Das schwache Argument der IAEA als Kriegsgrund gegen Iran?

Aufgedeckte Lügen der Vergangenheit werden wissentlich übergangen

Die Hetze gegen den Iran findet eine Fortsetzung. Der Vorwurf, das iranische Atomprogramm als eine versteckte Entwicklung von Atombomben zu nutzen, stützt sich auf die Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die erklärt: „Die Informationen weisen darauf hin, dass der Iran Arbeiten zur Entwicklung eines nuklearen Sprengkörpers durchgeführt hat“. Manche Experten fürchteten, dass das Mullah-Regime eine kritische Masse von Spaltmaterial schon im kommenden Jahr im Besitz haben könnten .

Nicht anders kann deshalb der Artikel der Welt-Online mit ihrer reisserrischen Schlagzeile „Israels Angst vor Ahmadinedschads Holocaust…Das iranische Atomprogramm zielt auf eine Bombe – und in Israel diskutiert man einen Erstschlag. Lässt sich das Horrorszenario noch verhindern?“, erklärt werden.

Die westlichen Diplomaten und Geheimdienste seien sich seit dem IAEA-Bericht darin einig, dass der Iran die Atombombe anstrebt und seine Atomanlagen nicht ausschließlich für die friedlichen Zwecke der Stromerzeugung diene.

Die IAEO / IAEA – Völlig unabhängig objektiv?

Das Amt des Generaldirektors der IAEO (=IAEA) wurde einst vom Ägypter Mohammed el-Baradei bekleidet. Er war zwischen 1997 und 2009 der Chef der Internationalen Atomenergieorganisation mit Sitz in Wien, Österreich. El-Baradei wurde durch seine Kritik an der Begründung der USA für den Irak-Krieg scharf angegriffen. Es ging um die Behauptung von vorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak, um einen Feldzug gegen das Land begründen zu können. Mohammed el-Baradei erkannte die Finte und sprach dies offen aus. Die US-Regierung unter George W. Bush versuchte über einen langen Zeitraum hinweg, die Wiederwahl el-Baradei zu verhindern. Der Druck auf el-Baradei sollte mit dem Vorwurf, er spreche sich nicht deutlich genug über die Atomprogramme des Irans aus, noch erhöht werden. el-Baradei kritisierte zwar, dass der Iran die Inspektoren nicht den gewünschten freien Zugang gewähre, aber dem ausdrücklichen Verlangen der USA, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu bestätigen, widersetzte er sich vehement. Darüber hinaus warnte er vor militärische Aktionen gegen den Iran und befürwortete diplomatische Verhandlungen. Nach dem Treffen zwischen el-Baradei und der US-Außenministerin Condoleezza Rice wurden die „Meinungsverschiedenheiten“ der Öffentlichkeit gegenüber beigelegt.
Im Jahre 2004 stellte sich heraus, dass die US-Regierung die Aktivitäten el-Baradeis systematisch überwachten, sog. „Lauschangriffe“ gehörten ebenfalls zu diesen Maßnahmen. Erst als langsam die Wahrheit in die Öffentlichkeit durchdrang, dass die USA die meisten der Gründe für den Irak-Angriff aus „freien Stücken“ erfand, beruhigte sich die „feindliche Haltung“ der US-Regierung der IAEO gegenüber. Yukiya Amano ist seit dem 01. Dezember 2009 Nachfolger el-Baradeis und kann (noch) als ein „unbeschriebenes Blatt“ bezeichnet werden.
Das aggressive Vorgehen der US-Regierung gegen die Internationale Atomenergiebehörde, nur um die eigenen Interessen für ihre „Weltgeschicke“ durchzusetzen, zeigt sehr deutlich, dass auch eine internationale Behörde im neutralen Wien, keineswegs uneingeschränkte Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten besitzt. Schon aus diesem Grund dürfen „Bestätigungen“ aus dieser Behörde auf ihren Wahrheitsgehalt angezweifelt werden.

Israel provoziert offen und immer weniger hören zu

Frieden im Nahost

Ein Traum für Nahost
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

In derzeitiger Lage würde Israel mit einem militärischen Schlag gegen den Iran für sich alleine gestellt sein. Die USA warnte vor den Absichten, Iran miltitärisch anzugreifen. Russland sowie China würden die Rolle des „neutralen“ Zuschauers wohl aufgeben. Geograrisch hat sich der Iran seit dem Ende des Kalten Krieges nicht verändert, dafür seine Rolle innerhalb der politischen Interessen um so mehr. USA will zwar den größten Teil der Truppen aus dem benachbarten Irak abziehen, aber neben den noch verbleibenden Einheiten, ist die „Zwischenlagerung“ der Armee im Kuwait nicht als ein Abzug aus der Region zu bezeichnen. Die Beschwerden Russlands, über das einseitge Aufrüsten des Westens, trotz eines Abrüstungsabkommens, wird zwar in den Medien nicht ausgiebig diskutiert, findet aber seine volle Berechtigung. Es stünde gegen den Interessen Russlands, wenn die Westmächte ihren Einfluss auf den Iran ausbreiteten. China importiert riesige Mengen Öl aus dem Iran und kann sich für einen Exportstopp durch Kriegszustände mit Sicherheit nicht begeistern. Russland und China sind politisch und militärisch alles andere als „Zwerge“ und stünden den Unterstützern Israels als gigantische Gegner gegenüber. Im Alleingang dürfte sich Israel im Falle eines Angriffs gegen den Iran ein großes Problem aufhalsen. Der „Überrest“ Palästinas, der Libanon und Syrien würden es nicht dabei belassen, den iranischen Gegenschlägen von der Ferne zu applaudieren.

Gebetsmühlenartige Predigen der breiten Medien

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