21. März 2021

Irrtümer über Ablauf & Details Endzeit


Der propagierte Ablauf und die erzählten Details zur Endzeit sind teils sehr verwirrend. Vorentrückung und 1000-jähriges Friedensreich auf Erden, so einige Thesen. Die Unklarheit darüber müsste allerdings nicht sein. Einfach selbst die Bibel in die Hand nehmen und so die Wahrheit erfahren.

Die „moderne Theologie“ will die „moderne Religion“

Zeitverlauf

Die Zeit läuft ab - Zeit für Wahrheitsfindung in der Bibel

Über die Endzeit, welche sich gemäß den Ankündigungen der Bibel ohne Zweifel bereits im beschleunigten Ablauf befindet, sind Beschreibungen im Umlauf, welche mit den Worten Gottes nicht in Einklang zu bringen sind. Eine der weit verbreitetsten Geschichten ist die sog. Vorentrückung der Christlichen Gemeinden, der anschießend eintretenden Trübsal bzw. Drangsal, der Ankunft des Anti-Christen und finale Ankunft des Messiahs. Dieser wird hier auf Erden ein 1000-jähriges Reich errichten, in das Frieden und Harmonie herrsche. Während diesen 1000 Jahren haben dann die Menschen Gelegenheit, sich zu bekehren. Das alles im Zusammenhang mit einem Dritten Tempel in Jerusalem. Christen, Juden, Moslems und andere Gläubige werden in Einigkeit und Frieden auf Erden leben. Eine Variante, welche sogar von den EV- bzw. protestantischen Kirchen vertreten wird und darüber hinaus auch mit den Vorstellungen des Jüdischen Glaubens übereinstimmen. Dies ist offensichtlich auch so angedacht, da schließlich die „große Einheitsreligion“ das Ziel ist. Immerhin bemühte „Hollywood“ den Schauspieler Nicolas Cage für die Produktion des Films „Left Behind“ (2014). Ein Streifen, welcher genau die plötzliche Vorentrückung mit den möglichen Folgen für die gegebene Zeit darstellen soll.

Allerdings lässt sich diese Darbietung der End- und „Danach-“ Zeit schnell widerlegen, wenn die Bibel zu Rate gezogen wird. So wird u.a. für die These einer (geheimen) Vorentrückung gerne Matthäus 24,40-41 als (vermeintlicher) Beleg verwendet:
„Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen.“

Genauso dargestellt im Hollywood-Streifen, nur waren es nicht Feldarbeiter und Müllerinnen, sondern Co-Pilot und der kleine Bruder. Zurückgelassen wurde u.a. eindrucksvoll ein Priester. Das soll offenbar der Glaubhaftigkeit dienen, wenn die „große Show“ losgeht.

Einfaches Prüfen durch selbst(!) die Bibel lesen

Der vermeintliche Nachweis der Vorentrückung anhand der o.g. Verse in Matthäus geht in Rauch auf, wenn diese während der Bergpredigt von Jesu getätigte Aussage im Kontext gelesen wird. Der „Aufwand“ dafür ist lediglich das Lesen der vorangegangenen und der folgenden Verse. Zugegeben, das Öffnen der Bibel bzw. das Anklicken für die Internet-Version ist anstrengender als die einfache Übernahme von Gehörtem und Gesehenem, kommend von selbsterklärten „Heilsbotschaftern“. Schon ab Vers 29 wird ersichtlich, dass diese Entrückung zum Zeitpunkt Jesu Wiederkunft sein wird. Auch das ergänzende Lesen der folgenden Verse reichte aus. Matthäus 24,42-44:
„So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt! Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“

Deutlicher geht es nicht mehr. Die Entrückungen und Zurücklassungen geschehen nicht zu einem Zeitpunkt X vor dem Beginn der Trübsal, sondern bei Jesu Wiederkunft. Mit diesem Augenblick ist das Ende jedoch besiegelt. Es folgen keine weiteren 3,5 bzw. 7 Jahre mehr. Darüber hinaus bietet die Bibel noch einige weitere Stellen, die nicht nur die Details zu Jesu Wiederkunft beschreiben, sondern auch eine Vorentrückung ausschließen.

Die Variante von 7 Jahren der „Läuterung“ und „Heilung“ in der Zukunft, bei der ein Anti-Christ mit Vielen einen Bund schließen und Speis- und Brandopfer aufhören lassen werde, mit der anschließenden Ankunft des Messiahs, entspringt nicht den Aussagen der Bibel, sondern ist eine „grandiose“ Idee des Jesuiten Francisco Ribera, Ende 16. Jahrhunderts. Dieser kreierte den sog. Futurismus, indem er die letzte Woche der 70-Jahrwoche gemäß Daniel 9 einfach abtrennte und inkl. „Ausschmückungen“ in die Zukunft verlegte. Eine reine eigenwillige Interpretation. Warum? Der Vatikan bzw. das Papsttum wurde von den ersten Protestanten längst als der u.a. auch in der Offenbarung beschriebene Anti-Christ identifiziert. Die Jesuiten, gegründet im Jahr 1534 und im Jahr 1540 vom Papst auf die Menschheit losgelassen, haben nur ein einziges Ziel. Die Vernichtung des im Jahr 1517 so richtig aufgekommenen Protestantismus (Gegenreformation). Schließlich war es dem allgemeinen Volk bis dahin verboten, eine eigene Bibel zu besitzen. Martin Luther übersetzte die Bibel ins Deutsche und William Tyndale ins Englische. Die Verbreitung der Bibel durchbrach das Interpretations-Monopol des Vatikans. Nun musste entsprechend gehandelt werden. Dazu gehörte u.a. das Holen der Kath. Kirche aus der Schusslinie des auf den Anti-Christen zeigenden Fingers. Mit der Legung der 70. Jahrwoche in die Zukunft und die Verbindung mit dem Anti-Christen, war dieser somit noch gar nicht erschienen. Die auf das Papsttum äußerst treffenden Beschreibungen in der Offenbarung wurden somit „ihres Kontext enthoben“. Der Erfolg dieser neuen, von Jesuiten in die Welt gesetzte Interpretation kann an den Verbreitungen auch seitens der EV-Kirchen abgelesen werden.

