Angriffs-Drohungen in Nahost – Israel fordert Krieg gegen den Iran

Priorität: Die Welt muss vor diesem „bösen“ Iran geschützt werden

Wieder sind derbe Töne aus dem Nahen Osten zu hören. Israel erwägt einen militärischen Schlag gegen den „Erz-Feind“ Iran und besteht auf die Unterstützung der westlichen Verbündeten. Der israelische Präsident Schimon Peres verdeutlichte die „Verpflichtung der Welt“, Israel im Falle einer militärischen Auseinandersetzung beizustehen. Die breiten Medien verfolgen nach wie vor die einseitige Richtung, Iran als „den Feind der westlichen Welt“ darzustellen.

Präsident Schimon Peres hält einen Militärschlag gegen Iran für immer wahrscheinlicher. Die Zeitung Haaretz zitierte den israelischen Staatschef, „Die Geheimdienste aller Länder wissen, dass die Zeit abläuft und warnen ihre Führer“.
Schon seit langem vermuten Israel und die westlichen Staaten, dass der Iran innerhalb sechs Monaten eine Atombombe haben könne. Gründe genug damit sich Israel durch die Islamische Republik Iran, mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad an ihrer Spitze, durch deren Atomprogramm „chronisch“ bedroht und einer beständigen Gefahr ausgesetzt fühlt.
„In der noch verbleibenden Zeit müssen wir die anderen Staaten der Welt zum Handeln drängen und ihnen sagen, dass es nun Zeit ist, die uns gegebenen Versprechen einzulösen, ihre Pflicht entweder durch harsche Sanktionen oder durch militärisches Handeln zu erfüllen“, bekräftigte Peres.

Shimon Peres und Arafat

Schimon Peres
Yasser Arafat im Hintergrund

Die Iranführung zeigt zu den Drohgebärden aus Israel jedoch Ruhe und Gelassenheit. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi, „Seit acht Jahren hören wir israelische Drohungen. Wir haben Selbstvertrauen und können unser Land verteidigen“. Eine abschreckende Wirkung gegen israelische Angriffe sieht der iranische Generalstabschef Hassan Firusabadi. Die „Zionisten“ wüssten um die Kapazitäten der iranischen Raketen. Um eine objektive Sicht bemüht sich ein ausländischer Dipolmat in Teheran, „Die heroische Rhetorik im Land sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei einem eventuellen israelischen Angriff und einem Gegenangriff alle Israel unterstützen und helfen würden, dem Iran aber keiner“.

Diplomaten sind jedoch sehr geschickt mit dem „Umschreiben“ von Tatsachen im ausgesprochenen Inhalt. „…dass bei einem ….israelischen Angriff und einem Gegenangriff…“ könnte auch ein versteckter Hinweis darauf sein, dass es von der westlichen Welt zwar akzeptiert werden würde, wenn Israel gegen den Iran einen Militärschlag verübte, aber der Iran es ja nicht wagen sollte, sich zu verteidigen, denn dann würden die Vebündeten Israels unmittelbar mit eingreifen.

Parallelen zu den Angriffen auf den Irak werden deutlich
Satellitenaufnahmen werden vorgelegt, um die Thesen des iranischen Atom (bomben) Programms zu untermauern. Auf den Fotografien seien „Stahlkörper“ zu sehen, die für Tests von hochexplosiven Sprengstoffen, beispielsweise zur Zündung von Atombomben geeignet wären. Diese Aussage kommt im Gegensatz zu den Vorbereitungen zum Angriff auf den Irak, nicht von einem Geheimdienst, sondern von einem namentlich nicht genannten Diplomaten.

Das Land Iran in einem anderen Licht – Etwas zum Hintergrund

Mohammad Reza Pahlavi

Mohammad Reza Pahlavi

Die ehemalige Zusammenarbeit zwischen Israel und Iran wandelte sich zu einer „Todfeindschaft“. Hatte der Iran doch eines der ersten Länder den im Jahr 1948 gegründeten Staat der Juden praktisch anerkannt. Trotz ohne einer formellen diplomatischen Anerkennung, hatte Israel eine ständige Vertretung im Iran eingerichtet. So stellt es auch Welt-Online in einer kleinen Chronologie dar. Jedoch wird wieder einmal „übersehen“, dass der damalige iranische Herrscher Schah Mohammed Reza Pahlavi schon kurz nach der Thronbesteigung am 17. September 1941 sich zu den Verbündeten der USA einreihte. Nachdem der Vater Reza Schah während dem Einmarsch der britischen und sowjetischen Truppen zur Abdankung gezwungen worden ist.
Zwar wurde an Mohammed Reza Pahlavis Position, nachdem dieser im „Eilverfahren“ von den iranischen Abgeordneten als Schah vereidigt wurde, mehrfach von den Briten gerüttelt, aber letztendlich fanden die Besatzer doch noch politische Wege, um Kapital aus der Region Iran schlagen zu können. Nur fünf Wochen nach der Vereidigung des Schahs, machten die britischen und sowjetischen Botchafter unmissverständlich klar, dass Schah Mohammed Reza Pahlavi nur noch eine „repräsentative Funktion“ auszuüben habe.
Das folgende Abkommen (Dreimächteabkommen) besiegelte die zukünftige Entwicklung Irans. Nach dem Abzug der allliierten Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde dem Iran die territoriale Integrität zugesichert. Der Preis: Die Verpflichtung zu militärischer Unterstützung bei der Verteidigung der britischen und sowjetischen Heimatländer, sowie die Gewährung für freien Zugang zu den vorhandenen Kommunikations- und Transportmittel. Zusätzlich forderte das „Abkommen“ die zur Verfügungstellung von Material und Arbeitskräften und das Einführen der Pressezensur!.

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