23. März 2021

Der Protestantismus existiert nicht mehr – „Heimkehr“


Der Protestantismus nach dem Beginn der Reformation im Jahr 1517 existiert nicht mehr. Äußerlich erscheinen Katholische und EV-Kirchen noch als getrennt, aber es handelt sich längst um eine wiedervereinigte Familie aus einer Mutter und vielen kleinen Töchterchen.

Die Offenbarung spricht hier klar von „Mutter“ und „Huren“

Vatikan

Die Stadt an den 7 Bergen - Die neue Heimat aller Töchter

Noch können zwischen der Katholischen und den Evangelischen Kirchen diverse Unterschiede erkannt werden. Allerdings erscheint dies nur rein äußerlich und dies ausgeprägt am Adressat und Nutznießer der vom Lohn abgezogenen Kirchensteuer. Wer bereits aus eines der (institutionellen) Kirchen ausgetreten ist, darf dennoch indirekt über freizügige Verteilung von Steuergeldern im Milliardenbereich die Kath- und EV-Kirchen alimentieren. In Wahrheit hat der Protestantismus in seinem ursprünglichen Sinne längst aufgehört zu existieren. Dies ist mitunter der Grund, warum sich die „staatlichen“ Glaubenshäuser, wie auch eine ganze Reihe von Freikirchen vom Evangelium entfernten und sich inmitten auf dem Strom des politisch korrekten Zeitgeistes befinden. Die Rückkehr der „Abtrünnigen“ Töchter in den Schoß der Mutterkirche ist bereits vollendet.

Kath. Kirche war nie Bestandteil der Ökumene

Im Rahmen der sog. Ökumene (Eukomene, griechisch = „die Welt umfassend“) kehrten Evangelikalen, Protestanten, Lutheraner, Anglikaner, Baptisten und weitere ev-Kirchen zur Mutterkirche Rom zurück und dies mit Brief und Siegel. Die Katholische Kirche war nie ein Bestandteil der Ökomune. Das verbietet bereits ihr Selbstverständnis. Schon der damalige Präfekt der Kongregation für Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, erklärte im Jahr 2000 klipp und klar, dass es sich im Einbezug der Katholischen Kirche nicht um Schwesterkirchen handelte. „Wir“ sind die Mutter, so seine Feststellung:
“ Es muss immer klar bleiben, auch wenn der Ausdruck Schwesterkirchen in diesem richtigen Sinn verwendet wird, dass die universale, eine, heilige, katholische und apostolische Kirche nicht Schwester, sondern Mutter aller Teilkirchen ist.“ (Quelle). Damit sind die Verhältnisse geklärt. Die „abtrünnigen“ EV-Kirchen sind untereinander Schwestern, gegenüber dem Vatikan aber allesamt Töchter. Das passte auch wie „die Faust aufs Auge“ gemäß der Ansage in Offenbarung 17,5: „und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde.“ Also eine Mutter mit „prostituierenden Töchtern“. Für die Mutter hat Offenbarung 17,18: „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde.“ Hier gilt es, das gesamte Kapitel 7 der Offenbarung im Kontext zu lesen, damit der Zusammenhang klar hervorgeht. Es sollte ohnehin jeder die Bibel selbst in die Hand nehmen und nicht auf das „Hören-Sagen“ vertrauen.

Die Wiedervereinigung ist abgeschlossen

Die Rückkehr der Töchter zur Mutter ist längst besiegelt. In die Wege geleitet bzw. forciert seit dem Vatican II in den Jahren. Das Ergebnis wurde in zwei Etappen abgeschlossen. Am 31. Oktober 1999 unterzeichneten die ersten EV-Kirchen die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (Quelle) und am 31. Oktober 2017 erschien das „gemeinsame Lutherisch-Katholisches Reformationsgedenken“, nachzulesen im Werk „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ (Quelle).

Demonstrativ wurden diese Erklärungen jeweils am 31. Oktober abgegeben, insbesondere das vom Jahr 2017, zum Anlass des 500-jährigen Jubiläums der Reformation. Die von Martin Luther berühmten an der Wittenberg-Kirche angeschlagenen 95 Thesen hatten zwar den angeprangerten Ablasshandel als Schwerpunkt, aber war längst nicht einziges Thema. Umso erstaunlicher ist es, dass die Verantwortlichen der EV-Kirchen diese eindeutig den katholischen Dogmen ausgerichteten Erklärungen einfach so akzeptierten. Die Kath. Kirche hat ihre Dogmen aus dem Mittelalter um keinen Fingerbreit geändert, lediglich „blumig“ umformuliert.

