30. September 2022

Der Sabbat gilt für alle Menschen


Der Sabbat gelte nur für die Jüdischen Gemeinden und daher sei der siebte Tag der Woche auch ein “Jüdischer Sabbat”. Das Christentum halte sich an den ersten Tag der Woche, also den Sonntag. Ein Irrtum.

Der Neue Bund änderte nichts am Sabbat

10 Gebote

Sabbat war, ist und wird bleiben

Die Mehrheit der Evangelikalen ist der Ansicht, dass die Gesetze Mose im Alten Testament hinfällig seien. Daher gelten die 10 Gebote im Rahmen des “Alten Bundes” nicht mehr und der Sabbat betreffe ohnehin einer anderen Gruppe als den Christen. Blickt man jedoch zurück bis zu den Tagen der Schöpfung, ist sehr schnell ersichtlich, dass der 7. Tag der Woche bereits von Anfang an vom Herrn selig gesprochen und geheiligt wurde. So in 1. Mose 2,2-3:

“Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.”

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Judäer.

Auch in Zeiten Mose, als die 10 Gebote des Herrn in Steintafeln geschrieben wurden, war von Judäern weit und breit noch keine Sicht. Es handelte sich noch um das “wandernde” Volk Israel.

Der Neue Bund enthalte keine 10 Gebote mehr

Der Alte Bund wurde von Jesus Christus mit dem Neuen Bund abgelöst. Der Neue Bund ist der “bessere Bund”. Das ist richtig. Allerdings bedeutet dies noch lange nicht, dass der Alte Bund schlecht oder fehlerhaft gewesen sei. Im Prinzip unterscheidet sich der Neue Bund vom Alten Bund überhaupt nicht. Beide Bünde beschreiben den Erlösungsweg und das Heil durch Jesus Christus. Die vom Volk Israel anhand der Stiftshütte, später den Tempel praktizierten Opfergaben symbolisierten das Werk Jesu Christi. Er bereitete den Menschen den Weg zur Erlösung durch Glauben. Nachdem Jesus Christus alle Sünden der Menschen auf sich nahm und den einzig möglichen Preis, den Tod, dafür bezahlte, wurden auch sämtliche Zeremonie-Gesetze hinfällig, welche nichts anderes als Symbole für das Wirken Jesu bedeuteten. Die 10 Gebote Mose (Moralgesetze) wurden mitnichten abgeschafft. Ohne Gesetze gäbe es keine Sünde, da schließlich die Sünde die Übertretung des Gesetzes bedeutet.

Der Sabbat wurde nie abgeschafft

Der Sabbat ist das 4. Gebot des Moralgesetzes und daher auch vollumfänglich gültig. Das 4. Gebot gemäß 2. Mose 20, 8-11:
“Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.”
identifiziert den Herrn eindeutig als den Schöpfer aller Dinge. Da können noch so viele “Götter” definiert werden, nur Er ist unser Schöpfergott. Der Sabbat ist Sein Siegel und das Zeichen Seiner Autorität. Es hat sich nur eine selbsternannte Autorität erdreistet, den Sabbat (Samstag) auf den ersten Wochentag (Sonntag) zu verlegen.

Der Sabbat wird auch im Neuen Testament gehalten

Das Neue Testament gibt zahlreiche Beispiele, dass der Sabbat zu keinem Zeitpunkt beseitigt wurde. Es gibt jedoch eine “Institution”, welche anhand purer Eigenermächtigung den Samstag auf Sonntag verschob. Einige Verse zeigen das Wirken der Apostel nach dem Tod, der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu klar auf, dass der 7. Tag nach wie vor gehalten wird.

Mat 12,5:
“Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind?”

Mat 24,20:
“Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht”
Dieser Hinweis Jesu betraf den aus deren Sicht zukünftigen Untergang Jerusalems. Dies geschah tatsächlich im Jahr 70 n.Chr. unter den Römischen Kaiser Titus, also lange nach der Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu.

Apg 13,14:
“Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich.”

Apg 13,27:
“Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden, durch ihren Urteilsspruch erfüllt.”

Apg 13,42:
“Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden darum, dass ihnen diese Worte [auch] am nächsten Sabbat verkündigt würden.”

Apg 13,44:
“Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören”

Apg 15,21:
“Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.”

Apg 16,13:
“Und am Sabbattag gingen wir vor die Stadt hinaus, an den Fluss, wo man zu beten pflegte; und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren.”

Apg 17,12:
“Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften.”

Apg 18,4:
“Er [Paulus] hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen.”

Heb 4,9:
“Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten.”

Der Sabbat hat auch in der Zukunft Gültigkeit

Dass der Sabbat nie abgeschafft wurde und auch in der Zukunft nie abgeschafft werden wird, zeigt bereits die Sicht des Propheten Jesaja im Alten Testament auf. Er blickte auf die zukünftige Welt, nachdem das Gericht über die Menschheit ergangen war.
Jes 66,23-23:
“Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mach, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr”

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