Extreme Welten – Bangkok – Isaan – Ko Samet

Zwischen glitzernde Welten, grüner Hitze und weissem Strand

Der Kurztripp nach Thailand verlangt schon viel ab, um viel zu sehen, zu erleben und kennen zu lernen. Ein paar Tage und weit mehr als 1000km Wegstrecke hinter sich gelassen. Wenn der Weg das Ziel ist, dann kann sich die Strecke, sprich der „Plan“ auch ganz schnell ändern und genau das passt auch in die teilweise krasse unterschiedliche Welt der verschiedenen Regionen Thailands.
thl002„Natürlich“ dürfen die Sehenswürdigkeiten Bangkoks nicht fehlen und dazu gehören die wirklich beeindruckenden Tempelanlagen und die historischen Paläste, welche die unsrigen Glitzerwelten (ich denke da z.B. ans Oktoberfest) ganzjährlich und mit Abstand in den Schatten stellen. Die Gebäude sind nicht einfach mit großflächigen Kacheln, bzw. Fliesen zugeklatscht, sondern mit feinen Mosaik-Bausteinen künstlerisch vom Boden bis weit über 6m unters Dach verziert. Zwischen Porzellan und Metall-Einfügungen sind auch Spielgelelemente zu finden, die dem Ganzen das so eindrucksvolle Glitzern und Glimmern bei jeder Sonnenlage verleihen.
thl012Die Kirche in jedem Dorf, die Kapelle in jeder Siedlung Bayerns ist wenigstens eine Buddah-Abbildung in fast jeder Strassenecke Bangkoks und den weiteren Klein-Städten Thailands. In den kleineren Dörfern und Siedlungen braucht man ebenfalls nicht lange nach den Symbolen des Buddhismus zu suchen. Selbst der einfachste „Farmer“ besitzt in seinem Garten wenigstens eine Statue, wenn nicht sogar einen kompletten Schrein mit allem Drum und Drann, dazu gehören Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und wenn schon denn schon, eine bunte Lichterkette.thl008Mein kurzer Abstecher in die Provinz von Buriram, eigentlich schon der „tiefste“ Isaan, ließ mich für 2 Nächte in eine Privat-Unterkunft enden, direkt im „Nirgendwo“. Ich denke nicht, dass der Buddah-Schrein im Vorgarten nur wegen mir neu geschmückt worden ist, dafür waren die schon vorhandenen Blumen-Ausschmückungen einfach zu frisch und am nächsten Tag wurde noch kräftig nachgelegt. Auffällig ist nur, dass schon ab „Tempel-Randbezirk“, ob in Bangkok oder sonstwo immer, keine Gelegenheit verpasst wird, um mit dem „Zubehör“ bare Münze zu machen. Blumen, Räucherstäbchen, Kerze und ein paar Lagen Blattgold für 20 Baht (ca. 50 Cent). Um das Blattgold auftragen zu können, muss man sich teilweise ganz schön über eine Spenden-Box strecken, die in der Regel aus durchsichtigem Plexiglas besteht und meist kräftig gefüllt ist. Meine Größe überwandt dieses Hinderniss mit Leichtigkeit, aber die Einheimischen mit in der Regel eine „Kopflänge“ kürzer, müssen sich kräftig strecken, um das Blattgold auf die Buddah-Statue aufrubbeln zu können.
thl006Die Gastfreundschaft der ländlichen Bewohner des Isaans ist überwältigend. Der hauptsächliche „Beruf“ in dieser Region ist mit Landwirtschaft verbunden. Bauern, Farmer, Viehhüter, was auch immer das Land hergibt und es gibt sehr viel her. Mit Stolz wurde mir der landwirtschaftliche Besitz gezeigt, nachdem ich auf dem Rücksitz eines Mopeds „entführt“ worden bin. Als Entschädigung durfte ich zu meiner Premiere „Oy“ knabbern. Was wir in 1kg Packungen als Zucker im Supermarkt aus den Regalen ziehen, wächst u.a. dort als der Rohstoff Zuckerrohr. Besonders auffällig ist auch die Tatsache, dass nicht nur bei mir bisher unbekannten Obst- und Fruchsorten, sondern auch bei „gefährlichen“ Früchten, jegliche allergische Reaktion ausblieb. Was ich sogar auf unseren „grünen Märkten“ meide, konnte ich vom Teller ohne negativen Nebenwirkungen vollständig genießen.