Über die Gründe für die in die Welt gesetzte Irrlehre zur Vorentrückung ließe sich nur spekulieren. Zumindest suggeriert diese Variante ein quasi zweite Chance. Diese gibt es aber nicht. Wenn Jesus wiederkommt, wird er seinen Lohn dabei haben, für jeden nach seinen Werken. So z.B. in Offenbarung 22,12: „Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Urteile bereits gesprochen sind. Das Gericht (zuerst im Haus Gottes) lief bereits. Wie sonst soll der Lohn bereits bei Jesu Wiederkunft feststehen können? Vordergründig wichtig erscheint zumindest die übereinstimmende Erwartung der Christen und Juden zum künftigen Messiahs und dessen Handlungen.

Was sagt nun die Bibel zum Ablauf der Endzeit?

Die Bibel gibt klare Auskunft über die künftigen Ereignisse. Man braucht diese nur nachzulesen und die leicht verständlichen Aussagen den Predigten der „modernen Theologen“ gegenüber zu stellen.

Eine (geheime) Vorentrückung gibt es nicht. Diese „fällt aus“. Daher werden auch alle Gläubigen in die Trübsal bzw. Drangsal gehen müssen. Matthäus 24,21: „Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“ Gott wird die Tage verkürzen, da ansonsten niemanden mehr auf der Erde übrig bleiben würde. Matthäus 24,22: „Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.“

Doch Jesus wird kommen „wie ein Dieb“, also völlig überraschend in einer Situation des zeitgemäßen Alltags. Genau dann, wenn wohl kaum jemand damit rechnet. 1. Thessalonicher 5,2-3: „Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.“ Die Zeit zum Ende wird so sein wie zu Noahs Zeiten vor der Sintflut. Die Wiederkunft Jesu wird für die „Unbekümmerten und Spötter“ ebenso überraschend kommen wie der plötzliche Regen, nachdem Noah und seine Familie sicher in der Arche waren.

Mit der Wiederkunft Jesus werden die gerechtfertigten Toten auferstehen und die gerechtfertigten noch Lebenden verwandelt werden und gemeinsam Jesus entgegen kommen. 1. Korinther 15,51-52: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“

Jesus wird erscheinen wie der Blitz im Osten aufgeht und bis zum Westen scheint. Matthäus 24,27: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“ Alle Augen werden Jesus sehen können (also in Realität und nicht nur via TV, Rundfunk, andere Medien und Hörensagen). Offenbarung 1,7: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“

Die anderen Toten werden im Grab bleiben. Alle zurückgelassenen Lebendigen werden sterben. Die Erde wird wüst, öde, leer sein. Satan uns seine abtrünnigen Engel werden hier für 1000 Jahre zur Untätigkeit verdammt umher „wandern“. Während dieser Zeit werden die Heiligen im Himmel herrschen und Gericht halten (den Gottlosen und sich von der Gerechtigkeit der Urteile Jesu überzeugen können). Nach den 1000 Jahren wird Satan wieder freigelassen. Dies alles ist klar nachzulesen in Offenbarung 20,3-8:
„Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden. Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus. Die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Chris­tus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre. Und wenn die 1 000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.“ Alle anderen Toten werden auferstehen. Satan hetzt die Auferstandenen zum Sturm gegen das Neue Jerusalem auf. Es erfolgt die endgültige Vernichtung der Verurteilten. (Was ist das Malzeichen? –> hier)

Bei Jesu Wiederkunft werden auch einige Verurteilte auferstehen. Allerdings nur, um die Wiederkunft Jesu miterleben zu dürfen bzw. müssen. Diese werden jedoch bei der endgültigen Vernichtung der Erde wieder untergehen. Klare Hinweise dafür sind zu finden in Offenbarung 1, 7: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde.“. Es werden auch die Menschen Jesu Wiederkunft sehen, welche Ihn „durchstochen“ haben, also die ihn gepeinigt und gekreuzigt haben. Bereits in Daniel 12,2 beschrieben: „Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande.“ Darüber hinaus kündigte Jesus dieses Ereignis auch dem Pharisäer und Hohepriester Kajaphas an. Matthäus 26,64: „Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! Überdies sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels!“

Jesus kommt mit den Heiligen samt des Neuen Jerusalems auf die Erde. Nach der Vernichtung Satans und der Gottlosen entsteht eine neue Erde (Wiederherstellung). Der Zustand wird sein wie in den ersten Tagen nach der Schöpfung. Offenbarung 21,1-2 „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“

Nur die wenigen Beispiele zeigen auf, dass es mit den verbreiteten Thesen einer Vorentrückung, einem 1000-jährigen Reich auf Erden in Friede und Harmonie nicht „ganz stimmen“ kann. Die Wahrheit sieht ganz anders aus und um diese zu erfahren, muss einfach nur die Bibel selbst(!) gelesen werden. (Empfehlung: Schlachter 2000. Die „modernen Bibel-Versionen sind „Kraut und Rüben“). Über die Entwicklungen innerhalb der Gesellschaften zum Ende der Zeit gibt die Bibel ebenfalls einige Auskünfte.




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