Schon anfängliche Erklärung in „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ ist sehr erhellend zum „Geist“ der dahinter steckt:
Was in der Vergangenheit geschehen ist, kann nicht geändert werden. Was jedoch von der Vergangenheit erinnert wird und wie das geschieht, kann sich im Lauf der Zeit tatsächlich verändern. Erinnerung macht die Vergangenheit gegenwärtig. Während die Vergangenheit selbst unveränderlich ist, ist die Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart veränderlich. Mit Blick auf 2017 geht es nicht darum, eine andere Geschichte zu erzählen, sondern darum, diese Geschichte anders zu erzählen.“ (Kapitel II, Seite 12). Die Urheber einer derartigen, durchaus auch als Geschwurbel bezeichnete „Denkstruktur“ können klar zugeordnet werden. Stichwort: „learning against learning„. Ob diese „Logik“ auch bei anderen geschichtlichen Ereignissen als die Abtrennung der „Tochter-Kirchen“ angewandt wird, sei dahingestellt.

Auszüge aus „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“

Die heutigen Verantwortlichen der EV-Kirchen sehen die Abtrennung von der Mutter-Kirche Rom als einen Fehler, sogar als eine Sünde an: Die wahre Einheit der Kirche kann nur Einheit in der Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus sein. Die Tatsache, dass das Ringen um diese Wahrheit im 16. Jahrhundert zum Verlust der Einheit der westlichen Christenheit führte, gehört zu den dunklen Seiten der Kirchengeschichte. Im Jahr 2017 werden wir offen bekennen müssen, dass wir vor Christus schuldig geworden sind, indem wir die Einheit der Kirche beschädigt haben. Dieses Gedenkjahr stellt uns vor zwei Herausforderungen: Reinigung und Heilung der Erinnerungen und Wiederherstellung der christlichen Einheit in Übereinstimmung mit der Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus (Eph 4,4-6). (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Seite 6).

Mit der Anerkennung des Vatikans als die Mutter aller Kirchen erfolgt auch automatisch derer „Elternschaft“ samt Vorgaben des Kath. Katechismus. Hier gibt es gleich eine ganze Reihe von Abweichungen vom Evangelium, bei denen es sich nicht um leichte Richtungswechsel, sondern teils um die Umdrehung ins Gegenteil sowie den Dienst an antiken Götzen handelt. So auch zum Thema Eucharistie und dem Ritus der beständig wiederholten Opferung Jesu:
Dieses begriffliche Konzept schien in katholischer Sicht die beste Garantie dafür zu sein, die reale Gegenwart Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein festzuhalten und die Gegenwart der ganzen Wirklichkeit Jesu Christi in jeder der Gestalten zu gewährleisten.“ (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Punkt 149), sowie „So ist auch der Befehl Christi im Abendmahl gemeint: In der Verkündigung seines Heilstodes mit seinen eigenen Worten beim Nachvollzug seines Mahlhandelns vollzieht sich das ‚Gedenken’, in dem Jesu Wort und Heilswerk selbst gegenwärtig werden. (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Punkt 158).

Martin Luther, wie auch andere „Pioniere“ der Reformation erkannten die seitens der Kath. Kirche völlig falschen Lehre der Rechtfertigung. Das Evangelium lehrt, Gerechtigkeit kann nur durch Gnade Jesu erhalten werden. Der Vatikan sieht hier aber das Selbstvermögen der Gläubigen, durch Werksgerechtigkeit (natürlich nur über die Priesterschaft) Gerechtigkeit uns somit die Erlösung zu erreichen. Doch die EV-Kirchen haben folgende Passage akzeptiert:
Luthers Auffassung, dass Gott bei der Erfüllung des Gesetzes die ganzheitliche Hingabe an ihn erwartet, macht verständlich, warum Luther so energisch betonte, dass wir gänzlich von der Gerechtigkeit Christi abhängig sind. Christus ist der Einzige, der Gottes Willen völlig erfüllte, während alle anderen Menschen in einem strengen, das heißt theologischen Sinn nur so gerecht werden können, dass sie an der Gerechtigkeit Christi teilhaben. Darum ist unsere Gerechtigkeit etwas Äußeres, SOFERN es Christi Gerechtigkeit ist, aber sie muss UNSERE Gerechtigkeit werden, das heißt etwas Inneres, durch den Glauben an die Zusage Christi. Nur durch Teilhabe an der ganzheitlichen Hingabe Christi an Gott können wir ganz gerecht werden. (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Punkt 112)

