6. April 2021

Änderung Sabbat (Samstag) auf Sonntag ist Willkür


Die Heiligung des Sonntags in den (aller-) meisten christlichen Kirchen erscheint selbstverständlich. „Das war schon immer so“, mag es heißen. Doch es war, ist und bleibt was es ist. Eine eigenmächtige Änderung des Gebotes Gottes.

Es gibt keinen biblischen Hinweis auf Sabbat-Abschaffung

10 Gebote

Die 10 Gebote Gottes sind unveränderlich - Auch die Heiligung des 7. Tages

Wer die Bibel liest und sich auch über die darin enthaltenen Aussagen Gedanken macht, wird wohl auch schon auf die 10 Gebote in 2. Moses Kapitel 20 gestoßen sein. Diese enthalten in Vers 8 das Gebot über die Heiligung des Sabbats. Im Gegensatz zu den Ausführungen der „offiziellen“ Kirchen, welche „den Feiertag“, oder sogar schon explizit „den Sonntag“ propagieren, steht der Sabbat jedoch für den Samstag. Allgemeinhin als der „jüdische Sabbat“ beschrieben. Ist dieser bestimmte Tag tatsächlich einfach nur „jüdisch“? Dann sollte es aber auch einen konkreten Beleg in der Bibel geben, welcher auf die Verlegung des Samstags auf den Sonntag gemäß „christlicher Manier“ beschreibt.

Kurz: Es gibt nicht einen einzigen Hinweis auf derlei Verlegung des Sabbats gemäß Gottes Gebot auf den Sonntag. Diese Heiligung des Sonntags beruht lediglich auf eine Tradition, eingeführt von der Katholischen Kirche. Nun müsste sich aber ein jeder an die eigene Nase fassen und hinterfragen, ob dies den legitim sei.

Die Bibel-Aussagen über den Sabbat sind klar

Dabei sind die Hinweise auf den einzuhaltenen Sabbat (Samstag) als den zu heiligenden Tag in der Bibel mehrfach zu finden. So z.B.

1. Moses 2,3:
„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“

Hesekiel 20,12:
„Ich gab ihnen meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollen, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt.“

Bereits nach Auszug aus Ägypten galt für das Volk Israel der Sabbat. Manna gab es nur an 6 Tagen zu finden, denn am Sabbat durfte ohnehin nicht gesammelt werden. 2. Moses 16,26:
„Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat, da wird keines zu finden sein.“

2. Moses 20,8 (4. Gebot):
„Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn!“

Jesus und Seine Jünger hielten den Sabbat. Jesus ist Herr auch über diesen Tag. Matthäus 12,8:
„Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.“

Paulus hielt auch bei seinen Wanderungen und Evangelisationen den Sabbat ein. So auch in Korinth. Apostelgeschichte 18,4:
„Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen“

Sogar in der Zukunft, nach Wiederherstellung der Erde, wird der Sabbat (neben Neumondfest) Geltung haben. Jesaja 66,23:
„Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“

„Im Selbstverständnis war es selbstverständlich“

Der Vatikan, bzw. der Papst beansprucht die Eigenschaft des „Stellvertreter Christi“ (Vicarius Christi), bzw. sogar „Stellvertreter des Sohn Gottes“ (Vicarius filii Dei) in der Nachfolgeschaft Petri innezuhaben. Damit begründete das Papsttum die (vermeintliche) Autorität, die Heiligung vom 7. Tag auf den 1. Tag zu verlegen. Die Erklärung, an einem Sonntag ist Jesus auferstanden, mag inhaltlich zutreffen, aber berechtigt dies die Änderung eines Gebotes? Das erinnert an die Prophezeiung Daniels. Dieser hatte die Eigenschaften des Herrschers am Ende der Zeiten schon vor Augen gehabt. Daniel 7,25: „Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.. Mit der Änderung des (originalen) 4. Gebotes ist es schließlich nicht geblieben. Da wurde noch mehr herumgemurkst.

Die Verlegung des Samstags auf den Sonntag erfolgte bereits im 4. Jahrhundert n.Chr. Der Römische Kaiser Konstantin erklärte im März 321 n.Chr. den Sonntag als quasi gesetzlich festgelegten Feiertag, in „Kooperation“ mit dem Bischof von Rom und Papst Silvester I.. Zu dieser Zeit erhielt der Papst die Papstkrone noch vom Kaiser verliehen, bis sich diese Rolle und damit auch das Sagen im gefolgten „Heiligen Römischen Reich“ umkehrte.

