Israel will IAEA Frist an Iran nicht abwarten – Angriff alternativlos

Militärschlag gegen den Iran ist die einzig mögliche Lösung


Die Stimmen aus Israel gegen den „Erzfeind“ Iran werden wieder schärfer. Militärische Mittel sind ohne weitere Sanktionen gegen die Islamische Republik „alternativlos“. Ein Abwarten des vorgegebenen Ultimatums durch die Internationalen Atombehörde IAEA bis März 2012 scheint von Israel nicht angestrebt zu werden.

Bei einem Ausbleiben weiterer Sanktionen gäbe es zu einem Militärschlag gegen den Iran keine Alternative. So sieht es Dan Schueftan, israelischer Sicherheitsexperte. Es bliebe nur noch der Angriff. Über einen direkten Bezug auf die vom Iran ausgehende Gefahr gegenüber Israel wird jedoch kein Wort verloren. Dagegen sei es eine Gefahr, den Iran ungehindert Kernwaffen bauen zu lassen, weil es nicht lange dauerte, bis auch „Ägypten, Saudi-Arabien, die Türkei und auch andere arabische Staaten zu Atommächten werden“. Auch andere Staaten wie Brasilien, Venezuela und Argentinien könnten Atomwaffen in ihr Arsenal aufnehmen. Schueftan warnte eindringlich, „dann ändert sich die ganze Welt“. Gibt es keine Sanktionen gegen den Iran, dann müsse man „etwas Militärisches machen“ und fügte hinzu, dass es „am liebsten etwas Amerikanisches“ sein sollte.
Der israelische Sicherheitsexperte ist darüber hinaus davon überzeugt, dass ein Angriff weniger gefährlich sei, als eine „globale Katastrophe“, die dann entstünde, wenn es keine Sanktionen gegen den Iran gibt und die Amerikaner nichts unternehmen.

Israel

Selten freundliche Töne aus Israel
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Wie wahr, die Welt würde sich verändern, wenn auch Saudi-Arabien, die Türkei, Brasilien, Venezuela und Argentinien zu den Atommächten zählten. Diese Länder sind jedoch nur soviel aggressiv, wie es die Medien nach belieben gerne haben wollen. Das Land Israel ist dank amerikanischer Unterstützung „bis an die Zähne“ bewaffnet und besitzt u.a. von Raketen getragene Atomsprengköpfe. Das Land Israel ist geografisch ein sehr kleiner Staat, geradezu „umzingelt“ von muslimischen Nachbarstaaten. Die Unterstützung der USA ist bei einem Angriff Israels auf den Iran in Frage gestellt. Hilfen von anderen Ländern dieser Welt erwartet nicht einmal Israel selbst. Ein Angriff gegen den Iran im Alleingang könnte nur aufgehen, wenn die „verdächtigen“ Atomanlagen per Überraschungsangriff zerstört werden sollen, um unmittelbar danach wieder abzuziehen. Doch die Überraschungseffekte sind schon in vorherigen Militäraktionen verpulvert worden. Der Irak durfte dieses Vorgehen in den 80-er Jahren hautnah erleben, als Israel die Atomanlagen Iraks im Visier hatte. Dem Iran dürfte die Militäraktion als Nachbar noch gut in Erinnerung geblieben sein.

Mit einem militärischen Angriff könnte Israel die benachbarten muslimischen Staaten dazu bringen, militärisch aktiv mit einzugreifen. Ohne die Unterstützung der USA, hätte Israel voraussichtlich sehr schlechte Karten. Die eigentliche Gefahr liegt genau darin, dass Israel entweder gezwungen sein wird, Atomwaffen einzusetzen, oder diese im Fall einer kompletten Niederlage dem „Feind“ zu übergeben. Beide Varianten beinhalten einen unkalkulierbaren Ausgang.
Eine „passive“ Unterstützung der USA könnte jedoch bereits im Gange sein. In Syrien spitzt sich die innenpolitische Lage derart zu, dass ein Bürgerkrieg wie jüngst in Libyen, nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Ein Syrien im Bürgerkrieg stellt sich nach Außen für eine Zeit lang selber kalt.



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Quelle: Reuters

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