Nach der 1000-jährigen Phase der Ruhe (Millenium, Offenbarung 20) kommt es zur großen finalen Verurteilung bzw. Ausführung des Richterspruches Gottes. Im Anschluss folgt die vollständige Erneuerung des Himmels und der Erde (Offenbarung 21). Der Zustand der ursprünglichen Schöpfung wird von Gott wieder hergestellt. Auch auf der neuen Erde wird der Sabbat beachtet werden. Keine Wiedereinführung, sondern die konsequente Fortsetzung dessen, was bereits zur ersten Schöpfung eingeführt und zwischenzeitlich nie beendet wurde.
Lukas 4,16:
“Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.”
Jesus Christus hielt sich konsequent an den Sabbat. Daran ändern auch nichts die zahlreichen Vorwürfe der Pharisäer und Schriftgelehrten, Jesus habe den Sabbat gebrochen. Das, was Jesus am Sabbat missachtete, waren schlicht die traditionellen Regeln der Pharisäer, nicht aber das Gebot Gottes (Info).
“Betet dafür, dass ihr weder im Winter noch an einem Sabbat fliehen müsst”, so Jesus Christus zu Seinen Jüngern angesichts der vorhergesagten Zerstörung Jerusalems (Matthäus 24,20). Ein dringender Hinweis, dass der Sabbat unverändert Bestand haben wird, auch Jahrzehnte nach Jesu Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt.
Matthäus 12,8:
“Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.“
Alles ist durch Jesus geschaffen worden und es wurde für Ihn geschaffen (Kolosser 1,15-17). Jesus Christus, der “Werksmeister” der Schöpfung (Sprüche 8,22-36), ist auch der Gesetzgeber. Damit ist Er Herr auch über den Sabbat. Daraus allerdings zu formulieren, Jesus habe damit den Sabbat negiert habe, wie es sehr häufig angeführt wird, bleibt das Rätsel derer, die derlei Denkmuster verfallen sind.
Apostelgeschichte 13,42-44:

“Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden darum, daß ihnen diese Worte [auch] am nächsten Sabbat verkündigt würden. Nachdem aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele Juden und gottesfürchtige Proselyten dem Paulus und Barnabas nach, die zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade Gottes zu bleiben. Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.”
(siehe auch Apostelgeschichte 17,2 und 18,1;4;11)
So wie es Jesus Christus vorlebte, das lebten die Apostel nach. Selbstverständlich galt das auch für die Beachtung des Sabbats. Ein Argument, der den Sabbat anzweifelt, ist die fehlende explizite Erwähnung im Neuen Testament, dass der Sabbat gültig ist. Andersherum müssen sich diejenigen die Frage gefallen lassen, ob den ein gültiges Gesetz, welches nie abgeschafft wurde, mit Regelmäßigkeit neu ausgerufen werden muss, um nicht “automatisch zu verfallen”.
Der Sabbat war in der Zeit Jesu Christi und Seinen Aposteln so selbstverständlich wie das tägliche Frühstücksbrötchen von heute. Es war zudem “ausgerechnet” der Sabbat, den die Pharisäer mit unglaublich vielen Zusatzregeln behafteten, welche diesen von Gott geheiligten Tag zu einer Belastung machten. Eben derlei Regelwerke der praktizierten Scheinheiligkeiten, die Jesus Christus den Pharisäern mit Deutlichkeit vorwarf (Matthäus 23).
Kolosser 2,14:
“und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“
Dazu auch die Erklärung bei der Erstellung der Zeremonialgesetze in 5. Mose 31,24-26:
“Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben, da gebot er den Leviten, welche die Bundeslade des Herrn trugen, und sprach: Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, damit es dort ein Zeuge gegen dich sei.“
Das leidige Dilemma, das Gesetz Gottes und das Gesetz Mose zusammen in einen gemeinsamen Topf zu werfen. Eine Verwechslung bzw. das Fehlen der Unterscheidung zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Bestimmungen führen immer zu Missverständnissen. Das Gesetz Gottes (10 Gebote) ist unveränderlich, das Gesetz Mose (Zeremonialgesetze) ist tatsächlich aufgehoben worden. Wie es der Vers in Kolosser 2 beschreibt, handelt es sich mit den aufgehobenen Regeln um “Satzungen”, nicht aber um das ewige Gesetz Gottes (Info).
