Das Thema Spaladin in Geretsried ist offenbar abgehakt

Zwischen unbeantworteten Briefen der Geretsrieder Bürgermeisterin Cornelia Irmer an Scheich Adnan Zayni und dessen „Funkstille“ dürfte sich wohl abzeichnen, dass Spaladin über Reißbrett und hübschen Architektur-Bilder nicht hinauskommen wird.

Die Planungen waren 2007 größtenteils fertig gestellt und vorbereitende Arbeiten für geothermische Bohrung im Gange.
Am 10. August 2008 fand der Geretsrieder Bürgerentscheid zum anhaltenden Medienereignis Wellness-Anlage Spaladin statt. Damit wären die höchsten Wogen zum Spa-Thema auch schon überwunden.

Die ersten Hürden ließen sich nicht lange bitten

Den Anfang erster Hürdenaufstellung machte der „berühmte dt. Amtsschimmel“. Die Bürokratie mühlt gründlich und langsam. Bis aus dem oberbayerischen Bergamt das Ok für die Bohrungen kam, war inzwischen rund ein halbes Jahr ins Land gezogen.

Spaladin Wellnessoase

Orientalische Scheinwelt
in Oberbayern

Nach den ursprünglichen Terminplanungen hätte bereits 2011 das von der isländischen Firma Enex errichtete Geothermie-Kraftwerk in Betrieb sein sollen.
Enex konnte die „Felsen der Bürokratie“ durch Geduld überwinden, jedoch brachte die sog. „1. Finanzkrise“ das Unternehmen finanziell ins Straucheln. Das Mutterunternehmen Geysir Green Energy geriet in eine ordentliche Schieflage. Die Firma war mehr damit beschäftigt, sich ums eigene Überleben zu kümmern, als den ersten Schritt für die Kraftwerkserrichtung auf dem Hofgut Breitenbach zu wagen. Oktober 2008 wurde das vorläufige Stopp zum Anlagenbau verkündet.

Lediglich kleine Impulse aus dem Tiefschlaf

Seit Herbst 2008 liegt das Projekt Spaladin Wellness-Oase mehr oder weniger im Koma. Der Hauptinvestor Scheich Adnan Zayni ließ das Projekt offenbar neben seinen weiteren Geschäften im „Stand-By Modus“ nebenher laufen. Der Durchführungsvertrag mit der Stadt Geretsried ging in die Verlängerung und findet zum 28. Febraur 2013 sein Ende.

Von einer weiteren Verlängerung der Frist kann nicht mehr ausgegangen werden. Lt. Merkur-Online blieben schriftliche Anfragen aus dem Geretsrieder Rathaus von Adnan Zainy unbeantwortet.

Die Stadt Geretsried kaufte 2011 für 12,2 Mio. Euro insg. 31,7 Hektar Grund. Davon sollten 12,7 Hektar Landfläche für das Spaladin-Projekt Verwendung finden. Eine Investition in ein Projekt das zur „Fata Morgana“ mutierte.

„Alles halb so schlimm“

Die Stadtverwaltung sieht dennoch mit Zuversicht einem Verstreichen der letzten „Reaktions-Frist“ seitens des verschollenen Scheichs entgegen. Sollte sich bis zum 28.02.2013 kein Ersatz-Investor finden, schalte man auf „Plan B“ um und gebe das Gebiet für die Ansiedelung von Gewerbebetriebe frei.

Geretsried befindet sich in der EU – Das Problem?

Wer dazu bereit ist 80 Millionen Euro in ein Projekt zu Investieren, hat natürliches Interesse an einer positiven Entwicklungssaussicht. Mit dem externen Blick aus Saudi Arabien auf die Euro-Zone sehen die Perspektiven alles Andere als günstig aus.

Sogar die breiten Medien sprechen bereits offen von „bisher versteckten Alternativen“ zu den Euro-Rettungsversuchen. „Heute 80 Mio. Euro investiert und morgen gibt es die Währung nicht mehr“. Ein zu unsicheres Parkett, um ein weites Hinauslehnen aus dem Fenster zu wagen.

Etwas überspitzt dargestellt….

Deutschland steht innerhalb der Euro-Finanzkrise (Bankenkrise) als Geldgeber und Hilfspaket-Spender bereits völlig alleine da. Der Bund muss auf Gelder zurückgreifen, die gar nicht existierten. Kredite werden mit neuen Krediten bekämpft.

Nach dem Bund folgen Länder, anschließend die Kommunen. Es findet sich keine Stufe, die aus dem Vollen schöpfen könnte. Zieht man den innerdeutschen Länderfinanzausgleich in Betracht, stehen Bayern neben Baden Württemberg die Aufgabe zu, als die Financiers die gesamteuropäische Zone zu retten.

Geretsried befindet sich ausgerechnet mitten im „berüchtigten Dreieck“ München – Starnberger See – Tegernsee, einer der finanzkräftigsten Region in ganz Bayern, sogar des ganzen Bundesgebietes. Dieser Umstand festigt direkt die Annahme, als Investor in einer zukünftigen „Kapital-Abfluss-Zone“ geraten zu sein.

Spaladin Wellness-Oase Ade

Was bleibt? Bibisee, Ambach Erhohlungsgebiet, Kochelsee, Walchensee, Tegernsee, Schliersee, Deininger Weiher, etc.. Ausreichend viel Erholung in der Natur pur.







Bild: Bildpixel / pixelio.de

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