thl007Nicht allzuweit entfernt von meinen Gastgebern befindet sich die Stadt Pimai. Wohl auch berühmt durch seine historischen Anlagen aus dem 7. Jahrhundet n.C., hinduistischen Ursprungs. Dass der Besuch dieses „Freilicht-Museums“ nicht nur für mich eine reizvolle Angelegenheit war, sondern auch für meine Gastgeber, stellte sich spätestens dann heraus, dass nicht nur der eigene Pickup plötzlich voller Leute auf der Ladefläche war, sondern ein weiteres Fahrzeug folgte, welches ebenfalls bis über den Rand hinaus mit Verwandten beladen wurde. Am Ziel angekommen, zählte ich, mich ausgeschlossen, insgesamt 13 Personen. Kurzum, Einrittskarten (20 Baht für Einheimische, 100 Baht für Farangs), nachfolgendes gemeinschaftliches Essen, natürlich auf meine Kosten…..
insg. umgerechnet ca. 25,- Euro (!)….in meiner Wohngegend gibt es ein Schwimmbad für 24,- Euro pro Nase und 4 Stunden….
thl003Da war die „Hau-Ruck-Aktion“, etwa 500km weiter südlich, schon richtig teuer. Es gibt ja keine bessere Idee, als um ca. 23:30 in den Strassen herumzu lungern, um nach einer Möglichkeit zu suchen, wie man „jetzt“ am Besten auf die Insel Ko Samet kommt. Prompt tat sich eine Chance auf. Die offiziellen Transfer-Boote hatten schon lange Feierabend, aber die netten Jungs vom Transfer-Unternehmen hatten Langeweile und boten mir für einen „Sonderpreis“ in Höhe von 1800 Baht an, mich mit dem Schnellboot rüberzusetzen. Da ich sowieso nicht wusste, was noch kommen könnte, entschied ich mich für die notfalls Strandübernachtung auf der Insel, anstatt „Unterm-Steg-Übernachtung“ auf dem Festland. Trotz Schnellboot dauerte es eine gute halbe Stunde gen Mitternacht, bis ich mit hochgezogenen Hosenbeinen und Schlappern durch das „restliche“ flache Meer stampfte und den weissen Strand erreichte. Natürlich keine Menschenseele mehr unterwegs. Ein paar einsame Lichter verstreut und eine wedelnde Taschenlampe des Wachhabenden des Ressorts XY, keine Ahnung….dennoch, trotz „Ladenschluß“ ein völlig unkompliziertes Einchecken für eine Übernachtung im Bungalow…wow….Somit also doch noch Strand und Meer, wenigstens für einen Tag. Die Verpflegung kostet zwar gegenüber dem Festland bis zum 4-fachen, aber dennoch günstig, wenn man davon ausgeht, dass die Transportkosten zur Insel und der typische „Farang-Touristen-Zuschlag“ mit eingerechnet sind. Immerhin hat es mich doch noch zu einer Touri-Ecke verschlagen. Die Rückreise am Nachmittag erfolgte ganz offiziell mit dem „Tucker-Boot“ für nur noch einen Bruchteil der Fährkosten.
Die restlichen Tage sind in Bangkok eingeplant, im Hotel eingecheckt, natürlich mit Internet (wie sonst auch…?!)….bleibt nur noch zu hoffen, dass ein „Roter“ oder ein „Gelber“ etwas unruhig wird, und zur „Vorsicht“ der Flughafen gesperrt wird…..

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