Johannes 14,15:
“Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!”
dazu auch 1. Johannes 2,4:
“Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;“
und Offenbarung 22,14:
“Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.“
Geht noch mehr Klartext? Wer tatsächlich liebt, Gott und die Mitmenschen, wird (automatisch) die Gesetze Gottes einhalten (wollen). Wer dennoch in beständiger Sünde lebt, weist damit nicht die Liebe auf, welche Jesus Christus als Mensch vorlebte. Behauptet der dauerhaft sündige Mensch, Jesus Christus erkannt zu haben, dann lügt er. Punkt. Der Mensch ist dazu geneigt, sich selbst etwas vorzumachen, vor allem wenn es sich um Emotionen handelt. Das klassische Symptom, die vor allem Pfingstler und andere charismatische Gemeinden deutlich aufzeigen.
Das Evangelium und die Liebe sind jedoch keine Anleitungen bzw. Auslöser für emotionale Wohlfühl-Ausbrüche. Eigene Gefühle (z.B. “höre auf dein Herz und deine innere Stimme” – Info) täuschen in aller Regel. Der Irrtum liegt darin, dass man bei einem “guten Gefühl” die Richtigkeit seines Glaubens (an irgendwas) annimmt, obwohl man falscher nicht liegen könnte. Wie “trocken emotionslos” die Wirkung des Heiligen Geistes sein kann, beschreibt Paulus in Galater 5,23, nachdem er die Frucht des Geistes aufzählte:
“Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“
Sabbat ist ein Gebot Gottes
Egal, ob der Sabbat nun seit 321 (Sonntagsgesetz Konstantin), 325 (Konzil Nizäa) oder ca. 368 (Konzil Laodizäa) von der frühen (katholischen) Kirche abgeschafft und dafür der Sonntag eingerichtet wurde (Info). Die Änderung des Sabbats (“Samstag”) auf den 1ten Tag der Woche (“Sonntag”) ist eine von Menschen durchgeführte Änderung des Gebotes Gottes. Bis heute als Tradition daran festgehalten. Selbst wenn noch weitere 1700 Jahre dran gehängt würden, es änderte nichts am tatsächlich gültigen Vierten Gebot Gottes.
Verfolgt wird, wer am Evangelium festhält
Besonders traurig ist, dass selbst die frühen Protestanten im 16ten Jahrhundert die Sonntags-Heiligung der römischen Kirche beibehielten und auch den Sabbat als eine reine “jüdische Angelegenheit” betrachteten. In Sachen Verfolgung standen Zweige der Protestanten der Kirche Roms in nichts nach, sobald etwas vom eigenen Narrativ des verstandenen Glaubens abwich. Was bei der Kirche Roms auf dem Scheiterhaufen stattfand, erledigten “Streiter” der frühen Protestanten in Form von Ertränken.
Die Verfolgung traf besonders die sog. Wiedertäufer und deren Galionsfigur Hans Hut. Diese proklamierten “lediglich”, dass die Säuglingstaufe nicht biblisch ist und nur die Glaubenstaufe im Erwachsenen-Alter gültig sein kann (Info). So “tauften” die Verfolger die gefassten Wiedertäufer eben erneut, aber nur durch Eintauchen, aber nicht mehr durch das Herausziehen aus dem Wasser. Das geschah erst, als die Opfer kein Lebenszeichen mehr abgaben.
Die Gier nach Macht. Ein zeitloses Phänomen. Das “Recht des Stärkeren”, und wenn hinter den Akteuren auch noch Thron, Kraft und große Vollmacht des großen Widersachers verborgen ist (Offenbarung 13,2), dann hat der Mensch äußerst schlechte Karten (Offenbarung 13,4). Es gibt nur einen, der diesen umfassenden geistlichen Krieg gewinnen kann, und das ist Jesus Christus!
Daran zeigt sich sehr deutlich, dass das Proklamieren der Wahrheit des Evangeliums, und das daran Festhalten, stets zur Verfolgung aus allen, teil nicht zuvor vermuteten Richtungen führen wird. So wird es auch zum “großen Finale” sein, denn:
Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.
Offenbarung 12,17
Bibelverse aus Schlachter 2000