Mit der Aufarbeitung der Verfehlungen an Menschen, welche auch durchaus von seitens der Protestanten verübt wurden, nimmt es der Vatikan jedoch eher sehr oberflächlich. Allerdings von den „reuigen“ EV-Kirchen so hingenommen:
Bereits in seiner Botschaft an den Reichstag in Nürnberg am 25. November 1522 beklagte Papst Hadrian VI. Missbräuche und Vergehen, Sünden und Fehler, SOFERN kirchliche Autoritäten sie begangen hatten (Vom Konflikt zur Gemeinschaft, Punkt 234).

Die Katholische Kirche hält nach wie vor an der gelehrten Werksgerechtigkeit fest. Dies beinhaltet auch das ganze Prozedere rund um den Ablass, dessen lukrativen Handel und die dazugehörigen Dogmen zur ausschließlich dem Papst zugänglichen „Schatz der guten Werke“. Dieser ist gefüllt mit den guten Werken Jesu, der „Mutter Gottes“ Jungfrau Maria und der Armada von erklärten Heiligen.

Die „Heimkehr“ war in den USA besonders wichtig

Die Verschmelzung, besser gesagt Assimilierung der EV-Kirchen zurück zur Mutter-Organisation wurde auch in den USA mit Eiltempo vollzogen. Die Katholische Kirche bezeichnete die Wahl des katholischen Präsidenten Joe Biden ohnehin als ein „Heil“ und den bisherigen Protestantismus als einen Ballast, der nun endgültig beseitigt sei.

Im Vorfeld lief die „Wiedervereinigung“ mit Volldampf voran, unmittelbar mit dem Ausklingen des Vatikan II in den Jahren 1962 bis 1965. Eine Bilanz dieser Maßnahmen kann in „Declaration on the way“ (Quelle) nachgelesen werden. Einzelne Punkte in diesem Werk sind sehr aufschlussreich. Schon bei der Einleitung bemüht man sich nicht einem Gedanken des Evangeliums, sondern dem eines „kath. Heiligen“.
Ich denke daher, dass das eine Ziel aller, die dem Herrn wirklich und wahrhaftig dienen, sein sollte, die Kirchen wiederzuvereinen, die sich von Zeit und zu Zeit auf unterschiedliche Weise voneinander getrennt haben“ (Basilius der Große, 330-379).

Punkt 9: „Katholiken und Lutheraner stimmen darin überein, dass die Kirche auf Erden nicht abfallen kann

Punkt 10: „Darüber hinaus stimmen sie überein, dass die Kirche auf Erden mit der Gemeinschaft der Heiligen in der Herrlichkeit vereint ist

Punkt 13: „Lutheraner und Katholiken stimmen überein, dass der ordinierte geistliche Dienst zu den wesentlichen Bestandteilen gehört, die den apostolischen Charakter der Kirche ausmachen, und dass er durch die Kraft des Heiligen Geistes auch zur fortdauernden apostolischen Treue der Kirche beiträgt„.

Punkt 20: „Katholiken und Lutheraner stimmen auch überein, dass das geistliche Amt sowohl gegenüber als auch in der Gemeinschaft besteht und daher berufen ist, Autorität über die Gemeinschaft auszuüben

Punkt 30: „Lutheraner und Katholiken stimmen überein, dass im Sakrament des Abendmahls Jesus Christus persönlich gegenwärtig ist: Er ist wahrhaftig, substanziell, als Person anwesend, und er ist in seiner Ganzheit als Sohn Gottes und Mensch anwesend

Die Kernbotschaft Jesu gemäß Johannes 14,6: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ ist über den Haufen geworfen. Gemäß der Dogmen Roms kommt niemand zu Gott, wenn der „Gläubige“ nicht den Weg über einen kath. Priester und möglichst noch über Maria oder einen der „Heiligen“ nimmt. Schließlich „bestätigt“ lt. kath. Katechismus Gott die Entscheidungen eines Priesters. In anderen Worten: Gott hat sich an die Entscheidungen der kath. Priester zu halten. Hinzu kommt die unsägliche Lehre über die sog. Werksgerechtigkeit. Dieses anmaßende Selbstverständnis Roms ist nun auch eine verbindliche Richtlinie der EV-Kirchen. De facto hat der Protestantismus aufgehört zu existieren.




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