Im Schreiben „QVAEST. L. DE DISPENSATIONE – TERTII PRAECEPTI“ vom Jahr 1582 wird unmissverständlich festgehalten, um welchen Umfang sich der Machtanspruch des Papstes handelt. Dies geschah offenbar als „Erinnerung“ für alle Schäfchen aufgrund der bereits eingesetzten Reformation.

Die folgenden 6 Punkte in Bezug auf die Befugnisse des Papstes, Dispensation (Erlass, Genehmigungen) zu gewähren, deuten darauf hin, dass der Papst von Natur aus die Autorität besässe, das in der Bibel geschriebene Sabbatgebot Gottes außer Kraft zu setzen, und es daher in jeder Hinsicht ändern kann, wie auch immer sie es vorschreiben sollten. Bezüglich der Verlegung des Sabbats auf den Sonntag sind Punkt 2 und das Fazit sehr interessant.

„Primo, Utrum Papa possit dispensare, quòd dies Sabbati servetur secundum sensum spiritualem, non litteralem“
(Erstens, ob der Papst eine Genehmigung gewähren kann, dass der Sabbat im spirituellen Sinne und nicht im wörtlichen Sinne begangen werden sollte)

„Secundo, Utrum Papa possit dispensare, quòd dies Sabbati in diem Dominicam sit mutata“
(Zweitens, ob der Papst einen Erlass gewähren kann, indem er den Sabbat in den Tag des Herrn ändert)

„Tertio, Utrum Papa possit dispensare, quòd dies Dominica fiant servilia opera“
(Drittens, ob der Papst eine Genehmigung gewähren kann, die am Tag des Herrn Dienstarbeit erlaubt.)

„Quarto, Utrum Papa debeat prohibere strictius opera servillia fieri in die Dominica, quàm fuerint prohibita in die Sabbati“
(Viertens, ob der Papst die Dienstarbeit am Tag des Herrn streng verbieten darf, wie es am Sabbat verboten war)

„Quinto, Utrum Papa possit dispensare, quòd in dies Dominica fiat forum rerum emptionis, & venditionis“
(Fünftens, ob der Papst eine Genehmigung gewähren kann, die es dem Markt erlaubt, am Tag des Herrn zu kaufen und zu verkaufen)

„Sexto, Utrum Papa possit dispensare, quòd in dies Dominica committatur bellum“
(Sechstens, ob der Papst eine Genehmigung gewähren kann, damit am Tag des Herrn Krieg geführt werden kann)

Resolvito: Dies Sabbati, in Diem Dominicam iure à Papa mutata est, propter significatorum preeminentiam, factorum excellentiam, temporumque convenientiam“
(Fazit: Das Sabbatgesetz wurde vom Papst aufgrund der Vorrangstellung der bezeichneten Dinge und der hervorragenden Faktoren in Übereinstimmung mit Zeit und Umständen auf den Tag des Herrn geändert.)

Die Katholische Kirche macht gar keinen Hehl daraus, den Samstag auf den Sonntag („Sonnen-Tag“) verlegt zu haben und gibt es auch mit „stolzer Brust“ zu. Folgend zum Thema Verlegung Sabbat-Heiligung auf Sonntag durch die Kath. Kirche:

„Natürlich beansprucht die Katholische Kirche diesen Wechsel als ihre Handlung und diese Handlung ist ein (Mal-)Zeichen ihrer kirchlichen Macht“
„The Faith of our fathers“, James Kardinal Gibbons

„Man kann die Bibel lesen von 1. Moses bis zur Offenbarung und man wird nicht eine einzige Zeile finden, welche die Heiligung des Sonntags autorisiert. Die Schrift erzwingt die religiöse Beachtung des Samstags, einen Tag, welchen wir niemals heiligen“
„The Faith of our Fathers“, Seite 97, James Kardinal Gibbons

Jeder hat die Wahl – Autorität Gott oder Autorität Kirche

Der gläubige Christ, welcher sich über die „lauwarmen“ (siehe „Laodizea„) Prinzipien der von den institutionellen EV-Kirchengemeinden hinaus mit der Bibel beschäftigt, erkennt im Prinzip zwei Wahlmöglichkeiten. Entweder die Lehren und Gesetze der Bibel und damit die Vorgaben Gottes, oder die Lehren und Gesetze der Kath. Kirche und den Vorgaben ihres Katechismus. Gott erklärte den Sabbat als Sein Zeichen für die Verbindung mit Ihm und Sein Volk. Die Kirche erklärte den Sonntag als ihr Zeichen der Autorität. Die Wahl sollte eigentlich nicht schwer fallen. Damit wäre auch schon das Thema „Malzeichen des Tieres“ in Offenbarung Kapitel 13 angesprochen.




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