Wie aus einer Katastrophe eine Tugend gemacht wird – Treibhausgase

„Höhere Emissionen deuten auf Ende der Finanzkrise hin“

Am 04. November 2011 veröffentlichte Welt-Online die alamierende Schlagzeile „Treibhausgase so stark angestiegen wie noch nie“ und berichtete über die im Jahre 2010 „monströs“ angestiegenen Kohlendioxid Anteile in der Atmosphäre. Die erhöhten Werte des Treibhausgases Kohlendioxid übertrafen selbst die schlimmsten Befüchtungen. Die neuesten Zahlen stammen aus den Ergebnissen des US-Energieministeriums. John Reilly, Vizepräsident des Massachusetts Institute of Technology (MIT) dazu „Je mehr wir über die dringende Notwendigkeit sprechen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu kontrollieren, desto schneller steigt er an“.

Energieprobleme

Weltweites Energieproblem
Treibhausgas in Atmosphäre
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die größte Quellen des in die Atmosphäre gepusteten Kohlendioxids haben sich schon längst von USA nach China verlagert. Nordamerika liegt „nur“ noch mehr an zweiter Stelle, danach folgt bereits Indien. Noch zählen China und Indien zu den sog. Schwellenländern, den vollen Status einer Industrie-Nation haben sie somit noch nicht zugesprochen erhalten.
Dennoch wird sogar aus den wissenschaftlichen Reihen der USA kein Versuch unternommen, die drastisch gestiegenen Kohlendioxid-Werte im Jahe 2010 zu beschönigen. Gregg Marland, Professor für Geologie an der Appalachian State Universitiy „Die zusätzliche Schadstoffemission in China und den USA ist für gut die Hälfte dieses enormen Anstiegs verantwortlich“.

Die zuständige US-Regierung, das Energieministerium, sieht es ein wenig anders: „Das ist eine enorm sprunghafte Erhöhung der Werte…..Schaut man sich diese hohen Emissionswerte an, scheint die weltweite Finanzkrise endgültig vorbei.

Die Aussage des Mitarbeiters des Energieministeriums zeigt eine deutliche Schieflage. Um ein Ende der weltweiten Finanzkrise kann es sich beim besten Willen nicht handeln. Entweder ist der Blick für die Realität endgültig vernebelt, oder wiederum ein Versuch, die Bevölkerung von ungeliebten Themen abzulenken. Eine Unterstellung, dass die US-Regierung inzwischen die Haushaltsbilanzen anderer Länder aufgrund von Hoheitsrechten in ihren eigenen Haushaltsdefizit mit einberechnet, wäre dann doch zu gewagt. Zumindest ein willkommenes Thema, um von den eigenen „monströsen“ Problemen noch mehr abzulenken. Gerade als der Blick der Öffentlichkeit von den Europäischen Finanzproblemen gen USA abzuwandern drohte, gewinnt das Thema „Treibhaus-Gefahr“ wieder an Priorität.

Dass ausgerechnet die Wissenschaft und Politik aus dem Land des „notorischen Unterschriftsverweigeres des Kyoto-Protokolls“ den warnenden Zeigefinger erhebt, ist beinahe schon absurd. Mit dem Vergleich einer „gesundenen Wirtschaft und ein Ende der Finanzkrise“ zu den erhöhten weltweiten Emissionen, könnte man schließen, dass es der US-Regierung gar nicht in den Kragen passt, die Position des Luftverpesters Nr.1 an China abgeben zu müssen.

Den wachsenden Schwellenländern wird exakt das Vorgeworfen, was für die heutigen Industriestaaten eine Selbstverständlichkeit gewesen ist. Viele Nation, darunter auch Deutschland, haben über Jahrzente durch die Industrialisierung gigantische Mengen von Treibhausgasen und Staub in die Luft geschleudert. Bis Jemand auf die Idee kam, dass der permanente Ausstoss die Atmosphäre schädigen könnte. Andrew Weaver, ein Klimaforscher von der University of Victoria: „Wir müssen das Energie-Problem in den Entwicklungsländern schnellstmöglich in den Griff bekommen, sonst werden wir dem Problem nicht mehr Herr…Wir sind kurz davor, das Energie-Problem nicht mehr in Schach halten zu können.“.

Lizenzen und Emissionszertifikate – Der große Wurf

Eine „grandiose“ Idee zur Bekämpfung der Klimakatastrophe wird allerdings schon seit Jahren praktiziert. Das sog. Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz. Das Gesetz für den Handel mit der (monströsen) Bezeichnung Treibhausgasemissionszertifikate, brachte Kohlendioxid als Treibhausgas praktisch an die Börse. So kompliziert wie sich die Regelung zum TEHG auch anhören mag, unterm Strich ist das Gesetz zur „Bekämpfung“ des Klimaproblems eigentlich ein Witz. Die Rechte für Kohlendioxid-Emissionen werden als Zertifikate auf den Markt geworfen. Die Industrie der Staaten können aus dem Pott der Emissions-Rechte die gewünschte Anzahl an Zertifikate einkaufen. Einzelne Zertifikate enthalten neben den Regelungen für Kontrolle und Berichterstattungen, auch eine bestimmte Menge an „erlaubten“ Treibhausgas Kohlendioxid. Wer mehr CO2 in die Atmosphäre absondert, als die Zertifikate es zulassen, hat mit Sanktionen zu rechnen. Die Industriestaaten sind darum bemüht die Emissionen durch moderne Technologien deutlich zu verringern. Es bleibt jedoch offen, in wie weit „überflüssige“ Zertifikate mit der „Lizenz zum Auspusten“ an die sog. Schwellenländer verkauft werden. Der größte Haken am Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz ist die ausschließliche Gültigkeit für Kohendioxid. Methan, mit dem 25-fachen Treibhauseffekt gegenüber CO2, ist völlig unberücksichtigt.



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Quelle: wikipedia TreibhausgasWelt-Online (Klima)

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